AT129907B - Pneumatische Windlade für Orgeln. - Google Patents

Pneumatische Windlade für Orgeln.

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Konrad Hopferwieser
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Konrad Hopferwieser
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  Pneumatische   Windlade fiir   Orgeln. 
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 Tasten, damit die Pfeifen genau nach dem Willen des Spielers zur   Ansprache   gelangen. In dieser Hinsicht entspricht die mechanische Traktur am vollkommensten, sie hat aber bei grossen Orgeln den Nachteil, dass die Spielart sehr schwer und anstrengend wird und Oktavkopplungen nicht mehr ausgeführt werden können. 



   Die pneumatische oder elektrische Traktur gibt keine direkte Verbindung der Tasten mit den Pfeifenventilen. Beide benötigen zur Betätigung der letzteren sogenannter Relais. Durch diese Relais wird in der Regel vorerst ein kleines Doppelventil (Vorrelais) entweder durch Wind oder elektrischen Strom von der Taste aus bewegt und dieses liefert Wind zur Betätigung eines grösseren Doppelventils (Hauptrelais), durch welches erst die Pfeifenventile geöffnet werden. Zwischen Spieltaste und Pfeifenventil sind demnach zwei Zwischenglieder, ein kleines und ein grösseres Doppelventil eingeschaltet, welche indirekte Verbindung unerwünscht ist. 



   Grosses Interesse findet ferner in der Orgelfachwelt auch die mehrfache selbständige Ausnutzung der Pfeifen mittels des sogenannten   Transmissions-oder Multiplexsystems.   



   Mit elektrischer Traktur bietet die Anwendung dieses Systems keine weiteren Schwierigkeiten, da Drähte leicht zu kleinen Relais für jede Pfeife geführt werden können. Bei den sogenannten amerikanischen Unitorgeln für Theater und Kino wird dasselbe auch recht ausgiebig angewandt. Anders liegt die Sache bei den Orgeln mit pneumatischer Traktur, wo zu den einzelnen Pfeifenrelais nicht mehrere Rohre geführt werden können, da für dieselben kein Platz vorhanden wäre. Orgeln mit pneumatischer Traktur müssen daher für Transmissionen besonders konstruierte Windladen erhalten. Solche Transmissionswindladen sind auch in verschiedenartigsten Konstruktionen gebaut worden, aber keine von diesen bekannten Konstruktionen haben hinsichtlich sicherer Funktion, geringen Platzbedarfes und billiger Herstellung diesen Anforderungen entsprochen. 



   Mit vorliegender Erfindung wird nun sowohl eine direktere Verbindung der Tasten mit den Pfeifenventilen als auch eine allen modernen Anforderungen entsprechende Konstruktion einer Transmissionswindlade erreicht. 



   In Fig. 1 der Zeichnung ist ein Querschnitt durch eine Windlade (sogenannte Kegelwindlade) ersichtlich gemacht. A ist die Relaiskanzelle, B die Registerkanzelle, C das Pfeifenventil, D der Windkanal zur Pfeife und E die Pfeife. Der Relaiskörper ist für zwei Töne eingerichtet und besteht aus einem oberen Teil H, in welchem sich der Hohlraum T befindet (für jeden Ton einer, der zweite ist im Schnitt nicht sichtbar) und in welchem auch die Windeinlassöffnungen M angeordnet sind, und aus einem unteren   Teil J,   welcher die Windauslassöffnungen N enthält.

   Die Ventilsitze der Windein-und auslassöffnungen M und N, die abwechselnd von dem oberen Ventil K und dem unteren Ventil L geschlossen werden, sind etwas erhabene,   rohrähnliche   Ansätze mit sehr dünner Wandung, damit sie von den mit weichem Leder belegten Ventilen leicht ganz dicht abgeschlossen werden können. In dem Hohlraum T befindet sich ein kleines Rohr 0, welches von dem Raum, in welchem sich das obere Ventil K befindet, zu den kleinen Kanal Q führt, der unter der Membrane P mündet. Unter dieser Membrane P mündet auch, aber etwas von dem Kanal Q entfernt, der Kanal R, welcher zu derselben Bohrung führt, auf welcher oben die Membrane   zu     aufgeleimt ist und in welcher auch das Rohr F mündet.

   Die Anordnung von fünf kleinen Windein-und auslassöffnungen, Fig. 2 bzw. mehrere Ventilsitze statt eines grossen, hat den Zweck, bei gleichem Wind-   

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 durchlass einen um mehr als die Hälfte niedrigeren Aufgang der Ventile K und L sowie der Membrane G und damit auch einen geringen Windbedarf derselben   herbeizuführen, wodurch   die Funktion bedeutend präziser wird. Der Membrane G wird auch der aus dem Rohr 0 und den Kanälen Q und   R   strömende Wind zugeführt, so dass dieselbe zum Heben der   Relaisventile Kund   L nicht bloss den durch das Rohr F beim Tastendruck einströmenden Wind, sondern auch von der entgegengesetzten Seite durch den Kanal   R   Wind zugeführt erhält, wodurch die Präzision der Funktion noch weiter verbessert wird.

   Hiedurch wird das sonst notwendige erste kleine (Vor) relais mit Membrane und Doppelventil entbehrlich, da nur eine Membrane und ein Doppelventil notwendig ist und die pneumatische Traktur wird direkter. 



   Die Pfeifen werden auf folgende Art zur Ansprache gebracht : Beim Spielen der Orgel befindet sich in der Relaiskanzelle   A   Wind (Druckluft), welcher sich bis zum oberen Relaisventil K erstreckt. 



  Gleichzeitig strömt auch etwas Wind durch das Rohr 0 in den Kanal Q bis zur Membrane P, welche hiedurch aufgeblasen wird und hiedurch auch die Mündung des Kanals R freigibt, so dass er durch diesen Kanal R zur Membrane   Gund   von dort durch das Rohr F dem Spieltische zu, wo die Mündung des Rohres F bei nichtgedrückter Taste offen ist, ins Freie entweichen kann. Damit der Winddruck unter der Membrane G durch den durch den Kanal   R   zuströmenden Wind nicht etwa so stark wird, dass hiedurch die Membrane   G   die Relaisventile K und L heben könnte, wird der Zustrom dieses Windes durch die Regulierschraube   S   auf das gewünschte Mass gedrosselt. 



   Wird nun eine Taste gedrückt, so strömt vom Spieltisch her durch das Rohr Find, welche mit dem vom Kanal R kommenden Wind die Membrane   G   schnell in die Höhe treibt und das Relaisventil K öffnet und das untere Relaisventil L schliesst. Der Wind strömt jetzt. in den Hohlraum T und von dort durch den Kanal U in den Kanal W, wo er die auf den Spielkanal V aufgeleimte Membrane Y aufbläht, wodurch das Pfeifenventil 0 geöffnet und der Wind in den Kanal D strömen und die Pfeife E zur Ansprache bringen kann.

   Der in dem Hohlraum T befindliche Wind drückt aber gleichzeitig auch die darin befindliche Membrane P an die Mündungen der Kanäle Q und R und schliesst diese ab, so dass jetzt kein Wind mehr vom Kanal   R   zur Membrane G strömen kann, welcher sonst die Absprache der Pfeife (Verstummen derselben) beim Loslassen der Taste und Ausströmen des im Rohr F befindlichen Windes verzögern würde. 



   Zur Vollständigkeit sei auch noch angeführt, dass auch die Absprache der Pfeifen beim Loslassen der Taste beschleunigt werden kann, indem an dem Kanal R eine Öffnung angebracht wird, durch welche ein Teil des in der Membrane G, unter derselben und im Rohr F befindlichen Windes entweichen kann und nicht der ganze Wind bei dem andern Ende des Rohres F im Spieltisch seinen Auslass finden muss. 



  Durch diese Öffnung darf aber nur so lange, als die Taste gedrückt ist, Wind entweichen können, sonst muss sie durch eine entsprechende Vorrichtung geschlossen sein. Nachdem diese Öffnung eine untergeordnete Bedeutung hat, ist dieselbe auf der Zeichnung nicht ersichtlich gemacht. 



   In Fig. 3 der Zeichnung ist der Querschnitt durch eine Transmissionswindlade dargestellt. a ist die Relaiskanzelle, b die Registerkanzelle, c die Membrane mit der an dieselbe   angeleimten   Metallplatte 
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 angeordnet sind, und aus einem unteren Teil   i,   welcher   die Windauslassöffnungen n   enthält. Dieser untere Teil   i   bildet eine Umrahmung des Hohlraumes o, in welchem sich das Relaisventil k befindet. In den Hohlraum o mündet der Kanal p, welcher zur Spielnute (Kanal) P1 führt. Vom Kanal p zweigt ein kleinerer" Kanal q ab, der wegen der Transmission in eine höhere Oktave zuerst nach aufwärts und dann weiter nach abwärts geführt wird und dann in die um eine Oktave höher liegende Spielnute   q1   einmündet.

   Von der Spielnute   P1   führt ein kleiner Zweigkanal w zur Registriermembrane t und von der Spielnute   q1   ein solcher   Zweigkanal   zur   Registriermembrane < i. Von   der Pfeifenventilmembrane c führt der Kanal   u   zu den beiden Registriermembranen t und      bzw. zu den im Innern derselben angebrachten Rückschlagventilen s und Si. Auf dem Holzstück      in welchem auch die Magnete f befestigt sind, liegt das Anker-   plättchen   g, Fig. 5, welches nach rechts verlängert ist und einen Hebel bildet. 



   Zum Zwecke eines geringen Ventilaufganges sind neun   Windein- und auslass öffnungen m   bzw. n, anstatt einer grösseren, angeordnet, Fig. 4, welche aus Rohrstücken bestehen und an den Enden, wo sie die Ventilsitze bilden, eine sehr dünne Wandung haben. Der hiedurch erzielte niedrige Gang des Relaisventils gestattet eine geringe Entfernung des   Ankerplättchens   von den Magneten, weshalb der elektrische Strom ohne Vorrelais sogleich das Ventil des Hauprelais betätigen kann, wodurch eine direkter Verbindung zwischen Taste und Pfeifenventil erreicht wird. 



   Die Transmissionseinrichtung, wodurch eine Pfeife von verschiedenen Tasten selbständig zum Ertönen gebracht bzw. eine Pfeifenreihe in zwei um eine Oktave verschiedene Töne, z. B. in   8'und   4' 
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 Anordnung es ermöglicht, dass die Register sowohl mit mehreren Transmissionen als auch ohne einer solchen erbaut worden können, da kein eigener Raum hiefür beansprucht wird und dabei die Konstruktion sehr einfach und funktionssicher ist. 



   Soll nun beispielsweise die Pfeife e zur Ansprache gebracht werden, so muss vorher das Register gezogen werden, indem die Registrierkammer   13   vom Wind entleert wird und sich die Membrane t auf- 

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