AT14017U1 - Vorrichtung zum Behandeln einer Faserbahn - Google Patents

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AT14017U1 ATGM8037/2014U AT80372014U AT14017U1 AT 14017 U1 AT14017 U1 AT 14017U1 AT 80372014 U AT80372014 U AT 80372014U AT 14017 U1 AT14017 U1 AT 14017U1
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Abstract

Eine Vorrichtung (1) zum Behandeln einer Faserbahn (W) weist mehrere Walzen (3,4,5,6), einen flexiblen Mantel, Band oder Sieb (2) in Form einer endlosen, um wenigstens einen Teil der Walzen(3,4,5,6) umlaufenden Schlaufe, und einen Rahmen (7) zum Halten zumindest eines Teils der Walzen (3,4,5,6) auf. Der Rahmen (7) weist wenigstens zwei lösbar miteinander verbundene Rahmenteile (8,9,10,11) auf.

Description

Beschreibung
VORRICHTUNG ZUM BEHANDELN EINER FASERBAHN
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln einer Faserbahn mit mehrerenWalzen, mit einem flexiblen Mantel, Band oder Sieb in Form einer endlosen, um wenigstenseinen Teil der Walzen umlaufenden Schlaufe, und mit einem Rahmen zum Halten zumindesteines Teils der Walzen, nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art. DesWeiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Austauschen eines flexiblen Mantels, Bandsoder Siebs bei einer solchen Vorrichtung.
[0002] Aus der WO 2006/024695 A1 ist eine derartige Behandlungsvorrichtung für eine Faser¬bahn bekannt. Diese weist ein um mehrere Leitwalzen umlaufendes Band auf, das mit einerWalze einen Walzenspalt bildet, mit dem eine Faserbahn, insbesondere eine Papier- oderKartonbahn, behandelt bzw. bearbeitet werden kann. Solche Behandlungsvorrichtungen wer¬den beispielsweise als Bandkalander eingesetzt, um eine den Walzenspalt durchlaufende Fa¬serbahn zu kalandrieren.
[0003] Da ein solches endloses, um wenigstens zwei Walzen umlaufendes Band während desBetriebs üblicherweise einem stärkeren Verschleiß unterworfen ist als die übrigen Bauteile derFaserbahnbehandlungsvorrichtung, muss dasselbe relativ häufig ausgetauscht werden. ZumAustausch eines solchen Mantels, Bands oder Siebs wird dasselbe entpackt, auf eine separateAustauschvorrichtung aufgeschoben und auf derselben in eine Form gebracht, in der es an dervorgesehenen Stelle auf die Walzen aufgeschoben werden kann.
[0004] Die meisten dieser bekannten Austauschvorrichtungen sind jedoch verhältnismäßigschwierig in der Handhabung, weshalb der Austausch des Mantels, Bands oder Siebs meistrecht lang dauert. Dies führt zu unnötigen Produktionsausfällen und damit zu vermeidbarenKosten. Des Weiteren können die bekannten Austauschvorrichtungen nicht bei Faserbahnbe¬handlungsvorrichtung eingesetzt werden, die lediglich zwei Leitwalzen aufweisen, um die dasBand umläuft.
[0005] Die DE 20 2009 006 242 U1 beschreibt ein Beispiel einer solchen Vorrichtung zumAustauschen eines solchen Mantels, Bands oder Siebs.
[0006] Eine weitere bekannte Austauschvorrichtung ist in der DE 20 2012 002 283 U1 be¬schrieben. Diese ist zum Austauschen eines um zwei Leitwalzen umlaufenden Bands geeignet,weist jedoch einen relativ komplizierten Aufbau mit einer Vielzahl von Bauteilen auf.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Behandeln einerFaserbahn mit einem um mehrere Walzen umlaufenden Mantel, Band oder Sieb zu schaffen,bei dem ein einfacherer Austausch des Mantels, Bands oder Siebs möglich ist. Des Weiteren istes Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein auf eine solche Vorrichtung abgestimmtes Verfah¬ren zum Austauschen des Mantels, Bands oder Siebs zu schaffen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmalegelöst.
[0009] Durch die Ausführung des zum Halten der Walzen vorgesehenen Rahmens mit wenigs¬tens zwei einzelnen, separaten Rahmenteilen, die lösbar miteinander verbunden sind, ist es aufsehr einfache Weise möglich, den Rahmen zu demontieren, um die Walzen in eine solchePosition zu bringen, dass das um dieselben umlaufende Band problemlos ausgetauscht werdenkann.
[0010] Gegenüber dem Stand der Technik stellt dies eine stark vereinfachte Lösung dar, insbe¬sondere was die Anzahl der Bauteile und den Aufwand bei der Demontage anbelangt.
[0011] Eine besonders einfache Verbindung der wenigstens zwei Rahmenteile ergibt sich,wenn die wenigstens zwei Rahmenteile mittels wenigstens zweier Schrauben miteinanderverbunden sind.
[0012] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Schrauben als hydraulische Schrauben oder alselektrisch erwärmbare Schrauben ausgebildet sind. Auf diese Weise können die erforderlichen,vergleichsweise hohen Kräfte problemlos aufgebracht werden.
[0013] Um den Austauschvorgang des flexiblen Mantels, Bands oder Siebs noch weiter zuvereinfachen, kann wenigstens ein hydraulischer Stützzylinder zum Stützen wenigstens einerder Walzen während des Austauschvorgangs vorgesehen sein.
[0014] Um die Handhabung dieses Stützzylinders zu vereinfachen, kann des Weiteren vorge¬sehen sein, dass der hydraulische Stützzylinder eine Verriegelungseinrichtung zum Verriegelndesselben aufweist. Dadurch kann im ausgefahrenen Zustand des wenigstens einen Stützzylin¬ders auf das Aufbringen einer hydraulischen Kraft verzichtet werden.
[0015] Eine sehr vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung kann außerdem darin bestehen, dassder Rahmen ein oberes Rahmenteil, ein mittleres Rahmenteil und ein unteres Rahmenteil auf¬weist. Eine derartige Aufteilung des Rahmens hat sich insbesondere hinsichtlich der Demonta¬ge desselben als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0016] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass zwischen dem oberen Rahmenteil und demmittleren Rahmenteil zwei voneinander beabstandete Zwischenteile angeordnet sind. Durchdiese Zwischenteile zwischen dem oberen und dem mittleren Rahmenteil können diese beidenRahmenteile eine einfachere Form aufweisen und damit leichter und kostengünstiger hergestelltwerden.
[0017] Eine verfahrensgemäße Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen von An¬spruch 8.
[0018] Mit diesem Verfahren lässt sich ein bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung eingesetzterMantel, Band oder Sieb auf sehr einfache und effektive Art und Weise austauschen.
[0019] Ein einfaches Verbinden und Lösen der wenigstens zwei Rahmenteile ergibt sich, wennin einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens zum Verbinden der Rahmenteile dieselbenmiteinander verschraubt werden.
[0020] Um den Austauschvorgang noch weiter zu vereinfachen kann des Weiteren vorgesehensein, dass nach dem Lösen der Rahmenteile voneinander wenigstens zwei der Walzen mittelshydraulischer Stützzylinder in einer festen Position gehalten werden.
[0021] Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prin¬zipmäßig dargestellt.
[0022] Es zeigt: [0023] Fig. 1 eine sehr schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln einer
Faserbahn; [0024] Fig. 2 eine detailliertere Darstellung der Vorrichtung aus Fig. 1 in einem ersten Zustand; [0025] Fig. 3 die Vorrichtung aus Fig. 2 in einem zweiten Zustand; [0026] Fig. 4 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einem ersten Zustand beim Austauschen des Mantels, Bands oder Siebs; und [0027] Fig. 5 die Vorrichtung aus Fig. 4 in einem zweiten Zustand beim Austauschen des
Mantels, Bands oder Siebs.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Behandeln einer Faserbahn W, beispielsweise einerPapier- oder Kartonbahn. Da die Art und Weise der Behandlung der Faserbahn W mittels derVorrichtung 1 an sich bekannt ist, wird hierauf nicht näher eingegangen. Die Vorrichtung 1 weistein Band 2 auf, das als flexibles, endloses Band ausgebildet ist und um zwei Walzen 3 und 4umläuft, die auch als Leitwalzen 3 und 4 bezeichnet werden können. Obwohl im vorliegendenFall zwei Leitwalzen vorgesehen sind, wäre es auch möglich, die Vorrichtung 1 mit mehr alszwei Leitwalzen auszuführen.
[0029] Das Band besteht bevorzugt aus Kunststoff, beispielsweise PU, PEEK, PFD, Teflon,Gummi sowie Mischungen mit Fasern aus Glas, Aramid oder Metallgewebe. Das Band kannauch aus Kunststoff mit einer dünnen Unterschicht aus Metall gefertigt sein. Weitere Werkstoffefür das Band sind Metall oder Metall mit einer Unterschicht aus Kunststoff.
[0030] Die Vorrichtung 1 weist außerdem zwei weitere Walzen 5 und 6 auf, zwischen denendas Band 2 verläuft. Hierbei bildet die untere, sich außerhalb der durch das Band 2 gebildetenSchleife befindliche Walze 5 mit dem Band 2 einen Walzenspalt N, in dem die Faserbahn Wbehandelt wird. Bei der Walze 5 kann es sich zum Beispiel um eine sogenannte Thermowalzehandeln. Die Walze 6 befindet sich innerhalb der Bandschleife und bringt eine Gegenkraft zuder durch die Walze 5 aufgebrachten Kraft auf. Die Walze 6 kann daher als Gegenwalze be¬zeichnet werden.
[0031] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung 1 als Kalander, insbesondereals Metallbandkalander, ausgebildet. Statt dessen könnte es sich bei der Vorrichtung 1 zumBehandeln der Faserbahn W auch um eine andere Einrichtung handeln, die einen flexiblenMantel, ein flexibles Band oder ein flexibles Sieb in Form einer endlosen, um mehrere Walzenumlaufenden Schlaufe aufweist, wie zum Beispiel um eine Streicheinrichtung, eine Leimeinrich¬tung, einen Trockner und/oder eine Presse. Vorzugsweise ist die Einrichtung Teil einer nichtdargestellten Faserbahnbearbeitungsmaschine.
[0032] In den Figuren 2 und 3 ist die Vorrichtung 1 aus Fig. 1 detaillierter dargestellt. Insbeson¬dere zeigen die Figuren 2 und 3 einen Rahmen 7, der zum Halten der Walzen 3, 4, 5 und 6 derVorrichtung 1 dient. Grundsätzlich könnte der Rahmen 7 jedoch auch so ausgeführt werden,dass lediglich ein Teil Walzen 3, 4, 5 oder 6, d. h. nur einige dieser Walzen 3, 4, 5 oder 6, durchden Rahmen 7 gehalten werden bzw. an dem Rahmen 7 gelagert sind.
[0033] In den Figuren 2 und 3 ist zu erkennen, dass der Rahmen 7 mehrere Rahmenteile, imAllgemeinen wenigstens zwei Rahmenteile, aufweist, die lösbar miteinander verbunden sind. Imvorliegenden Fall weist der Rahmen 7 ein oberes Rahmenteil 8, ein mittleres Rahmenteil 9 undein unteres Rahmenteil 10 auf. Des Weiteren ist erkennbar, dass zwischen dem oberen Rah¬menteil 8 und dem mittleren Rahmenteil 9 zwei voneinander beabstandete Zwischenteile 11angeordnet sind. Zur Verbindung der einzelnen Teile des Rahmens 7 dienen im vorliegendenFall zwei Schrauben 12, die durch sämtliche Rahmenteile, d. h. durch das obere Rahmenteil 8,jeweils eines der Zwischenteile 11, das mittlere Rahmenteil 9 und das untere Rahmenteil 10verlaufen. Zur Verbindung mit den Schrauben 12 sind jeweilige Muttern 13 vorgesehen. Sämtli¬che der Rahmenteile 8, 9 und 10 sowie die Zwischenteile 11 weisen hierfür entsprechendeBohrungen auf, die nicht vollständig dargestellt und nicht mit Bezugszeichen versehen sind. Umdie erforderliche Kraft zum Halten des Rahmens, insbesondere während des Betriebs der Vor¬richtung 1 zu gewährleisten, sind die beiden Schrauben 12 im vorliegenden Fall als hydrauli¬sche Schrauben bzw. Hydraulikschrauben ausgebildet. Hierbei kann auf dem Fachmann be¬kannte Bauteile zurückgegriffen werden.
[0034] Alternativ zu der Ausführungsform als hydraulische Schrauben ist es auch möglich,elektrisch erwärmbare Schrauben zu verwenden. Hierzu kann in einem nicht näher bezeichne-ten Schaftabschnitt der Schraube 12 ein Heizwiderstand vorgesehen sein. In diesem Zusam¬menhang ist es bekannt, dass es bei einigen Anwendungsfällen vorteilhaft sein kann, beimInstallieren der Schraube 12 einen Vorspannungszustand in dem Schaftabschnitt derselben zuerreichen, durch welchen die als ein Widerlager wirkende Mutter 13 frei und ohne Erzeugungeines eine Feststellkraft in dem Schaftabschnitt der Schraube 12 erzeugenden Zugbelastungs¬zustands auf den Schaftabschnitt der Schraube 12 aufgeschraubt werden kann. Im Stand derTechnik, beispielsweise in der CH 552448, der US 5,398,574 oder der WO 96/02363 A1, wirddieser Vorspannungszustand mit Hilfe eines von der Bolzenstruktur bzw. der Schraube separa¬ten Werkzeugs erzeugt. Dieses Werkzeug wird in Verbindung mit dem Anbringen eines Wider¬lagers an dem Schaftabschnitt der Schraube bzw. des Bolzens befestigt, sodass mit Hilfe desWerkzeugs ein temporärer Spannungszustand in dem Schaftabschnitt erzeugt wird. Des Weite¬ren sind in diesem Zusammenhang Lösungen mit einer Bolzenstruktur bekannt, bei denen ein
Heizwiderstand innerhalb des Schaftabschnitts der Schraube bzw. des Bolzens angeordnet ist.Dabei wird der Heizwiderstand in Verbindung mit dem Anbringen des Widerlagers erwärmt,wodurch ein temporärer Spannungszustand in dem ebenfalls erwärmten Schaftabschnitt verur¬sacht wird.
[0035] Im vorliegenden Fall dient das obere Rahmenteil 8 zum Halten bzw. Lagern der beidenWalzen 3 und 4, d. h. der Leitwalzen, sowie zum Halten bzw. Lagern der Walze 6, d. h. derGegenwalze. Das mittlere Rahmenteil 9 dient zum Halten bzw. Lagern der Walze 5, also dersich außerhalb der durch das Band 2 gebildeten Schlaufe angeordneten Walze. EntsprechendeLager sind dem Fachmann geläufig und sind daher in den Figuren nicht dargestellt. Die beidenZwischenteile 11 dienen zur Überbrückung des Abstands zwischen dem oberen Rahmenteil 8und dem mittleren Rahmenteil 9. Bei einer entsprechenden Konstruktion des oberen Rah¬menteils 8 und/oder des mittleren Rahmenteils 9 könnte auf die Zwischenteile 11 gegebenen¬falls auch verzichtet werden. Das untere Rahmenteil 10 nimmt die jeweiligen, mit den Schrau¬ben 12 verbundenen Muttern 13 auf und weist hierzu entsprechende Ausnehmungen 14 auf.Dadurch kann das mittlere Rahmenteil 9 einfacher gestaltet werden. Gegebenenfalls könntejedoch auch auf das untere Rahmenteil 10 verzichtet werden, wenn das mittlere Rahmenteil 9dessen Funktion übernehmen würde.
[0036] Die Vorrichtung 1 weist des Weiteren zwei hydraulische Stützzylinder 15 auf, die zumHalten der beiden Walzen 3 und 4 während des nachfolgend noch beschriebenen Austausch¬vorgangs des flexiblen Mantels, Bands oder Siebs 2 dienen. Hierbei weisen die Stützzylinder 15jeweilige Verriegelungseinrichtungen 16 auf, mit denen die Stützzylinder 15 in einer bestimmtenPosition verriegelt werden können, sodass sie auch ohne Aufbringen einer hydraulischen Kraftin ihrer Position verbleiben.
[0037] Während in Fig. 2 die Stützzylinder 15 in ihrer unteren, eingefahrenen Position darge¬stellt sind, sind sie in Fig. 3 in ihrer oberen, die Walzen 3 bzw. 4 stützenden Position dargestellt.In dieser Position sind die Stützzylinder 15 mittels der Verriegelungseinrichtungen 16 verriegelt.
[0038] Die Figuren 4 und 5 zeigen zwei Zustände eines Verfahrens zum Austauschen desflexiblen Mantels, Bands oder Siebs 2 bei der Vorrichtung 1. In nicht dargestellter Weise werdenhierbei zunächst die wenigstens zwei Teile des Rahmens 7, im vorliegenden Fall das obereRahmenteil 8, die Zwischenteile 11, das mittlere Rahmenteil 9 und das untere Rahmenteil 10,voneinander getrennt. Dies wird im dargestellten Ausführungsbeispiel durch Lösen der Schrau¬ben 12 bewerkstelligt. Nach dem Lösen der Rahmenteile 8,9, 10 und 11 voneinander werdendie beiden Walzen 3 und 4 mittels der hydraulischen Stützzylinder 15 in einer festen Positiongehalten.
[0039] Anschließend wird an die beiden Walzen 3 und 4 eine Austauscheinrichtung 17 ange¬bracht, mit welcher das Band 2 auf einfache Weise ausgetauscht werden kann. Die Austau¬scheinrichtung 17 weist ein Traggestell 18 mit zwei voneinander beabstandeten Auslegerarmen19 auf. Eine derartige Konstruktion der Austauscheinrichtung 17 ist beispielsweise in der DE 202012 002 283 U1 beschrieben.
[0040] Auf das Traggestell 18 kann das Band 2 bzw. allgemein der Mantel, das Band oder dasSieb, aufgeschoben werden. In Fig. 5 ist der auf das Traggestell 18 aufgeschobene Zustanddes Bands 2 zu erkennen. Die Austauscheinrichtung 17 und insbesondere das Traggestell 18derselben ist insbesondere für die vorliegende Vorrichtung 1 geeignet, welche lediglich zwei alsLeitwalzen ausgebildete Walzen 3 und 4 aufweist. Selbstverständlich wäre es jedoch auchmöglich, das Traggestell 18 an eine Vorrichtung 1 anzupassen, die mehr als zwei Leitwalzen,insbesondere drei Leitwalzen, aufweist. Auch der oben beschriebene Rahmen 7 könnte an einederartige Vorrichtung 1 angepasst werden.
[0041] Nach dem Anbringen der Austauscheinrichtung 17 an den beiden Walzen 3 und 4 wird,wie bereits erwähnt, der Mantel, das Band oder das Sieb 2 von den wenigstens zwei Walzen 3und 4 entfernt. Vor dem Entfernen bzw. Abnehmen des Bands 2 werden die Walzen 3 und 4 ineine solche Position bewegt, dass dieses Entfernen des Bands 2 problemlos möglich ist. An¬ schließend wird ein anderes Band, ein anderer Mantel oder ein anderes Sieb auf den beidenWalzen 3 und 4 montiert. Schließlich werden die wenigstens zwei Teile des Rahmens 7, imvorliegenden Fall das obere Rahmenteil 8, die Zwischenteile 11, das mittlere Rahmenteil 9 unddas untere Rahmenteil 10 wieder miteinander verbunden. Umgekehrt zum oben beschriebenenLösen der Rahmenteile geschieht dies im vorliegenden Fall durch Schließen der Schrauben 12,d. h. durch Aufschrauben der Muttern 13 auf die Schrauben 12.
[0042] Auf der den Walzen 3 und 4 abgewandten Seite weist das Traggestell 8 eine Einrichtungzum Verbinden desselben mit einer sehr schematisch angedeuteten Hebeeinrichtung 20 auf.Diese Verbindungseinrichtung kann beispielsweise eine Ausnehmung in einem vorderen Be¬reich der beiden Auslegerarme 19 sein. Die Hebeeinrichtung 20 kann Teil eines Krans oderähnlichem sein oder an einem Kran angebracht sein, sodass das Traggestell 8 mittels einessolchen Krans angehoben werden kann.

Claims (10)

  1. Ansprüche 1. Vorrichtung zum Behandeln einer Faserbahn mit mehreren Walzen, mit einem flexiblenMantel, Band oder Sieb in Form einer endlosen, um wenigstens einen Teil der Walzen umlaufendenSchlaufe, und mit einem Rahmen zum Halten zumindest eines Teils der Walzen,dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) wenigstens zwei lösbar miteinander verbundene Rahmenteile (8,9,10,11)aufweist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Rahmenteile (8,9,10,11) mittels wenigstens zweier Schrauben (12)miteinander verbunden sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2,dadurch gekennzeichnet, dass die Schrauben (12) als hydraulische Schrauben oder alselektrisch erwärmbare Schrauben ausgebildet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1,2 oder 3,gekennzeichnet durch wenigstens einen hydraulischen Stützzylinder (15) zum Stützen wenigstens einer der Wal¬zen (3,4,5,6) während eines Austauschvorgangs des flexiblen Mantels, Bands oder Siebs (2).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4,dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Stützzylinder (15) eine Verriegelungseinrichtung (16) zum Verriegeln des¬selben aufweist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) ein oberes Rahmenteil (8), ein mittleres Rahmenteil (9) und ein unteresRahmenteil (10) aufweist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6,dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem oberen Rahmenteil (8) und dem mittleren Rahmenteil (9) zwei voneinanderbeabstandete Zwischenteile (11) angeordnet sind.
  8. 8. Verfahren zum Austauschen eines flexiblen Mantels, Bands oder Siebs bei einer Vorrich¬tung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, mit folgenden Verfahrensschritten: - die wenigstens zwei Rahmenteile (8,9,10,11) werden voneinander getrennt, - an wenigstens zwei der Walzen (3,4,5,6) werden jeweilige Austauscheinrichtungen (17)angebracht, - der Mantel, das Band oder das Sieb (2) wird von den wenigstens zwei Walzen (3,4,5,6)entfernt, - ein anderes Band, Mantel oder Sieb (2) wird auf den wenigstens zwei Walzen (3,4,5,6)montiert, - die beiden Rahmenteile (8,9,10,11) werden miteinander verbunden.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum Verbinden der Rahmenteile (8,9,10,11) dieselben miteinander verschraubt werden.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Lösen der Rahmenteile (8,9,10,11) voneinander wenigstens zwei der Walzen(3,4,5,6) mittels hydraulischer Stützzylinder (15) in einer festen Position gehalten werden. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
ATGM8037/2014U 2012-09-17 2013-06-25 Vorrichtung zum Behandeln einer Faserbahn AT14017U1 (de)

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