DE624497C - Verfahren und Naehmaschine zum Annaehen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweissleders an den Krempenbug von Hueten - Google Patents

Verfahren und Naehmaschine zum Annaehen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweissleders an den Krempenbug von Hueten

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DE624497C DEP65927D DEP0065927D DE624497C DE 624497 C DE624497 C DE 624497C DE P65927 D DEP65927 D DE P65927D DE P0065927 D DEP0065927 D DE P0065927D DE 624497 C DE624497 C DE 624497C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B23/00Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
    • D05B23/002Hat hemming sewing machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Nähmaschine zum Annähen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweißleders an den Krempenbug von Hüten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Annähen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweißleders an den Krempenbug von Hüten mittels einer lediglich die Schlingnaht einfassenden und bezüglich Ein- und Austrittsstelle an der Innenseite des Hutstumpens liegenden Naht unter Verwendung einer geraden Nadel. Derartige Verfahren und Vorrichtungen sind bekannt, und zwar wird bei diesen bekannten Verfahren eine Überwendlich-Blindstichnaht verwendet. Das Material, das der Näharbeit zugrunde liegt, nämlich der Filz, ist bekanntlich außerordentlich stark (dick) und ist Überdies sehr weich, was zur Folge hat, daß es sich während der Stichführung verzieht. Dazu kommt, daß die Stichtiefe der etwa zweifachen Materialstärke entspricht. Bei der bekannten Stichart ergibt sich vor allem der Nachteil, daß das die Einstichstellen verbindende Fadenstück fehlt, so daß mangels einer zangen- bzw. klammerartigen Umfassung der von den Einstichstellen begrenzten Teile der etwa zweifachen Stofflage durch Ober- und Unterfaden die Nahtverbindung locker wird. Die doppelte Schlinigenbildung ist ungünstig, da bei dem schon an sich elastischen weichen :Material sich die Elastizität des Fadens noch ungünstiger auswirkt als bei steifem Material.
  • Die Erfindung geht nun von der Erkenntnis aus, daß die für die Stichbildung und Nahtfestigkeit ungünstige Elastizität des Materials (des Hutfilzes) sowie die Elastizität des Fadens nur durch eine bestimmte Nahtart aufgewogen werden kann. Die -Naht muß so gestaltet sein, daß die zwischen zwei Stichen liegenden, etwa zweilagigen Stoffteile vom Ober- und Unterfaden durch die notwendige Sc hlingenbildung zangen- bzw. klammerartig umfaßt werden. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Annähen des Schweißleders an den inneren Krempenbug der Hüte durch eine an sich bekannte Doppelsteppstich-Blindstichnaht derart, daß der Krempenbug nur angestochen, die Schlingnaht aber durchstochen wird, vorgenommen wird, wobei der Krempenbug mit parallel zueinander verlaufender Krempe und Kopfteil an der Stichstelle um ein Führungslineal gelegt, das Schweißleder im Winkel zu diesen Teilen vom Krempenbug abstehend angeordnet ist und die Nadelbahn in dem von den Hutteilen und dem Schweißleder gebildeten Winkel liegt.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird eine Maschine benutzt, die eine von einer Hauptantriebswelle- geradlinig hin und her bewegte gerade Nadel und ein in einem Gehäuse angeordnetes Greiferschiffchen, dessen Bewegung gleichfalls von der Hauptantriebswelle abgeleitet wird sowie ein dachförmiges Auflager aufweist, gegen welches der Kopfteil und die Krempe -des. Hutes gepreßt werden, wobei ein Bandhalter das Schweißlederband der Stichstelle zuführt.. Diese Maschine wird erfindungsgemäß ausgerüstet mit einem an einem drehbaren Arm eines vorzugsweise senkrechten Ständers befestigten, zu dem einen geneigten Teil des dachförmigen Auflagers parallel einstellbaren Führungslineal, um welches Kopfteil und Krempe des Werkstückes am inneren Krempenbug derart gespannt werden, daß Kopfteil und Krempe parallel zueinander verlaufen `sowie mit einem als gewichtsbeschwerter und mit einer runden, geriffelten, gegenüber der Senkrechten geneigten Vorschubscheibe und, deren Antriebsmittel (Zahnradvorgelege) versehener Hebel ausgebildeten Anpreßmittel, das gegen den über das Führungslineal gespannten Hut und Krempenteil um eine Achse niederklappbar ist und das Lineal samt Werkstück gegen den geneigten Teil preßt.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise: Ausführungsform der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, und zwar stellt die Abb. i eine Seitenansicht in teilweisem Schnitt dar, wozu die Abb.2 eine Vorderansicht im Schnitt wiedergibt. Die Abb. 3 veranschaulicht den benähten Schweißlederstreifen. Die Abb. 4 und 5 zeigen zwei Phasen der Durchführung des Verfahrens. Die Abb. 6 stellt die- Transporteinrichtung in Draufsicht,-die Abb. 7 den Schiffchenantrieb in Vorderansicht und die Abb. 8 eine Einzelheit dar. In Abb, g@ ist ein Schema der ganzen Vorrichtung wiedergegeben., Mit i ist die Nadelstange bezeichnet, die ihre hin und her gehende Bewegung im Maschinenkopf 2 von einer Welle 28 über eine Scheibe ¢ und einen Lenker 5 erhält. Die Zuführungseinrichtung für das gemäß Abb. 3 mit einer Schlingnaht 6 versehene Schweiß-Leder 7 besteht aus einem Winkelstück 8, dessen unterer Schenkel Sa an der Stelle des Durchtrittes der Nadel g mit einer Ausnehmung versehen >und bei io winkelig umgebogen ist. Der winkelig umgebogene Teil io des unteren Schenkels 8a bildet den einen Teil fderFührung für das Schweißleder 7, während der andere Teil für diese Führung aus einem mehrfach abgebogenen Blechstreifen i i besteht, .der den Schenkel 8a in einer Ausnehmung durchsetzt. Der mehrfach winkelig abgebogene Blechstreifen i i ist auf einer bei i2 gelagerten Führungsstange 13 geführt und umschließt einen Einstellklotz 14, der gleichfalls auf der Stange 13 verschoben und mittels einer Schraube an dieser Stange festklemmbar ist. Zwischen der einen Stirnfläche des Klotzes 14_ und einer Stirnfläche des winkelig abgebogenen Blechstreifens i i ist eine Feder 15 vorgesehen, die dazu dient, den Streifen ii mit leichtem Druck gegen den unbenähten Rand des Schweißlederstreifens 7 zu drücken, wodurch die sichere Führung des Schweißlederstreifens 7 gewährleistet ist. Das Winkelstück 8 ist in einer horizontalen und in einer vertikalen Ebene einstellbar und verschwenkbar. _ Mit dem Winkelstück 8 ist ein Bolzen 16 bei 17 verklemmt, der seinerseits verstellbar und verschwenkbar an einem Tragarm 18 befestigt ist, der wiederum mit einer Tragstange i g lösbar verbunden ist. In der gezeichneten Ausführung gemäß Abb. i und 2 wird das Winkelstück 8 sowie die Tragstange ig samt allen daran befestigten Teilen durch den Kurvenhebel2o in der angehobenen Lage gehalten, während bei Verschwenken des bei 21 an der Tragstange ig gelagerten Kurvenhebels 2o im Sinne des Pfeiles p (Abt. 2) die Tragstange ig samt den daran befestigten Teilen durch eine zwischen einem Bund 22 und einer Spannschraube 23: im Kopf 2 eingespannten Feder 24 nach abwärts bewegt und gegen den Knempenbug niedergehalten wird. Im Kopf 2 ist bei 25 der Fadengeber 26 gelagert, der in bekannter Weise durch eine Kurvennut 4a der Scheibe 4 'gesteuert wird, in welche Kurvennut der mit einer Rolle 26a versehene Zapfen des Fadengebers 26 eingreift.
  • Im Stofftragarm 2a der Maschine ist die Schwingwelle 27 für den Schiffchenantrieb gelagert, die gemäß Abb. g@_ von der Hauptantriebswelle 28 über einen Kurbeltrieb 2g so angetrieben wird, daß sie bei jeder Um-,drehung der Hauptwelle 28 eine Schwingbewegung, z. B.. über einen Bereich von ungefähr go°, durchführt. Auf der Schwingwelle 27 ist im erweiterten Teil 2b des Stofftragarmes ein Zahnsegment 3o befestigt, das mit einem Ritzel 31 des Schiffchenhalters 32 kämmt (Abb.7), der das Rundschiffchen 33 aufnimmt. Zwischen dem Zahnsegment 30 und dem Ritzel31 besteht ein Übersetzungsvers hältnis 3; : i, so daß das Schiffchen 33 bei der obenerwähnten Schwingung der Schwingwelle 27 um go° die zu seiner Funktion notwendige Verschwingung, um etwa 270° im Schiffchenkorb K erfährt. Das erweiterte Tragarmende 2b besitzt ein dächförmiges, gewölbtes Auflager 34 mit einem geneigten Teil 34a. das für den Durchtritt der Nadel mit einer Ausnehmung 35 versehen ist. Der Teil 34 des gewölbten Auflagers weist eine einstellbare Platte 36 auf, die durch eine Schraube am Teil 34 festklemmbar ist.- Der Zweck dieser Platte wird später angegeben: -Am Tisch T der Maschine ist ein Ständer 37 befestigt, der zwei Stellringe 38, 38 auf- weist, zwischen welchen ein drehbarer Arm 39 geführt ist, welch letzterer über einen Tragarm 4o das an seiner oberen Kante gewölbte Führungslineal 41 (Abt. 8) trägt. Zur Sperrung der Arbeitsstellung des drehbaren Armes 39 mit dem Tragarm 4o (in der Stellung gemäß Abb. z) kann in beliebiger Weise eine besondere Sperre, z. B. ein Riegel, eine Klinke o. dgl., vorgesehen sein. Diese Sperre kann entweder zwischen dem drehbaren Arm 39 und dem Ständer 37 oder an einem der Stellringe 38 oder auch zwischen dem Tisch T und dem drehbaren Arm 39 vorgesehen sein.
  • Gemäß Abb. 4 wird der mit dem Schweißlederband 7 zu versehende Hut so auf das Führungslineal 44 das mit einer Ausnehmung 42 versehen ist, aufgebracht, daß die Krempe hl außen liegt, während der Kopfteil h, des Hutes innen liegt und der Bug h3 je nach der Stellung der einstellbaren Platte 36 (Anschlagblech) mehr oder minder in den Bereich der Nadelbahn hineinragt. Die Krempehl und der Kopfteil h2 mit dem dazwischenliegenden Führungslineal 41 werden in der Nähe der Stichstelle durch die vorzugsweise mit einem geriffelten Gummirand versehene Vorschubscheibe 43, deren Antrieb im folgenden beschrieben wird, gegen die Auflage 34a gepreßt, wodurch mit Sicherheit die Herstellung einer gleichmäßigen Naht gewährleistet ist.
  • Gemäß den Abb. 6 und 9 wird die Bewegung der eben genannten Vorschubscheibe 43 gleichfalls von der Hauptantriebswelle 28 abgeleitet. Zu diesem Zweck ist auf der Hauptwelle 28 ein Exzenter 44 Torgesehen, über welches die Gabel 45 des am Lagerhebel 46 schwenkbar angeordneten Hebels 47 greift. Dieser Hebel 47 steht über eine Ratschkupplung 48 mit der Vorschubwelle 49 in Verbindung, so daß dieselbe bei jeder Umdrehung der Hauptwelle um einen einstellbaren Winkel weitergedreht wird. Die Einstellung des Vorschubwinkels der Welle 49 erfolgt in bekannter Weise durch Verstellung des Lagerhebeldrehpunktes 50. Der Antrieb der Hauptwelle 28 kann mittels einer Schnurscheibe 5 1 über einen Schnurtrieb durch Fußbetätigung erfolgen oder aber auch von einem Motor (Elektromotor) abgeleitet werden. Die Vorschubwelle 49 trägt am vorderen Ende ein Kegelrad 52, das mit einem Kegelrad 53 der Vorgelegewelle 54 kämmt. Auf dieser sitzt ein Ritzel 55, das über ein Ritzel 56 mit dem Ritzel 57 der Vorschubscheibe 43 in kraftschlüssiger Verbindung steht. Die Bewegungsübertragung der Vorgelegewelle 54 auf die V orschubscheibe 43 kann auch z. B. durch einen Kettentrieb erfolgen, wobei die Ritzel 55 und 57 unter Fortfall des Ritzels 56 durch Kettenräder ersetzt werden. Die Welle 54 ist einerseits in einem am Kopf 2 befestigten Lagerstück 58, andererseits im Bügel 59, der mit einer Zusatzlasche 6o die konstruktive Verbindung mit dem Ständer 37= herstellt, gelagert. Die Welle 54 dient-gleichzeitig als Schwenkbolzen für den Hebel 61, der mit einem Kugelgriff 62 versehen ist und die Triebwerksteile 55, 56 und 57 sowie auch die Vorschubscheibe 43 trägt; das Eigengewicht der Teile 56, 57, 43, 61 und 62 bildet die Gewichtsbelastung der Vorschubscheibe 43 zum obenerwähnten Niederhalten des Werkstückes. Der Anpreßdruck kann eventuell noch durch eine zusätzliche Federbelastung des Hebels 61 erhöht werden.
  • Der Nähvorgang ist im wesentlichen gleich dem einer normalen Greiferschiffchennähmaschine. Die Ausführung des Stiches ergibt sich aus Abb. 5, aus der zu sehen ist, daß der Stich st, der zwischen der Schlingnaht 6 und dem äußeren Rand des Lederbandes 7 durchführt, den Mantel des Kopfteiles am Bug nicht durchsetzt, sondern an derselben Seite dieses Mantels h2 beginnt und endigt, wobei die Enden des Stiches st durch das Leder 7 abgedeckt sind.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Annähen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweißleders an den inneren Krempenbug von Hüten mittels einer lediglich die Schlingnaht einfassenden und bezüglich Ein- und Austrittsstelle an der Innenseite des Hutstumpens liegenden Naht unter Verwendung einer geraden Nadel, dadurch gekennzeichnet, daß das Annähen des Schweißleders an den inneren Krempenbug durch eine an sich bekannte Doppelsteppstich-Blindstichnaht derart, daß der Krempenbug nur angestochen, die Schlingnaht aber durchstochen wird, vorgenommen wird, wobei der Krempenbug mit parallel zueinander verlaufenden Krempe und Kopfteil an der Stichstelle um ein Führungslineal gelegt, das Schweißleder im Winkel zu diesen Teilen vom Krempenbug abstehend angeordnet ist und die Nadelbahn in dem von den Hutteilen und dem Schweißleder gebildeten Winkel liegt.
  2. 2. Nähmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r mit einer von einer Hauptantriebswelle geradlinig hin und her bewegten Nadel und einem in einem Gehäuse angeordneten Greiferschifl:-chen, dessen Bewegung gleichfalls von der Hauptantriebswelle abgeleitet wird sowie mit einem dachförmigen Auflager, gegen das Kopfteil und Krempe des Hutes gepreßt werden, wobei ein Bandführer der Stichstelle das Schweißlederband zuführt, gekennzeichnet durch ein an einem drehbaren Arm (39) eines vorzugsweise senkrechten Ständers (37) befestigtes,-zu dem einen geneigten Teil (34a) des dachförmigen Auflagers parallel einstellbares Führungslineal (4i), um welches Kopfteil und Krempe des Werkstückes am inneren Krempenbug derart gespannt worden, daß Kopfteil und Krempe parallel zueinander verlaufen sowie durch ein als gewichtsbeschwerter und mit einer runden, geriffelten, gegenüber der.Senkrechten geneigten Vorschubscheibe und deren Antriebsmittel (Zahnradvorgelege) (55, 56, 57) versehener Hebel (6i) ausgebildetes Anpreßmittel, das gegen den über das Führungslineal (4r) gespannten Hut und Krempenteil um eine Achse (54) niederklappbar ist und das Lineal-samt Werkstück gegen den geneigten Teil (34a) preßt.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das dachförmig ausgebildete, mit einem Stichloch für die Nadel versehene und vorzugsweise am Scheitelpunkt gewölbte Auflager an seiner der Auflagefläche für die Hutteile abgewendeten geneigten Seite (34) mit einem als Anschlag für den inneren Krempenbug des Hutes dienenden und einstellbaren Plättchen (36) versehen ist.
  4. 4. Nähmaschine nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der im Raum einstellbare und verschwenkbare Bandführer an einer vertikal geführten Tragstange lösbar befestigt ist, die in bei Stoffdrückerstangen üblicher Nähmaschinen bekannter Weise durch einen Kurvenhebel gegen den Druck einer Feder hochgehoben und in dieser Lage durch den Hebel selbst festgehalten wird.
DEP65927D 1931-09-01 1932-08-31 Verfahren und Naehmaschine zum Annaehen des mit einer Schlingnaht versehenen Schweissleders an den Krempenbug von Hueten Expired DE624497C (de)

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