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Gittergesteuerter Mehrphasengleichriehter mit Spannungszwisehenstufe.
Bekanntlich gestatten gittergesteueite Gleichrichter mit sehr einfachen Mitteln eine kontinuierliche, verlustfreie Regelung der Gleichspannung von Null bis zum Maximalwert. So gross auch die Vorteile dieser Regelungsart sind, so hat sie doch den Nachteil, dass besonders bei stärkerer Zündmomentverzögerung die Kurvenform und der Leistungsfaktor auf der Primärseite zu wünschen übrig lässt. Auch die Kurvenform des gelieferten Gleichstromes wird durch die künstliche Verzögerung der Zündung ungünstig beeinflusst. Handelt es sich nun um einen Gleichrichter bei dem ausser Betrieb mit einer höheren Spannung auch ein Dauerbetrieb mit einer wesentlich niedrigeren Gleichspannung verlangt wird, so ist es angezeigt, die niedrigere Spannung nicht oder wenigstens nicht ausschliesslich mittels der Gittersteuerung einzustellen, sondern eine Spannungszwischenstufe vorzusehen.
Dies geschieht gewöhnlich mittels entsprechender Anzapfungen des Gleichrichtertransformators. Erfindungsgemäss lässt sich nun bei mehrphasigen Gleichrichtern eine Spannungszwischenstufe ohne Transformatoranzapfungen in besonders günstiger Weise dadurch erzielen, dass man die Primärwicklungen des Transformators einmal in Sternund einmal in Dreieckschaltung verwendet. Man erzielt dadurch zwei Spannungsstufen, die zueinander im Verhältnis 1 : V3 stehen und mit denen praktisch in fast allen Fällen das Auslangen gefunden wird.
Für die Umschaltung können die bekannten Stern-Dreieck-Schalter verwendet werden.
Nun tritt jedoch bei derartigen Anordnungen im Moment der Betätigung des Stern-Dreieck-Schalters
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Spannung ungefähr dem früheren Weit entspricht.
Diese Veränderung der Einstellung der Gitterregelung kann nun erfindungsgemäss in ausserordentlich einfacher Weise dadurch erfolgen, dass der Gittertransformator, dessen Sekundärspannungsphasenlage ja den Zündpunkt bestimmt, an der Stern-Dreieck-Umschaltung gar nicht teilnimmt. Dadurch erhält man beim Umschalten mittels des Stern-Dreieck-Schalters eine zusätzliche Phasenverschiebung des Zündzeitpunktes von 30 . Die Figuren sollen dies alles näher erläutern : Fig. 1 zeigt schematisch einen Gleichrichter, bei dem mittels eines Stern-Dreieck-Schalters) S zwei Spannungsstufen einstellbar sind.
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In der Schaltung nach Fig. 2 nimmt der Gittertransformator an der Umschaltung nicht teil, so dass, wie man aus dem Diagramm Fig. 2a ersieht, durch Umschalten des Hauptstromkreises der Zündwinkel um 30 geändert wird.
Man hat es in der Hand, dadurch den Spannungsstoss stark herunterzudrücken oder auch ganz zu beseitigen, wenn die Umschaltung mittels des Stern-Dreieck-Schalters so erfolgt, dass bei Schalten von Stern auf Dreieck die Zündung um 30'später erfolgt.
Fig. 3 soll die beiden, bei einem normalen Stem-Dreieck-Schalter bestehenden Möglichkeiten für den Übergang von Stein-auf Dreieckschaltung zeigen. Die Punkte RST der Transformatoiprimar- wicklung denke man sich fix an das vorhandene Drehstromnetz angeschlossen. Die Spulen R R', S S', T T'stelle man sich um die Punkte RST drehbar vor. Der Übergang aus der gezeichneten Sternschaltung, bei der die Punkte R'S'T'zum Nullpunkt verbunden sind, in eine Dreieckschaltung kann nun durch eine gleichsinnige Drehung der drei Spulen um 30 und darauffolgende Streckung erfolgen.
Je nachdem, ob
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diese Drehung im Sinne des Uhrzeigers erfolgt, wobei 9 mit S, S'mit T und T'mit R verbunden wird, oder entgegengesetzt dem Uhrzeiger, wobei R'mit T, r mit S und S'mit R verbunden wird, wird die Phasenlage der Transformatorspannungen bei der Dreieckschaltung um +30 gegenüber der Phasenlage bei Sternschaltung verschoben.
Lässt man nun in Weiterausbildung des Erfindungsgedankens die Umschaltung von der Stern-in die Dreieckschaltung etwa mittels zweier gekoppelter Stern-Dreieck-Schalter, zwar sowohl für den Haupttransformator als auch für den Gittertransfofmator, jedoch für beide in entgegengesetzem Sinne erfolgen, so erhält man als Summe der positiven und negativen 30gradigen Phasenverschiebung eine 60gradige relative Phasenverschiebung der Zündzeitpunkte. Natürlich lässt sich dadurch ebenfalls der Spannungssprung beim Umschalten vermeiden. Dieser kann aber auch dem Vorzeichen nach geändert werden, was einer Überlappung der beiden Spannungsstufen entspricht (Fig. 4).
Erfindungsgemäss gelingt es nun sogar, die beiden in entgegengesetzter Weise vor sich gehenden Stern-Dreieck-Umschaltungen für den Haupt-und Gittertransformator mit einem einzigen, gewöhnlichen Stern-Dreieck-Schalter vorzunehmen. Fig. 5 zeigt, wie dann Haupt-und Gittertransformator an den Umschalter angeschlossen werden müssen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Betrieb von gittergesteuerten mehrphasigen Gleichrichtern mit einer Spannungzwischenstufe, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungszwischenstufe durch Stern-Dreieck-Umschal- tung der Primärwicklung des Gleichrichtertransformators hergestellt wird.