AT135856B - Verfahren zur Herstellung von Mischsalzen, die Ammon- und Nitratstickstoff nebeneinander enthalten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mischsalzen, die Ammon- und Nitratstickstoff nebeneinander enthalten.

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AT135856B AT135856DA AT135856B AT 135856 B AT135856 B AT 135856B AT 135856D A AT135856D A AT 135856DA AT 135856 B AT135856 B AT 135856B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung vou Mischsalzen, die Ammon-und Nitratstiekstoff nebeneinander enthalten.   



   Der Vorteil des Ammonnitrats als Diingerkomponente ist bekannt. Es enthält den für die   P lanze   unentbehrlichen Stickstoff in Form der rasch wirkenden Nitratkomponente und des für länger dauernde Einwirkung bestimmten Ammoniaks. Der Verwendung des Ammonnitrats ohne jegliche Beimischung, wie auch in Form von   Misrh- und   Volldüngern, steht die starke Wasseranziehung des Salzes entgegen. 



  Schon bei geringem Feuchtigkeitsgehalt der Luft beginnen die Gemische zu zerfliessen. Besonders störend ist die Eigenschaft des Ammonnitrats, in Mischung mit andern Salzen bei Anwesenheit geringer Mengen Feuchtigkeit Lösungen zu bilden, die bei Abgabe von Wasser bei   Temperatur- und Feuchtigkeitswerhsel   zu   ausserordentlichen Verhärtungen   der   Mischdünger   führen. 



   Man hat schon die verschiedensten Methoden für die   Überführung   von ammonnitrathaltigen Düngesalzgemischen in eine lager-und streufähige Form vorgeschlagen, ohne dass bisher wirklich befriedigende Ergebnisse erzielt werden konnten. Wesentlich für die Schaffung eines lager-und streufähigen Miseh-und Volldüngers mit Ammonnitratgehalt ist, dass bei der Herstellung desselben das   Ammonmtrat   eine besondere Einwirkung erfährt, die den Einfluss der Luftfeuchtigkeit in dem fertigen Düngergemisch möglichst aufhebt. Diese Einwirkung kann auf mehr oder weniger weitgehender chemischer Umsetzung des eingeführten Ammonnitrats beruhen. Sie kann aber auch durch im wesentlichen physikalische oder physikalisch-chemische Einflüsse bedingt sein.

   In diesem Falle ist dafür zu sorgen, dass durch Doppel-   salzbildung, Umhüllung   der einzelnen Ammonnitratteilchen durch andere Komponenten des fertigen
Gemisches, Vergesellschaftung der einzelnen Komponenten und andere Einflüsse die nachteilige Wirkung der Luftfeuchtigkeit auf das Ammonnitrat wesentlich herabgemindert oder praktisch ganz beseitigt wird. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur   Herstellung   von   Mischdüngern   unter Absättigung von Ammoniak mit sauer reagierenden anorganischen Stoffen, welches die Herstellung lager-und streufähiger   ammon-und nitratstickstoffhaltiger Mischdünger   gestattet. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass feste oder flüssige Lösungen von Ammonnitrat in Ammoniak verwendet werden, deren Absättigung mit den sauer reagierenden Stoffen in Gegenwart von festen Stoffen erfolgt. 



  Als sauer reagierende anorganische Stoffe kommen Säuren, saure Salze oder Säureanhydride in Betracht. 



  Die Absättigung kann gegebenenfalls in Gegenwart beschränkter   Wassermengen   erfolgen. 



   Als feste Stoffe können bei dieser Reaktion sowohl inerte Stoffe wie auch allgemein Salze Verwendung finden. Im letzteren Falle können sowohl Verbindungen hinzugegeben werden, bei denen eine Reaktion mit den übrigen Anteilen des   Reaktionsgemisches   nicht stattfindet, oder auch solche, bei denen eine Reaktion einzutreten vermag. Vornehmlich werden Stoffe verwandt, denen gleichfalls eine Düngewirkung zukommt. Dementsprechend findet die Reaktion beispielsweise in Gegenwart von   Kalisalzen   wie Kaliumnitrat,   Kaliumchlorid,   Kaliumsulfat sowie andern Kalisalzen statt. Es können aber auch bearbeitete oder unbearbeitete Phosphate sowie irgendwelche andere als Düngemittel bekannte Stoffe verwandt werden.

   Es können auch Gemische von inerten Stoffen und   Düngesalzen   verwandt werden. 

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  In einfacher Weise gelingt die Herstellung von   Misch-und Volldfingern   mit einem Gehalt von Ammonphosphat, wenn ammoniakalische Lösungen von Ammonnitrat mit Phosphorsäure in beliebigem Verhältnis gemischt werden. Hiebei lassen sieh   Mischdünger   herstellen, die auf die Einheit Phosphorsäure variable Mengen Ammoniak gebunden enthalten. Es können aber auch Mischungen von Ammonnitrat mit andern Ammonsalzen, gegebenenfalls auch in   Mischung   mit verschiedenen Ammonsalzen, erzeugt werden. So entstehen bei Zugabe der genannten Lösung zu   Schwefelsäure Mischdiinger mit Ammon-   nitrat-Ammonsulfat-Gehalt, während durch Zugabe zu einer Mischung von Schwefelsäure und Phosphorsäure Mischdünger mit einem Gehalt an Ammonsulfat, Ammonphosphat und Ammonnitrat gebildet werden.

   Bei Verwendung von saurem Kaliumsulfat entstehen   Mischdünger   mit einem Gehalt   von Ammon-   nitrat, Ammonsulfat und Kaliumsulfat. 



   Die Herstellung von   Misch- und Volldüngern   in Gegenwart von festen Stoffen hat folgende Vorteile. 



  Die Herstellung kann dabei in der Weise erfolgen, dass ein oder mehrere Bestandteile des fertigen   Gemische- !   in Gegenwart anderer Komponenten erzeugt werden. Hiebei kann gleichzeitig eine sofortige Umsetzung der neu gebildeten Komponenten mit weiteren Anteilen des Gemisches erfolgen. Es kann aber auch beispielsweise bei Hinzutritt von Luftfeuchtigkeit bei der Lagerung eine allmähliche Umsetzung von Bestandteilen des fertigen Gemisches stattfinden. Da bei den verwandten Verfahren Ammonsalze gebildet werden, bei deren Entstehung grosse Wärmemengen frei werden, so wird durch Anwesenheit von festen Stoffen für eine gute   Verteilung der plötzlich   frei werdenden Reaktionswärme gesorgt. Da als feste Körper vornehmlich solche in grobkörniger Form gewählt werden, deren Schmelz-und Erweichungspunkt 
 EMI2.1 
 wärme unbeeinflusst.

   Infolgedessen können sie als Anlagerungszentren für die neu gebildeten Verbindungen wirken. Es findet eine innige Vergesellschaftung der einzelnen Anteile des   Misch-und Volldiingers statt,   so dass die gunstigsten Voraussetzungen für die Schaffung einer grobkörnigen Form des fertigen Produktes gegeben sind, die gleichzeitig eine hervorragende   Lager-und Streufähigkeit   aufweist. 



   Es hat sich als besonders zweckmässig gezeigt, während oder unmittelbar nach der Reaktion über die Masse einen kräftigen, die Temperatur der Masse regelnden Strom zu leiten, der im wesentlichen aus gasförmigem Ammoniak besteht. Wird bei der Herstellung der Mischdünger unter Verwendung einer ammoniakalischen Lösung von Ammonnitrat während oder unmittelbar nach der Reaktion ein kräftiger Strom von Ammoniak über die Masse geleitet, so wird das vorhandene Wasser praktisch vollständig verdampft, ohne dass das Endprodukt einen geringeren Gehalt an Ammoniak aufweist. Der verwandte Ammoniakstrom braucht dabei keineswegs wasserfrei zu sein, sondern kann verhältnismässig   ; grosse,   unter dem   Sättigungspunkt liegende Mengen an   Wasser enthalten.

   Von besonderem Vorteil ist das Verfahren bei der Herstellung von Mischdüngern und Volldüngern, die Ammonverbindungen   enthalten,   
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 Ammonsalzen nach dem Sättigerverfahren verwandt, wobei ein Wassergehalt des eingeführten Ammoniaks praktisch keine Nachteile bringt. Bei der Herstellung von Misch-und Volldüngern nach dem vorliegenden Verfahren kann auch überschüssiges Ammoniak in flüssiger Form verwandt werden. Die   Verwendung   des überschüssigen Ammoniaks in flüssiger Form hat den besonderen Vorteil, dass grosse Wärmemengen durch die Verdunstung des Ammoniaks gebunden werden. 



   Bei der beschriebenen Arbeitsweise unter Verwendung einer festen oder flüssigen Lösung von Ammonnitrat in Ammoniak werden die Ammoniakadditionsprodukte des Ammonnitrats in wasserhaltiger oder wasserfreier Form mit wasserhaltigen oder wasserfreien Säuren, Säureanhydriden oder sauren Salzen vereinigt. Durch die lebhafte Erwärmung bei der Vereinigung des Ammoniaks mit den sauren 
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 Infolge der Anwesenheit der festen Körper findet eine Ausscheidung des Ammonnitrats in solcher Form statt, die in bezug auf   Lager- und Streufähigkeit praktisch   keinen Nachteil aufweist. Die erhaltenen Produkte können zur Entfernung der restlichen Anteile des Wassers einer   Nachtrocknuns ; unterzogen   werden. 



   Die nachstehend aufgeführten Beispiele zeigen eine Reihe von Mischdüngern, die nach dem ge-   st'hi1derten Verfahren   hergestellt sind. 



   1. Man absorbiert durch   36'2 leg   Ammonnitrat zirka   6 kg   Ammoniak und lässt das entstandene 
 EMI2.4 
 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> 32#7% <SEP> KCI
<tb> 8#5% <SEP> (NH4)2HPO4
<tb> 17#4% <SEP> (NH4)H2PO4
<tb> 32#4% <SEP> NH4NO3
<tb> 9#0% <SEP> H2O
<tb> 100#0%.
<tb> 
 

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 Die Nährstoffe sind :   14#9% N, 14#9% P2O5, 20#2% K2O.   Das   überschüssige   Ammoniak wird zwecks Darstellung von Ammonsulfat in Schwefelsäure geleitet. Das Wasser kann durch Trocknen in bekannten Apparaturen ganz oder teilweise entfernt werden. 



   2. Man lagert unter guter Kühlung zirka 6 leg Ammoniak an   24'6 kg Ammonnitrat   und gibt den entstandenen Kristallbrei zu einer Mischung von   16#25 kg 85%iger Phosphorsäure   mit   53#6 kg Kali-   salpeter ; die   99#2 kg   des entstandenen Salzgemisches haben folgende Zusammensetzung : 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 54#0% <SEP> KNO3
<tb> 18#7% <SEP> (NH4)2HPO4
<tb> 24-8% <SEP> NH, <SEP> NO,
<tb> 2#5% <SEP> H2O
<tb> dz
<tb> 
 
 EMI3.2 
 Ammoniak dient zur Darstellung von Ammonnitrat aus Salpetersäure und Ammoniak. 



   3. Unter dauernder Bewegung mischt man in einem geeigneten Rührwerk   31-6kg Diammon-   
 EMI3.3 
 folgender Zusammensetzung : 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> 28#1% <SEP> KCl
<tb> 33#0% <SEP> (NH4)2HPO4
<tb> 12#7% <SEP> (NH4)2SO4
<tb> 23-10/'0 <SEP> NH4N0,
<tb> 3 <SEP> 1% <SEP> H20
<tb> 100#0%
<tb> 
 
 EMI3.5 
 wird auf Ammoniakwasser verarbeitet, indem man es in Wasser leitet. 



   4. In 100 kg Ammonnitrat absorbiert man   25 leg   wasserfreies Ammoniak. Die Mischung gibt 
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 gabe erfolgt unter ständigem Rühren. Durch die auftretende Reaktionswärme verdunstet das in den Prozess eingebrachte Wasser. Es werden sofort 300 kg eines lufttrockenen Gemisches von AmmonnitratAmmonsulfat erhalten, in dem   100 leg Ton   in inniger Mischung vorliegen. 



   5. Man lässt auf 99 kg 75gewichtsprozentige Schwefelsäure eine Auflösung von 100 kg Ammonnitrat in   40 leg   Ammoniak einwirken, die vorher mit   18#5 kg Stückgips vermischt   wurde. Es entstehen nach der Trennung 222 kg eines gut streufähigen Ammonsulfatsalpeters von der Zusammensetzung : 
 EMI3.7 
 
<tb> 
<tb> 45% <SEP> NH4NH3
<tb> 45% <SEP> (NH4) <SEP> 2S04
<tb> 10% <SEP> Ca, <SEP> SO, <SEP> t. <SEP> 2aq
<tb> 
 und etwa 25% N2. Das   überschüssige   NH3 dient zur erneuten Lösung von Ammonnitrat. 



   6. Man mischt 24 kg Tonerde von Mehlfeinheit mit 132 kg einer Lösung, bestehend aus 88 kg Ammonnitrat und 44 leg Ammoniak. Zu dieser Mischung gibt man unter Riihren   allmählich     78#4 kg 85%iger   Phosphorsäure. Es werden 209 kg eines gleiche Mengen = 23% N2 und P2O5 enthaltenden Mischdüngers erhalten von der Zusammensetzung : 
 EMI3.8 
 
<tb> 
<tb> 42#1% <SEP> NH4NO3
<tb> 42'1 <SEP> % <SEP> (NH4) <SEP> 2HP04
<tb> Tonerde
<tb> 4-3% <SEP> Wasser
<tb> 100'0%.
<tb> 
 



  Das nicht umgesetzte NH3 wird auf Ammoniakwasser verarbeitet. 



   7. Auf 75 kg festes Ammonnitrat lässt man bei etwa   8-10  so   lange Ammoniakgas einwirken, bis die Lösung   25 lcg NII,   aufgenommen hat, und rührt dann 172 kg festes Ammonsulfat sowie 36 leg Kieselgur, feingemahlen, zu. Unter guter Bewegung werden alsdann   70#6   kg 75% ige Phosphorsäure in langsamem Strom eingetragen, wobei das   überschüssige   Ammoniak und ein Teil des mit der Säure eingebrachten 
 EMI3.9 
 
 EMI3.10 
 
<tb> 
<tb> 20-4% <SEP> NH4NO3
<tb> 19#1% <SEP> (NH4)2HPO4
<tb> 46#9% <SEP> (NH4) <SEP> 2S04
<tb> 9-8% <SEP> Kieselgur
<tb> 3#8% <SEP> H2O
<tb> 100"0%.
<tb> 
 Das   überschüssige   NH3 dient zur Darstellung von Ammonsulfat.

   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
   wird die Ammonnitratlosung in Mischung   mit Stoffen angewandt, denen gleichfalls   Dungewirkung zu-   kommt. So werden beispielsweise benutzt   Kalisalze, Phosphate, stickstoffhaltige Sake oder andere in   dieser Richtung wirkende Stoffe. Die Herstellung derartiger Mischungen fester Stoffe mit ammoniakalischen Lösungen von Ammonnitrat kann erfolgen, indem der fertigen Lösung feste Stoffe   beigemischt   
 EMI4.2 
 von Ammonnitrat mit einem beliebigen festen Stoff mit Ammoniak behandelt wird. 



   Bei der Verwendung von Lösungen von Ammonnitrat in Ammoniak stellen sich Schwierigkeiten 
 EMI4.3 
 ammoniakalisehen Lösungen von Ammonnitrat infolge Festwerdens durch Verdampfen von Ammoniak eintreten kann. Es hat sieh infolgedessen als zweckmässig erwiesen, die Zuführung dieser Lösungen in einem doppelwandigen Rohr vorzunehmen. Diese Zuleitungsvorrichtung ist vorzugsweise so ausgeführt. dass das innere Rohr kürzer als das äussere Rohr ist. Die Zuführung der ammoniakalischen Lösung von Ammonnitrat erfolgt durch das innere Rohr, während gleichzeitig durch den Mantel des Rohres Luft geführt wird. Bei der   Zuführung   der Lösung lässt man das äussere Rohr in die zu behandelnde Masse eintauchen, während das innere Rohr oberhalb derselben endigt.

   Durch die im äusseren   Rohr xugpftihrte   Luft wird gleichzeitig eine Kühlung und eine Durchwirbelung der umzusetzenden Massen vorgenommen. 



   Es wurde bereits erwähnt, dass als feste Stoffe nach dem   vorliegenden Verfahren Kalisalz"Ver-   wendung finden können.   Die Verwendung von Kalisalzen   hat zunächst den Vorteil, dass eine hochwertige
Düngerkomponente in das Endprodukt eingebracht wird. Des weiteren sind Kalisalze hochschmelzende
Verbindungen, deren physikalisches Gefüge auch bei starker örtlicher Uberhitzung kaum verändert wird. 



   Vornehmlich werden Kalisalze iii grobkörniger Form verwandt. Die Körner der   Kaliverbindun ? bilden     alsdann gewissermassen die Kristallisationskerne für die neu entstandene Verbindung, die sich auf den   vorhandenen Kalisalzen unter Erzeugung der gewünschten Form niederschlägt. Hiebei vermag zwar ein Zerfall der einzelnen   Kalisalzteilehen   einzutreten. Es wird jedoch in jedem   Falle überraschender-   weise auch bei Umsetzung des   Kalisalzes   eine Form des fertigen Produkts erhalten, die hervoragende   Lager-und Streufähigkeit   besitzt. 



   Die   Umsetzung   kann beispielsweise in Drehtrommeln oder auch in andern   hiefür geeigneten   Apparaturen durchgeführt werden. Die Gefahr der   Nesterbildung   ist eine sehr beschränkte. da es durch die bekannten technischen   Massnahmen leicht gelingt, sämtliche Teilchen   des Kalisalzes bzw. des Kalisalzgemisches in gleichmässige   Berührung   mit dem Reaktionsgemisch zu bringen. Infolgedessen treten Verklumpungen oder andere störende Erscheinungen, die eine   stärkere Wasseranziehung   an einzelnen Punkten infolge nicht genügender Durchmischung aufweisen, nicht ein.

   Die Verwendung der Kaliverbindungen kann derart erfolgen, dass das Kalisalz gegebenenfalls vorher mit der oder den weiter in das Gemisch aufzunehmenden Komponenten mehr oder weniger innig vermischt worden ist. 



   Es ist ein Verfahren zur Herstellung von   Mischdiingern,   die Ammonnitrat und   Ammonphosphat.   gegebenenfalls gemeinsam mit Ammonsulfat, enthalten, bekanntgeworden, bei dem   Ammoniak   in eine Mischung von Phosphorsäure, Salpetersäure und   gegebenenfalls Schwefelsäure   bei einer Temperatur nicht weit über 100 eingeleitet wird. Die Temperaturbegrenzung ist zwecks Vermeidung von Verdampfungsverlusten von Salpetersäure vorgesehrieben. Bei diesem Verfahren sollen gleiche   Gemische   von   zeiger   Phosphorsäure und   65% niger   Salpetersäure Verwendung finden.   Das Verfahren kann auch so   
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 wird.

   Das Verfahren gemäss der   Erfindung arbeitet demgegenüber   in jedem Falle in Gegenwart von festen Substanzen, die gleichzeitig als Kristallisationskerne für sich neu bildende Salze und zur Ableitung der überschüssigen Reaktionswärme dienen. 



   Nach einem andern Verfahren soll Ammonphosphat dargestellt werden, indem lose   gebunden' ;   Ammoniak aus einer   ammoniakgesättigten     Phosphorsäure   durch Behandlung des   gesättigten Materials   
 EMI4.5 
 gesättigte Phosphorsäure, kann in Gegenwart eines absorbierenden und verteilenden Materials   hergestellt   werden. Als solches werden Torf, Abwasserschlamm und   ähnlich   wirkende Stoffe angegeben, die jedoch, 
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 nicht als   Kristallisations- und Abscheidungskerne zu   dienen vermögen. Sie bewirken vielmehr einzig infolge ihrer grossen Oberfläche eine günstige Verteilung des in dem Endprodukte enthaltenen   Ammoniaks.   



   Nach einem weiteren Verfahren werden Mischungen von Ammoniakverbindungen und einem weiteren Düngemittel in inniger Verteilung dadurch hergestellt, dass halbtrockenes, absorbierendes Material. das ein Salz oder ein Salz und eine Säure, die sich mit Ammoniak umzusetzen   vermag, sowie ein weiteres   Düngemittel enthält, mit ammoniakhaltigen Gasen in innige Berührung gebracht wird. Das absorbierende   (le     Material wird aus natürlich vorkommenden Stoffen hergestellt, die frei von oder arm an Caiciumverbiudungen sind und ein weiteres Düngemittel enthalten. Infolge der voluminösen Beschaffenheit des absor-   

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 bierenden Materials werden ausserordentlich grosse Absorptionsräume benötigt.

   Die Durchdringung des
Materials mit den ammoniakhaltigen Gasen ist praktisch grössten Schwierigkeiten ausgesetzt und führt auch bei Anwendung besonderer Massnahmen nicht zu einer technisch befriedigenden Absorption des
Ammoniaks. Bei dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung wird dagegen das Ammoniak in konzentriertester Form in lockerer physikalischer Bindung an das Ammonnitrat eingebracht, so dass eine quantitative Umsetzung mit den sauren Komponenten in kürzester Zeit ermöglicht wird, wobei gleichzeitig die eingebrachten festen Stoffe als Kristallisationskerne und zur   Wärmeableitung   dienen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Mischsalze, die Ammon-und Nitratstickstoff nebeneinander enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absättigung von ammoniakalischen Ammonnitratlösungen mit Säuren, Säureanhydriden oder sauren Salzen in Gegenwart weiterer inerter oder   umsetzbarer   Stoffe oder auch von Gemischen von beiden in fester Form und gegebenenfalls beschränkten Wassermengen vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erreichung des gewünschten Neutralitätsgrades die Umsetzung in einer Ammoniakatmosphäre vorgenommen wird, die durch Einleiten bzw. Überleiten gasförmigen Ammoniaks geschaffen wird.
    3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung in einer Ammoniakatmosphäre vorgenommen wird, die durch Einbringen überschüssigen, in Ammonnitrat gelösten Ammoniaks geschaffen wird.
    4. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als umsetzbare Stoffe Kalisalze in grobkörniger Form, vornehmlich Kaliumehlorid, Kaliumsulfat und Kaliumnitrat, verwandt werden.
    5. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Absättigung des Ammoniaks in Gegenwart von Calciumphosphat oder andern als Düngesalzen wirkenden Stoffen in fester Form durchgeführt wird.
    6. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wasserhaltigen oder wasserfreien Auflösungen von Ammonnitrat in Ammoniak aus Stoffen hergestellt werden, die Ammonnitrat in Mischung mit andern Stoffen, zweckmässig Salzen, enthalten.
    7. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung von Ammonnitrat in Ammoniak in einem doppelwandigen, in seinem äusseren Raum kühlbaren Rohr in die Reaktionskomponenten eingeleitet wird, so dass eine teilweise oder vollständige Verstopfung des Zuleitungsrohres für die ammoniakalische Lösung des Ammonnitrates verhindert wird.
    8. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere, für das Kühlmittel vorgesehene Rohr in die behandelte Flüssigkeit bzw. das behandelte Gemisch eintaucht, während das innere, für die Zuführung der ammoniakalischen Lösung des Ammonnitrats bestimmte Rohr oberhalb des Flüssigkeitsspiegels bzw. der behandelten Masse endet.
    9. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmittel und Bewegungsmittel für die ammoniakalische Lösung des Ammonnitrates Luft benutzt wird.
AT135856D 1930-07-05 1931-02-16 Verfahren zur Herstellung von Mischsalzen, die Ammon- und Nitratstickstoff nebeneinander enthalten. AT135856B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1983001444A1 (en) * 1981-10-15 1983-04-28 Abermann, Georg Method for producing a nitrogenous fertilizer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1983001444A1 (en) * 1981-10-15 1983-04-28 Abermann, Georg Method for producing a nitrogenous fertilizer

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