AT135005B - Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukmassen.

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AT135005B
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Rudolf Heinrich Koppel
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Rudolf Heinrich Koppel
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukmassen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung poröser   Kautschukmassen.   sogenannten Zellenkautschuk. Derartige poröse Kautschukmassen werden durch Zusatz eines Treibmittels zu der Rohgummimischung hergestellt. Als solche Treibmittel finden bisher neben vielen andern beispielsweise wässerige Ammoniaklösung oder festes Ammoniumbikarbonat Verwendung. Diese wie alle andern bisher bekannten Treibmittel besitzen jedoch Nachteile, insbesondere weil sie schädigend auf die Haltbarkeit und Lebensdauer der damit hergestellten Erzeugnisse einwirken. 



     Erfindungsgemäss   erfolgt die Herstellung derartiger poröser Kautschukmassen unter Verwendung eines Stoffes als Treibmittel, der sich als besonders vorteilhaft für diesen Zweck erwiesen hat, weil er eine   vorzügliche,   dabei aber eine ganz gleichmässige Treibwirkung ohne jede   schädliche   Beeinflussung des herzustellenden Zellenkautschukkörpers besitzt und damit ein Produkt ergibt, das in jeder Beziehung den unter Benutzung der bekannten Treibmittel hergestellten überlegen ist. Es hat sich gezeigt, dass eine solche besonders vorteilhafte Wirkung. in erster Linie eine sehr gleichmässige Zellenbildung, erzielt wird, wenn als Treibmittel Harnstoff verwendet wird.

   Dieses Agens wird den in bekannter Weise zusammengesetzten Rohgummimischungen auf der Mischwalze zugesetzt und die so hergestellte Mischung in freier Luft oder in nicht luftdicht abgeschlossenen   Vulkanisationsformen, welclie durch   die Mischung nicht vollständig, bzw. nur zum Teil ausgefüllt werden, vulkanisiert. Hiebei bläht sich das Material auf und man erhält einen vollkommen gleichmässigen Zellenkautschuk, insbesondere wenn man ohne Gegendruck im Vulkanisierkanal oder Vulkanisierraum arbeitet. Die Mischung nimmt bei der Vulkanisation erheblich an Volumen zu und erfüllt schliesslich den ganzen Raum der Form.

   Die Zellengrösse im Vulkanisat lässt sich durch die Menge des zugesetzten Harnstoffes, durch die Begrenzung des Volumens, das die Mischung ausfüllen kann, und durch Variation der Vulkanisationsbedingungen, nämlich der Vulkanisationstemperatur und-dauer, regulieren. Die zuzusetzende Menge an Harnstoff variiert also. Ein vorzüglicher Zellenkautschuk von normaler Porengrösse lässt sich beispielsweise durch einen Zusatz von 15 bis 200/0 Harnstoff zu der Rohgummimischung, welche ausser Rohkautschuk und Schwefel die   üblichen   Zusätze organischer und anorganischer Natur in den   zweckmässigen   Mengen enthält, erzielen. 



  Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des neuen Verfahrens in Anwendung auf die Herstellung einer Kautschukmasse von relativ hoher Porengrösse gegeben. Man mischt auf der Walze : 
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  Man füllt die Form nur bis zu zwei Dritteln mit dieser Masse an, stellt sie in ein Luftbad und erhöht innerhalb von etwa 45 Minuten die Temperatur langsam auf   zirka 1220 C.   Bei dieser Temperatur verbleibt das Material weitere 45 Minuten, worauf man es erkalten lässt. Der fertige Zellengummi lässt sich nunmehr leicht aus der Form   herausheben   und bildet an der Formgrenze eine Haut. Durch Verringerung der zugesetzten   Harnstoffmeugen   und zweckmässig gleichzeitige Erhöhung der Vulkanisationstemperatur lässt sich die Porengrösse des Vulkanisats 

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 verkleinern, was die Anwendung des neuen Verfahrens auch für die Herstellung von mikroporösen Kautschukmassen, wie sie beispielsweise als Radiergummi Verwendung finden, ermöglicht.

   Die in entsprechender Weise ebenfalls unter Verwendung von Harnstoff als Treibmittel hergestellten mikroporösen Fabrikate haben gegenüber den bekannten Radiergummifabrikaten den Vorteil, dass sie eines wesentlich geringeren Zusatzes an geschwefelte Ölen (Faktis) bedürfen, um sie weich und anlegefähig an die zu radierende Fläche zu machen und daher den Fehler der bisher bekannten Radiergummifabrikate nicht besitzen, welcher in der durch den hohen Faktisgehalt bedingten Klebrigkeit und Alterungsneigung besteht. Als Beispiel für die Herstellung solcher mikroporöser Kautschukmassen nach   dem grundsätzlichen   
 EMI2.1 
 Volumens von der Mischung ausgefüllt werden und führt dann die Vulkanisation in etwa 50 Minuten ohne Anstieg bei etwa   143    C durch.

   Das erzeugte Produkt besitzt eine mikroporöse Struktur und kann nach Erkalten aus der Form als fertiger Radiergummi herausgehoben werden. Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Beispiele beschränkt, sondern umfasst auch alle Variationen, die möglich sind, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukmassen, dadurch gekennzeichnet, dass einer Kautschukrohmischung als Treibmittel Harnstoff zugesetzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Rohgummimischungen üblicher Zusammensetzungen Harnstoff in Mengen von 15 bis 200 ! o zugesetzt und die Mischung an freier Luft oder in nicht luftdicht abgeschlossenen Formen bei etwa 122 C ungefähr 45 Minuten lang vulkanisiert wird.
    3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herstellung von mikroporösen Kautschukmassen, dadurch gekennzeichnet, dass einer Rohgummimischung Harnstoff in Mengen von 7 bis lO/o zugesetzt wird und die Vulkanisation etwa 45 Minuten lang ohne Anstieg bei einer Temperatur von etwa 1430 C erfolgt.
AT135005D 1931-07-15 1932-05-20 Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukmassen. AT135005B (de)

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