<Desc/Clms Page number 1>
Elektrisch angetriebener Staubsauger.
Die Erfindung bezieht sieh auf einen elektrisch betriebenen Staubsauger, vorzugsweise liegender Bauart. Zweck der Erfindung ist, den Staubsauger so herzustellen, dass dessen stromführende Teile zum Versand leicht abgenommen werden können. Es sind Staubsauger bekannt, bei denen das aus Gebläse und Antriebsmotor bestehende Motoraggregat in einem aus dielektrischen Werkstoff bestehenden ringförmigen Gehäuse gelagert ist, wobei an die Enden des genannten Gehäuses Kappen angeschlossen sind.
Die stromführenden Teile, wie z. B. Schalter und Anschlussvorrichtungen, sind bei diesem bekannten Staubsauger aber in dem Handhabungsstiel verlegt.
Beim Staubsauger gemäss der Erfindung sind dagegen sämtliche stromführenden Teile unmittelbar an einem zweckmässig ringförmigen Teil aus dielektrischem Werkstoff, beispielsweise Kunstharz, befestigt und bilden eine von dem Staubsaugergehäuse leicht entfernbare und elektrisch isolierte Einheit. Da die stromführenden Teile bei Staubsaugern die empfindlichsten sind und im allgemeinen zuerst versagen, ist es ausserordentlich wichtig, dass sie sämtlich zusammengebaut sind und von dem Staubsaugergehäuse leicht entfernt, verpackt und zur Reparatur geschickt werden können, ohne dass der ganze Staubsauger dabei versendet werden muss.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und es zeigen Fig. 1 einen Staubsauger gemäss der Erfindung in Aussenansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 3 eine Ansieht von rechts in Fig. 2, teilweise im Schnitt, wobei die hintere Endkappe des Apparates entfernt ist, Fig. 4 einen Ring aus dielektrischem Werkstoff, in dem das Motoraggregat, die elektrischen Anschlussteile und der Schalter gelagert sind, Fig. 5-7 Einzelteile des Saugers in grösserenm Massstabe und schliesslich Fig. 8 eine Seitenansicht einer den Motor abdeckenden Kappe.
In den Fig. 1 und 2 bezeichnet 10 ein Gehäuse des Staubsaugers, an welches Endkappen 11 und 12 angeschlossen sind. In den Endkappen 11 und 12 sind Öffnungen 13 bzw. 14 vorgesehen, die zur Aufnahme eines mit der normalen Saug-bzw. BIasöffnung 15 versehenen Pfropfens 16 dienen und die zu diesem Zweck mit Gewinde ausgeführt sind. Der Pfropfen 16 kann, je nach der Betriebsweise des Saugers, wechselweise in der Öffnung jim oder der Öffnung 14 angebracht werden. An die Öffnung 15 kann ein Schlauch 17 angeschlossen werden, der durch zwei Rohrstücke 18 und 19 mit der Saugdüse 20 verbunden wird.
Die Anordnung ist derart getroffen, dass die Saugdüse 20 entweder unmittelbar an den Schlauch 17 angeschlossen werden kann oder auch unter Zwischenschaltung eines oder beider der Rohrteile 18 und 19.
Das Gehäuse 10 ist an den Enden mit Ringen 21 und 22 ausgebildet, an welchen Ansätze 23 bzw. 2-1 vorgesehen sind. Die Ansätze sind mit in der Längsrichtung des Saugers verlaufenden Öffnungen versehen, die zur Aufnahme der den Apparat tragenden Schlittenkufen 25 dienen. Die Öffnungen in den Ansätzen wie auch die Schlittenkufen selbst besitzen zweckmässig einen ovalen Querschnitt, damit ein Verdrehen der Schlittenkufen verhindert wird. Die Kufen können in den genannten Löchern gegebenenfalls durch eigene Federwirkung gehalten werden. Zwecks sicherer Befestigung der Kufenenden in den genannten Ansätzen kann der die Einführungsöffnungen umgebende Werkstoff ein wenig gegen die Kufenenden verstaucht sein. In diesem letzteren Fall ist es nicht notwendig, dass die Kufen federnd ausgebildet sind.
Zum Tragen des Apparates ist ein zweckmässig federnder und gegebenenfalls mit Leder od. dgl. Über- zogener Handgriff 26 vorgesehen, der in Kappen 27 und 28 gelagert ist.
In dem Gehäuse 10 (Fig. 2) ist ein Staubsaek 29, ein aus zwei Schleuderrädern 30 bestehender Ventilator, dessen Antriebsmotor. 31 und ein Bakterienfilter 32 vorgesehen. Der Staubsack 29 ist in an
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
an dem Gehäuse 10 unter Zuhilfenahme von Kniehebelverschlüssen J5 bzw..' 6 oder ähnlichen Mitteln gehalten.
Zwischen dem Ring 22 (Fig. 2), der zweckmässig in Übereinstimmung mit dem Ring 21 aus. \lu- minium besteht, und der Endkappe 1 : ist ein Ring 37 aus dielektrischem Werkstoff, beispielsweise Kunstharz (Bakelit), geschaltet. Der Ring 37 wird an dem Ring 22 durch in dem ersteren versenkt angeordnete Schrauben. 38 befestigt, wobei die genannten Schrauben in mit dem Ring ; M vergossene Ansätze-39 ein- geschraubt sind. Zwischen den Ringen : 22 und. 37 ist ein Dichtungsring 40, zweckmässig aus Gummi her-
EMI2.2
ausgebildet, in der ein Dichtungsring 41 aus Gummi od. dgl. eingelegt ist, gegen den der Vorderrand der Kappe ? gepresst wird.
An der Vorderseite (Fig. 2 und 4) ist der Ring 37 mit drei Ansätzen 43 ausgebildet, dir mit durchgehenden Öffnungen 44 versehen sind. Das Gehäuse 45 des Motors 31 (Fig. 2) ist mit einem Deekel 46 versehen. Diese beiden letztgenannten Teile sind an ihrem zylindrischen Umfang mit je drei Ohren 47 bzw. 48 ausgebildet, die zweckmässig mit dem Gehäuse bzw. mit dem Deckel vergossen sind. Die Ohren 48 des Deckels 46 (Fig. 6) sind mit durchgehenden Öffnungen 49 ausgebildet. Auch die Ohren 47 besitzen
EMI2.3
derart eingezogen sind, dass dieselben gegen die Flansch 53 anliegen. Der hinterste Teil der Feder in Fig. G ist teilweise geschnitten. Die vorderste oder linke Windung 56 jeder Feder ist ihrerseits derart ausgebogen oder erweitert, dass sie in die Öffnung beim Anziehen des Bolzens 51 nicht eindringen kann.
Der Aussendurchmesser der Federn 54 ist zweckmässig derart gross gewählt, dass sie den Querschnitt der Öffnungen 49, 44 und 50 gänzlich ausfüllen. In der Herstellung werden die Federn 54 zweckmässig derart kurz gehalten, dass sie beim Einbau des Motoragregates in dem Staubsauger zwischen der Flansch 53 und der die Windung 56 haltenden Scheibe 5'3 ein wenig gespannt werden. Um die Axialverschiebung des Motoraggregates und somit der Federn in den Öffnungen 44 zu verhindern, sind zwischen dem Ansatz 43 und den Ohren 48 bzw. 47 die Federn 44 umgebende Abstandhülsen 57, beispielsweise aus Gummi oder
EMI2.4
sätzen 67 des Ringes ausgeführt.
Die klSchleuderräder 30 (Fig. 2) sind auf der Welle 68 des Motors 31 durch eine gemeinsame Mutter 69 abnehmbar befestigt. Zwischen den Schleuderrädern ist ein Leitschienensystem 70 an der Vorderwand 71 der Kappe 59 befestigt. Diese Vorderwand 71 sowie die Vorderwand 72 der Kappe 61 sind mit einer Lufteinlassöffnung 73 bzw. 74 versehen. Die Öffnung 74 ist durch eine durchbrochene Scheibe 74'ab- gedeckt, die das unbeabsichtigte Eindringen fremder Gegenstände zu den Schleuderrädern und zu dem Motor verhindert. Die die Schleuderräder umgebenden Kappen sind also, wie aus der Fig. 2 ersichtlich,
EMI2.5
verbunden.
Dies bringt den Vorteil, dass die Kappen kein unangenehmes Geräusch herbeirufen und dass sie von den stromführenden Teilen, da sie ja an dem Ring 37 angebracht sind, elektrisch isoliert sind.
Der oberste Teil des Ringes 37 ist mit einer Erhöhung 75 ausgebildet, in der zwei halbkreisförmige Ausnehmungen 76 vorgesehen sind (Fig. 3). In diesen Ausnehmungen ruhen die Kontaktstifte 77, die zum Anschluss des Stromzufuhrkabels dienen. Jeder der Kontaktstifte ist mit einer Ietallschiene 78
EMI2.6
An der Innenseite des Ringes 57 ist der Schalter 79, der zum Ein- und dAusschalten des Motorstromes dient, befestigt. An die Metallschienen 78 sind die zu dem Schalter und dem Motor leitenden Kabel durch Schrauben 78'angeschlossen. Die rechte Schiene 78 (Fig. 3) und der eine Pol des Schalters sind durch ein Metallband 79'leitend verbunden.
Der Schalthebel 80 des Schalters ist durch eine in dem Ring 57 vorgesehene Öffnung 81 (Fig. 2 und 4) geführt und wird durch einen mit einer Vertiefung 82 ausgebildeten Stab 83 (Fig. 2 und 3) betätigt. In der Öffnung 81 ist zweckmässig eine Packung aus Gummi od. dgl.
<Desc/Clms Page number 3>
vorgesehen, gegen die der Hebel 80 gleitet. Der Stab ist, wie aus Fig. 3 ersichtlich, in Öffnungen in den Seitenwänden der Kappe 28 gelagert und besteht zweckmässig aus dielektrischem Werkstoff, beispielsweise Kunstharz. Beim Hin-und Herschieben des Stabes 83 wird der Schalthebel 80 umgelegt und der Strom aus-oder eingeschaltet. Die Anschlussteile befinden sieh also in unmittelbarer Nähe des Schalters und bilden mit diesem eine Einheit.
Die Kappe 28, die durch eine Schraube 84 an dem Ring.' ? befestigt ist, dient nicht zur Lagerung des Handgriffes 26 und zum Abdecken des Schalters und der Anschlussteile 77, sondern auch als Berührungsschutz für diese letzteren. Aus dem obigen geht hervor, dass sämtliche strom-
EMI3.1
Kappen 91, durch die die Kohlenbürsten in der Lage gehalten werden, ein wenig hervorstehen und herausgesehraubt werden können.
Die Kappe 12 enthält, wie bereits erwähnt, ein Filter : J'2 (Fig. 2), das in ihr leicht auswechselbar
EMI3.2
und für Bakterien undurchlässigen Werkstoff ausgefüllt sein. Als derartiger Werkstoff kommt vorzugsweise Watte (Baumwolle) in Frage, die, wie seit langem bekannt, Bakterien gut zurückhält. Gegebenenfalls kann das Filter mit einem bakterienabtötenden Stoff versehen sein. Die Kappe 12 ist ferner, um
EMI3.3
beim Anbringen der Kappe in einer entsprechenden in der Haube 3 vorgesehenen Führung 96 gleitet. Die obenerwähnten Kniehebelverschlüsse-36 greifen in der Betriebslage in an der Kappe 1. 2 ausgebildete ringförmige Vertiefungen 97 (Fig 1 und 7) ein.
Die Ausblasöffnung M (Fig. 2) des Saugers ist in einem an der Kappe 12 befestigten ringförmigen Teil 98 vorgesehen. Um die Luft, die aus dem Sauger ausströmt, von dem Fussboden abzuleiten, ist der
EMI3.4
gossen sein können.
Der Staubsauger ist, wie aus dem obigen hervorgeht, in drei Abteilungen getrennt, der den Staubsack aufnehmende Raum, der die beweglichen Teile, d. h. das Motoraggregat aufnehmende Raum und schliesslich der das auswechselbare Bakterienfilter aufnehmende Raum, wobei sämtliche bewegliche und
EMI3.5
vollständig elektrisch isoliert und leicht abnehmbar angebracht ist.
Gegebenenfalls kann zwischen dem Staubsack und dem Motoraggregat ein weiteres Filter vorgesehen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Elektrisch angetriebener Staubsauger, vorzugsweise der liegenden Bauart, mit einem innerhalb eines auf einem Stützgestell gelagerten Gehäuses angeordneten Motorgebläseagregat und einem Schalter zum Ein-und Ausschalten des Motorstromes, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Aggregat mitsamt dem Schalter und sämtlichen andern stromführenden Teilen des Staubsaugers direkt an einem zweckmässig ringförmigen Teil aus dielektrischem Werkstoff, beispielsweise Kunstharz, befestigt ist und eine von dem Staubsaugergehäuse leicht entfernbare und elektrisch isolierte Einheit bildet.