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Sandstreuvorrichtung für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf Sandstreuvorrichtungen für Kraftfahrzeuge mit vom Führersitz um waagrechte Achsen drehbaren, trommelförmigen Sandbehältern.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art sind die trommelförmigen Sandbehälter mit sektorartigen Abteilungen ausgestattet. Bei Bedarf werden die Sandbehälter jeweils um einen Sektor weitergeschaltet, wobei dessen Verschluss sich öffnet und die ganze Sandmenge einer Abteilung restlos ausfliesst. Bei andern bekannten Sandstreuvorrichtungen haben die trommelförmigen Sandbehälter zwei gegenüberliegende Schlitze, u. zw. einen oberen Fiil1schlitz zum Einfüllen des Streumaterials und einen unteren Auslaufsehlitz. Der Verschluss des letzteren wird durch eine zweite feststehende Abdecktrommel erzielt, welche ebenfalls einen Auslaufschlitz besitzt.
Bei Überdecken der Auslaufschlitze der beiden Trommeln kann das Streumaterial ausfliessen, während durch Verschiebung der inneren Trommel, dem eigentlichen Sandbehälter, der Ausfluss gesperrt wird. Bei dieser bekannten Ausführungsform ist es notwendig, dass die beiden Trommeln leicht beweglich und dicht schliessend ineinander eingepasst sind.
Es ist jedoch nicht zu vermeiden, dass bei der gegenseitigen Bewegung der beiden Trommeln Sandkörnchen zwischen dieselben geraten und die Bewegbarkeit des Sandbehälters in Frage stellen. Bei der geringen Drehbewegung der Trommel zum Öffnen und Schliessen der Auslaufschlitze kann ausserdem durch Brückenbildung oder durch Verklumpungen des Sandes, welche die Ausflussöffnung verstopfen, die ganze Sandstreuvorrichtung unwirksam werden. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Sandbehälter für den Übergang von der Ruhestellung in die Gebrauehsstellung um 1800 drehbar sind und nur einen als Einfüll-und Auslauföffnung dienenden Schlitz aufweisen.
Das Schwenken des Sandbehälters um einen Winkel von 180 hat den Vorteil, dass das gesamte Streumittel bei jeder Benutzung der Streuvorrichtung vollständig durcheinandergewirbelt wird und so Verklumpungen des Sandes wirksam vermieden werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt : Fig, 1 dir Anordnung des Sandbehälters am Wagen in Seitenansicht, Fig. 2 die Draufsicht auf den Sandbehälter in Ruhestellung in vergrössertem Massstab und die Fig. 3 und 4 Einzelheiten des Antriebes für den Sandbehälter.
Der Sandbehälter a in Gestalt einer Trommel ist drehbar in einer Ausnehmung des Trittbrettes b vor den Hinterrädern angeordnet. Die Lager c sind. der Bauart des Wagens entsprechend, unter oder über dem Trittbrett b vorgesehen. Der Sandbehälter a besitzt einen durch einen Schieber e in bekannter Weise verstellbaren Schlitz d, welcher in der Ruhestellung nach oben gerichtet ist und in dieser Stellung auch als Einfüllöffnung dient, während er in nach unten gerichteter Lage die Auslauföffnung für den Sand bildet. Der Sand behälter a ist nach oben durch eine gestrichelt gezeichnete in Pfeilrichtung 2 aufklappbare Kappe i abgedeckt. Auch der unterhalb des Trittbrettes b befindliche Teil des Sandbehälters a ist
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oder Gummi versehen ist.
Der Sal1dbehälter a wird aus der Ruhestellung in Pfeilrichtung J bis zu 180 in die Gebrauchsstellung gedreht, in welcher Lage der Ausfluss des Sandes stattfindet. Das Drehen des Sandbehälters erfolgt mittels eines Seiles, das um die an der Stirnseite des Sandbehälters a angeordnete
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welche bei Nachlassen des von Hand ausgeübten Zuges den Sandbehälter a selbsttätig in die Ruhestellung zurückdreht. Für die jeweiligen Endstellungen sind in bekannter Weise Anschläge vorgesehen. Damit das Seil i nicht über die Halstrommel k hinweggleitet, wird es nach einer Umwicklung durch die Halstrommel k hindurchgeführt (Fig. 4).