DE459041C - Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von Schmelzzement - Google Patents
Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von SchmelzzementInfo
- Publication number
- DE459041C DE459041C DES65772D DES0065772D DE459041C DE 459041 C DE459041 C DE 459041C DE S65772 D DES65772 D DE S65772D DE S0065772 D DES0065772 D DE S0065772D DE 459041 C DE459041 C DE 459041C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rotary kiln
- flame
- furnace
- cement
- zone
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000004568 cement Substances 0.000 title claims description 15
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 claims description 3
- 239000002994 raw material Substances 0.000 claims description 3
- 239000004927 clay Substances 0.000 claims description 2
- 229910010271 silicon carbide Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims description 2
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L Carbonate Chemical compound [O-]C([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L 0.000 claims 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 6
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 6
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 6
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 4
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 3
- 238000001354 calcination Methods 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 238000007363 ring formation reaction Methods 0.000 description 3
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000003723 Smelting Methods 0.000 description 1
- 229910002090 carbon oxide Inorganic materials 0.000 description 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000005253 cladding Methods 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 230000018044 dehydration Effects 0.000 description 1
- 238000006297 dehydration reaction Methods 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 239000012768 molten material Substances 0.000 description 1
- 239000003208 petroleum Substances 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000004449 solid propellant Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27B—FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
- F27B7/00—Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
- F27B7/20—Details, accessories or equipment specially adapted for rotary-drum furnaces
- F27B7/36—Arrangements of air or gas supply devices
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27M—INDEXING SCHEME RELATING TO ASPECTS OF THE CHARGES OR FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS
- F27M2003/00—Type of treatment of the charge
- F27M2003/13—Smelting
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
- Furnace Details (AREA)
Description
- Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von Schmelzzement. Die Anwendung von Drehrohröfen zum Schmelzen von Zement besitzt vor anderen Üfen wesentliche Vorteile, weil sie sowohl die Benutzung von festen Brennstoffen, wie Kohle, nach entsprechender Zerpulverung wie auch von flüssigen und gasförmigen Brennstollen, wie natürlichen Gasen, Generator= gasen, Petroleum usw., gestattet. Der Brennstoff wird vollständig ausgenutzt, indem seine Verbrennung unter Bildung von Kohlensäure und nicht von Kohlenoxyd erfolgt: ferner kann die Beschaffenheit des Zements infolge der ständigen Durchmischung der Masse beim Drehen des Ofens dauernd gleichbleibend erhalten werden. Die Versuche des Zementschmelzens im Unterschied zur Herstellung von gesintertem Zement in einem aus einer einheitlichen Drehtrommel bestehenden Drehrolirofen haben bis jetzt zu Mißerfolgen geführt, weil sowohl oberhalb wie unterhalb der Schmelzzone Ringbildung auftrat, wodurch ein regelmäßiger Betrieb verhindert wird. Der erstgenannte Ring entsteht dadurch, daß das im Vorwärmteil des Ofens vollständig entsäuerte Gut halbgeschmolzen und teigförinig -wird, bevor es in die eigentliche Schmelzzone eintritt, und der letztgenannte Ring bildet sich dort, wo das geschmolzene Gut aus der heißesten Ofenzone in den dem kühleren Anfangsteil der Flamme entsprechenden Ofenteil eintritt und fest wird. Die Entstehung des unteren -Ringes in dem kühleren Ofenteil wurde zwar bei einer bekannten Vorrichtung dadurch verhinder t, daß man den Vorherd oder Ofenkopf für den kühleren Anfangsteil der Flamme vom Drehrohrofen getrennt anordnete, so daß die geschmolzene Zementmasse bei sehr hoher Temperatur aus dem Ofen heraustrat und nicht die Zeit hatte, innerhalb des Ofens fest zu -werden. Diese für die Verhinderung des unteren Ringes nützliche Vorrichtung kann die Ringbildung oben nicht verhindern, so daß eine so ausgebildete Zementschmelzanlage trotz des getrennten V orherdes nicht betriebsfähig ist. Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu verhindern und die Herstellung von geschmolzenem Zement im Drehrohrofen zu ermöglichen. Das wird dadurch erreicht, daß der vor der Flamme liegende V orwärinteil des Drehrohres so kurz ist, claß er zur vollständigen Entsäuerung, nach welcher Teigigwerden des Gutes eintritt, ungenügend ist und das Rohgut in die Zone der höchsten Flammentemperatur von etwa i 6oo bis i 700° C eintritt, bevor die bei etwa i ooo° C verlaufende Entsäuerung beendet ist. Um die Vorwärmzone, die vor der heißesten Flammenspitze verläuft, sicher keiner zu hohen Temperatur auszusetzen, ist es zweckmäßig noch eine äußere Abkühlung dadurch zu bewirken, daß der der Entwässerung und Entsäuerung dienende Ofenteil ein Futter von hoher Wärmeleitfähigkeit erhält. Ferner war es bei den obengenannten bekannten Drehrohröfen mit V orherd schwierig, diesen letzteren bzw. den Ofenkopf, welcher sehr hohe Temperaturen auszuhalten hat, genügend widerstandsfähig und dauerhaft zu machen. Dieser Nachteil wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß der Ofenkopf vorzugsweise allseitig mit einem Luftmantel umgeben ist, welcher ebenfalls zur Vorwärmung der Verbrennungsluft dient. .
- Das Verfahren kann in dem unten beispielsweise dargestellten Ofen ausgeführt werden. Bekanntlich besitzt die zum Erhitzen des Drehofens verwendete Flamme drei Zonen, und zwar: i. eine verhältnismäßig kühle Zone a in der Nähe der Brennstoffdüse, 2. eine heiße Zone von großer Länge d, welche das Schmelzen bewirkt, und 3. eine Stichflamme von höchster Temperatur an der Flammenspitze. Erfindungsgemäß werden" die bekannten Eigenschaften der Brennerflammen in folgender Weise benutzt:-Die verhältnismäßig kühle Zone in der Nähe der Brennstoffdüse wird durch einen V orherd gebildet, dessen Mantel durch eine Luftströmung gekühlt wird, so daß der Mantel nicht zerstört und Heißluft gebildet wird, um eine sichere Verbrennung des Brennstoffes zu erzielen und eine heiße Flamme im Drehrohr zu erhalten. Die Ausflußö$nung des Zements liegt an der Verbindungsstelle zwischen dem feststehenden Vorherd und dem Drehteil des Ofens, um zu verhindern, daß das geschmolzene Gut vor dem Austritt in eine abgekühlte Zone gelangt.
- Das Drehrohr wird in der Kalzinierzone gekühlt, indem es auf einer gewissen Länge mit Steinen von hoher Wärmeleitfähigkeit ausgemauert ist. Das Gut wird in den Ofen durch eine gekühlte Rutsche eingeführt.
- Im dargestellten Beispiel ist der vorgesehene Vorherd a ziemlich lang, derart, daß er die ganze verhältnismäßig kühle Flammenzone enthält. Um in diesem Teil des Ofens eine Temperaturerhöhung zu verhindern, welche die feuerfeste Bekleidung zerstören könnte, und zwecks Erwärmung der Verbrennungsluft ist der Vorherd mit einem Mantel b versehen, durch -welchen ein Luftstrom geführt wird, und zwar sowohl an dem Bodenteil des Vorherdes -wie in seinen Seitenwandungen. Dieser Luftstrom tritt durch die Kanäle c in das Innere des Vorherdes ein. Der Vorherd könnte auch einen Wassermantel besitzen. Durch Regelung der Luftzuströmung kann man die Länge der Flamme regeln und eine genügende Temperatur zum Schmelzen des Zements in der Schmelzzone d erzielen. Der Vorherd besitzt eine Ausrandung e, welche das Ausfließen des flüssigen Zements ermöglicht. Der flüssige Strom des geschmolzenen Zements fällt frei in der Luft, bevor er z. B. in eine Fördervorrichtung -in gelangt. Der dabei erfolgende Zutritt von kalter Luft verbessert die Zementbeschaffenheit. Um den Eintritt von Luft durch die Ausrandung e zu verhindern, wird in dem Ofen ein geringer Überdruck erhalten.
- Der Kalzinierteil des Ofens f ist mit Stoffen von hoher Wärmeleitfähigkeit, wie z. B. Karborundum, geschmolzener Tonerde usw., ausgefüttert, mit oder ohne zusätzlicher Kühleinrichtung. Da das Entwässern und Kalzinieren endothermische Reaktionen sind, so verhindern sie eine Temperatursteigerung über i ooo° C in den Teilen i und f des Ofens. Es kann. somit keine Ringbildung stattfinden, weil das Rohgut auf Grund seiner nicht gänzlichen Entsäuerung sich noch bei verhältnismäßig niedriger Temperatur befindet, wenn es in die Zone d eintritt, in welcher die Temperatur zu hoch ist, um die Entstehung von Ringen zu gestatten.
- Das Gut wird in den Ofen durch eine Rutsche h eingeführt, die durch Wassermantel 1z umschlössen und vor Erhitzung durch die heißen austretenden Gase geschützt ist. Die beschriebene Einrichtung gestattet einen regelmäßigen Betrieb unter wirtschaftlicher Ausnutzung des Brennstoffes.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCFIE: i. Verfahren zum Herstellen von Schmelzzement in einem aus einer einheitlichen Drehtrommel bestehenden Drehrohrofen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Drehrohrofen verwendet wird, dessen vor der Flamme liegender Vorwärmteil so kurz ist, daß das Rohgut beim Eintritt in die Zone der höchsten Flammentemperatur von i 6oo bis i 700° C noch einen erheblichen Gehalt an Karbonat hat.
- 2. Drehrohrofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der der Entwässerung und Entsäuerung dienende Ofenteil (f) ein Futter von hoher Wärmeleitfähigkeit, z. B. Karborundum, geschmolzener Tonerde oder ähnlichen Stoffen, besitzt.
- 3. Drehrohrofen nach Anspruch :2 mit einem den kühleren Anfangsteil der Flamme aufnehmenden Ofenkopf, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofenkopf (a) allseitig mit einem Luftmantel (b) umgeben ist, aus dem die vorgewärmte Luft durch Öffnungen (c) in den Seitenwänden an die Flamme herangeführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES65772D DE459041C (de) | 1924-04-18 | 1924-04-18 | Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von Schmelzzement |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES65772D DE459041C (de) | 1924-04-18 | 1924-04-18 | Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von Schmelzzement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE459041C true DE459041C (de) | 1928-04-24 |
Family
ID=7498296
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES65772D Expired DE459041C (de) | 1924-04-18 | 1924-04-18 | Verfahren und Drehrohrofen zum Herstellen von Schmelzzement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE459041C (de) |
-
1924
- 1924-04-18 DE DES65772D patent/DE459041C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3718276C2 (de) | ||
| DE2062144C3 (de) | Verfahren und Vertikalofen zum Schmelzen und Raffinieren von Roh- oder Blisterkupfer | |
| DE2639977B2 (de) | Verfahrem zum Schmelzen von Glas in einer brennerbeheizten Wanne und Glasschmelzofen zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE3029210A1 (de) | Verfahren zum brennen karbonatischer mehle | |
| DE2101784A1 (de) | Verfahren zum Einschmelzen von Eisen und Kupolofen zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE1194884B (de) | Verfahren zur Vorreduktion von Sinter und Pellets | |
| AT109708B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Schmelzzement. | |
| EP0302417B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Beheizen von Schachtöfen durch einen Zentralbrenner | |
| DE729098C (de) | Verahren und Ofen zum Schmelzen von Glas u. dgl. | |
| EP0019007B1 (de) | Schmelzofen hoher Leistung für das Schmelzen aggressiver Mineralstoffe mit steilen Viskositätskurven | |
| DE1471380A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blaehton | |
| DE2504620A1 (de) | Mineralwolle | |
| DE1805310A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Zementklinkern | |
| AT252973B (de) | Vorrichtung zum Aufheizen von Stahlschmelzgefäßen | |
| AT157236B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Erzeugen von Glasfäden. | |
| DE530731C (de) | Verfahren und Ofen zur Herstellung von Zinkoxyd aus metallischem Zink | |
| DE562282C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Natriumsulfat nach dem Hargreaves-Verfahren | |
| DE943511C (de) | Tunneloefen zum Brennen keramischen Gutes | |
| DE503355C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Beheizen von Tunneloefen | |
| DE2518635C3 (de) | Verfahren zum Schmelzen und Läutern von Glas in einem Regenerativschmelzofen | |
| DE860993C (de) | Verfahren zur Beheizung von Vorherden | |
| AT131576B (de) | Verfahren zur Herstellung von Zinkoxyd. | |
| DE700638C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Roesten und Sintern von sulfidischen Erzen | |
| DE629315C (de) | Verfahren zum gleichzeitigen Herstellen von Eisen oder Eisenlegierungen und Portlandzement oder hydraulischen Kalken im Drehofen | |
| DE639700C (de) | Verfahren zur Beheizung von mit feuerfesten Fuellstoffen ausgestatteten OEfen fuer die Durchfuehrung von Gasreaktionen auf hoher Temperaturstufe |