AT129929B - Verfahren und Nähmaschine zum Ansteppen des Schweißleders an den inneren Krempenbug (Bandstelle) von Hüten. - Google Patents

Verfahren und Nähmaschine zum Ansteppen des Schweißleders an den inneren Krempenbug (Bandstelle) von Hüten.

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AT129929B
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Description


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  Verfahren und Nähmaschine zum Ansteppen   des Schweissleders   an den inneren Krempenbug (Band- stelle) von Hüten. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Nähmaschine zum Ansteppen des Schweissleders an den inneren Krempenbug (Bandstelle) von Hüten. Bisher wurde das Sehweissleder an den inneren Krempenbug von Hüten durch eine Naht befestigt, die den Stoff des Hutes durchsetzte. Der Nachteil dieser Art der   Sehweisslederbefestigung   an Hüten besteht vor allem in dem   unschönen   Aussehen einer derartigen Befestigung, insbesondere dann, wenn ein äusseres Band am Hut fehlt. Ein weiterer Nachteil einer derartigen Befestigung besteht darin, dass durch die Stiehöffnungen Schweiss nach aussen auf die äussere   Fläche   des Hutstumpens   geriet.

   Diese   und andere Nachteile werden durch das Verfahren gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der am Rand mit einer Schlingnaht versehene   Sehweisslederstreifen durch   eine   Bliiidnallt   am inneren Rand des Krempenbuges so befestigt wird, dass die Naht an derselben Innenfläche des   Hutstnmpens   beginnt und endet, ohne dabei das Material des Hutes ganz zu durchsetzen. 



   Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise   Ausführungsform   der Nähmaschine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens, u. zw. stellt die Fig. 1 eine Seitenansicht in teilweisem Schnitt dar, wozu die Fig. 2 eine Vorderansicht im Schnitt wiedergibt. Die Fig. 3 veranschaulicht den benähten Schweisslederstreifen. Die Fig. 4 und 5 zeigen zwei Phasen der   Durchführung   des Verfahrens. Die Fig. 6 stellt die Transporteinrichtung in Draufsicht, die Fig. 7 den Sehiffehenantrieb in Vorderansicht und die Fig. 8 eine Einzelheit dar. In Fig. 9 ist ein Schema der ganzen Vorrichtung wiedergegeben. 



   Mit 1 ist die Nadelstange bezeichnet, die ihre hin und her gehende Bewegung im Maschinenkörper 2 von einer Welle 28 über eine Scheibe 4 und eine Kurvenstange 5 erhält. Die   Zuführungseinrichtung   für das gemäss Fig. 3 mit einer Schlingnaht 6 versehene   Sehweissleder   7 besteht aus einem Winkelstück 8, dessen unterer Schenkel 8a an der Stelle des Durchtrittes der Nadel 9 mit einer Ausnehmung versehen und bei 10 winklig umgebogen ist. Der winklig umgebogene Teil 10 des unteren Schenkels 8a bildet den einen Teil der Führung für das Sehweissleder 7, während der andere Teil für diese Führung aus einem mehrfach abgebogenen   Blechstreifen 77 besteht,   der den Schenkel 8a in einer Ausnehmung durchsetzt. 



  Der mehrfach winklig abgebogene Blechstreifen 11 ist auf einer bei 12 gelagerten Führungsstange 13 geführt und   umschliesst   einen Einstellklotz   14,   der gleichfalls auf der Stange 13 verschoben und mittels einer Schraube an dieser Stange festklemmbar ist. Zwischen der einen   Stirnfläche   des Klotzes 14 und einer Stirnfläehe des winkelig abgebogenen Blechstreifens 11 ist eine Feder 15 vorgesehen, die dazu dient. den Streifen 11 mit leichtem Druck gegen den unbenähten Rand des   Schweisslederstreifens 7   zu drücken, wodurch die sichere Führung des   Schweisslederstreifens   7 gewährleistet ist. Das Winkel-   stück   8 ist in einer horizontalen und in einer vertikalen Ebene einstellbar und verschwenkbar.

   Mit dem Winkelstück 8 ist ein Bolzen 16 bei 17 verklemmt, der seinerseits verstellbar und verschwenkbar an einem Tragarm 18 befestigt ist, der wiederum mit einer Tragstange 19 lösbar verbunden ist. In der gezeichneten Ausführung gemäss Fig. 1 und 2 wird das Winkelstück 8 sowie die Tragstange 19 samt allen daran befestigten Teilen durch den Kurvenhebel 20 in der angehobenen Lage gehalten, während bei   Versehwenken   des bei 21 an der Tragstange 19 gelagerten Kurvenhebels 20 im Sinne des Pfeiles p (Fig. 2) die Tragstange 19 samt den daran befestigten Teilen durch eine zwischen einem Bund 22 und einer   Spannsehraube   23 im Gehäuse 2 eingespannten Feder 24 nach abwärts bewegt und gegen den Krempenbug niedergehalten wird.

   Im Gehäuse 2 ist bei   2. 5   der Fadengeber 26 gelagert, der in bekannter Weise durch eine Kurvennut 4a der Scheibe 4 gesteuert wird, in welche Kurvennut der mit einer Rolle 26a versehene Zapfen des Fadengebers 26 eingreift. 

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 EMI2.1 
 die gemäss Fig.   9'von   der Hauptantriebswelle 28 über einen Kurbeltrieb 29 so angetrieben wird, dass sie bei jeder Umdrehung der Hauptwelle 28 eine Schwenkbewegung, z. B. über einen Bereich von ungefähr   90'durchführt.   Auf der Schaukelwelle 27 ist im erweiterten   Gehäuseteil2 bein Zahnsegment   30 befestigt, das mit einem Ritzel 31   des Schiffehenhalters   32 kämmt (Fig. 7), der das Rundschiffehen 33 aufnimmt. 



  Erfindungsgemäss besteht nun zwischen dem Zahnsegment 30 und dem Ritzel 31 ein Übersetzungsverhältnis 3 : 1, so dass das Schiffchen 33 bei der oben erwähnten Verschwenkung der Schaukelwelle 27 um 90  die zu seiner Funktion notwendige Verschwenkung um zirka   2700 im Schiffchenkorb K   erfährt. 
 EMI2.2 
 liches einstellbares Organ 36 auf, das durch eine Schraube am Teil 34 festklemmbar ist. Der Zweck dieses Organs-wird später angegeben. 
 EMI2.3 
 (in der Stellung gemäss Fig. 1) kann in beliebiger Weise eine besondere Sperre, z. B. ein Riegel, eine Klinke od. dgl. vorgesehen sein. Diese Sperre kann entweder zwischen dem Bodenstück 39 und dem Ständer 37 oder an einem der Stellringe   38,   oder auch zwischen dem Tisch T und dem   Bogenstüek   39 vorgesehen sein. 



   Gemäss Fig. 4 wird der mit dem   Sehweisslederband   7 zu versehende Hut so auf das Schild   41,   das mit einer Ausnehmung 42 versehen ist, aufgebracht, dass die Krempe   hr   aussen liegt, während der   Kopfteil   des Hutes innen liegt und der Bug ha je nach der Stellung des zusätzlichen Organs 36 (Ansehlagbleeh) mehr oder minder in den Bereich der Nadelbewegung hineinragt. Die Krempe   k,   und der   Kopf teil   mit dem dazwischenliegenden Schildblech 42 werden in der Nähe der Stichstelle durch die vorzugsweise mit einem geriffelten Gummirand versehene Transportseheibe 43, deren Antrieb im folgenden beschrieben wird, gegen die Auflage 34a   gepresst, wodurch   die Sicherheit einer   gleichmässigen   Naht gewährleistet ist. 



     Gemäss   den   Fig. b   und 9 wird die Bewegung der eben   genannten TransportseheIbe 4J gleIcht alls   von der Hauptantriebswelle 28 abgeleitet. Zu diesem Zweck ist auf der Hauptwelle 28 eine Nocke 44 vorgesehen, welche in der Gabel 45 des am Lagerhebel 46 schwenkbar angeordneten Hebels 47 spielt. 



  Dieser Hebel 47 steht über eine Ratsehkupplung 48 mit der Vorsehubwelle 49 in Verbindung, so dass dieselbe bei jeder Umdrehung der Hauptwelle um einen einstellbaren Winkel weiter verdreht wird. Die Einstellung des   Vorsehubwinkels   der Welle 49 erfolgt in bekannter Weise durch Verstellung des Lagerhebeldrehpunktes 50. Der Antrieb der Hauptwelle 28 kann mittels einer Sehnurscheibe 51 über einen   Schnurtrieb durch Fussbetätigung   erfolgen oder aber auch von einem Motor (Elektromotor) abgeleitet werden. Die Vorschubwelle 49 trägt am vorderen Ende ein Kegelrad 52, das mit einem Kegelrad 53 der Vorgelegewelle 54 kämmt. Auf dieser sitzt ein Ritzel 55, das über ein Ritzel 56 mit dem Ritzel 57 der Transportscheibe 43 in   kraftschlüssiger   Verbindung steht.

   Die Bewegungsübertragung der Vorgelegewelle 54 auf die Transportscheibe 43 kann auch z. B. durch einen Kettentrieb erfolgen, wobei die Ritzel 55 und 57 unter Fortfall des Ritzels 56 durch Kettenräder ersetzt werden. Die Welle 54 ist einerseits in einem am Maschinenteil 2 befestigten Lagerstück 58, anderseits im Bügel 59, der mit einer Zusatzlasche 60 die konstruktive Verbindung mit dem Ständer 37 herstellt, gelagert. Die Welle 54 dient gleichzeitig als Schwenkbolzen für den Schwenkarm 61, der mit einem Kugelgriff 62 versehen ist und die Triebwerkselemente 55, 56 und 57 sowie auch die Transportseheibe 43 trägt ; das Eigengewicht der Teile 56, 57, 43, 61 und 62 bildet die Gewichtsbelastung   der Transportseheibe   43 zum oben erwähnten Niederhalten des Werkstückes.

   Der Anpressdruck kann eventuell noch durch eine zusätzliche Federbelastung des
Schwenkarmes 61 erhöht werden. 



   Der Nähvorgang ist im wesentlichen gleich dem einer normalen Rundsehiffnähmasehine. Die Ausführung des Stiches ergibt sich aus Fig. 5, aus der zu sehen ist, dass der Stich st, der zwischen dem   Schlingstich   6 und dem äusseren Rand des Lederbandes 7   durchführt,   den Mantel des Kopfteiles am
Bug nicht durchsetzt, sondern an derselben Innenseite dieses   Mantels/   beginnt und endigt, wobei die
Enden des Stiches st durch das Leder 7 abgedeckt sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Ansteppen des   Schweissleders   an den inneren Krempenbug (Bandstelle) von
Hüten, dadurch gekennzeichnet, dass der am Rand mit einer Schlingnaht versehene   Schweisslederstreifen   am Krempenbug (Bandstelle) durch eine Naht befestigt wird, die ohne Durchsetzen des Leders lediglich die Schlingnaht einfasst und deren Ein-und Austrittsstelle an der Bugstelle des Hutes nur an der Innen- seite des Hutkörpers liegt und im Material desselben zur Gänze eingebettet ist.

Claims (1)

  1. 2. Nähmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer von einer Haupt- antriebswelle hin und her bewegten Nadel und einem in einem Gehäuse angeordneten Rundschiffchen, dessen Bewegung gleichfalls von der Hauptantriebswelle abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass <Desc/Clms Page number 3> zwischen Rundschiffchengehäuse und Nadelführung ein einstellbarer Bandhalter, ein vorzugsweise dachförmig angeordnetes Auflageorgan sowie ein schwenkbares Schild zur Führung des Hutes vorgesehen sind, wobei der über das Schild mit der Krempe nach aussen gezogene Hut durch eine besondere, als Gewichtsbelastungsorgan ausgebildete Transportvorrichtung zwischen je zwei Bewegungsperioden eines Nadelstiches um eine vorher bestimmbare,
    der Stichweite entsprechende Länge weitergeschoben wird.
    3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das dachförmig angeordnete, mit einer Ausnehmung für den Durchtritt der Nadel versehene und vorzugsweise gewölbte Auflageorgan an seiner der Auflagefläche abgewendeten Seite mit einem zusätzlichen, als Anschlag für den Bugrand des Hutes dienenden und einstellbaren Blättchen versehen ist.
    4. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schild, über welchen die Krempe gezogen wird, an einem Ständer vermittels eines Bogenstückes einstellbar und verdrehbar angeordnet ist.
    5. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der im Raum einstellbare und verschwenkbare Bandhalter (Bandführung) an einer vertikal geführten Tragstange lösbar befestigt ist, die durch einen Kurvenhebel gegen den Druck einer Feder hochgehoben und in dieser Lage durch den Hebel selbst festgehalten werden kann.
    6. Nähmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Transportscheibe und Vorgelege bestehende Transportvorrichtung über eine Zwischenwelle ihren Antrieb von der Hauptwelle durch einen Klinkenschaltmeehanismus erhält.
    7. Nähmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgelegewelle für den Antrieb der in der Vertikalen geneigten Transportscheibe ans zwei Teilen besteht, die miteinander durch ein Kegelradpaar in kraftschlüssiger Verbindung stehen, wobei der zweite, gleichfalls geneigte Wellenteil als Schwenkzapfen für den zur Lagerung der weiteren Vorgelegetriebwerksteile sowie auch der Transportscheibe dienenden Schwenkhebel ausgebildet ist.
    8. Nähmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Hauptwelle über eine Schaukelwelle abgeleitete Antrieb für das Rundsehiffehen aus einem Zahntrieb besteht, dessen Übersetzung vorzugsweise so getroffen ist, dass das Rundsehiffehen die benötigte Ausschwingung von zirka 2700 erhält. EMI3.1
AT129929D 1931-09-01 1931-09-01 Verfahren und Nähmaschine zum Ansteppen des Schweißleders an den inneren Krempenbug (Bandstelle) von Hüten. AT129929B (de)

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