CH146212A - Verfahren zur Herstellung einer lichtechten, gefärbten Glasur aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer lichtechten, gefärbten Glasur aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer lichtechten, gefärbten Glasur aus Kunstharzen auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen. Man hat bereits versucht, ungebrannte Platten durch Auftragen von gefärbten Phenolharzen auf mineralischen Trägermate rialien herzustellen. Solche Versuche führten jedoch zu keinem technischen Erfolg, weil alle Phenolkondensationsprodukte und ihre Homologen zu unbeständig sind und sich mit der Zeit an der Luft und besonders bei Be lichtung zum mindesten oberflächlich ver ändern und dabei verfärben.
Auch bei Ver wendung von Kombinationen von Phenol formaldehydharzen mit Harnstofformaldebyd- Kondensationsprodukten zur Herstellung von gefärbten Glasuren zeigen sich ähnliche Nach teile. Selbst dann, wenn Harnstofformal- dehyd-Kondensationsprodukte allein, die be kanntlich lichtecht sind, in Kombination mit an sich lichtechten Pigmenten zur Herstel lung derartiger gefärbter Glasuren verwendet werden, gelingt es nicht ohne weiteres, zu einer lichtechten Glasur zu gelangen.
Es hat sich nun überraschenderweise ge- zeigt, dass man lichtechte, gefärbte Glasuren auf Wandplatten aus selbsterhärtenden J1las- sen, wie Zetnerit oder dergleichen, in der Weise erzeugen kann, dass man bei der Her stellung solcher Glastaren auf der Basis von Harttstofformaldehyd - 1@ondensationsproduk- ten nicht nur die Anwesenheit von Phenolen, bezw. deren Kondensationsprodukten,
sondern auch die Anwesenheit von Halogenen, und zwar auch in geringen Mengen, wie sie zum Beispiel als Katalysatoren oder Verunreini gungen vorhanden sein können, sowohl im Kunstharz, als auch im Pigment ausschliesst.
Zur Durchführung des Verfahrens eignen sich sowohl halogenfreie Harnstofformaldehyd- Kondensationsprodukte selbst, als insbeson dere auch gemischte Harttstoff-Thioharnstoff- formaldehyd-Kondensationsprodukte. Ausser dem können gegebenenfalls auch Mischungen dieser Harze mit andern lichtechten Kunst harzen, z. B. Glyzerin-Phtalsäureanhydt-id- Kondensationsprodukte verwendet werden. Voraussetzung bleibt stets die Halogenfreiheit der angewandten Kunstharzmischungen.
<I>Beispiel:</I> Als Trägermaterial dient ein ungebrann ter Zementscherben, als Kunstharz ein phenol- freies Kunstharz, welches frei von Halogen salzen ist, die später Veränderungen der Farbe der Masse im Lichte hervorzurufen imstande wären.
Besonders gut eignen sich für die vorliegende Verwendung auf dem ungebrannten Trägermaterial die Harnstoff- Thioharnstofformaldehyd - Kondensationspro- dukte, welchen man beispielsweise Ammo- niumnitrat als Härtungsmittel zugesetzt hat und welche eine Glasur ergeben, die eine ausgezeichnete Wasserfestigkeit zeigt.
Die Aufbringung der Glasurschicht auf das Trägermaterial kann etwa folgender massen geschehen: Es wird auf den Zement scherben zunächst eine erste Kunstharzschicht als Grundschicht zur Ausfüllung der Poren der Trägerplatte aufgetragen. Dann erfolgt das Aufbringen einer zweiten Kunstharz schiebt (Deckschicht) mit einem Pigment-, z. B. Lithoponzusatz von etwa<B>50</B> %. Eine dritte Schicht aus Kunstharz, welche die Rolle einer Glanzschicht spielt und die wenig oder kein Pigment enthält, 'hat bezüglich des Kunstharzes die genau gleiche Zusammen setzung wie die beiden ersten Schichten.
Nach Aufbringung dieses dreischichtigen ge färbten Kunstharzauftrages wird die Platte im Trockenofen bei ungefähr 130 o C wäh rend 2-3 Stunden einem Härtungsvorgang unterzogen. Schliesslich wird die erhaltene Kunstharzglasur mittelst der Polierscheibe kurz poliert. Die in dieser Weise fertig gestellte Wandplatte behält den Farbton der Kunstharzglasur auch im Lichte dauernd unverändert bei.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lichtechten, gefärbten Glasuren aus Harnstofformaldehyd- Kondensationsprodukten auf Wandplatten aus selbsterhärtenden Massen, dadurch gekenn zeichnet, dass man zur Herstellung dieser Glasuren halogenfreie Kunstharze und halo genfreie Pigmentfarben verwendet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunstharz ein Harnstoff - Thioharnstofformaldehyd - Kon densationsprodukt verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunstharz ein Gemisch aus einem Harnstofformaldehyd- Kondensationsprodukt und einem andern halogenfreien Kunstharz verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunstharz ein Gemisch aus einem Harnstoff-Thioharnstoff formaldebyd-Kondensationsprodukt und einem andern halogenfreien Kunstharz ver wendet wird.
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