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Wird die Türe vorzeitig geschlossen, so erlischt das Feuer. während bei zu spätem Schliessen auf dem
Rost so hohe Temperaturen entstehen, dass Sehlackensehmelze eintritt und die Sehamotteausmauerung beschädigt wird. Das zu lange Offenhalten der Feuertüre ist die Ursache, dass Zimmeröfen meistens schon nach kurzer Betriebsdauer reparaturbedürftig werden. Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, das Schliessen der Türe selbsttätig zu bewerkstelligen, sobald dies der Betriebszustand des Ofens erforderlich macht.
Zu diesem Zweck steht die als Falltiire ausgebildete Feitertare in der Offenstellung mit einem durch die strahlende Wärme der Verbrennungszone beeinflussten Thermostaten in Eingriff, der die Türe während der Anheizperiode im Sinne des Schliessens in eine über die Gleichgewichtslage ein wenig hinausgehende
Stellung bewegt, sobald in der Verbrennungszone eine vorbestimmte Temperatur erreicht ist, worauf die mit dem Thermostaten ausser Eingriff gelangte Ture zufällt. Gemäss einer Ausfiihrungsform der Erfindung wird die Feuertüre in der Offenstellung von einem Thermostaten abgestützt, der bei Erreichung einer vorbestimmten Temperatur in der Verbrennungszone seine Form derart verändert, dass er mit der Türe ausser Eingriff kommt und das Zufallen derselben nicht mehr hindert.
Es ist bereits bekannt, Ofenklappen mit Hilfe von Thermostaten derart zu steuern, dass die Einstellung der Klappe jeweils dem Wärmezustand des Thermostaten entspricht. Demgegenüber bildet der Thermostat bei der Vorrichtung gemäss der Erfindung ein Organ. das einmalig das Schliessen der Feuertüre bewirkt. Die geschlossene Feuertüre ist der Einwirkung des Thermostaten entzogen.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt. Die Fig. 1 zeigt einen Horizontalschnitt durch den unteren Teil eines Ofens mit der Türe in Offenstellung, die Fig. 2 eine Seitenansicht mit offener Türe und die Fig. 3 eine Seitenansicht mit ge- schlossener Türe. Die Fig. 4 zeigt die zweite Ausführungsform.
Die Feuertüre 1 des in den Fig. 1-3 dargestellten Ofens ist um Gelenke la drehbar, deren Achse gegen die Lotrechte geneigt ist. Sie befindet sich daher bei einem Öffnungswinkel von 90 in der labilen Gleichgewichtslage und fällt selbsttätig zu, wenn sie im Sinne des Schliessens ein wenig über die labile Gleichgewichtslage hinaus bewegt worden ist. Mit der Feuertüre steht ein Streifen 2 aus Bimetallblech in Eingriff, der zum grösseren Teil in einer Kammer. 3 untergebraeht ist, die von dem auf dem Rost 4 liegenden Brennstoff bestrahlt wird.
Die Zufuhr der Verbrennungsluft im normalen Betriebszustand des Ofens wird in bekannter Weise mittels einer Klappe J geregelt, die von einem Thermostaten 6 eingestellt wird. ? ist der Handgriff der Feuertüre, der an einem Zapfen 8 des Türrahmens verankert werden kann. Der Handgriff ist mit einer Nase 9 versehen, deren Anlauffläche M mit dem Zapfen 8 zusammenwirkt.
Der Thermostat 2 steht nach dem Anheizen des Ofens unter der Einwirkung der von der Verbrennungszone ausstrahlenden Wärme und wird daher durchgebogen. Er verschwenkt dabei die Türe im Sinne des Schliessens. Sobald die Temperatur in der Verbrennungszone solche Höhe erreicht hat, dass Schlackenschmelze zu befürchten ist, befindet sich die Türe in einer iiber die labile Gleichgewichtslage ein wenig hinausgehenden Stellung, die in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien angedeutet ist. Die Türe fällt nun zu und kommt mit dem Thermostaten ausser Eingriff. Die Fläche 10 (Fig. 3) an der Nase 9 des Handgriffes läuft dabei auf den Zapfen 8 auf, wobei der Handgriff verschwenkt wird, um schliesslich hinter den Zapfen einzufallen.
Die Feuertüre ist infolge der Verriegelung fest verschlossen, so dass Verbrennungsluft nur mehr durch die vom Thermostaten 6 gesteuerte Klappe F in den Ofen gelangen kann.
Zu Beginn der nächsten Betriebsperiode wird die Feuerture wieder von Hand aus geöffnet.
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Gemäss dem in Fig. 4 dargestellten Beispiel wird die Türe 1 in der Offenstellung durch einen Bimetall- streifen 11 abgestützt, der mit einer Nase 12 der Türe in Eingriff steht. Wird der Bimetallstreifen unter der Einwirkung der Rosthitze durchgebogen, wie dies in strichlierten Linien angedeutet ist, so ist der Feuertüre die Stütze entzogen und sie fällt zu.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum selbsttätigen Schliessen der Feuertüre von Öfen, dadurch gekennzeichnet, dass die als Falltüre ausgebildete Feuertüre in der Offenstellung mit einem durch die strahlende Wärme der Verbrennungszone beeinflussten Thermostaten in Eingriff steht, der die Türe während der Anheiz- periode im Sinne des Schliessens in eine über die Gleichgewichtslage ein wenig hinausgehende Stellung bewegt, sobald in der Verbrennungszone eine vorbestimmte Temperatur erreicht ist, worauf die mit den Thermostaten ausser Eingriff gelangte Türe zufällt (Fig. 1-3).