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Vorrichtung für Krempeln, Strecken od. dgl. zum Anzeigen einer bestimmten Faserbandlänge und
Abstellen der Maschine.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung für Krempeln, Strecken usw., die eine bestimmte Faserbandlänge anzeigt und darauf die Maschine selbsttätig abstellt.
Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, die das Erreichen einer bestimmten Bandlänge anzeigen,
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setzen. Nach einem andern bekannten Vorschlag wird zu dem gleichen Zwecke ein federnder Arm bewegt, der eine Glocke trägt und beim Zurückschnellen eine drehbar gelagerte Mulde aus ihrer Lage stösst, um das Faserband festzuklemmen. Alle diese Vorschläge erfüllen ihre Aufgabe nur unvollkommen oder in unzuverlässiger Weise. Gemäss der Erfindung wird durch ein gemeinsames Organ nach Abgabe eines Vorsignals die das Faserband oder Garn liefernde Maschine bei Erreichung einer bestimmten Bandlänge selbsttätig stillgesetzt. Zu dem Zwecke wird durch die an sieh bekannte Zählscheibe ein Riegel beeinflusst, der den Träger der Zählscheibe so lange festhält, bis die gewünschte Bandlänge erreicht ist.
Wenn dies der Fall ist, wird der Riegel aus seiner Stellung gedrückt und bewirkt zunächst die Abgabe des Vorsignals, worauf er den Träger der Zählvorrichtung freigibt, so dass der Träger seine Stellung ändert, wodurch der Antrieb der Zählvorrichtung aufgehoben und gleichzeitig die Bandliefermasehine stillgesetzt wird. Zweckmässig ist noch eine zweite Zählvorriehtung vorgesehen, die bei der Stellungs- änderung des genannten Trägers geschaltet wird, um die Lieferung nach Abzügen zu zählen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigen Fig. 1 die Vorrichtung von vorne gesehen, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben und Fig. 3 die Zählscheibe mit dem Riegel von oben gesehen.
Die Zählscheibe Z wird von einem Lieferzylinder mittels der Schnecke 1 und der übersetzung 2, angetrieben. Sie besitzt einen festen Anschlag 14 und einen in dem kreisbogenförmigen Schlitz 4 verstellbar angebrachten Anschlag 5. Träger der Zählscheibe Z ist eine Stange 22, die in einem Halslager 23 senkrecht geführt und in ihrer gezeichneten oberen Stellung durch einen Riegel 6 gehalten ist. Dieser Riegel 6 ist durch einen Bolzen 6 b drehbar gelagert, steht unter dem Einfluss einer Zugfeder 15 und greift mit seinem bogenförmigen Arm 6 in eine Einschnürung der Stange 22. Am unteren Ende dieser Stange ist ein Gewicht 8 befestigt.
Sämtliche Teile werden von dem Gestell 24 getragen, das auch eine als Klinkrad ausgebildete zweite Zählscheibe zur Feststellung der Leistung nach Abzügen trägt. Die mit dem Klinkrad zusammenwirkende Sperrklinke 21 ist an der Stange 22 angebracht. Von der Stange 22 wird auch das zum Abstellen der Liefermasehine dienende Gestänge 10, 11 betätigt, u. zw. durch einen um den Polzen 9 drehbaren Winkelhebel 27. dessen freies Ende für den Eingriff eines Stiftes 25 geschlitzt ist. In der Nähe des Riegels 6 ist am Gestell 24 eine elektrische Kontaktvorrichtung für die Abgabe eines Vorsignals angeordnet.
Dieselbe besteht aus zwei an dem Isolierkörper 18 angebrachten Kontaktstücken, von denen das eine als Feder 7 ausgebildet ist und ein Blättchen 19 aus Isoliermaterial trägt. Der Signalgeber kann optischer oder akustiseher Art sein. Er ist mittels der elektrischen Leitungsdrähte 16, 17 an den erwähnten Kontakten angeschlossen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende :
Die Zählscheibe Z befindet sieh zu Beginn der Lieferung in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung. wobei der Anschlag 14 an dem federnden Begrenzer 26 anliegt. Bei fortschreitender Füllung der Bandkannen dreht sich die Zählselleibe in der gezeichneten Pfeilrichtung, bis der Ansehlag 5 gegen den
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geben. so dass die Stange unter dem Einfluss des Gewichtes 8 abwärts gleitet, bis der Kopf 20 auf dem Lager 23 aufliegt.
Durch diese Bewegung werden die Zählseheibe Z und die Antriebsschnecke 3 ausser Eingriff gebracht, ferner wird die Zählseheibe Zl um eine Einheit weiter gedreht und die Liefermaschine durch das Gestänge 10, 11 stillgesetzt. Die entkuppelte Zählscheibe Z wird in an sieh bekannter Weise durch einen Schnurzug mit Gewicht 12 in ihre Ausgangsstellung zurückgedreht. Um die Liefermasehine wieder in Gang zu setzen und die Stange 22 mit der Zählseheibe in die gezeichnete Stellung zurüek zu führen, ist nur notwendig, den Winkelhebel 27 mittels des an ihm sitzenden Handgriffes 13 aus der in Fig. 1 punktiert angedeuteten Stellung in die mit vollen Linien gezeichnete Stellung zu bringen. Nun kann der Arbeitsvorgang von neuem beginnen.
Das Ausrücken der Maschine kann durch mechanische oder elektrische Mittel in der bei Strecken usw. gebräuchlichen Weise erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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freigegeben wird, der nun seine Stellung ändert und sowohl den Antrieb der Zählscheibe (7,) als auch den Antrieb der Liefermaschine aufhebt.