Elektrisch betriebener Staubsauger. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein elektrisch betriebener Staub- sau"er mit innerhalb des Staubsauger gehäuses angeordnetem Staubabscheider und 1Totorgebläseaggregat. Letzteres und übrige stromführende Teile sind an einem aus dielektrischem Werkstoff hergestellten Ring unmittelbar befestigt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Staubsauger gemäss der Er findung in Aussenansicht, Fig.2 einen Längsschnitt durch den Apparat, Fig. 3 eine Ansicht von rechts in Fig. \?, teilweise Schnitt, wobei die hintere End- kappe des Apparates entfernt ist, Fig.4 einen Ring aus dielektrischem Werkstoff, in dem das Motoraggregat, die elektrischen Anschlussteile und der Schalter gelagert sind;
Fig.5 bis 7 zeigen Einzelteile des Sau gers in grösserem Massstab, und schliesslich Fig. 8 eine Seitenansicht einer den Motor abdeckenden Kappe.
In den Fig.l und \? bezeichnet 10 eiii Gehäuse des Staubsaugers, an welches End- kappen 11 und 12 angeschlossen sind. I?i den Endkappen 11 und 1? sind Öffnungen 13 bezw. 14 vorgesehen, die zur Aufnahme eines mit der normalen Saug- bezw. Blas- öffnung 15 (je nach Bedarf) versehenen Pfropfens 16 dienen und die zu dieseiu Zweck mit gleichem Gewinde ausgeführt sind.
Der Pfropfen 16 kann wechselweise in der Öffnung 13 oder der Öffnung 11 an gebracht werden in Abhängigkeit von der Betriebsweise des Saugers. An die Offnuii- 15 kann ein Schlaueli 17 angeschlossen wer den, der durch zwei Rohrstücke 1h und<B>19</B> mit der Saugdüse ?0 verbunden wird. Die Anordnung ist derart getroffen, dass die Saugdüse 20 entweder direkt an den Schlauch 17 angeschlossen werden kann, oder auch unter Zwischenschaltung eines oder beider Rohrteile 18 und 19. Das Ge häuse 10 ist an den Enden mit Ringen 21 und 22 ausgebildet, an welchen Ansätze 23 bezw. 24 vorgesehen sind.
Die Ansätze sind mit in der Längsrichtung des Saugers ver laufenden Öffnungen versehen, die zur Auf nahme der den Apparat tragenden Schlitten kufen 25 dienen. Die Öffnungen in den An sätzen besitzen, wie auch die Schlittenkufen selbst, zweckmässig einen ovalen Querschnitt, damit ein Verdrehen der Schlittenkufen ver hindert wird. Die Kufen können in den genannten Löchern gegebenenfalls durch eigene Federwirkung gehalten werden. Zwecks sicherer Befestigung der Kufen enden in den genannten Ansätzen kann der die Einführungsöffnungen umgebende Werk stoff ein wenig gegen die Kufenenden ver staucht sein. In diesem letzteren Fall ist es nicht notwendig, dass die Kufen federnd ausgebildet sind.
Zum Tragen des Apparates ist ein zweckmässig federnder und gegebenen falls mit Leder oder dergleichen überzogener Handgriff 26 vorgesehen, der in Kappen 27 und 28 gelagert ist. In dem Gehäuse 10 (Fig.2) ist ein Staubsack 29, ein zwei Schleuderräder 30 aufweisender Ventilator, dessen Antriebs motor 31 und ein Bakterienfilter 32 vor gesehen. Der Staubsäck 29 ist in an sich bekannter Weise an einem Metallring 33 be festigt, der unter Zwischenschaltung einer Gummidichtung 34 zwischen dem Ring 21 und der vordern Endkappe 11 festgeklemmt ist.
Die Kappen 11 und 12 werden an dem Gehäuse 10 unter Zuhilfenahme von Knic- hebelverschlüssen 35 bezw. 36 gehalten.
Zwischen dem Ring 22 (Fig.2), der zweckmässig in Übereinstimmung mit dem Ring 21 aus Aluminium besteht, und der Endkappe 12 ist ein Ring 37 aus dielek- trischem Werkstoff, beispielsweise Kunst harz (Bakelit), geschaltet. Der Ring 37 wird an dem Ring 22 durch in dem ersteren versenkt angeordnete Schrauben 38 be- festig L, wobei die genannten Schrauben in mit dem Ring 22 vergossene Ansätze 39 ein geschraubt sind. Zwischen den Ringen 2 2 und 37 ist ein Dichtungsring 40, zwe.ek- mässig aus Gummi hergestellt, eingelegt.
Der Ring 3"7 ist an der rechten Seite (Fig. <B>21</B> und 6) mit einer ringförmigen Vertiefung 42 ausgebildet, in der ein Dichtungsring 41 aus Gummi oder dergleichen eingelegt ist, gegen den der Vorderrand der Kappe 12 ge- presst wird.
An der Vorderseite (Fig. ? und 4) ist der Ring 37 mit drei Ansätzen 43 ausgebildet, die mit durchgehenden Öffnungen 44 ver sehen sind. Das Gehäuse 45 des Motors 31 (Fig. 2) ist mit einem Deckel 46 versehen. Diese beiden letztgenannten Teile sind an ihrem zylindrischen Umfang mit je drei Ohren 47 bezw. 48 ausgebildet, die zweck mässig mit dem Gehäuse bezw, mit dem Deckel vergossen sind. Die Ohren 48 des Deckels 46 (Fig. 6) sind mit durchgehenden Öffnungen 49 ausgebildet. Auch die Ohren 47 besitzen Bohrungen 50 (Fig.6), deren Querschnitt dem der Öffnungen 49 ent spricht.
Das Motorgehäuse 45 und dessen Deckel 46 werden durch Schraubenbolzen 51, die durch die Öffnungen 49 und 50 ge führt sind, zusammengehalten, wobei an der linken Seite (Fig.2 und 6) der Ohren 48 vor den Öffnungen 49 Unterlagscheiben 52 gelegt und die Bolzen -51 in den Boden der Öffnungen 50 eingeschraubt sind. Die Bol zen 51 sind an ihren rechten Enden mit Flanschen, das heisst Ringen 53, ausgebildet, die aus auf den Bolzen aufgeschraubten Ringen bestehen können. Jeder der Bolzen ist von einer Schraubenfeder 54 umgeben, deren hinterste Windungen 55 derart ein gezogen sind, dass dieselben gegen die Flansche 53 anliegen. Der hinterste Teil der Feder in Fig. 6 ist teilweise geschnitten.
Die vorderste oder linke Windung 56 jeder Feder ist ihrerseits derart ausgebogen oder erweitert, dass sie in die Öffnung beim An ziehen des Bolzens 51 nicht eindringen kann. Der Aussendurchmesser der Federn 54 ist zweckmässig derart gross gewählt, dass sie den Querschnitt der Öffnungen 49, 44 und 56 ;Olänzlich ausfüllen. In der Herstellung wer den die Federn 54 zweckmässig derart kurz gehalten, dass sie beim Einbau des Motor aggregates in dem Staubsauger zwischen der Flansche 53 und der die Windung 56 halten den Scheibe 52 ein wenig gespannt werden.
Ulm eine störende Achsialverschiebung des Motoraggregates und somit der Federn in den Öffnungen 44 zu verhindern, sind zwischen dem Ansatz 43 und den Ohren 48 bezw. 47 die Federn 44 umgebende Abstandhülsen 57, beispielsweise aus Gummi oder einem ähn lichen, elastischen Isolierstoff, vorgesehen. Aus den Abbildungen ist ersichtlich, dass die Stützen für das Motoraggregat, das heisst die Ansätze 43, etwa bei der Mitte der Fe dern 54 angreifen.
Auf diese Weise ist das Notorgebläseaggregat im dielektrischen Ring 37 in kleinen Grenzen frei schwebend gelagert. Der vordere oder linke Rand des Ringes 37 (Fig.4) ist mit einem ringförmigen An schlag 58 ausgebildet, gegen den eine das hintere Schleuderrad 30 (Fig. 2) umgebende Kappe 59 anliegt. Diese Kappe ist mit einem ringförmigen Ansatz 60 ausgebildet, gegen den der hintere Rand einer zweiten, das vordere Schleuderrad 30 umgebenden Kappe 61 stösst. Diese letztere Kappe ist mit einer Ringflansch 62 ausgeführt, durch welche Bolzen 63 (Fig. 5) geführt sind.
Die Bolzen, in der dargestellten Ausführungs form drei, durchdringen den Ring 37, der zu diesem Zweck mit drei Öffnungen 64 aus geführt ist, und sind am hintern Ende mit Schraubenmuttern 65 versehen. Beim An ziehen der Muttern 65, die gegen die Böden dreier in dem Ring vorgesehener Vertiefun gen 66 anliegen, wird die Kappe 61 luftdicht gegen die Kappe 59 und diese letztere ihrer seits gegen Anschlag 58 des Ringes 37 an gezogen. Die Öffnungen 66 sind in Ansätzen 67 des Ringes ausgeführt. Die Schleuderräder 30 (Fig. 2) sind auf der Welle 68 des Motors 31 durch eine ge meinsame Mutter 69 abnehmbar befestigt. Zwischen den Schleuderrädern ist ein Leit- schienensystem 70 an der Vorderwand 71 der Kappe 59 befestigt.
Diese Vorderwand 71, sowohl als auch die Vorderwand 72 der Kappe 61 ist mit einer Lufteinlassöffnung 73 bezw. 74 versehen. Die Öffnung 74 ist durch eine durchbrochene Scheibe 7-1 ab gedeckt, die das unbeabsichtigte Eindringen fremder Gegenstände zu den Schleuderrädern und zu dem Motor verhindert. Die die Schleuderräder umgebenden Kappen sind also, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, nicht mit den beweglichen und federnden Teilen des Saugers vereint, sondern mit dem Gehäuse desselben starr verbunden. Dieses bringt den Vorteil, dass die Kappen kein unangenehmes Geräusch herbeirufen und dass dieselben von den stromführenden Teilen, da ja an dem Ring 37 angebracht, elektrisch isoliert sind.
Der oberste Teil des Ringes 37 ist mit einer Erhöhung 75 ausgebildet, in der zwei halbkreisförmige Ausnehmungen 76 vor gesehen sind (Fig. 3). In diesen Ausnehmun- gen ruhen die Kontaktstifte 77, die zum Anschluss des Stromzufuhrkabels dienen. Jeder der Kontaktstifte ist mit einer Metall schiene 78 fest verbunden, die durch Öff nungen in dem Ring 37 geführt oder auch in diesen festgegossen sein können. An der Innenseite des Ringes 37 ist der Schalter 79. der zum Ein- und Ausschalten des Motor stromes dient, befestigt. An die Metall schienen 78 sind die zu dem Schalter und dem Motor leitenden Kabel durch Schrau ben 78' angeschlossen.
Die rechte Schiene 78 (Fig. 3) und der eine Pol des Schalters sind durch ein Metallband<B>79'</B> leitend ver bunden. Der Schalthebel 80 des Schalters ist durch eine in dem Ring 37 vorgesehene Öffnung 81 (Fig. \? und 4) geführt und wird durch einen mit einer Vertiefung 8? aus gebildeten Stab 83 (Fig. 2 und 3) betätigt. In der Öffnung 81 ist zweckmässig eine Packung aus Gummi oder dergleichen vor gesehen, gegen die der Hebel 80 gleitet. Der Stab ist, wie aus Fig.3 ersichtlich, in Öffnungen in den Seitenwänden der Kappe 28 gelagert und besteht zweckmässig aus dielektrischem Werkstoff, beispielsweise Kunstharz.
Beim Hin- und Herschieben des Stabes 83 wird der Schalthebel 80 umgelegt und der Strom aus- oder eingeschaltet. Die Anschlussteile befinden sich also in unmittel- barer Nähe des Schalters und bilden mit die sem eine Einheit. Die Kappe 2,8, die durch eine Schraube 84 an dem Ring 22 befestigt ist, dient nicht nur zur Lagerung des Hand griffes 26 und zum Abdecken des Schalters und der Anschlussteile 77, sondern auch als Berührungsschutz für diese letzteren.
Aus dem obigen geht hervor, dass sämtliche strom führende Teile des Staubsaugers, das heisst das Motoraggregat, der Schalter und die Anschlussteile für das Stromzufuhrkabel, in einem aus Isolierstoff bestehenden, ringför migen Teil gelagert sind und ein von dem Apparat leicht entfernbares Aggregat bilden.
Damit der Bedienende, auch falls die Kappe 1? entfernt sein sollte, mit den innern stromführenden Teilen nicht in Berührung kommen kann, ist eine Haube O'5 (Fig. 2, 3 und 8) vorgesehen, die durch Schrauben bolzen 8,6 an in dem Ring 3.7 vorgesehene Ansätze 87 befestigt ist. Der vordere Rand der Haube 815 liegt gegen den Ring 37 an und ist, wie aus den Fig. <B>2, ,6</B> und 7 ersicht lich, von dem Dichtungsring 41 umgeben. Die hintere, zweckmässig kegelförmig aus geführte Wand der Haube 85 ist- mit Öff nungen 8,8 (Fig. 3 und 8) versehen, um der von dem Gebläse 30 geförderten Luft Durch tritt zu gewähren.
Um die Auswechslung der Kollektorkohlen des Motors 31 zu ermög lichen, ohne dass die Haube 85 entfernt wer den muss, ist diese letztere mit Einpressungen 89 und Öffnungen 90 ausgebildet (Fig. 3, 7 und 8), durch die die Kappen 91, durch die die Kohlenbürsten in der Lage gehalten wer den, ein wenig hervorstehen und heraus geschraubt werden können. Die Kappe 12 enthält, wie bereits er wähnt, ein Filter 32 (Fig.2), das in der selben leicht auswechselbar angeordnet ist. Das Filter 32 besteht aus zwei Stoffschich ten 92, die über einen Ring 93, zweckmässig aus Metall, gespannt sind und aus einem Bakterien fangenden Werkstoff, beispiels weise aus Wollflanell, bestehen können.
Die hinterste Stoffschicht des Filters liegt gegen eine in der Kappe 1.2 angebrachte Wand 94 aus Metallgewebe an. Der Zwischenraum zwischen den Stoffschichten kann mit einem lockeren und für Bakterien undurchlässigen Werkstoff ausgefüllt sein. Als derartiger Werkstoff kommt vorzugsweise Watte (Baumwolle) in Frage, die, wie seit langem bekannt, Bakterien gut zurückhält. Gege benenfalls kann das Filter mit einem Bak terien abtötenden Stoff versehen sein. Die Kappe 12 ist ferner, um nur in einer Lage an dem Gehäuse 10 angebracht werden zu können, mit einer Warze 9,5 ausgebildet, die beim Anbringen der Kappe in einer entspre chenden, in der Haube 85 vorgesehenen Füh rung 96 gleitet.
Die obenerwähnten Knie hebelverschlüsse 36 greifen in der Betriebs lage in an der Kappe 12 ausgebildete, ring förmige Vertiefungen 97 (Fig. 1 und 7) ein. Die Ausblasöffnung 14 (Fig. 2) des Sau gers ist in einem an der Kappe 12 befestig ten, ringförmigen Teil 98 vorgesehen. Um die Luft, die aus dem Sauger ausströmt, von dem Fussboden abzuleiten, ist der Ring 98 mit schräggestellten Leitblechen 99 ver sehen, die mit dem genannten Ring zweck mässig vergossen sein können.
Der Staubsauger ist, wie aus dem Obigen hervorgeht, in drei Abteilungen getrennt, der den Staubsack aufnehmende Raum, der die beweglichen Teile, das heisst das Motoraggre gat, aufnehmende Raum, und schliesslich der das auswechselbare Bakterienfilter aufneh mende Raum, wobei sämtliche beweglichen und stromführenden Teile zu einem Aggre gat zusammengebaut sind, welches von den übrigen Teilen des Saugers vollständig elek trisch isoliert und als Ganzes leicht abnehm bar angebracht ist.
Gegebenenfalls kann zwischen dein Staub satz und dem Motoraggregat ein weiteres Filter vorgesehen sein.