AT133896B - Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen aus Salzen der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) und Pyrazolonderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen aus Salzen der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) und Pyrazolonderivaten.

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AT133896B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen aus Salzen der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) und Pyrazolonderivaten. 



   Verbindungen der freien 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) mit alkylierten Pyrazolonderivaten sind bereits mehrfach hergestellt worden (s. z. B. deutsche Patentschrift Nr.   418 496   und brit. Patentschrift Nr. 10443 ex 1912). Verbindungen solcher Art haftet in therapeutischer Hinsicht der   gleiche Nach-   teil an wie der reinen   2-Phenylchinolincarbonsäure- (4). Zur   Herstellung   löslicher   Verbindungen wurde auch vorgeschlagen, auf Pyrazolonderivate aromatische Säuren und   ausgesprochene   Basen oder beide, miteinander als Salze verbunden, einwirken zu lassen (s. deutsche   Patentschrift Nr. 462148).

   Verbindungen   dieser Art wurden beispielsweise durch Einwirkung von   Dialkylaminodimethylphenylpyraxolon   auf beispielsweise Benzoesäure, Salicylsäure, Coffeinosalicylsäure in Gegenwart von Alkalien   (Lithium,   Natrium) oder von Hexamethylentetramin bzw.   2-phenylehinolin-4-earbonsaurem   Natrium erhalten. 



  Durch die Anwesenheit der ausgesprochenen Base wurde bei diesen Verbindungen zwar die   Wirkung   der freien Säure ausgeschaltet, an deren Stelle aber ein aromatischer Säurerest eingeführt, der wohl bei akuten Rheumatismen eine   spezifische Wirkung auszuüben vermag, bei andern,   insbesondere fieberhaften Erkrankungen jedoch versagt und dem eine Reihe unangenehmer Nebenerscheinungen anhaftet, namentlich die bei Anwendung von Benzoesäure, Salieylsäure, deren Salzen und Estern auftretenden, durch Ätzwirkung hervorgerufenen Sensationen des Magens. 
 EMI1.1 
 darin besteht, dass die vorerwähnten Verbindungen in einer den Molekularverhältnissen   l : l bis l   : 4 entsprechenden Menge bis zur   Erreichung   der vollständig klaren Schmelze in Gegenwart geringer Mengen Wasser erhitzt werden. 



   Beim Abkühlen der Schmelze tritt mitunter keine   vollkommene Erstarrung   des Reaktionsproduktes ein. Dieser Übelstand kann in der Weise behoben werden, dass das warme Reaktionsprodukt vorerst einer allmählichen Abkühlung innerhalb eines   5-50  unterhalb   des   Erstarrungspunktes     der Molekül-   verbindung liegenden Temperaturbereiehes unterworfen wird. 



   Bei den nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Molekülverbindungen werden - wie die praktische   Erfahrung   am Menschen gezeigt hat-einerseits die entzündungshemmende Wirkung der Salze, insbesondere des Caleiumsalzes, der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4), anderseits die antipyretisehe Wirkung des alkylierten Pyrazolonderivates im Sinne von B ü r g i wesentlich potenziert. Die Abwesenheit einer aromatischen Säurekomponente bietet bei diesen Molekülverbindungen einen wertvollen therapeutischen Vorteil. 



   In der nachfolgenden Tabelle sind einige der nach vorliegendem Verfahren   erhältlichen Molekül-   
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
<tb> 
<tb> Molekülverbindung <SEP> F <SEP> E
<tb> NaC16H10O2N.C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 110  <SEP> 80 
<tb> NaC16H10O2N.2C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 110  <SEP> 75 
<tb> LiC16H10O2N.C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 140  <SEP> 90 
<tb> LiCiJlMOsN. <SEP> 2Ci3Hi, <SEP> ON3 <SEP> .......................... <SEP> 120  <SEP> 70 
<tb> Ca(C16H10O2N)2.2C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 116  <SEP> 80 
<tb> Ca(C16H10O2N)2.4C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 110  <SEP> 70 
<tb> Sr(C16H10O2N)2.2C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 140  <SEP> 95 
<tb> Sr(C16H10O2N)2.4C13H17ON3 <SEP> ..........................

   <SEP> 125  <SEP> 80 
<tb> Mg(C16H10O2N)2.2C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 130  <SEP> 95 
<tb> Mg(C16H10O2N)2.4C13H17ON3 <SEP> .......................... <SEP> 120 <SEP> 65 
<tb> NaC16H10O2N.C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 120  <SEP> 75 
<tb> NaC16H10O2N.2C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 115  <SEP> 65 
<tb> LiC1OH1OO2N, <SEP> C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 130  <SEP> 80 
<tb> LiC16H10O2N.2C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 125  <SEP> 70 
<tb> Ca(C16H10O2N)2.2C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 150  <SEP> 100 
<tb> Ca(C16H10O2N)2.4C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 130  <SEP> 90 
<tb> Sr(C16H10O2N)2.2C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 185  <SEP> 115 
<tb> Sr(C16H10O2N)2.4C11H12ON2 <SEP> ..........................

   <SEP> 120  <SEP> 80 
<tb> Mg(C16H10O2N)2.4C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 135  <SEP> 95 
<tb> Mg(C16H10O2N)2.4C11H12ON2 <SEP> .......................... <SEP> 125  <SEP> 75 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 je 10-15 Minuten durchgerührt. Der Reaktionsprozess ist beendet, wenn eine vollkommen klare Schmelze vorliegt, in der weder unveränderte Teilchen der Reaktionskomponenten sichtbar sind, noch das Aufsteigen von   Wasserdampfbläschen wahrnehmbar   ist. Dieser Zustand wird bei Anwendung der erwähnten Mengen in   2-212   Stunden erreicht. Man lässt die Schmelze sodann erkalten und pulverisiert sie in üblicher Weise. 



   Die nach   vorliegendem Verfahren hergestellten Molekülverbindungen   zeigen gegenüber den Ausgangsstoffen ein völlig verändertes Verhalten. 



   Während nämlich die Erdalkalisalze und das Magnesiumsalz der   2-Phenylehinolinearbonsäure- (4)   in Wasser wenig oder unlöslich sind, erweisen sich die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Molekülverbindungen als ausserordentlich leicht   löslich   in Wasser. Die aus dem Natrium-und Lithiumsalz der   2-Phenylchinolincarbonsäure- (4)   und den erwähnten Pyrazolonderivaten hergestellten Verbindungen bilden mit kaltem oder heissem Wasser in jedem Verhältnisse beständige Lösungen ; die aus dem Calcium-, Strontium-oder Magnesiumsalz der   2-Phenylchinolincarbonsäure- (4)   gewonnenen Molekülverbindungen sind in Wasser zu   1'5-6% löslich.   



   Besonders bemerkenswert ist das Verhalten der Molekülverbindungen gegenüber verdünnter Salzsäure. Durch Salzsäure werden die Salze der   2-Phenylchinolinearbonsäure- (4) leicht   zersetzt, wobei die freie, in Wasser nahezu unlösliche Säure ausgeschieden wird. Die Molekülverbindungen sind jedoch gegenüber Salzsäure ziemlich widerstandsfähig ; die wässerigen Lösungen der aus 1 Mol. Natrium-bzw. 
 EMI2.2 
 ebenso wie die aus 1 Mol.

   Caleium-, Strontium-oder Magnesiumsalz der   1-Phenylchinolincarbonsäure- (4)   und 4 Mol. der erwähnten Pyrazolonderivate hergestellten Molekülverbindungen werden durch   n/10-Salz-   säure, auch in   grossem Übersehusse   hinzugefügt, nicht gefällt und bilden klare, stabile Lösungen ; die nach andern Molekularverhältnissen hergestellten Molekülverbindungen zersetzen sich bei dieser Behandlung ganz langsam, nach längerem Stehen. 



   Grosse Haltbarkeit zeigen die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Molekülverbindungen beim Auflösen derselben in genuinem Magensaft. Die beschriebenen Eigenschaften bleiben auch erhalten, wenn eine der Reaktionskomponenten in einem nicht zu grossen Überschusse zur Anwendung gelangt. 



   Die Molekülverbindungen werden als Heilmittel verwendet und haben sieh besonders bei echter Gicht mit entzündlichen Gelenkserscheinungen, bei uratischer Diathese, bei chronischen Gelenksaffektionen bzw. chronischem Arthritismus bei drei bis   viermaligen   Gaben per os von   0'5 bis 0'6 g   pro Tag bewährt. In einzelnen Fällen hat sich die subkutane bzw. intramuskulare Injektion der sterilen Lösung des Natronsalzes der vorbeschriebenen Verbindungen als sehr günstig erwiesen. In besonderen Fällen können die Molekülverbindungen auch als Salben oder in Form von Supositorien zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen der Natrium-, Lithium-, Calcium-, Strontiumoder Magnesiumsalze der 2- Phenylcmnolincarbonsäure- (4) und des 1- Phenyl-2. 3-dimethyl-4-dimethylamino- pyrazolons- (5) bzw. des 1-Phenyl-2. 3-dimethylpyrazolons- (5), dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten in einer den Molekularverhältnissen 1 : 1 bis 1 : 4 entsprechenden Menge bis zur Erreichung einer klaren Schmelze in Gegenwart geringer Mengen Wasser erhitzt und hierauf die erhaltenen Reaktionsprodukte erkalten gelassen werden.
AT133896D 1929-11-14 1930-05-26 Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen aus Salzen der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) und Pyrazolonderivaten. AT133896B (de)

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AT133896D AT133896B (de) 1929-11-14 1930-05-26 Verfahren zur Herstellung von Molekülverbindungen aus Salzen der 2-Phenylchinolincarbonsäure-(4) und Pyrazolonderivaten.

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