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Vorrichtung zum Abdichten von Bohrlöchern.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdichten von Bohrlöchern mit einem in das Bohrloch eingeführten, bis an die auszufüllende Lasse reichenden Einführnngsrohr, das an seiner Mündung mit einer von übertags zu betätigenden Dichtungsvorrichtung versehen ist, die den Zwischenraum zwischen dem Rohr und der Bohrlochwand abschliesst.
Erfindungsgemäss sind an der Rohrmündung im Abstande voneinander angebrachte feste Flansehen vorgesehen, über deren Ränder eine Gummimanschette gezogen und befestigt ist, so dass sie sich unter
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kommt.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch das Bohrloch mit der eingeführten, erfindunggemässen Einrichtung.
In den zu überbauenden Felsen werden durch die aufgebrachte Betonschicht hindurch Bohr- löcher 1 vorgetrieben und in ihrem obersten, bis in den Fels reichenden Teil mit einem Rohre 2 ausgefüttert, auf dessen Mündung eine mehrfach durchbrochene Platte 3 zur Führung der hindurchgesteckten Druckrohre liegt. In das Bohrloch wird nun ein druckfestes Einführungsrohr 4 eingeführt, das oben an eine (nicht dargestellte) Pumpe angeschlossen und mit zwei Dreiweghähnen 5 und 6 ausgestattet ist. Der eine Hahn 5 gibt in der einen Stellung der Füllmasse den Weg von der Pumpe in das Einführungrohr 4 frei, in der andern Stellung führt er die Füllmasse ins Freie.
Der andere Hahn 6 gestattet in der einen Stellung der Füllmasse den freien Durchfluss, in der andern setzt er das Einführungsrohr 4 mit einer Leitung 7 einer (nicht dargestellten) Druckpumpe in Verbindung.
Die untere Mündung des Einführungsrohres ist mit einer durch Einlassen eines Druckmittels (Druckluft oder Presswasser) beliebig in und ausser Wirksamkeit zu setzenden Dichtung ausgestattet.
Zu diesem Zwecke ist an der Rohrmündung und in entsprechendem Abstande von ihr je ein starker Flansch 8 und 9, etwa aus einem Winkeleisen, angesetzt, tuber die Ränder der beiden Flanschen ist eine kräftige Gummimanschette 10 gezogen, die durch Draht oder Metallbandwicklungen. 11 mit den Flanschen druckfest und dicht verbunden ist, so dass um das Ausflussende des Einführungsrohres herum ein Hohlraum 12 gebildet wird, der von der Manschette und den beiden Flanschen umschlossen ist.
Ein Druckrohr 13 mit einem Hahne 14 verbindet den Hohlraum 12 mit einer Druckpumpe. In dem Hohlraume ist ausserdem eine Manometerdose 15 untergebracht, deren Membrane mit dem Inneren des Einführungsrohres in Verbindung steht. Ein aus dem Manschettenraume 12 hochgeführtes zweites Druckrohr. M gestattet, die an der Mündung des Einführungsrohres vorhandenen Drücke an dem über Tage angebrachten Manometer 17 abzulesen.
Die drei Rohre 4, 13 und 16 werden zweckmässig durch Rohrschellen 18 zusammengehalten, können aber auch von einem gemeinsamen Sehutzmantelrohr umgeben sein.
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Einführungspumpe.
Mit Hilfe dieser Einrichtung lassen sich nun Hohlräume in folgender Weise ausfüllen.
In das Bohrloch, das tief genug vorgetrieben sein muss, um die im Gestein vorhandenen Lassen zu durchstossen, wird das Einführungsrohr 4 mit dem Druckrohr 13 und dem Manometerrohr 16 so weit eingeführt, dass es mit seiner Mündung knapp über die tiefsten auszufüllenden Lassen zu liegen kommt. Die Gummimanschette 10 ist während des Einführens mangels eines inneren Druckes völlig schlaff und eingestülpt, wird aber am gewählten Orte mittels der Druckpumpe durch das Rohr 1. 3 unter Druck
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gesetzt und aufgebläht. Der hiezu nötige Druck kann unter Umständen bis zu 30 /etK"tmd mehr betragen. Die Gummimanschette legt sich unter diesem Drucke fest gegen die Bohrlochwand und schliesst den darunter befindlichen Teil des Bohrloches vollkommen dicht ab.
Nun wird die Einführungspumpe in Betrieb gesetzt ; sie presst die Fiillmasse in alle vom Bohrloch angeschnittenen Hohlräume unterhalb der Manschette und füllt sie vollkommen aus. Ein Enweichen der Fiillmasse durch das
Bohrloch nach oben zu, wird durch die Gummimanschette wirksam verhindert, denn die Manometer- einrichtung 15, 16, 17 ermöglicht es, den Druck der Füllmasse ständig niedriger zu halten, als den von der Druckpumpe erzeugten Diehtungsdruek innerhalb der Manschette.
Ist der von der Manschettendiehtung abgeschlossene Bohrlochteil ausgefüllt, so wird zunächst die Verbindung zwischen dem Einführungsrohre und der Einführungspumpe mittes des Dreiweghahnes 5 unterbrochen und die noch im Zuleitungsrohre befindliche Füllmasse ins Freie geleitet, damit sie das Rohr nicht verstopfen kann. Die Gummimanschette 10 wird sodann vom Druck entlastet, das Einführungrohr 4 ein Stück angehoben und neuerlich abgedichtet. Hierauf wird der Dreiweghahn 6 geöffnet und die im Einführungsrohre 4 befindliche Füllmasse in das Bohrloch gedrückt, um auch eine Verstopfung dieses Rohres zu verhindern.
Sodann werden die ganzen Rohre in gleicher Weise nach der Entlastung der Manschette bis zur nächsten Lasse angehoben, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt.
Diese Vorrichtung ermöglicht ein verlässliches Einbringen der Füllmasse in die Hohlräume des Untergrundes und dadurch ein sicheres Abdichten aller störenden Durchflüsse bis zu Tiefen von 30 it und darüber. Sie ermöglicht weiter ein Abdichten tiefer Bohrlöcher unter sehr hohem Druck ohne Gefahr einer Zerstörung des darüber befindlichen Betons und kann daher beim Abdichten fertiger Bauwerke eine weitgehende Verwendung finden. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist beim Druckstollenbau gegeben, um einen absolut satten Anschluss des Betons an das Gebirge zu ereichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abdichten von Bohrlöchern mit einem in das Bohrloch eingeführten, bis an die auszufällende Lasse reichenden Eimührungsrohr, das an seiner Mündung mit einer von übertags zu betätigenden Dichtungsvorrichtung versehen ist, die den Zwischenraum zwischen dem Rohr und der Bohrloehwand abschliesst, gekennzeichnet durch zwei an der Rohrmündung im Abstande voneinander angebrachte feste Flanschen, über deren Ränder eine Gummimanschette gezogen und befestigt ist, so dass sie sieh unter dem Drucke eines eingepressten Druckmittels (Druckluft oder Presswasser) aufbläht und an der Bohrlochwand dichtend zum Anliegen kommt.