AT133885B - Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten.

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  Verfahren zur Herstellung von anorganischen Farbpigmenten. 



   Es ist bekannt, dass man aus   Zinkoxyd durch Glühen   mit Kobaltverbindungen ein prächtiges grünes Farbpigment, Rinmans Grün, erhält. Nach den Untersuchungen von 1. A. Hedvall (Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 1915, Band 92, Seite 201) handelt es sich um eine feste Lösung von hexagonalem   ZnO   und regulärem CoO, aus der eine   isodimorphe Mischkristallreihe   entsteht. Es ist ferner bekannt, dass man in ähnlicher Weise auch andere Metalloxyde mit CoO vereinigen kann, sofern chemischer Bautypus und Gitterähnlichkeit dies zulassen. So wurde z. B. ein rosaroter Mischkristall vom Typus MgO. CoO hergestellt (Zeitschrift für anorganische Chemie, 1914, Band 86, Seite 296).

   Aus MnO oder   NiO   einerseits und CoO anderseits erhält man Mischkristalle, deren Farbe sieh von Gelbgrün über Grünbraun nach Rot verschiebt (Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie, 1915, Band 92, Seite 381). 



   Es wurde nun gefunden, dass sich neuartige Pigmente erzeugen lassen, wenn man in dem dem Rinmans Grün zugrunde   Hegenden Molekülverband   das Zinkoxyd beibehält, dafür aber das Kobaltoxyd ganz oder teilweise durch andere geeignete Metalloxyde vom gleichen Bautypus bzw. entsprechender   Gitterähnlichkeit   ersetzt. Für die Bildung solcher neuartiger Pigmente kommen in erster Linie die Elemente der isomorphen Reihe II (Nernst, Theoretische Chemie,   11.-15.   Auflage, 1926, Seite 82) : Cd, Mg, Fe, Mn, Co, Ni, Be,   Ru,   Os, Pd, Ir, Cu, Ca (Re, Ma), in Frage. Besonders geeignet sind, wie wir fanden, ausser Kobalt die Elemente Mn, Cd, Mg, Fe.

   Man erhält auf dieseWeise Pigmente mit den gleichen guten Eigenschaften wie sie Rinmans Grün aufweist, die aber in der Farbe von derjenigen des Rinmans Grün wesentlich abweichen. So erhält man z. B. durch Ersatz des CoO durch MnO ein prächtiges, feuriges Rot. 



  Ferrooxyd an Stelle von CoO gibt eine Reihe von olivfarbenen Tönen. Ersetzt man CoO durch CdO, so erhält man grüngelbe Pigmente, während   ZnO   mit   MgO   Weisspigmente liefert. 



   Besonders vorteilhaft gestaltet sich die thermische Vereinigung der Oxyde, wenn man nicht von den Oxyden selbst, sondern von geeigneten Verbindungen der betreffenden Metalle ausgeht und diese durch thermische Dissoziation während der Umsetzung in Oxyde überführt. Wir fanden, dass Sulfate wegen ihrer hohen Zersetzungstemperatur hiefür besonders geeignet sind. Reaktionsdauer und Temperatur lassen sich herabsetzen, wenn man in bekannter Weise   Schmelzzusätze   oder Mineralisatoren (z. B. KCI,   Na2S04 usw.)   verwendet. Die Reaktionen erfolgen im allgemeinen bei Temperaturen zwischen 800 bis 1100  C. Höhere Temperaturen erweisen sich als überflüssig, sofern man die Substanzen lange genug auf die angegebenen Temperaturen erhitzt. Wesentlich ist, dass hiebei das dem Zinkoxyd zuzusetzende Metall in der Oxydationsstufe MeO vorliegt.

   Bei Metallen von höheren Oxadationsstufen muss infolgedessen der Glühprozess in einer solchen reduzierenden Atmosphäre vorgenommen werden, dass die MeOStufe weder unter-noch überschritten wird. 



   Beispiele : 
 EMI1.1 
 

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 EMI2.1 


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