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Synchronisierungsvorrichtung für Fernsehempfänger.
Zur Synchronisierung von Fernsehempfangsgeräten sind im wesentlichen zwei Verfahren bekannt geworden, die bisher mehr oder weniger zufriedenstellende Ergebnisse geliefert haben. Das eine Verfahren besteht darin, dass zur Erzielung des Gleichlaufes im Sender und im Empfänger je ein lokaler Taktgeber angeordnet ist, die beide die gleiche Schwingungsfrequenz besitzen und die Wechselspannungen für den Antrieb der Synchronmotore liefern.
Nach einer Ausführungsform dieses Verfahrens werden die lokalen Taktgeber ohne eine der Synchronisierung dienende Verbindung zwischen Sender und Empfänger synchron eingestellt, wobei von Zeit zu Zeit eine Korrektur erforderlich ist, da die bekannten Taktgeber ihre Frequenz nicht absolut genau einhalten. Man hat ferner versucht, die Taktgeber mittels Frequenzen zu betreiben, die durch Frequenzvervielfachung von Frequenzen langsam schwingender Pendel erhalten wurden.
Nach dem zweiten Verfahren werden senderseitig eigene Frequenzen hergestellt, über Leitungen oder drahtlos übermittelt und dienen im Empfänger entweder unmittelbar zum Betriebe des Synchronmotors oder mittelbar zum Antrieb einer Hilfseinrichtung, beispielsweise eines Taktgebers, der seinerseits die Wechselströme zum Antrieb des Synchronmotor abgibt.
Diese Verfahren können einwandfrei durchgeführt werden, solange die wirtschaftlichen Gesichtspunkte, wie beispielsweise bei Laboratoriumsversuehen, ausser acht gelassen werden können. Der lokale
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kommt für die betriebsmässige Verwendung nur ein Taktgeber von verhältnismässig billiger und einfacher Art in Frage, bei dem wegen der geringeren Präzision ein nur einige Minuten währende Gleichlauf schon als gutes Ergebnis gewertet werden muss.
Man hat auch bereits den Vorschlag gemacht, die in den Bildströmen ausgeprägte Zeilenwechselfrequenz zur Synchronisierung zu verwenden.
Die Synchronisierung mit den Wechselströmen der Zeilenwechselfrequenz ist aber nur so lange brauchbar, wie das übertragene Bild sich in Ruhe befindet. Bei Bewegung des Bildes im Sender, also beispielsweise bei der Fernsehübertragung bewegter Objekte oder bei der Übertragung kinematographischer Filme, verschieben sich jedoch die Maxima der Zeilenwechselfrequenzen. Dies verursacht eine Unregelmässigkeit im Laufe des Antriebssynchronmotors im Empfänger, so dass ein Schaukeln des empfangenen Bildes die Folge ist. Durch gewisse Massnahmen, beispielsweise durch die Verwendung eines ausgeprägten hellen oder dunklen Bildrandes, kann man zwar dieses Schaukeln in gewissem Grade verhindern, jedoch nicht völlig beseitigen.
Durch die vorliegende Erfindung werden die genannten Mängel beider Verfahren dadurch beseitigt, dass zum Antrieb des Empfangssynchronmotors ein an sich bekannter lokaler Taktgeber, also beispielsweise ein Stimmgabelunterbrecher oder ein Röhrengenerator verwendet und durch die Zeilenwechsel- frequenz der empfangenen Bildströme gesteuert wird, dessen Eigenschwingungszahl ganz oder annähernd der genannten Zeilenweehselfrequenz entspricht.
Hiedurch ist der Vorteil gegeben, dass die Synchronisierung völlig unabhängig von der Art des zu übertragenden Bildes und den Bildänderungen bleibt und unabhängig von dem Vorhandensein eines Bildes ständig aufrechterhalten wird. Infolge der zwangsläufigen Steuerung des Gleichlaufes vom Sender aus kann dieser Gleichlauf auf beliebig lange Zeitdauer gesichert werden.
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lokalen Taktgeber genau mit der Zeilenwechselfrequenz bei Steuerung durch dieselbe schwingen zu lassen, wenn die Eigenschwingungszahl dieses lokalen Taktgebers mit der genannten Zeilenwechselfrequenz nicht genau übereinstimmt. Es ist also die Möglichkeit gegeben, schon mit einfachen und billigen lokalen Taktgebern eine ausreichend genaue Einstellung vorzunehmen, um nach Einschaltung des Bildstromes genau den gewünschten Takt zu erhalten.
Die Versuche haben auch ergeben, dass sogar bei verhältnismässig grober Einstellung des lokalen Taktgebers keine Interferenzschwingungen entstehen, der lokale Taktgeber vielmehr dem Takt der Zeilenwechselfrequenz auch dann folgt, wenn die Amplitude des überlagerten Bildstromes verhältnismässig gering ist im Vergleich zu der Schwingungsamplitude des lokalen Taktgebers.
Die genannte Bedingung, die Resonanzkurve nicht zu scharf und nicht zu flach zu wählen, wird beispielsweise bei Verwendung eines Röhrengenerators als lokaler Taktgeber durch einen Schwingungkreis erfüllt, dessen Spule ohne Eisenkern oder nur mit geringem Eisenkern versehen ist.
Eine zu starke Abflachung der Resonanzkurve des lokalen Taktgebers würde naturgemäss dazu führen, dass eine Beeinflussung im Bildcharakter zu einer Störung der genau gleichbleibenden, von dem lokalen Taktgeber an den Empfangssynchronmotor abgegebenen Weehselfrequenz Anlass geben könnte.
Anstatt die Eigenschwingungszahl des lokalen Taktgebers gleich der Zeilenwechselfrequenz zu wählen, kann auch die eine der genannten Frequenzen eine harmonische der anderen sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 eine Fernsehempfangsanordnung nach der Erfindung, bei der als lokaler Taktgeber ein Röhrengenerator verwendet wird, Fig. 2 eine weitere Ausführungsform, bei der als lokaler Taktgeber ein Stimmgabelunterbrecher dient, Fig. 3 und 4 weitere Ausführungsformen nach Fig. 2.
In der Zeichnung ist 1 die Röhre eines Röhrengenerators, der die bekannte Schwingschaltung besitzt. Der Schwingungskreis 2 liegt im Anodenkreise dieser Röhre und ist genau oder annähernd auf die Zeilenweehselfrequenz der empfangenen Bildströme abgestimmt. Bei der Normalisierung der deutschen Reichspost, nach der als Bildzusammensetzvorrichtung eine Nipkowscheibe mit 30 Löchern und 12,5 Umdrehungen pro Sekunde verwendet wird, würde diese Zeilenweehselfrequenz 375 betragen. Die Röhre 1 wird durch die von dem Empfänger 3 gelieferten Bildströme über einen Transformator 4 gesteuert.
Die Sekundärseite des Transformators ist durch einen regelbaren Widerstand 5 überbrückt, der eine Abdrosselung der die Röhre 1 steuernden Bildströme ermöglicht. Diese Abdrosselung muss soweit erfolgen, dass die die Röhre steuerndenWechselströme eben noch die Frequenz des Röhrensenders bestimmen.
Wären sie so stark, dass sie auch die Amplitude der Röhre 1 beeinflussen, die Röhre also modulieren, so würde man wieder in den Fehler der bekannten Bildstromsynchronisierungsverfahren verfallen und das Schaukeln des Bildes im Empfänger bei Veränderung des Bildcharakters im Sender erhalten.
Die durch den Röhrengenerator erzeugten Wechselfrequenzen werden durch den Verstärker 6 verstärkt und dienen zum Antrieb des Empfangssynchronmotors, im dargestellten Falle des phonisehen Rades 7, das seinerseits wieder die Bildzusammensetzvorrichtung, im dargestellten Falle die NipkowScheibe 8, treibt. Hinter der Nipkow-Scheibe befindet sich das durch eine Gleichstromquelle gespeiste Empfangslichtrelais 9, das in bekannter Weise durch die Bildströme gesteuert wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 werden die Bildströme, die auf die Klemmen 10 geschaltet werden, durch die Erregerspule 11 eines Stimmgabelunterbrechers geleitet, das Empfangslichtrelais liegt an den Klemmen 12. Die Stimmgabel 13 besitzt eine Eigenfrequenz, die ungefähr der Zeilenwecllse1- frequenz entspricht, bei dem oben genannten Ausführungsbeispiele also ungefähr 375 Hertz betragen würde.
Infolge der Steuerung des Stimmgabelunterbrecl1ers durch die Wechselströme der Zeilenwechselfrequenz schwingt die Stimmgabel 13 genau mit dieser Frequenz entsprechend dem gewählten Beispiele, also genau mit 375 Hertz, und unterbricht dementsprechend mittels des Kontaktes 14 den Stromkreis des Synehronmotors 15, der durch eine Batterie 16 gespeist wird.
Bei dem Ausführungsbeispiele, dem eine Zeilenwechselfrequenz von 375 Hertz zugrunde gelegt ist, müsste der Synchronmotor, um mit der richtigen Drehzahl zu laufen, 30 Pole besitzen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird nur der eine Schenkel der Stimmgabel 2. 3 durch den
Steuermagneten 11 beeinflusst, der zweite Schenkel steht unter dem Einfluss des im Sekundärkreis des
Stimmgabelunterbrechers liegenden Elektromagneten 17.
Bei dem Ausführungsbeispiele nach Fig. 4 werden durch den einen Arm der schwingenden Stimm- gabel Ströme in der Spule 18 induziert, die nach entsprechender Verstärkung in dem Verstärker 19 zum Antrieb des Synchronmotor 15 dienen.
An Stelle der näher beschriebenen und dargestellten lokalen Taktgeber können naturgemäss auch alle anderen lokalen Taktgeber und Relais mit ausgeprägter Eigenschwingungszahl Verwendung finden.
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