AT136391B - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht verdaulichen Stärkeumwandlungsproduktes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht verdaulichen Stärkeumwandlungsproduktes.

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  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht verdauliche Stärkeumwandlungsproduktes. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die   Herstellung eines leicht löslichen Umwandlungs-   produktes von Stärke, das keinen hervortretenden Geschmack, aber eine leicht versüssende Wirkung hat, Nährwert hat und leicht verdaulich ist. Insbesondere kann es zur Milch zugegeben werden und als Emulgator dienen. 



   Das nach der Erfindung hergestellte wasserlösliche Produkt besteht zum grössten Teil aus Maltodextrin neben Maltose und ist nicht hygroskopisch. 



   Es kann mit andern Nahrungsmitteln gemischt werden, um deren Masse zu vermehren, ohne den Wohlgeschmack wesentlich zu beeinflussen. 



   Es ist wohl bekannt, ein   wasserlösliches   Stärkeumwandlungsprodukt von kaum merkbarem Geschmack und geringer Süsskraft durch Dextrinierung von Stärke mit Mineralsäuren und nachfolgender diastatischer Behandlung herzustellen, doch hat dieses Produkt eine andere Zusammensetzung als das nach vorliegendem Verfahren hergestellte. 



   Das neue Umwandlungsprodukt der Stärke wird nach der Erfindung dadurch hergestellt, dass man zuerst Stärke dextrinisiert, beispielsweise Maisstärke, durch gewöhnliche Troekenbehandlung mit einer   Mineralsäure,   beispielsweise Salzsäure, bei einer Temperatur von ungefähr 110 bis 125  C bis das Produkt eine blaue bis blau-purpurne Farbreaktion mit Jod gibt, worauf dann dieses dextrinisierte Produkt diastatisch umgewandelt wird. 



   In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird diese diastatische Umwandlung fortgesetzt, bis das erhaltene Produkt im wesentlichen keine höheren Dextrine enthält und keine Stärke, wie sich aus der Tatsache ergibt, dass es eine braune oder leicht braune Farbreaktion mit Jod gibt ; es enthält nur eine geringe Menge von Maltose und löst sich nach der Filtrierung leicht und vollkommen in kaltem Wasser. Es sei indessen darauf aufmerksam gemacht, dass Produkte verschiedener Zusammensetzung auf diese Weise erhalten werden können, ohne dass vom Sinne der vorliegenden Erfindung abgewichen wird. 



   Nachstehend sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben :
Eine geeignete Stärke, beispielsweise weisse Maisstärke wird zuerst mit verdünnter Salzsäure in an sich bekannter Weise behandelt, um die Stärke zu dextrinisieren, bis sie eine blauviolette Farbreaktion mit Jod gibt. Zu diesem Dextrin wird genügend heisses Wasser zugegeben zur Erzielung einer Mischung mit 10-30% (vorteilhaft   20%)   an Gesamtgehalt an festen Stoffen. Die Mischung wird dann erhitzt bzw. abgekühlt, um eine Temperatur von ungefähr   750 C   zu erhalten, worauf die Säure nötigenfalls bis zu einem Grade neutralisiert wird, der das zuzugebende diastatische Material nicht beeinflusst.

   Dann wird genügend diastatisches Material zugegeben, um eine   diastatische   Kraft von 0.   50   bis   1.     00   (vorteilhaft ungefähr 0.   7 )   Lintner zu erreichen. Das   diastatische   Material wird vorteilhaft in Form eines hoch diastatischen Malzsirups (der eine   diastatische   Stärke von wenigstens   250  Lintner   besitzt) in einer Menge von ungefähr 0.9 Gewichtsprozent des verwendeten Dextrins zugegeben, obgleich wenn gewünscht, auch gemahlenes Malz oder anderes geeignetes   diastatisches   Material verwendet werden kann. 



  Die Verwendung von Malzextrakt ist vorteilhaft gegenüber der Verwendung von gemahlenem Malz. 



   Die Wasserstoffionenkonzentration der Mischung von Dextrin und diastatischem Material wird dann zwischen ungefähr 4.7 und 5.3 (vorteilhaft 5. 0 PH eingestellt, worauf die Temperatur der Mischung 

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 während 10-15 Minuten bei   750 C   gehalten wird   :   es wird dann auf ungefähr 100  C erwärmt und 10-15 Minuten bei dieser Temperatur gehalten, um die Verflüssigung von nicht umgewandelter Stärke, die im Dextrin anwesend sein kann, zu sichern, so dass in den letzteren Schritten des Prozesses die Umwandlung leichter Platz greift. 



   Die Lösung wird dann auf ungefähr   70-75  C   abgekühlt, darauf eine   zusätzliche   Menge von diastatischem Material zugegeben, um der gesamten Mischung eine   diastatisehe   Kraft von ungefähr 1.   20 Lintner   zu geben (der Betrag von   2500 Lintner diastatischem Malzextrakt,   der erforderlich ist, beträgt ungefähr 2. 1 Gewichtsprozent des Dextrins.)
Die Lösung wird dann   zwischen, 70-750 C stehen   gelassen, bis sie eine braune Farbreaktion mit Jod gibt. 



   Die Lösung wird dann eine Zeit lang erhitzt auf eine Temperatur, die genügend ist, um jede weitere diastatische Wirkung auszuschalten (im allgemeinen sind ungefähr 10 Minuten erforderlich), dann wird filtriert, vorteilhaft unter Verwendung von   Entfärbungsmitteln..   



   Zweck der gesamten oben dargelegten diastatischen Behandlung ist die Umwandlung des Dextrins und der allenfalls noch vorhandenen Stärke in ein lösliches Produkt, das zum grössten Teil aus Maltodextrin besteht. Das Filtrat wird dann entweder im Vakuum konzentriert, vorteilhaft bei einer Temperatur zwischen   50-75  C   auf ein spezifisches Gewicht von ungefähr 1. 39, oder nach teilweiser Konzentration entweder in einem Trommeltrockner   bei ungefähr 50-750 C   oder durch Zerstäubung getrocknet. 



   Wenn das Verfahren in der oben beschriebenen Ausführungsform durchgeführt wird, so kann eine Lösung des Produktes mit einem spezifischen Gewicht von   ungefähr   1. 39 erhalten werden, die ungefähr folgende Zusammensetzung hat :   24%   Wasser,   20-35% Maltose, 56-41%   Maltodextrin. 



   Der Maltosegehalt kann durch geeignete Temperaturänderungen geändert werden, es wurde jedoch gefunden, dass bei zu niedrigem Maltosegehalt die Löslichkeit des Endproduktes leidet. Anderseits verleiht ein zu hoher Maltosegehalt dem Produkte einen unerwünscht   süssliche   Geschmack. 



   Als besonders wichtiger Verwendungszweck sei die Zumischung in einer Menge von ungefähr 5% bis   60%   zu hydrolysierter Hefe, Fruchtsäften oder Gelatine vor dem Trocknen durch Versprühen erwähnt, mit dem Erfolg, dass die hydrolysierte Hefe, Fruchtsäfte usw. nicht hygroskopisch sind und leicht in warmem oder heissem Wasser vollkommen löslich sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht verdauliche   Stärkeumwandlungs-   produktes durch Dextrinierung der Stärke mit Mineralsäuren bis zur blauvioletten Jodreaktion und nachfolgender diastatischer   Umwandlung   des Dextrins, dadurch gekennzeichnet, dass die   diastatische   Behandlung bei Eintritt der braunen Jodreaktion unterbrochen wird, so dass ein Produkt mit   überwie-   genden Mengen von Maltodextrin erhalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Dextrinierung von weisser Maisstärke mit Salzsäure bis zur Blauviolettfärbung mit Jod, Hinzufügung von heissem Wasser bis zur Erzielung einer Konzentration von 10-30%, Kühlung auf zirka 75 C, Zusatz eines diastatisehen Materials bis zur Erreichung einer diastatischen Kraft von 0.
    5-1 Lintner und Einstellung der Wasserstoffionen- konzentration auf 4, 7--5. 3 PH, wobei mal1 die Temperatur während 10-15 Minuten auf zirka 750 C hält, sodann auf die Dauer von 10-15 Minuten auf zirka 100 C erhitzt, wieder auf 70-75 C abkühlt EMI2.1 Temperatur von 70-75 C bis zur Erreichung der Braunfärbung mit Jod aufrecht erhält, worauf schliesslich die Masse zur Unterbrechung der diastatischen Behandlung erhitzt und sodann filtriert, entfärbt, wieder filtriert und konzentriert wird.
AT136391D 1931-04-30 1932-03-14 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen, leicht verdaulichen Stärkeumwandlungsproduktes. AT136391B (de)

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