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Einrichtung zur photographischen Aufzeichnung von Schwingungen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur photographischen Aufzeichnung von Schwingungen unter Verwendung einer mit dem schwingenden System verbundenen Blende, die in oder annähernd in der Achsenrichtung des Lichtkegels eines optischen Systems schwingt.
Gemäss der Erfindung wird eine besonders hohe Empfindlichkeit dieser Steuerungsmethode dadurch erzielt, dass die mit dem schwingenden System, z. B. der Schwingspule des elektromagnetischen Antriebssystems einer Tonfilmapparatur verbundene Blende so in unmittelbarer Nähe des Brennpunktes des Lichtkegels angeordnet wird, dass ihre Ebene bei maximaler Aussehwingung durch den Brennpunkt geht.
Durch eine solche Anordnung der Blende wird erzielt, dass der Unterschied zwischen den Lichtmengen, die in den Lagen stärkster Aussehwingung der Blende von dieser durchgelassen werden, ein maximaler ist. Für die Steuerung des Lichtes ist daher die angegebene Lage der Blende auf der Achse des Lichtkegels die gÜnstigste.
In der Zeichnung ist die Anordnung nach der Erfindung beispielsweise durch Fig. 1 in Seitenansicht, durch Fig. 2 in Draufsicht schematisch veranschaulicht. Fig. 3 und 4 zeigen ein Detail in vergrössertem Massstab und in zwei verschiedenen Schwingungs111gen.
Der Schwingungsträger 4, welcher der Einfachheit halber als Membran dargestellt ist, besteht z. B. aus der Sehwingspule des elektromagnetischen Antriebsystems einer Tonfilmapparatur. Die Optik 1 erzeugt das konvergierende Strahlenbündel 3, dessen Brennpunkt bei 2 hinter dem Spalt 6 der am Schwingungsträger 4 befestigten Blende 5 liegt. Vor dem Film 8 befindet sich eine zweite, feststehende, mit Schlitz 9 versehene Blende 7 sowie eine zur Strahlenkonzentration dienende Optik 10.
Die Optik 1 besteht mit Rücksicht auf die Spaltform der Blende 5 zweckmässig aus einer Zylinderlinse, die als Strahlenbündel ein Liehtprisma erzeugt. In den Fig. 1, 3 und 4 ist die Höhe des Schlitzes 9 der Sehlitzblende 7 im Vergleich mit seiner Breite (Fig. 2) im Interesse erhöhter Deutlichkeit grösser gewählt, als dies im Falle der Ausführung zweckmässig ist. Die Optik 10, die zur Fortleitung des Spaltbildes der Blende 5 dient, wird ebenfalls zweckmässig als Zylinderlinse ausgebildet, sie kann jedoch gegebenenfalls auch entfallen.
Die Wirkungsweise der Anordnung ergibt sich hienach wie folgt : Führt die mit dem Schwin-
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den Spalt 6 der Blende gerichteten, aus der Optik 1 austretenden Lichtprismas 3 aus, so ist die durch den Spalt 6 tretende Lichtmenge je nach seiner Entfernung vom Brennpunkt : 2 bzw. der diesem entsprechenden Brennlinie verschieden gross und der hinter dem Schlitz 9 der Blende 7 liegende Teil des Films 8 erfährt eine von den Schwingungen der Membran abhängige, in der Stärke variierende Belichtung.
Wird nun erfindungsgemäss die Blende 5 in bezug auf die Spitze des Liehtprismas 2 so angeordnet, dass ihre Ebene dann durch diese Spitze verläuft, wenn die Membran ihre grösste Ausschwingung zum Brennpunkt hin macht, so tritt, wie Fig. 3 erkennen lässt, in diesem Moment eine maximale Lichtmenge durch die Blendenöffnung. Bei der grössten Ausschwingung nach der entgegengesetzten Seite wird dagegen, wie Fig. 4 zeigt, eine minimale Lichtmenge vom Spalt durchgelassen, weil nur die von der Mitte der Optik kommenden Strahlen den Spalt passieren können. Jeder Stellung der Blende 5 beiderseits ihrer Ruhelage entspricht somit eine verschiedene Intensität der Belichtung des hinter der Blende 7 vorüberlaufenden Films 8 oder Phonogrammträgers.
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An der Wirkung der Anordnung ändert sich nichts, wenn die Schwingungen der Blende 5 inner- halb der Spitze des vom Brennpunkt 2 ausgehenden, gegen den Film gerichteten Liehtprismas statt- finden, wobei die Lage der Blende in bezug auf den Brennpunkt ebenfalls erfindungsgemäss so zu wählen ist, dass ihre Ebene bei grösster Ausschwingung nach der Seite der Lichtquelle durch den Brennpunkt geht.
Da die in den beiden Extremlagen der Blende 5 durch den Spalt 6 tretende Lichtmenge zwischen um so weiteren Grenzen schwankt, je steiler die Seiten des Liehtprismas gegen den Brennpunkt verlaufen, ist es zweckmässig, eine Optik mit möglichst kurzer Brennweite zu verwenden.
Gegebenenfalls kann die Membran selbst als Blende ausgebildet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur photographischen Aufzeichnung von Schwingungen unter Verwendung einer mit dem schwingenden System verbundenen Blende, die in oder annähernd in der Achsenrichtung des
Lichtkegels eines optischen Systems schwingt, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende in einer solchen
Lage zum Brennpunkt des Liehtkegels angeordnet ist, dass ihre Ebene bei maximaler Ausschwingung durch den Brennpunkt geht.
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