AT132713B - Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid.

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  Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. 



   Es ist bekannt, dass Essigsäureanhydrid katalytisch aus Eisessig hergestellt werden kann ; hiebei werden als Katalysatoren Phosphate bzw. Gemische solcher, vorzugsweise   Alkaliphosphat   mit einem Zusatz von Borylphosphat, als   Schmelzfliisse   in Tiegeln verwendet, durch die der   Essigsäuredampf.   
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 sowie D. R. P. Nr. 417731 und Nr. 475885). 



   Es wurde nun gefunden, dass man unter Verwendung von Gemischen aus Alkaliphosphaten, gegebenenfalls unter Zusatz von Borylphosphat, weit höhere Ausbeuten erreichen kann. wenn man dem Eisessig oder den zur Verwendung gelangenden Katalysatoren geringe Mengen Ammoniak.   Ammo-   niumsalze, Amine bzw. deren Salze oder Derivate mit Ausnahme von   Säureamiden   und Nitrilen zugibt. 



   Als für das vorliegende Verfahren in Betracht kommende Amine werden beispielsweise genannt :   Alkylammoniumverbindungen, Aminosäuren, Pyridin, Piperidin, Chinolins Anilin, Alkvlaniline. Cyelo-   hexylamin usw. Auch   hochmolekulare   Aminosäuren sind an sich für das Verfahren brauchbar ; im technischen Betriebe kommen sie aber ihres hohen Preises wegen kaum in Frage. 



   Zweckdienlich fügt man diese zusätzlichen Katalysatoren dem Eisessig zu und verdampft diese   Mischung. Man   kann aber auch so vorgehen, dass man den auf die Reaktionstemperatur vorerhitzten Eisessigdampf über den anzuwendenden   zusätzlichen   Katalysator leitet, wobei der Eisessigdampf eine gewisse Menge desselben aufnimmt. Ferner kann man so vorgehen, dass man sowohl den Eisessigdampf als auch den zur Anwendung gelangenden zusätzlichen Katalysator getrennt in den erhitzten Katalysator einleitet ; zu diesem Zwecke wird der   zusätzliche   Katalysator entweder vorher durch Erhitzen in den
Gaszustand übergeführt, oder aber unmittelbar in festem oder flüssigem Zustande angewendet.

   Die Art, in der die   Zumisehung   erfolgt, ist demnach gleichgültig ; es muss nur dafür Sorge getragen werden, dass Eisessigdampf und die zur Verwendung gelangenden Katalysatoren gleichzeitig zugegen sind. 



   Beispiel l : In einem Metalltiegel aus Chromnickelstahl befindet sich ein Gemisch von 1 Gewichtsteil geschmolzenem   Natriummetaphosphat,     1   Gewichtsteil Lithiummetaphosphat und 1 Gewichtsteil Borylphosphat. Durch ein starkwandiges Einleitrohr aus Chromnickelstahl   (V4A)   wird durch die Schmelze bei Temperaturen zwischen   700-7500 Eisessigdampf,   der   1% Ammoniak enthält,   geleitet. 



  Der Tiegel wird in der in der Patentschrift Nr. 127017 angegebenen Weise geheizt. Die Ausbeute an Anhydrid, das nur Spuren von Phosphorsäure und organischen Phosphorverbindungen enthält, ist erheblich besser als ohne Zusatz von Ammoniak. In letzterem Falle erhält man   54  o Ausbeute, unter gleichen   
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Statt bei der im Beispiel angegebenen hohen Temperatur kann man auch bei niedrigeren Temperaturen, u. zw. von   2000 an, arbeiten.   Ferner kann man die Phosphate statt in geschmolzenem auch in festem Zustande verwenden. 



   Beispiel 2 : Es wird in derselben Apparatur wie in Beispiel 1 gearbeitet, jedoch wird dem Eisessig 0'4% Ammonnitrat zugesetzt. Auch in diesem Falle ist die Ausbeute an   Anhydrid besser (69%)   als bei der gleichen Arbeitsweise ohne Zusatz von Ammonnitrat   (54%).   



   Beispiel 3 : Es wird in derselben Apparatur wie in Beispiel 1 gearbeitet, jedoch dem Eisessigdampf 0-1% Pyridin zugesetzt. Auch in diesem Falle ist die Ausbeute an Anhydrid besser (77%) als bei der gleichen Arbeitsweise ohne Zusatz von Pyridin   (54).   



   Beispiel 4 : In derselben Apparatur wie im Beispiel 1 befindet sich ein Gemisch von 1 Gewichtsteil Kaliummetaphosphat und 1 Gewichtsteil Natriummetaphosphat. Durch das geschmolzene Gemisch dieser Alkaliphosphate wird bei Temperaturen zwischen 700 und 7500 Eisessigdampf geleitet, der   0#5%   Chinolin enthält. Man erhält eine Ausbeute von   66%,   während ohne Zusatz nur   54%   erreicht werden konnten. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid durch Leiten von Eisessig in dampfförmigem Zustande durch erhitzte oder geschmolzene Gemische von Alkaliphosphaten mit oder ohne Zusatz von Borylphosphat, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Eisessig oder dem zur Verwendung gelangenden Phosphatkatalysator gelinge Mengen Ammoniak, Ammoniumsalze, Amine bzw. deren Salze oder Derivate mit Ausnahme von Säureamiden oder Nitrilen zusetzt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT132713D 1930-05-17 1931-05-15 Verfahren zur Darstellung von Essigsäureanhydrid. AT132713B (de)

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