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Motorische Antriebsvorrichtullg für Absperrorgane.
Von einer Antriebsvorrichtung für Absperrorgane und ähnliche hin-und hergehende Einrichtungen wird neben geeigneter Geschwindigkeitsübersetzung vom Antriebsmotor zum Absperrorgan auch eine sichere Durchleitung des zur Betätigung erforderlichen Drehmomentes verlangt. Das Absperrorgan soll mit einer bestimmten, leicht einstellbaren Pressung geschlossen, aber nicht überbeansprucht werden.
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unschädlich aufgefangen werden. Bei Kupplung von Motor-und Handantrieb soll bei Betätigung des letzteren der erstere einfach abgeschaltet werden können. Die ganze Antriebsvorrichtung soll möglichst gedrängt angeordnet sein.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Vermeidung der Überlastung von Ventilantrieben Klinkenkupplungen einzubauen. Ein anderer Vorschlag bezieht sich auf den Einbau einer Reibungskupplung, wobei die als Widerhalt dienende Planetenradscheibe durch eine zweite Vorrichtung entkuppelt werden kann. Die bekannten Einrichtungen haben jedoch eine Reihe von baulichen und betrieblichen Nachteilen.
Sobald der Auslösedruck einer Klinke erreicht ist, schaltet dieselbe ab ; das ganze Antriebssystem verliert seine Eigenfederung, wobei der Dichtungsdruck am Ventilsitz aufgehoben oder zumindest stark herabgesetzt wird. Undichtheiten und Strahlverschleisserscheinungen sind die zwangsläufige Folge. Klinkenkupplungen sind auch nicht feinfühlig einstellbar : sie sind der Abnutzung unterworfen, in hohem Masse vom Verschmutzungsgrad abhängig und schwer von Hand ausschaltbar. Die Wiederinbetriebnahme ausgelöster Klinken setzt umständliches Wiedereinrücken voraus. Endlich ergibt die Klinkensteuerung auch eine sperrige Bauform des Antriebsorgans.
Letzterer Übelstand tritt bei der genannten zweiten Einrichtung in erhöhtem Masse auf, da die Aufgaben der Überdrueksicherung und der Ausrückbarkeit des Widerhaltes von zwei verschiedenen Organen übernommen werden.
Die Erfindung betrifft eine motorische Antriebsvorrichtung für Absperrorgane mit Umlaufrädergetriebe und einer eine Überlastung der Vorrichtung verhindernden Kupplung im Getriebe und besteht darin, dass die Kupplung aus einer einstellbaren Bandbremse oder einer ähnlichen dauernd wirkenden Bremseinrichtung besteht, die eine als Gegenlager für das rmlaufrädergetriebe dienende Scheibe festhält. Zweckmässigerweise steuert die als Gegenlager dienende Scheibe hiebei die Endsehalter des Antriebsmotors.
Gemäss der Erfindung wird eine zuverlässige Sicherung gegen Überbeanspruchung dadurch erzielt. dass das Bremsmoment der Bremseinrichtung grösser eingestellt wird. als dem zum Antrieb des Absperrorgans erforderlichen Drehmomente entspricht, aber kleiner als ein dem Ganzen gefährliches Drehmoment. Die lebendige Wucht des Motors wird vom Augenblick des Ventilschlusses an unschädlich unter dem Bremsband vernichtet und nicht etwa schlagartig im Gestänge abgestoppt. Des weiteren ergibt die Erfindung, zum Unterschied von bekannten Einrichtungen, eine Gewäh für unbedingt dichten Abschluss.
Die im Augenblick der Erreichung des höchsten zulässigen Sitzdruckes im ganzen Gestänge herrschende Torsionsspannung oder Druckspannung wird auch während und nach dem Gleiten der Bremsscheibe unter dem Bremsband voll aufrechterhalten, da das Reibungsmoment nach wie vor übertragen wird. Ein Zurückfedern der Antriebsteile und eine Aufhebung des vorher eingestellten Diehtungsdruekes wird infolgedessen sicher vermieden. Der Gegenstand der Erfindung gewährleistet auch eine feinfühlige
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Einstellung des Reibungsmomentes. Ausserdem ist die jeweilige Bandspannung leicht messbar. Durch Hochrichten eines Handknebels kann die Bandspannung an der erforderlichen Kraft abgeschätzt werden.
Da das Bremsband dauernd auf der Trommel gleitet ist eine Verschmutzung der Reibflächen und damit Beeinflussung der Reibungsverhältnisse weitgehendst vermieden. Die geringe Abnutzung des Bremsbandes ist in einfachster Weise zu kompensieren. Mit einem Handgriff kann die Bandbremse so weit gelockert werden, dass das Absperrorgan von Hand geschlossen werden kann. ohne das ganze Getriebe samt Motor mitdrehen zu müssen. Nach Auslösen des Schalters bei Überlastung kann die Wiederinbetriebnahme ohne besondere Vorkehrungen, wie Einrücken von Klinken u. dgl., erfolgen. Schliesslich ergibt sich die Möglichkeit einer gedrängten Bauart der ganzen Antriebsvorrichtung, so dass sich in engem Raum mühelos grosse Übersetzungsverhältnisse unterbringen lassen.
Ein Ausführungsbeispiel ist auf der Zeichnung dargestellt. Der elektrische Antriebsmotor ist dabei direkt mit der Schnecke oder dem Ritzel a gekuppelt, die mit dem Schnecken-oder Zahnrad b in Eingriff steht. Im Rad b ist mindestens eine Welle c drehbar gelagert, auf der die Zahnräder e und f aufgekeilt sind. Das Zahnrad e greift in den Zahnkranz g, der mit der Antriebsmutter A fest verbunden, z. B. verkeilt ist. Das obere Zahnrad f greift in ein Zahnrad k ein, das lose auf der Mutter 7t sitzt und mit der Bremstrommel i fest verbunden ist. Die Bremstrommel i wird durch eine einstellbare und lösbare
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das Zahnrad g die Mutter A angetrieben und damit die Spindel der Absperrorgane od. dgl. bewegt.
Erreicht das Absperrorgan od. dgl. seine obere oder untere Endstellung, so bleibt der Zahnkranz g stehen und der obere Zahnkranz k bzw. die mit ihm fest verbundene Trommel i schleift nunmehr unter der entsprechend eingestellten Bandbremse. Durch Federn wird eine Scheibe m von oben gegen die Bremstrommel i gedrückt und infolgedessen bei der Drehung der letzteren reibungschlüssig mitgenommen.
Die Scheibe m besitzt eine Nase n od. dgl., die bei der Drehung nach der einen oder nach der andern Richtung einen der beiden Schalter o und p auslöst und damit den Antriebsmotor stillsetzt. An der Weiterdrehung während des Auslaufens des Motors wird die Scheibe an durch Anschläge verhindert, so dass Beschädigungen der Schalter sicher vermieden werden.
Die Einrichtung kann im Rahmen des Erfindungsgedankens auch anders ausgeführt werden.
Z. B. kann die Bandbremse durch eine Backenbremse oder sonstige einstellbare Bremsvorrichtung ersetzt und statt des schleifende Aussehalters m ein fester Anschlag an der Scheibe i vorgesehen werden. Die Bremsvorrichtung kann mit einer Einrichtung zur Messung und Anzeige des Bremsmomentes versehen sein. Auch kann die Einrichtung sinngemäss auf den Antrieb eines Absperrorgans mit nichtsteigender Spindel übertragen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Motorische Antiiebsvorrichtung für Absperrorgane mit Umlaufrädergetriebe und einer eine Überlastung der Vorrichtung verhindernden Kupplung im Getriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung aus einer einstellbaren Bandbremse oder einer ähnlichen dauernd wirkenden Bremseinriehtung besteht, die eine als Gegenlager für das Umlaufrädergetriebe dienende Scheibe festhält.