AT131576B - Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    L'erfahren   zur Herstellung von Zinkoxyd. 



   Gegenstand   der Erfindung ist ein Verfatire) ! zur Herstellung   von Zinkoxyd aus metallischem Zink oder metallisches Zink enthaltenden Materialien unter Ausnutzung der bei der Verbrennung entstehenden   Strahlungswärme.   



   Es ist bereits bekannt, die bei der Verbrennung von Zinkdämpfen entstehende Ver-   brennungswärme   dadurch auszunutzen, dass man die mit Luft vermischten Verbrennungsgase 
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 wärme dem Metallbad zugeführt wird. über welchem die Verbrennung der Zinkdämpfe stattfindet. Ein solches Verfahren erfordert   langgestreckte Üfen und Hisst   eine   restlose Ausnutzung   der Verbrennungswärme deshalb nicht zu, weil sich das Bad bald mit einer Oxydschicht bedeckt, die die Einstrahlung der Wärme sehr vermindert. Ausserdem ermöglicht dieses Verfahren kein rasches Arbeiten und ergibt auch kein gleichmässiges Zinkoxyd. 



   Das vorliegende Verfahren vermeidet diese Nachteile dadurch, dass die Ausgangsstoffe in einer oder mehreren, vorzugsweise stehenden, durch die Strahlungswärme   mitbeheizten Retorten   in kleinen Mengen auf eine die Retorten nur teilweise anfüllende beheizte stückige Unterlage aufgebracht, dort verdampft und die Zinkdämpfe bei Austritt aus den Retorten verbrannt werden. 



   Durch das Aufbringen des Ausgangsmaterials in kleineren Mengen auf die bis auf etwa 
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 lage verteilt, so dass eine rasche   Verdampfung des Zinkes   eintritt, wobei die andern   geschmol-   zenen Bestandteile durch die Unterlage nach unten sickern. Um diese rasche Verarbeitung des Materials auf der als   Hitzespeicher   wirkenden Unterlage zu sichern, überwiegt daher zweckmässig die Menge der Unterlage stets die Menge des aufgebrachten Materials. Die Unterlage selbst besteht vorteilhaft aus reduzierenden Stoffen, z. B. Kohle. Koks oder   irgendeiner ändern   
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 Destillation des Zinkes in   vollkommen   reduzierender Atmosphäre vorzunehmen und damit die Bildung von   Asehen   und unreinen Oxyden zu verhindern. 



   Man erhält dadurch bei der Verbrennung der Zinkdämpfe ein reines   und gleichmässiges   Zinkoxyd. 



   Da nach dem   vorliegenden   Verfahren der obere Teil der Retorte mit   Zinkdämpfen an-   gefüllt ist und diese erst beim Austritt aus der Retorte mit kurzer, sehr heisser Flamme und sehr starker Hitzestrahlung verbrennen, so kann diese Strahlung durch die gut   wärmeleitenden   Zinkdämpfc hindurch ungehindert auf die in der Retorte befindliche Unterlage einwirken und diese wirksam beheizen. Um die Unterlage dauernd auf der Auftriebstemperatur von etwa   1400  C zu erhalten,   ist noch eine Hilfsheizung vorgesehen, die zugleich dazu dient. beim Beginn des Prozesses die Unterlagen auf diese Temperatur zu bringen. 



   Die Vorzüge des neuen Verfahrens bestehen ausser in den bereits angeführten in der grossen Ersparnis an Brennstoff. Mehr als drei Viertel des verdampften Zinks sind auf Wiedergewinnung der   Verbrennungswärme   des Zinks zurückzuführen. Auch erhält man ein äusserst reines Produkt   ständig gleichartiger Güte, weil   das in der Verbrennungszone entstehende Zinkoxyd in fester Gestalt (als Kruste) in die   Retorten zurückfällt, durch   die Unterlage reduziert 

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 und das Zink aufs neue verdampft wird. Die Reinheit des erhaltenen Produktes ist daher besonders von der Verwendung einer reduzierenden und porösen Unterlage abhängig. 



   Als Ausgangsmaterial verwendet man metallisches Zink enthaltende Substanzen. z. B. metallisches Zink. Zinkstein. Bodensatz von Raffinierungs- oder galvanischen Bädern oder   Zinksehrot   u. dgl. Das Material wird vorzugsweise im festen Zustande ohne   vorherige Schmel-   zung benutzt und in regelmässigen Zeiträumen in Sticken, deren   Grosse eine sehr unregel-   mässige sein kann. aufgegeben. 



   Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Ofens zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens veranschaulicht. Es zeigt :   Fig. l   den Ofen im senkrechten Schnitt 
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   Kammern   und eine Anzahl vorzugsweise stehende Retorten 1 aus feuerfestem Stoff, die beiderseits offen sind und die unterste Kammer 4 mit der obersten Kammer 4b verbinden. Die unterste Kammer 4 und der untere Teil der Retorten 1 ist mit einem stückigen Material. beispielsweise Koks. gefüllt. In der Decke 6 der oberen   Kammer- &    sind über den Retorten   Auigabevorrichtungen/angeordnet, durch   die das zu verarbeitende Material dauernd in die 
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 der aus der Retorte austretenden Zinkdämpfe erforderliche Luft zugeführt wird.

   An die   Hammer 46   ist durch eine Leitung 9 ein Abscheider 10 für das gebildete Zinkoxyd angeschlossen. 



   Die von den Retorten 1 durchsetzte mittlere Kammer 4e dient als Heizkammer, die beispielsweise von einem Brenner 11 beheizt wird. Die Verbrennungsgase umspülen die Retorten 1 und werden dann durch den Kanal 12 abgeführt. 



   Bei Beginn des Prozesses werden zunächst durch Anstellung des Brenners 11 die in den   Retorten befindlichen Unterlagen   auf eine Temperatur von etwa 1400  C erhitzt.   Nunmehr   kann durch die   Aufgabevorrichtung 7 ständig   das zu verarbeitende Material in die Retorten   eingcbraeht werden.

   Beim Auftreffen   auf die glühende Unterlage schmilzt es rasch, wobei das verdampfende Zink nach oben abzieht und die geschmolzenen Beimengungen durch die   stückige   Unterlage nach unten in die Kammer 4 sickern. um später aus   : dieser durch Öffnungen : ;   entfernt zu werden. 
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 oberen Teil der Retorten ein hohes Leitvermögen für Wärmestrahlen besitzen. so werden die
Unterlagen in den Retorten durch die Strahlung intensiv beheizt, so dass die   Hilfsheizung 11   wesentlich herabgesetzt werden kann. um die   Betriebstemperatnr von 14000 C aufrechtzu-   erhalten.   Schaulöcher   14 in den Retorten gestatten die Überwachung des Betriebes. Das bei der Verbrennung gewonnene Zinkoxyd wird durch den Kanal 9 einem Abscheider 10 zugeführt. 



   Die Bauart und die Bedienung eines derartigen Ofen gestaltet sich sehr einfach und ergibt, infolge des möglichen Dauerbetriebes hohe Leistungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd durch Schmelzen von metallischem Zink oder schmelzbaren zinkhaltigen Rohstoffen und Oxydation der dabei erhaltenen metallischen   Zinkdämpfe,   dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzen auf einer vorzugsweise aus reduzierenden Stossen wie Koks bestehenden Schmelzunterlage in einer mit äusserer   Hilfsheizung   versehenen Retorte erfolgt, die nur eine obere Öffnung besitzt, von keinem Gasstrom noch Luft durchstrichen wird und mit der Schmelzunterlage nur teilweise angefüllt ist, und dass die Zuführung der zur Oxydation erforderlichen Luft oberhalb der Retortenöffnung in der Weise erfolgt, dass die Oxydation erst beim Austritt der Dämpfe aus der Retorte beginnt, wobei die Retortenöffnung so angeordnet ist.

   dass die Wärme der   Oxydationsflamme   auf die Schmelz-   unterlage zurückstrahlen kann.  

Claims (1)

  1. 2. Ofen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Retorte aus mehreren, auf eine geschlossene mit Abstichöffnungen für die Schlacke versehene Kammer aufgesetzten. feuerfesten Rohren besteht. die eine zweite mit Brennern für die zusä@zliche Heizung versehene Kammer durchsetzen und in eine obere Kammer einmünden. die in bekannter Weise Eintrittsöffnungen für die Verbrennungsluft. Abzugsöffnungen für die Zinkoxyddämpfe und Beschickungsöffnungen für den Rohstoff besitzt.
AT131576D 1930-04-15 1931-03-21 Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd. AT131576B (de)

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