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Schalplatte.
Die Erfindung betrifft eine Schallplatte mit einem Tragkörper und einer mit diesem verbundenen
Schallnutoberschichte. Letztere enthält erfindungsgemäss ein Resorzinkondensationsprodukt mit einer solchen Menge Glyzerin, dass nach der durch Erhitzung bewirkten Endkondensation eine hochelastisch Platte erhalten wird. Die Rückseite der Platte wird vorzugsweise mit der gleichen Masse überzogen, um ein Werfen der Platte zu verhindern.
Der Tragkörper kann aus einer Papierbahn von Pappendicke, vorzugsweise aus Leinenpapier, bestehen.
Zur Herstellung des Überzugsmaterials kann man folgendermassen verfahren : Gemahlenes Resorzin wird in erwärmtem Formaldehyd aufgelöst, die Lösung gerührt und zwecks Steigerung ihrer Viskosität auf einer Temperatur zwischen etwa 70 und 750 C gehalten. Wenn die richtige Viskosität erreicht ist, wird ein flüchtiges Lösungsmittel, wie Alkohol, zugesetzt und die Lösung sodann auf Zimmertemperatur gekühlt ; es wird dann, gegebenenfalls nach Zusatz weiterer Stoffe, wie beispielsweise eines Reib-oder Schleifstoffes, Glyzerin in solchen Mengen zugesetzt, dass nach der durch Erhitzung bewirkten
Kondensation eine hochelastisch Platte erhalten wird.
Das so hergestellte Überzugsmaterial wird beispielsweise auf einen Papierbogen aufgebracht, der überzogene Bogen wird getrocknet und eine erwärmte Prägeplatte unter Druck zur Einwirkung auf die Überzugssehichte des Papierblattes gebracht.
Man hat wohl Glyzerin bei Schallplatten schon verwendet, aber in andern Mengenverhältnissen, je nach der Zusammensetzung, um die Masse eben genügend plastisch zum Pressen und Prägen bei höherer Temperatur zu machen. Erfindungsgemäss hingegen wird der Glyzerinzusatz so eingestellt, dass eine besondere Elastizität des Fertigproduktes erzielt wird. Derartig hochelastische Produkte dieser Art sind bisher nicht bekannt gewesen, sind aber praktisch sehr wertvoll.
Die gemäss der Erfindung hergestellten Schallplatten sind dünne biegsame Scheiben von besonderer Elastizität, deren Schalldiagrammoberschichte so hart ist, dass sie der Einwirkung der üblichen Spielnadel oftmals zu widerstehen vermag, ohne dass die Nadel durch die Schallplattenfläche hindurchschneidet oder die Wände zwischen benachbarten Nuten ausbrechen kann. Das Überzugsmaterial dringt bei der Herstellung in die Papieroberfläche so tief ein, dass es sieh sicher mit dem Papier verbindet und das Überzugsmaterial von dem Papier nicht abgestreift werden kann, ohne dass die obere Papierschicht selbst zerstört wird.
Ausführungsbeispiel : Ein Metallbehälter, welcher mit einer Heiz-und Kühleinrichtung (Mantel oder Schlange) som ie mit einer Vorrichtung zum raschen Umrühren oder Mischen versehen ist, wird mit 1000 cm3 handelsüblichem, 40% igem Formaldehyd gefüllt, denen 1000 g handelsüblichen Resorzinols (Metadihydroxylbenzol) als Füllung zugesetzt werden, die vorzugsweise so fein gemahlen sind, dass sie durch ein Sieb hindurchgehen, welches pro Zoll zehn Maschen aufweist. Man rührt, bis Lösung erfolgt ist, und erwärmt dabei langsam, bis die Temperatur auf 70-75 C steigt. Das Rühren wird fortgesetzt, während die Temperatur innerhalb dieser Grenzen gehalten wird, bis sich die Viskosität bis zur richtigen Gebrauchskonsistenz steigert.
Beim Überziehen des Papiers kann man diese Viskosität dadurch bestimmen, dass man von Zeit zu Zeit Proben des Materials auf das Papier aufbringt, bis das Material einen Überzug bildet, welcher breit auf der Fläche des Papiers liegt. Die Zeitdauer, während welcher das Material zwischen den angegebenen Temperaturen gehalten wird, bis es die richtige Viskosität
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erreicht, ist gewöhnlich'ungefähr'eine halbe Stunde. Wenn die richtige Viskosität erreicht worden ist, werden ungefähr 1000 cm3 Äthyl-oder Methylalkohol oder Mischungen derselben zugesetzt. Die Alkoholmenge kann je nach dem Verfahren der Aufbringung des Überzuges auf das Papier geändert werden, um den Fliesszustand zu vergrössern oder zu verkleinern. Das Gemisch wird nunmehr rasch auf gewöhnliche Zimmertemperatur gekühlt.
Ein Reib-oder Schleifstoff, beispielsweise 200 g Rouge, wird, so wie man Farbe mahlt, in 600 g Glyzerin gemahlen und dieses jetzt der Lösung zugesetzt. Das Material ist nunmehr gebrauchsfertig und sollte vorzugsweise sofort auf das Papier aufgebracht werden. Das Material verbindet sich mit der Oberfläche des Papiers. Der überzogene Papierbogen wird dann getrocknet, bis seine Oberfläche leicht klebrig ist. Er ist dann gebrauchsfertig. Die Schalldiagrammdruekplatten werden vorzugsweise auf etwa 160 C erwärmt und gegen die überzogene Papierfläche gedrückt, so dass die Schallnuten in das Überzugsmaterial eingeprägt werden.
Die Druckplatten und das Material werden so lange zusammengehalten, dass die erforderliche Härtung oder Polymerisation des Materials erfolgen kann, was gewöhnlich in etwa einer Minute der Fall ist. Die Prägeplatte wird dann entfernt und der geprägte Bogen kann in die einzelnen Schallplatten zerlegt werden. Wenn die Prägeplatten dazu neigen, an dem Material zu haften, kann man dem entgegenwirken, indem man die Oberfläche der Prägeplatte mit einem leichten Paraffinüberzug versieht. Vorzugsweise wird die von der Schalldiagrammfläche abge-
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und Zusammenziehung aufweisen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schallplatte mit einem Tragkörper und einer mit diesem verbundenen Sehallnutoberschiehte, dadurch gekennzeichnet, dass letztere ein Resorzinkondensationsprodukt mit einer solchen Menge Glyzerin enthält. dass nach der durch Erhitzung bewirkten Endkondensation eine hochelastische Platte erhalten wird.