AT137320B - Verfahren zur Darstellung von Phenol und dessen Homologen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Phenol und dessen Homologen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Phenol und dessen Homologen. 



   Bekanntlich sind im Kern chlorierte aromatische Verbindungen schwer hydrolysierbar. 



  Es gelingt zwar bei Anwendung hoher Temperaturen mit Hilfe wässeriger Alkalien die Hydrolyse des Chlorbenzols zu Phenol in der Flüssigkeitsphase mit befriedigender Ausbeute technisch auszuführen. Die Hydrolyse mit Wasser allein in der Dampfphase gelang dagegen zunächst nicht. F. Bergius und K. H. Meyer (B. 47   [1914]   3160) konnten auch bei Anwendung hoher Temperaturen und verschiedener Katalysatoren keine technisch brauchbare Ausbeute an Phenol erzielen ; der beste Katalysator, das Aluminiumoxyd, ergab höchstens 200/0 der theoretischen Ausbeute. 



   Nach dem in der britischen Patentschrift Nr. 288308 beschriebenen Verfahren gelingt dagegen die Hydrolyse des Chlorbenzols in der Dampfphase bei Gegenwart von aktivem Kieselsäuregel als Katalysator mit einer Ausbeute an Phenol bis zu   75%.   Die Ausbeuten können nach den Angaben der britischen Patentschrift Nr. 308220 durch zusätzliche Katalysatoren, wie feinverteiltes Cu, Co, Ni, deren Oxyde oder Nitrate noch erhöht werden. Der Unterschied zwischen dem letztgenannten und den oben erwähnten bekannten Verfahren scheint demnach auf der dem aktiven Kieselsäuregel eigentümlichen ausserordentlich hoch entwickelten Oberflächenaktivität begründet zu sein, die den andern Stoffen mehr oder weniger abgeht. 



   Überraschenderweise zeigte es sich nun, dass man Phenol und dessen Homologe aus Chlorbenzol und seinen Homologen durch Hydrolyse in der Dampfphase mit sehr guter Ausbeute erhalten kann, wenn man als Katalysatoren Verbindungen der Elemente der 1. bis 4. Gruppe des periodischen Systems verwendet, die ein höheres Atomgewicht als 39 besitzen und die vor der Benutzung von Verunreinigungen befreit worden sind. An Stelle dieser Verbindungen kann man auch Stoffe, ausgenommen Kieselsäure, verwenden, die die genannten Verbindungen enthalten oder unter den herrschenden Reaktionsbedingungen in diese übergehen. 



   Gewisse Verunreinigungen der Katalysatoren sind der Phenolausbeute nicht abträglich, und einige Zusätze, wie z. B. Kupfer, Nickel, Kobalt, Silber, Gold und Platinmetalle sowie Verbindungen dieser Metalle, verbessern sogar die Wirkung des Kontaktes. 



   Man führt die Hydrolyse des Chlorbenzols und seiner Homologen gemäss vorliegender Erfindung zweckmässig in der Art aus, dass man die Dämpfe des zur Anwendung gelangenden chlorierten Kohlenwasserstoffes mit Wasserdampf bei einer Temperatur, die je nach den Eigenschaften des   gewählten   Kontaktes vorzugsweise zwischen 300 und   500  liegt,   über den Kontakt leitet. Die Isolierung des Hydrolysenprodukts erfolgt auf bekannte Weise. 



   Beispiel 1 : Man leitet ein Gemisch von Dämpfen gleicher Gewichtsteile Chlorbenzol und Wasser bei   450  über   einen aus Zinndioxydhydrat bestehenden Katalysator. Das hiebei entstehende Phenol wird in bekannter Weise gewonnen. Die Ausbeute beträgt 85 /o der Theorie. 



   An Stelle des Zinndioxydhydrates kann man auch Titandioxydhydrat verwenden. Genaue Formeln lassen sich für diese wasserhaltigen Gele nicht angeben ; es ist anzunehmen, dass die katalytisch wirksamen Verbindungen zwischen den Körpern Ti02 und   TiOgHs   bzw. zwischen Sn (OH) 4 und SnOg liegen. 

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   Beispiel 2 : Man leitet ein Gemisch von Dämpfen gleicher Gewichtsteile Wasser und p-Chlortoluol bei   4200 durch mit   Zinkoxyd gefüllte Rohre. Das auf bekannte Art abgeschiedene p-Kresol entspricht einer Ausbeute von   85 /o   der Theorie. 



   Beispiel 3 : Man leitet ein Gemisch gleicher Gewichtsteile Chlorbenzol und Wasser im Dampfzustand bei   350  über   einen Kontakt ; der aus eisenfreiem Calciumcarbonat besteht, das   20/0 Kupfer   enthält. Man erhält Phenol in einer Ausbeute von   950/0   der Theorie. Nach einiger Zeit geht der Kontakt vollständig in   liupferhaltiges Calciumchlorid   über, ohne indessen seine Wirkung zu verlieren. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von Phenol und dessen Homologen durch Hydrolyse von Chlorbenzol und seinen Homologen in dampfförmigem Zustande mit Wasserdampf bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysatoren reine Verbindungen der Elemente der 1. bis 4. Gruppe des periodischen Systems mit einem höheren Atomgewicht als 39 oder Stoffe, ausgenommen Kieselsäure, verwendet werden, die die genannten Verbindungen enthalten bzw. unter den Reaktionsbedingungen in diese übergehen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Katalysatoren ausserdem geringe Mengen Kupfer, Kobalt, Nickel, Silber, Gold, Platinmetalle oder Verbindungen der genannten Metalle enthalten.
AT137320D 1929-07-08 1930-06-20 Verfahren zur Darstellung von Phenol und dessen Homologen. AT137320B (de)

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