CH157351A - Verfahren zur Herstellung von Mischdüngern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mischdüngern.

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CH157351A
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Ruhrchemie Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Mischdüngern.    Der Vorteil des     Ammonnitrats    als Dünger  komponente ist bekannt. Es enthält den für  die     Pflanze    unentbehrlichen Stickstoff in  Form der rasch wirkenden     Nitratkomponente     und des für länger     dauernde    Einwirkung be  stimmten Ammoniaks. Der     Verwendung        des          Ammonnitrats    ohne jegliche     Beimischung,          wio    auch in     Form    von     Misch-    und Voll  düngern, steht .die starke     Wasseranziehung     des Salzes entgegen.

   Schon     bei    geringem  Feuchtigkeitsgehalt der Luft beginnen die       Gemische    zu     zerfliessen.        Besonders    störend ist  die Eigenschaft des     Ammonnitrats,    in Mi  schung mit andern Salzen bei Anwesenheit  geringer Mengen Feuchtigkeit Lösungen zu  bilden, die bei Abgabe von Wasser bei  Temperatur- und     Feuchtigkeitswechs61    zu  ausserordentlichen Verhärtungen der Misch  dünger führen.  



  Man hat schon die     verschiedensten    Me  thoden für .die Überführung von     ammon-          nitrathaltigen        Düngesalzgemisehen    in eine       lager-    und streufähige Form vorgeschlagen,    ohne dass bisher wirklich befriedigende Er  gebnisse erzielt werden konnten.

   Wesentlich  für die Schaffung eines     lager-    und streu  fähigen     Misch-    und Volldüngers mit     Ammon-          nitratgehaIt    ist, dass bei der Herstellung des  selben das     Ammonnitrat    .eine besondere Ein  wirkung erfährt, die den Einfluss der Luft  feuchtigkeit in dem     fertigen    Düngergemisch  möglichst aufhebt. Diese Einwirkung kann  auf mehr oder weniger weitgehender chemi  scher Umsetzung des eingeführten     Ammon-          nitrats    beruhen.

   Sie kann aber auch durch  im wesentlichen physikalische oder     physika-          lisch-chemische    Einflüsse bedingt     ,sein.    In       diesem    Falle ist dafür zu sorgen, dass durch       Doppelsalzbildung,        Umhüllung    der einzelnen       Ammonnitratteilchen    durch andere Kompo  nenten des fertigen Gemisches,

       Vergesellacha.f-          tung    der einzelnen Komponenten     und    andere  Einflüsse die nachteilige Wirkung der Luft  feuchtigkeit auf das     Ammonnitrat    wesentlich  herabgemindert oder praktisch ganz beseitigt       wird.         Gegenstand der vorliegenden     Erfindung     ist ein Verfahren zur Herstellung von Misch  düngern unter     Absättigung    von     Ammoniak     mit sauer     reagierenden    anorganischen Stof  fen,

   welches die Herstellung     lager-    und streu  fähiger     ammon-    und     nitratstickstoffhaltiger     Mischdünger gestattet. Das Verfahren ist  dadurch gekennzeichnet, dass feste oder flüs  sige Lösungen von Ammennitrat in Ammo  niak     verwendet    werden, deren     Absättigung     mit den sauer reagierenden Stoffen in Gegen  wart von festen Stoffen erfolgt. Als sauer  reagierende anorganische Stoffe kommen  Säuren, saure Salze oder     Säureanhydride    in  Betracht. Die     Absättigung    kann gegebenen  falls in Gegenwart beschränkter Wasser  mengen erfolgen.  



  Als feste Stoffe können sowohl     inerte     Stoffe, wie auch     allgemein    Salze Verwendung  finden. Im letzteren Falle können sowohl  Verbindungen hinzugegeben werden, bei de  nen eine     Reaktion    mit den übrigen Anteilen  des Reaktionsgemisches nicht stattfindet,  oder auch solche, bei denen eine Reaktion  einzutreten vermag.     Vornehmlich    werden  Stoffe verwandt;

   denen gleichfalls eine  Düngewirkung     zukommt.    Dementsprechend  kann die Reaktion     beispielsweise    in Gegen  wart von Kalisalzen, wie     Kaliumnitrat,        Ka-          liumchlorid,        Kaliumsulfat,    sowie     andern     Kalisalzen     -stattfinden.    Es     können    aber auch  bearbeitete oder unbearbeitete Phosphate, so  wie irgendwelche andere als     Düngemittel     bekannte Stoffe verwandt werden.

   Es     kön-          nsn    auch     Gemische    von     inerten    Stoffen und       Düngsalzen    Verwendung finden. In     einfacher     Weise gelingt die Herstellung von     Misch-          und    Volldüngern mit     einem    Gehalt von  Ammenphosphat, wenn     ammoniakalische    Lö  sungen von Ammennitrat mit Phosphorsäure  in beliebigem Verhältnis gemischt werden.       Hierbei    lassen sich Mischdünger     herstellen,     die auf die Einheit Phosphorsäure variable  Mengen Ammoniak gebunden enthalten.

   Es  können aber auch Mischungen von Ammen  nitrat mit     andern    Ammensalzen, gegebenen  falls auch in Mischung mit     verschiedenen       Ammensalzen, erzeugt werden. So entstehen  bei Zugabe der genannten Lösung zu  Schwefelsäure Mischdünger mit     Ammon-          nitrat-Ammonsulfa.t-Gehalt,    während durch  Zugabe zu einer Mischung von     Schwefelsäure     und Phosphorsäure Mischdünger mit einem  Gehalt an     Ammonsulfat,    Ammenphosphat  und Ammennitrat gebildet werden.

   Bei Ver  wendung von saurem     Kaliumsulfat    entstehen       Mischdünger    mit einem Gehalt von Ammen       nitrat,        Ammon.sulfat    und     Kaliumsulfat.     



  Die Herstellung von Misch- und Voll  düngern in Gegenwart von     festen    Stoffen hat  folgende     Vorteile:    Die Herstellung der Misch  dünger kann dabei in der Weise erfolgen,  dass ein oder mehrere Bestandteile des fer  tigen Gemisches in Gegenwart anderer Kom  ponenten     erzeugt    werden. Hierbei kann  gleichzeitig eine     sofortige    Umsetzung der neu  gebildeten Komponenten mit weiteren An  teilendes Gemisches erfolgen. Es kann aber  auch beispielsweise bei Hinzutritt von Luft  feuchtigkeit bei der Lagerung eine allmäh  liche Umsetzung von Bestandteilen des fer  tigen Gemisches stattfinden.

   Da bei dem Her  stellungsverfahren sich Ammensalze bilden,  bei. deren Entstehung grosse     Wärmemengen     frei werden, so kann durch Anwesenheit von  festen Stoffen für eine gute Verteilung der  plötzlich frei werdenden     Reaktionswärme     gesorgt werden. Da als feste Körper vor  zugsweise solche in grobkörniger Form ge  wählt werden, deren Schmelz- und     Erwei-          chungspunkt    ganz wesentlich über den Raum  temperaturen liegen, so bleibt die     grobkörnige     Form von der Reaktionswärme unbeeinflusst.  Infolgedessen können sie als     Anlagerungs-          zentren    für die neu gebildeten Verbindungen  wirken.

   Es findet eine innige Vergesell  schaftung der einzelnen Anteile des Misch  düngers statt, so dass die günstigsten Vor  aussetzungen für die Schaffung einer grob  körnigen Form des fertigen Produktes ge  geben sind, die gleichzeitig eine hervor  ragende Lager- und Streufähigkeit     aufweist.     



  Es hat sich als besonders     zweckriiässi7     gezeigt, während oder unmittelbar nach der.      Reaktion über die Masse einen kräftigen, die  Temperatur der Masse regelnden Strom zu  leiten, der im wesentlichen aus gasförmigem  Ammoniak besteht. Wird bei der     Rerstel-          lung    der Mischdünger unter Verwendung  einer     ammo@niakalischen    Lösung von     Ammon-          nitrat,    während oder     unmittelbar    nach der  Reaktion, ein kräftiger Strom von Ammo  niak über die     Macse    geleitet, so wird das  vorhandene     uTasser    praktisch     vollständig     verdampft,

   ohne dass     da.s    Endprodukt einen  geringeren Gehalt an Ammoniak aufweist.  Der     verwandte        Ammoniakstrom    braucht da  bei keineswegs wasserfrei zu sein, sondern  kann     verhältnismässig    grosse, unter dem Sät  tigungspunkt liegende Mengen an     Wasser     enthalten. Von besonderem     Vorteil    ist das  Verfahren bei der Herstellung von Misch  düngern, die Ammenverbindungen enthalten.  die in wasserfreier oder     wasserhaltiger    Form  leicht dissoziieren.     Esi    eignet sich also be  sonders für Verbindungen mit einem Gehalt  an Ammenphosphat.

   Das zum Überleiten  verwandte Ammoniak kann für die verschie  densten Zwecke nutzbar gemacht werden.       Beispielsweise        wird    es für .die Herstellung  von Ammensalzen nach dem     Sättigerverfah-          ren    verwandt, wobei ein Wassergehalt des ein  geführten Ammoniaks praktisch keine Nach  teile bringt. Bei der Herstellung von Misch  düngern nach dem vorliegenden Verfahren  kann auch     überschüssiges    Ammoniak in flüs  siger     Form    verwandt werden. Die Verwen  dung des     überschüssigen    Ammoniaks in flüs  siger Form hat den besonderen Vorteil. dass  grosse Wärmemengen durch die Verdunstung  des Ammoniaks gebunden werden.  



  Bei .der beschriebenen     Arbeitsweise    unter  Verwendung einer festen oder flüssigen Lö  sung von     Ammennitrat    in Ammoniak wer  den die     Ammoniakadditionsprodukte    des  Ammennitrats in wasserhaltiger oder wasser  freier Form mit wasserhaltigen oder wasser  freien Säuren,     Säureanhydriden    oder sauren  Salzen vereinigt. Durch die lebhafte Erwär  mung bei der Vereinigung des Ammoniaks  mit den sauren Komponenten wird Kleich-    zeitig das gesamte Wasser oder ein wesent  licher Teil desselben verdampft.. Infolge der  Anwesenheit der festen Körper findet eine  Ausscheidung des     Ammennitrats    in solcher  Form statt, die in bezug auf Lager- und  Streufähigkeit praktisch keinen Nachteil  aufweist.

   Die erhaltenen Produkte können  zur Entfernung der restlichen Anteile des  Wassers einer Nachtrocknung unterzogen  werden.  



  Die nachstehend aufgeführten Beispiele  zeigen eine Reihe von Mischdüngern, die  nach dem geschilderten Verfahren hergestellt  sind.  



  1. Man     absorbiert,durch    36,2 kg Ammen  nitrat zirka. 6 kg Ammoniak und lässt das  entstandene     Anlagerungspradukt    auf ein  Gemisch von 33,4 kg 70     geiv.%iger    Phos  phorsäure und 36,4 kg Chlorkalium ein  wirken; es     entstehen    etwa<B>111</B> kg eines Misch  düngers folgender Zusammensetzung:  
EMI0003.0034     
  
    <B>32,7%</B> <SEP> KCl
<tb>  <B>8,5%</B> <SEP> (NH4)=HP04
<tb>  17,4% <SEP> (NH4) <SEP> HZ <SEP> P04
<tb>  32,4% <SEP> NH4 <SEP> N03
<tb>  <B>9,0%</B> <SEP> H@0
<tb>  <B>100,0%</B>       Die Nährstoffe sind: 14,9 % N, 14.,9 %     P_    0;.

         20,-9,%        K20.    Das überschüssige Ammoniak  wird zwecks Darstellung von Ammensulfat  in Schwefelsäure geleitet. Das Wasser kann       durch        Trocknen    in     bekannten    Apparaturen  ganz oder teilweise entfernt werden.  



  2. Man lagert unter     guter    Kühlung zirka  6 kg Ammoniak an 24,6 kg Ammennitrat       und    gibt den entstandenen Kristallbrei zu  einer Mischung von 16,2'5 kg 85     %iger    Phos  phorsäure mit 53,6 kg Kalisalpeter; die  99,2 kg des entstandenen Salzgemisches haben  folgende     Zusammensetzung:     
EMI0003.0045     
  
    54,0 <SEP> % <SEP> KN03
<tb>  18,7% <SEP> (NH4)._1=IP04
<tb>  24,8 <SEP> % <SEP> NH, <SEP> N03
<tb>  <U>2,5 <SEP> %</U> <SEP> H=0
<tb>  <B>100,0%</B>         An     Nährstoffen    sind vorhanden:

   20,2 % N,       10,1%        P2        0"        25,2%        g20.    Das überschüs  sige, abgesaugte Ammoniak dient zur Dar  stellung von     Ammonnitrat    aus Salpetersäure  und     Ammnoniak.     



  3. Unter dauernder Bewegung mischt man  in einem .geeigneten Rührwerk<B>31,6</B> kg     Di-          ammonphosphat    mit 26,9 kg Chlorkalium     und     12 kg 75     %iger        Schwefelsäure;    zu dem Salz  brei     gibt    man das Produkt aus der Einwir  kung von zirka 5 kg Ammoniak auf 22,1 kg  Ammannitrat.

   Man erhält ein Salz folgender       Zusammensetzung:     
EMI0004.0016     
  
    28,1% <SEP> KCl
<tb>  <B>33,0% <SEP> (NH4)ZHP04</B>
<tb>  <B>12,7%</B> <SEP> (NH4)2 <SEP> S04
<tb>  <B>23".1%</B> <SEP> NH, <SEP> <B>NO3</B>
<tb>  <B>3,1%</B> <SEP> H20
<tb>  <B>100,0%</B>       mit den Nährstoffen 17,8 % N, 17,8 %     P2        0,5,          17,89o"        g20.    Das entweichende, überschüs  sige Ammoniak wird auf     Ammoniakwasser     verarbeitet, indem man es in Wasser leitet.  



  4. In 100 kg Ammannitrat absorbiert man  25 kg     wasserfreies    Ammoniak. Die Mischung  gibt man     kontinuierlich    zu 100 kg 75     %iger     Schwefelsäure, die     mit    100 kg Ton ver  mischt ist. Die Zusammengabe erfolgt unter  ständigem Rühren. Durch die auftretende       Reaktionswärme    verdunstet das in den     Prozess          eingebrachte    Wasser. Es werden sofort  300 kg eines lufttrockenen Gemisches von       Ammonnitra.t-Ammonsulfat    .erhalten, in dem  100 kg Ton in inniger Mischung vorliegen.  



  In manchen Fällen verläuft die     Reaktion     noch glatter, wenn die wasserhaltige oder  wasserfreie Lösung von Ammannitrat in Am  moniak ihrerseits     gleichfalls    mit festen Stof  fen versetzt wird. Es     können    sowohl Ver  bindungen hinzugegeben werden, bei denen  eine Reaktion mit den übrigen Anteilen des  Reaktionsgemisches nicht stattfindet, wie  auch solche, bei denen eine Reaktion möglich  ist.     Vorzugsweise    wird "die     Ammaunitrat            lösung    in Mischung     mit    Stoffen angewandt,  denen gleichfalls Düngewirkung zukommt.

    So können beispielsweise Kalisalze, Phos  phate,     .stickstoffha-ltige    Salze oder andere in  dieser Richtung wirkende Stoffe benutzt  werden. Die Herstellung derartiger Mischun  gen     fester    Stoffe mit     ammoniakalischen    Lö  sungen von     Ammonnitrat    kann erfolgen, in  dem der fertigen Lösung die festen Stoffe  beigemischt werden. Sie kann aber auch da.  durch     vorgenommen    werden, dass' eine mehr  oder weniger innige Mischung von Amman  nitrat mit einem beliebigen festen Stoff mit  Ammoniak behandelt wird.  



  Bei der Verwendung     von    Lösungen von       Ammannitrat    in Ammoniak stellen sich       Schwierigkeiten    insofern ein, als infolge der  hohen     Reaktionstemperatur    eine Verstopfung  der     Zuflussleitungen    für die     ammoniakali-          sch:en    Lösungen von Ammannitrat infolge  Festwerdens :durch Verdampfen von Ammo  niak eintreten kann. Es hat sich infolge  dessen als zweckmässig erwiesen, die Zufüh  rung dieser     Lösungen    in einem doppelwan  digen Rohr     vorzunehmen.    Diese Zuleitungs  vorrichtung ist     vorzugsweise    so ausgeführt.

    dass das innere Rohr kürzer als -das 'äussere  Rohr     ist.    Die Zuführung der     ammoniaka-          lischen    Lösung von Ammannitrat erfolgt  durch     -das    innere Rohr, während gleichzeitig  durch den Mantel des Rohres Luft geführt  wird. Bei der Zuführung der Lösung lässt  man das äussere Rohr in die zu behan  delnde Masse     eintauchen,    während     das.    innere  Rohr oberhalb derselben endigt. Durch die  im äussern Rohr zugeführte Luft wird gleich  zeitig eine Kühlung und eine     Durchwirbe-          lung    der umzusetzenden Massen vorgenom  men.  



  Es wurde bereits erwähnt, dass als feste  Stoffe bei dem vorliegenden Verfahren Kali  salze     Verwendung    finden können. Die Ver  wendung von Kalisalzen -hat     zunächst    den  Vorteil, dass eine hochwertige     Düngerkompo.          nente    in das Endprodukt .eingebracht     wird.     Des weiteren sind     Kalisalze        hochschmelzende     Verbindungen, deren physikalisches Gefüge      auch bei starker örtlicher     Überhitzung        Baum     verändert wird.

   Vorzugsweise werden die  Kalisalze in grobkörniger Form     verwandt.     Die Körner .der     Kaliverbindung    bilden als  dann     gewissermassen    die     Kristallisationskerne     für die entstandene     Ammonverbindung,    die  sich auf den     vurh,andenen    Kalisalzen unter  Erzeugung der gewünschten Form nieder  schlägt. Hierbei vermag zwar ein Zerfall der  einzelnen     Kalisalzteilchen    einzutreten. Es  wird jedoch in jedem Falle überraschender  weise     auch,    bei Umsetzung des, Kalisalzes  eine Form des fertigen Produktes erhalten,  die hervorragende Lager-     und    Streufähigkeit  besitzt.  



  Die Umsetzung kann beispielsweise in  Drehtrommeln oder auch in     andern.    hierfür  geeigneten     Apparaturen    durchgeführt wer  den. Die Gefahr der     Nesterbildung    ist eine  sehr beschränkte, da es durch die bekannten  technischen Massnahmen leicht gelingt, sämt  liche Teilchen des Kalisalzes, beziehungs  weise des     Kalisalzgemisches    in gleichmässige       Berührung    mit dem     Reaktionsgemisch    zu  bringen. Infolgedessen treten     Verklumpun-          gen    oder andere störende Erscheinungen, die  eine stärkere Wasseranziehung an einzelnen  Punkten infolge nicht genügender Durch  mischung aufweisen, nicht ein.

   Die Ver  wendung von Kaliverbindungen kann derart  erfolgen, dass das Kalisalz     gegebenenfalls     vorher mit der oder den weiter in das     Ge-          misch    aufzunehmenden     Komponenten    mehr  oder weniger innig     vermischt    worden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Misch- düngern unter Absättigung von Ammoniak mit sauer reagierenden anorganischen Stof fen, dadurch gekennzeichnet, dass feste oder flüssige Lösungen von Ammoniumnitrat in Ammoniak verwendet werden, deren Ab sättigung in Gegenwart von festen Stoffen erfolgt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Ab@ättigung Wasser in beschränkten Mengen zugegen ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe inerte Stoffe verwendet werden. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe Düngesalze verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe solche Düngesalza verwendet werden, die sich mit andern Komponenten des Reaktionsgemisches umsetzen können. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als feste Stoffe ein Gemisch inerter Stoffe mit Dünge salzen verwendet wird. 6.
    Verfahren. nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als feste Stoffe grobkörnige Kalisalze verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass über die reagierende Masse ein kräftiger, die Temperatur der Masse regelnder Strom von Ammoniak geleitet wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass man wasser freies Ammoniak verwendet. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass man wasser haltiges Ammoniak verwendet. 10. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, .dass man Ammo niak anwendet, dem noch andere Gase beigemischt sind. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Lö sungen von Ammonnitrat in einem auf die verwandte sauer reagierende Substanz bezogenen Überschuss von Ammoniak. 12.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man wasserhaltige Auflösungen von Ammonnitrat in Am moniak verwendet. 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' man wasserfreie Lösungen von Ammennitrat in Ammo niak verwendet. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflösungen von Ammennitrat in Ammoniak aus Stoffen hergestellt wurden, die Ammen- nitrat in Mischung mit andern Stoffen enthielten. 15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung von Ammennitrat in Ammoniak in einem doppelwandigen, in seinem äussern Raum kühlbaren Rohr in die Reaktionskompo nenten eingeleitet wird, so dass eine teil weise oder vollständige Verstopfung des Zuleitungsrohres für die ammoniakalische Lösung des Ammennitrats verhindert wird. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch und En - teransprueh 15; dadurch gekennzeichnet, dass das äussere, für das Kühlmittel vor gesehene Rohr in das behandelte Gemisch eintaucht, während das innere, für die Zuführung der ammoniakalischen Lösung des Ammennitrats bestimmte Rohr ober halb der zu behandelnden Masse endet. 17. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 15 und 16, dadurch ge kennzeichnet, dass als Kühl- und Be wegungsmittel für die ammoniakalische Lösung des Ammennitrats Luft benutzt wird.
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