AT136443B - Wanderrost mit Rühreinrichtung hinter dem Füllschacht. - Google Patents

Wanderrost mit Rühreinrichtung hinter dem Füllschacht.

Info

Publication number
AT136443B
AT136443B AT136443DA AT136443B AT 136443 B AT136443 B AT 136443B AT 136443D A AT136443D A AT 136443DA AT 136443 B AT136443 B AT 136443B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
hollow
disks
agitator
steam
pipe
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Schmid
Original Assignee
Friedrich Schmid
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friedrich Schmid filed Critical Friedrich Schmid
Application granted granted Critical
Publication of AT136443B publication Critical patent/AT136443B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wanderrost mit   Rühreinrichtung   hinter dem Füllschacht. 



   Wanderroste mit Rühreinrichtungen hinter dem   Füllschacht   sind bekannt. Bei diesen bekannten Anlagen werden Rührkörper in Gestalt schmaler Schaufeln verwendet, welche versetzt zueinander auf gemeinsamer Welle angeordnet sind und sich in dem der Förderrichtung des Rostes entgegengesetzten Sinn drehen. Diese Rührkörper haben den Zweck, in der Kohleschicht muldenartige Vertiefungen zu erzeugen, welche den Durchtritt der Luft durch den Rost von unten her erleichtern sollen. Derartige Rühreinrichtungen sind mit einer Reihe von Mängeln behaftet. 



   Dadurch, dass die Schicht des Verbrennungsgutes bestimmungsgemäss uneben gestaltet wird, muss notwendig auch die Verbrennung ungleichmässig vor sich gehen, d. h. an den durch die Schaufeln 
 EMI1.1 
 bleibenden bzw. entstehenden Erhöhungen ; dort findet auch eine die Verbrennung fördernde Lockerung des Verbrennungsgutes nicht statt, insbesondere nicht   bei Verwendung von Waschgriess, welcher   die Eigenschaft besitzt, sich bei der neben jeder Vertiefung entstehenden Anhäufung zu verdichten.

   Diese Erscheinung macht sich um so   schädlicher   bemerkbar, als auch schon, bevor die Schaufeln zur Wirkung gelangen, dadurch eine den Luftdurchzug hemmende Verdichtung eintritt, dass das Gut infolge der der Transportrichtung entgegengesetzten Schaufeldrehung eine Stauung erfährt, zumal wenn die   Umdrehungs-   geschwindigkeit der Schaufeln grösser ist als die Geschwindigkeit des Rostes. 



   Diese Nachteile sind gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass die Rührkörper aus zur Achse geneigten Scheiben bestehen, welche im Sinne der Förderrichtung des Rostes umlaufen und wie ein Walzwerk arbeiten. Dabei wird das Verbrennungsgut nicht einseitig an bestimmten Stellen und daher ungleichmässig bearbeitet und gestaltet, vielmehr findet dadurch, dass die Scheiben dauernd in das Verbrennungsgut eingreifen und infolge ihrer zur Achse geneigten Lage diesen Eingriff zwischen zwei Grenzstellungen stetig oszillierend   verändern, eine gleichmässige Durcharbeitung   des zu lockernden Verbrennungsgutes statt, ohne dass der Querschnitt des zu fördernden Kohlenbandes eine die gleichmässige Verbrennung beeinträchtigende   Umformung erfährt.

   Dadurch,   dass die Scheiben im Sinne der   Förderrichtung   des Rostes umlaufen, tritt auch keine Stauung bzw. Verdichtung des Kohlengutes ein. 



   Die Rührscheiben besitzen zweckmässig elliptische Gestalt, u. zw.   so.   dass der Abstand zwischen den Scheiben und dem Rost immer der gleiche bleibt. Dies ist auch insofern von Vorteil, als die seitliehe Geschwindigkeit zwischen zwei Grenzwerten (der Hebelarm wird verlängert bzw.   verkiirzt)   variiert, wodurch die Auflockerung und   Durchlüftung   des Gutes begünstigt wird. 



   Um bei Verwendung sehr nasser Kohle eine gleichzeitige Trocknung des Verbrennungsgutes herbei-   zuführen,   können die Rührkörper heizbar sein. Zu diesem Zweck werden die Rührkörper beispielsweise für den   Durchlass   von Heizdampf hohl ausgebildet. Besonders vorteilhaft haben sich   Rührkörper   aus gitterartig durchbrochenen Scheiben erwiesen, bei denen die radialen Speiehen oder   kreisförmig   angeordneten Rippen hohl sind und als   Heizkammern   dienen. Die Zuführung des Dampfes und die Ableitung des Kondenswasser erfolgt dabei durch die zu diesem Zweck hohle Welle. In letzterer ist ein dem Wasser- 
 EMI1.2 
 rohren in Verbindung steht.

   Die äusseren Enden der Zweigrohr sind durch   Schöpfschaufeln abgedeckt,   welche das Kondenswasser in die Rohre einweisen und das Eindringen von Wasser in die   Dampfzu-   leitungen verhindern, sowie das   Rohrschlangensystem   stets von Kondenswasser freihalten. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Zeichnungen zeigen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, u. zw. Fig. 1 eine Aus-   l'ührungsform   im Aufriss, Fig. 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 eine Scheibe in ebener Ansicht, Fig. 4 eine zweite Ausführungsform mit heizbaren   Riihrkörpern   im Aufriss und teilweisen Schnitt, Fig. 5 eine Seitenansicht zu Fig. 4, ebenfalls im teilweisen Schnitt. 



   Gemäss den Fig. 1-3 ist unmittelbar hinter dem Füllschacht 1 und über dem oberen Trum des Wanderrostes 2 auf dessen gesamte Breite eine Welle 3 angeordnet, die in   gleichmässiger   Verteilung gegen die Rostebene geneigte   Rührscheiben     4   trägt. Die Scheiben besitzen die aus Fig. 3 ersichtliche elliptische Form. Die Welle 3 ist durch eine Kette 5 und zugehörige Zahnräder mit der Wendetrommel 6 des Rostes gekuppelt. Zur Entlastung der Scheiben gegenüber dem Druck der in dem Füllschacht 1 angehäuften Kohlen ist an der unteren Öffnung des Füllschachtes eine Abweiserwand 7 angeordnet, welche bewirkt, dass das Kohlengut vor den Scheiben und nicht auf diese austritt. Infolge ihrer   Schräglage   nehmen die Scheiben nach einer halben Umdrehung die gestrichelt angedeutete Stellung ein. 



   Durch die erfindungsgemässe Einrichtung wird das Kohlengut, welches der Wanderrost unter den umlaufenden Scheiben vorbeiführt, häufig gelüftet und mit Luft bzw. Sauerstoff gemischt ; dieser Vorgang erfährt einerseits durch die elliptische Form der Scheiben und anderseits durch die gegenüber der Rostgeschwindigkeit höhere Umlaufgeschwindigkeit eine weitere Steigerung, die Scheiben bewirken infolge ihrer grösseren Umlaufgeschwindigkeit ein teilweises Zurückfördert der Kohlen zu dem Einlauf ; auf diese Weise wird das Kohlengut sehr locker. 



   Die Erfindung gewährleistet infolge der weitgetriebenen Verengung der Kohlen mit Luft und Sauerstoff eine rasche und vollkommene Verbrennung.
Versuche haben ergeben, dass der   Kohlensäuregehalt   von 10% auf 13% steigt und dass unter den 
 EMI2.1 
 möglich ist. 



   Gemäss den Fig. 4 und 5 sind die Rührkörper nicht als Vollscheibe ausgebildet, sondern gitterartig durchbrochen. Die Speichen sind mit a, die Rippen mit b und das äussere Rad mit c bezeichnet ; diese sämtlichen Teile bestehen aus Rohren, deren Hohlräume ineinander münden. Die gemeinsame Welle d, auf welcher die   Gitterscheiben   sitzen, ist ebenfalls hohl ausgebildet ; sie schliesst ein konzentrisches Rohr e ein, von welchem   Rohre/abzweigen   ; letztere sind konzentrisch durch die Speichenrohre a geführt und münden mit ihren freien Enden in die Ringrohre c. Die zwischen den Zweigrohren t und den Speichenrohren a verbleibenden Zwischenräume stehen einerseits mit dem Hohlraum der Welle   d,   anderseits mit dem Hohlraum des Umfangsrohres   c   in Verbindung. 



   Wie aus Fig. 5, in welcher auch die Drehrichtung der Gitterscheiben durch Pfeil g angedeutet ist, ersichtlich, sind die äusseren Mündungen der   Zweigrohre/durch Schöpf sehauf ein A abgedeckt   ; diese   Schöpfschaufeln liegen zur Drehrichtung g   geneigt in dem äusseren Hohlring c ; die äusseren Mündungen der Speichenrohre a sind gegenüber den Schöpfern   A   bei   i   derart abgeschlossen, dass Kondenswasser nicht in die der Dampfzuführung dienenden Zwischenräume zwischen den Rohren a und t eintreten kann. 



  Die Hohlwelle   cl   ist an der einen Seite durch eine   Büchse   k, welche ein Dampfzuführungsrohr 1 umfasst, an der andern Seite durch eine Büchse m, welche das Rohr e umgibt, dampfdieht abgeschlossen. In den Fig. 4 und 5 ist der Wanderrost durch die Linie   n   angedeutet ; die Höhe, in welcher das Verbrennungsgut über dem Wanderrost liegt, ist in Fig. 4 mit o angedeutet. 



   Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende :
Auch hier dreht sich die Welle   cl   samt den geneigt auf ihr sitzenden Gitterscheiben in Abhängigkeit von dem Antrieb des Wanderrostes, u. zw. derart, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Scheiben etwa die Hälfte (z. B. 150   mrn   pro Minute) der Transportgeschwindigkeit des Wanderrostes   (z.   B. 300 mm pro Minute) beträgt. Bei dieser Drehbewegung oszillieren die Gitterscheiben unter ständiger Durch- arbeitung des zu lüftenden Verbrennungsgutes zwischen zwei Grenzstellungen, deren eine in Fig. 4 aus- gezogen, deren andere gestrichelt gezeigt ist.

   Durch das Rohr 1 wird Heizdampf in den Raum zwischen der Hohlwelle   cl   und dem Rohr e eingelassen ; der Heizdampf strömt von hier aus durch die Speichen- rohre a und dringt auf diesem Weg bis in das äussere Umfangsrohr c vor. Auf diese Weise werden die
Gitterscheiben derart erhitzt, dass bei Berührung mit dem Verbrennungsgut eine wirksame Trocknung desselben eintritt. Dadurch wird die spätere Verbrennung aus zwei Gründen günstig vorbereitet ; einer- seits ist die Verbrennung von getrocknetem Gut rascher und wirksamer ; anderseits wird durch die Trock- nung das Eindringen von Luft in das Verbrennungsgut gefördert. 



   Das durch die Abkühlung des Heizdampfes sich bildende Kondenswasser muss entfernt werden ; diesem Zweck dienen die   Schöpfer/t,   die Rohre t und das in der Hohlwelle   cl   befindliche Rohr e, in welches die Rohre t mit ihren inneren Enden münden. Der Vorgang der Ableitung des Kondenswasser ist dabei so, dass das in dem Hohlring c nach unten strebende Wasser zwischen je zwei benachbarten Schöpfern h durch den jeweils unten liegenden Schöpfer aufgefangen wird ;

   sobald nun dieser Schöpfer infolge der
Drehbewegung des Rades in der Pfeilrichtung g die Horizontallage überschreitet, d. h. das zugehörige
Rohr t eine zur Horizontalen geneigte Lage erreicht, so muss das Kondenswasser infolge des ihm durch die geneigte Lage des   Rohres t gebotenen   Gefälles in das Rohr e abfliessen, von wo aus dann das Wasser abgeleitet wird. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Diese Ausbildung der Rührkörper ist somit geeignet, den Wirkungsgrad der Verbrennung noch um ein Beträchtliches zu steigern. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wanderrost mit einer hinter dem Füllschacht auf einer angetriebenen Welle angeordneten Rühreinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Rührkörper aus zur Achse   (. 1)   geneigten Scheiben   (4)   bestehen, welche im Sinne der Förderrichtung des Rostes   (2)   umlaufen.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben (4) von der Kreisform elliptisch abweichen.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die scheibenförmigen Rührkörper (4) zwecks Trocknung des Verbrennungsgutes heizbar sind.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1'bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die scheibenförmigen Rührkörper (4) zum Durchlass von Heizdampf hohl ausgebildet sind.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rührkörper aus gitterartig durchbrochenen Scheiben bestehen, deren Speichen (a) und kreisförmig verlaufende Rippen (b) hohl sind.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Dampfes und die Ableitung des Kondenswasser durch die zu diesem Zweck hohle Welle (d), auf welcher die Rührkörper sitzen, erfolgt.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Hohlwelle (d) ein dem Wasserablauf dienendes Rohr (e) angeordnet ist, welches mit durch die Hohlräume der Speichen (a) geführten Zweigrohren (i) in Verbindung steht.
    8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Enden der Zweigrohre (i) durch anschliessende Schöpfschaufeln überdacht werden, welche in dem äusseren Hohlring (e) der gitterartig durchbrochenen Rührscheiben liegen und bis an deren innere Mantelfläche reichen, um das Eindringen von Wasser in die Dampfzuleitungen zu verhindern, indem bei Überschreiten der Horizontalen durch ein Zweigrohr (f) das in der Schöpfschaufel (h,) dieses Zweigrohres (f) gesammelte Kondenswasser in das zentrale Sammelrohr (e) der Hohlwelle (d) abströmt und von hier abgeleitet werden kann. EMI3.1
AT136443D 1930-12-01 1931-11-13 Wanderrost mit Rühreinrichtung hinter dem Füllschacht. AT136443B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE136443T 1930-12-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT136443B true AT136443B (de) 1934-02-10

Family

ID=29277981

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT136443D AT136443B (de) 1930-12-01 1931-11-13 Wanderrost mit Rühreinrichtung hinter dem Füllschacht.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT136443B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3630755C2 (de)
DE4207266B4 (de) Dünnschichtverdampfer
AT136443B (de) Wanderrost mit Rühreinrichtung hinter dem Füllschacht.
DE599128C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern, Mischen o. dgl.
DE541117C (de) Trommelmischmaschine
DE537171C (de) Vorrichtung zum Kuehlen von koernigem Gut, insbesondere von Drehrohrofenzementklinkern
DE667011C (de) Ringwalzenmuehle zum Vermahlen, Verreiben, Mischen o. dgl. von Gut jeder Art und Form
AT92258B (de) Trommeltrockner.
DE651638C (de) Quetschmuehle
DE2245593C3 (de) Trockenvorrichtung für Zucker
DE666293C (de) Mahltrocknungsanlage
DE195740C (de)
AT122554B (de) Mühle.
DE560374C (de) Hinter dem Fuellschacht von Wanderrosten angeordnete Ruehreinrichtung
DE334836C (de) Vorrichtung zum Waschen und Reinigen von Luft oder anderen Gasen
DE25733C (de) Neuerungen an Trockenapparaten, (I
AT51537B (de) Muldentrockner zum Trocknen von Brauereiabfällen und dgl.
DE515961C (de) Bleichturm fuer Faserstoffe, insbesondere Zellstoff
DE2120999A1 (de) Trockenzentnfuge
DE762357C (de) Einrichtung zur Aufbereitung von nassem Gut
DE681112C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen
DE73638C (de) Trockenvorrichtung mit rotirender Trommel
DE645723C (de) Zum Behandeln von Brenngut, vorzugsweise Zementrohgut, mittels Gase oder Dampfes dienende umlaufende, mit rostartigem Mantel ausgeruestete Trommel
DE124808C (de)
DE68313C (de) Trockenvorrichtung