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Verfahren zum Reinigen von Metallflächen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbesserung und weitere Fortbildung des Verfahrens zum Reinigen von Metallflächen nach Patent Nr. 135650.
Nach dem Verfahren dieses Patentes erfolgt die Reinigung von Metallflächen und deren Vorbereitung zur Aufnahme von Überzügen in der Weise, dass eine Reinigungsmasse auf die zu reinigende Fläche aufgebracht wird, welche pulverförmige Absorptionsmittel neben den eigentlichen Reinigungsmitteln (rostlösende Säure, Wasser, Öllösungsmittel usw.) von solcher Art und in solchem Mengenverhältnis enthält, dass sie nach dem Trocknen eine stückige oder schuppige, locker anhaftende und von selbst abfallende oder mechanisch leicht entfernbare Schicht auf der Oberfläche bildet, welche in trockenem Zustande, ohne Anwendung von Wasser, leicht mechanisch entfernt wird.
Es ist in dieser Patentschrift auch schon dargelegt worden, von welchen Faktoren die Art des nach dem Trocknen erhaltenen Überzuges abhängt und unter welchen Umstanden man eine mehr oder weniger pulverige oder schuppige, nur locker anhaftende Schicht oder eine kontinuierliche und fest anhaftende Schicht erhalten kann.
Es wurde nun gefunden, dass als Adsorptionsmittel solche Stoffe besonders geeignet sind, die bei den zur Trocknung des Belages verwendeten Temperaturen mit der als Rostlösungsmittel dienenden Säure reagieren. Das bietet den weiteren Vorteil, dass diese Stoffe den Überschuss der verwendeten Säure, soweit diese nicht zum Lösen des Rostes verwendet wurde. neutralisieren. Es ist aber nicht zweckmässig, diese Stoffe ausschliesslich zu verwenden, da sonst der nach dem Trocknen auf der Metallfläche
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fläche des Werkstücks verbleiben. z.
B. wenn die Werkstücke vor dem Antsrich auf Lager genommen werden sollen, und schützt sie während dieser Zeit gegen Rostbildung. Soll dann später das Werkstück mit einem Anstrich versehen werden, so wird auf die fest anhaftende Schicht ein Anstrich der erstgenannten Art aufgebracht, welcher einen leicht mechanisch entfernbaren Überzug ergibt, und dieser zweite Anstrich verbindet sich beim Trocknen mit dem fest anhaftenden Überzug und bringt diesen mit zum Abplatzen.
Die Reinigungsmasse besteht demnach aus einer rostlösenden Säure, einem Öllösungsmittel und fein gepulverten Adsorptionsmitteln, die zum Teil bei höherer Temperatur mit der Säure reagieren.
Wenn sich die Reinigungsmasse nach dem Trocknen sofort abschälen bzw. mechanisch leicht
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<tb>
<tb> Substanzen <SEP> kg <SEP> kg <SEP> Funktion
<tb> Wasser <SEP> .................................. <SEP> 229 <SEP> 39
<tb> Ortho-Phosphorsäure <SEP> (75%) <SEP> ............... <SEP> 105 <SEP> 17#9 <SEP> Rostentfernungs- <SEP> und <SEP> Reinigungsmittel
<tb> Äthyl-Methyl-Keton....................... <SEP> ti7 <SEP> 1]'4 <SEP> Fettlösuiigsmitte]
<tb> Rohe <SEP> Sienaerde........................... <SEP> 135 <SEP> 23'0 <SEP> Träger, <SEP> der <SEP> mit <SEP> der <SEP> Phosphorsälll <SEP> e
<tb> reagiert
<tb> gepulvert <SEP> amorphe <SEP> Adsorptionskohle <SEP> :
<tb> Weidenholzkohle <SEP> ..................... <SEP> t1'5 <SEP> 7'0 <SEP> adsorbierend
<tb> Lampenruss <SEP> ......................... <SEP> 10 <SEP> 1#7 <SEP> färbend
<tb> 5R7'5 <SEP> 100'00
<tb>
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<tb>
<tb> Substanzen <SEP> kg <SEP> kg <SEP> Funktion
<tb> Wasser <SEP> 229 <SEP> 37-35
<tb> Ortho-Phosphorsäure <SEP> (75%)................ <SEP> 120 <SEP> 19'60 <SEP> Rostentfernungs-und <SEP> Reinigungsmittel
<tb> Äthyl-Methyl-Keton <SEP> .........................
<SEP> 81 <SEP> 13#20 <SEP> Fettlösungsmittel
<tb> Rohe <SEP> Sienaerde <SEP> 135 <SEP> 22'0, <SEP> Träger, <SEP> der <SEP> mit <SEP> der <SEP> Phosporsäure
<tb> reagiert
<tb> Gepulverte <SEP> amorphe <SEP> Adsoiptionskohle
<tb> (Weidenholzkohle) <SEP> 46 <SEP> 7'85 <SEP> adsorbierend, <SEP> färbend <SEP> usw.
<tb> exil100-00
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Es versteht sich von selbst. dass an Stelle der Phosphorsäure irgendeine andere rostlösende Säure. wie z. B. Oxalsäure, Weinsäure, Zitronensäure usw., verwendet werden kann. dass für das Äthyl-) 1ethyl- Keton andere Öllösungsmittel, welche mit Wasser mischbar sind. verwendet werden können, wie z. B.
Alkohol, Ketone, Ester usw., und dass an Stelle der Sienaerde andere metallische Oxyde benutzt werden
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wie z. B. Eisenoxyd oder : J1anganoxyde, auch in ziemlich unreinem Zustand. Sienaerde z. B. reagiert bei gewöhnlicher Temperatur praktiseh gar nicht mit Ortho-Phosphorsäure, jedoch bei mässiger Wärme.
Die feinverteilte Kohle adsorbiert auch die Produkte, welche von der Einwirkung der Lösungmittel und Säuren auf zu entfernende Unreinigkeiten herrühren sowie die Unreinigkeiten selbst. Sie verhindert auch, dass die Sienaerde zu stark anhaftet und trägt so dazu bei. der Masse die abbröckelnde, abschälende Eigensehaft zu erteilen. Ohne die Sienaerde würde der Anstrich pastenförmig bleiben und sich nicht abschälen. Die Reaktion der Sienaerde mit der Säure verursacht das Abschälen. Als Farbstoff dient die Holzkohle, so dass irgendwelche nicht blossgelegte Stellen des Metalls sofort ersichtlich sind.
Bei der Herstellung von Automobilkarosserien werden diese nach der Fertigung im Rohzustande vor dem Anstrich und der Lackierung erst der Reinigung zugeführt. Wenn zwischen diesen beiden Fertigungsprozessen längere Zeit liegt, so wird die Rostsehutzform der Masse benutzt, welche schnell einen harten, schwarzen, rostschützenden Anstrich bildet und beliebige Zeit als Schutz dienen kann. Soll das Werkstück zum Anstrich oder zur Lackierung kommen, so wird die erst beschriebene Reinigungsmasse
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zu reinigende Metallfläehe einwirken und bringt dann das Werkstück in den Trockenofen bei einer Temperatur von 66-930 C', wo es etwa zehn Minuten verbleibt.
Durch die Wärme im Ofen wird die Wirkung des Reinigungsmittels für kurze Zeit angeregt, ehe der Anstrich trocknet. Der Überschuss der rostlösenden Säure wird gleichzeitig neutralisiert. Beim Trocknen macht sieh der schuppenbildende Einfluss der Holzkohle bemerkbar. Je dicker der Anstrich
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während da, wo Rost, Flussmittel und andere feste Stoffe aufgenommen werden. ein Schwinden desselben eintritt. An den Stellen, wo sich verhältnismässig viel Fett auf der Metallfläche befindet, hebt sich der Film beim Trocknen in Form einer Blase von der Oberfläche hoch und fällt schliesslich ab. Wo die Fläche sehr rein oder nur durch lötflüssigkeit verunreinigt ist, schwindet die Reinigungsschicht, rollt sich zusammen und fällt ab.
Diese sieh loslösenden bzw. abfallenden Teile der Reinigungsmasse nehmen allen Schmutz. Fett, Flussmittel u. dgl. mit sich und lassen eine absolut reine Fläche zurück ; gewöhnlich fallen während des Trocknens im Ofen etwa 85% des Films ab. Die Entfernung der geringen noch anhaftenden Filmreste ist sehr leicht infolge des bröckeligen Charakters. Etwa verbleibende Teilchen beeinflussen lediglich die Schönheit des Anstrichs, bewirken aber keine Rostbildung unter demselben, da die Säure des Reinigungsmittels durch die Sienaerde neutralisiert ist.
Nach dieser Behandlung hat die Metallfläche einen matten Silberglanz, der dem durch Ätzen entstehenden ähnlich ist. Der leicht geätzte Zustand der Metallfläche gibt eine gute Grundlage für das unmittelbare Auftragen und Anhaften von Lackfarben usw.
Das gereinigte Werkstück kann noch einem Alkoholbad unterworfen werden. Solch ein Bad hat - gegenüber dem üblichen Heisswasser-oder Dampfbad-die Vorteile, dass das kochende Wasser oder der Dampf nicht auf die Innenseite des Wagenkastens gelangen kann und dass nicht. wie bei jenen gewöhnlich, eine Verfärbung der Metallfläche, welche das Anfangsstadium des Rostens ist. auftritt.
Das Werkstück ist nach der erfindungsgemässen Behandlung vollkommen fettfrei. Weitere Vorteile sind : sehr schnelle, einfache und gründliche Reinigung des Werkstücks unter äusserster Schonung der Arbeiter, Unschädlichkeit etwa verbleibender kleiner Reste der Reinigungsmasse, Gewährleistung tadelloser Anstriche und längere Lebensdauer derselben.