AT141935B - Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

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AT141935B
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output shaft
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Alois Gasser
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Alois Gasser
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. Solche
Getriebe weisen mindestens folgende Teile auf : eine Eingangswelle (treibende Welle) samt mit dieser verbundenen Getriebeteilen, einen Mittelteil, der gewöhnlich als Planetenradträger ausgebildet ist, aber auch in anderer Weise, z. B. als Ring, ausgebildet sein kann, und eine Ausgangswelle (getriebene Welle) samt mit dieser verbundenen Getriebeteilen. Die mit der Ein-und Ausgangswelle verbundenen Getriebeteile bilden zusammen mit dem Mittelteil das eigentliche Getriebe. Es ist bereits bekannt, bei solchen
Getrieben den Mittelteil gegen Umdrehung in jener Richtung, in der sich dieser bei feststehender Ausgangswelle drehen würde, ständig oder zeitweise zu sperren.

   Es ist weiters bekannt,   Mitnahmeeinrichtungel1   vorzusehen, die nach Abnahme des Arbeitswiderstandes unter einen bestimmten Wert den Mittelteil in der der gesperrten Richtung entgegengesetzten Richtung in Drehung versetzen. Bei den bisher bekannten
Getrieben wurden solche Mitnahmeeinrichtungen jedoch immer zur Kupplung der Eingangswelle mit dem Mittelteil des Getriebes, z. B. dem Planetenradträger, verwendet. Da insbesondere bei   Kraftfahr-   zeugen der Antriebsmotor ein schnellaufender Motor ist, ist es gewöhnlich notwendig, für die unterste Schaltstufe eine Untersetzung von der Eingangswelle auf die Ausgangswelle vorzusehen, während in   der obersten Schaltstufe die Übertragung von dem Antriebsmotor auf die Ausgangswelle im Verhältnis l   : 1 stattfinden soll.

   Die Anordnung einer solehen Getriebekupplung derart, dass sie einerseits mit der Eingangswelle und anderseits mit dem Mittelteil verbunden ist, hat den Nachteil, dass bei allen Übersetzungsverhältnissen mit Ausnahme des Gleichlaufes ein verhältnismässig hoher Schlupf auftritt, da der eine Teil der Kupplung immer mit der vollen Drehzahl der Eingangswelle läuft, während der andere Teil der Kupplung während des Betriebes Drehzahlen von Null bis zur Drehzahl der Eingangswelle annimmt. 



  Dieser hohe Schlupf bzw. diese hohe Drehzahldifferenz haben den Nachteil, dass die Kupplung mit schlechtem Wirkungsgrade arbeitet und raschem Verschleiss unterworfen ist. Diese Nachteile werden gemäss vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dass die Mitnahmeeinrichtungen für den Mittelteil des Getriebes in keiner unmittelbaren Verbindung mit der Eingangswelle stehen, sondern eine Kraft-   übertragung   auf diesen Mittelteil von der Ausgangswelle her bewirken. Da die Drehzahl der Ausgangswelle mit Ausnahme des Falles des sogenannten direkten Ganges immer kleiner ist als die Drehzahl der Eingangswelle ist auch die Drehzahldifferenz des Mittelteiles des Getriebes gegenüber seiner Mitnahmeeinrichtung bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Einrichtung kleiner als bei den bisher bekannten Einrichtungen. 



   In der Zeichnung ist schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäss ausgebildeten Getriebes dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Stirnansicht. 



   1 ist die mittels einer beliebigen Kupplung mit dem Antriebsmotor verbundene Eingangswelle. 



  Sie trägt das eine Sonnenrad   81   des Planetenradgetriebes. Das zweite Sonnenrad   82   des Getriebes ist auf der Ausgangswelle 6 aufgekeilt. Der bei der dargestellten Ausführungsform als Planetenradträger 2 ausgebildete Mittelteil des Getriebes ist frei drehbar einerseits auf der Welle 1 und anderseits in dem 
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 mit einem   Klinken- oder Klemmrollengesperre G,   zusammen, welches die Drehung des Planetenradträgers nur in einer Richtung zulässt. Für manche kann es vorteilhaft sein, dieses Gesperre auslösbar auszubilden. 

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 bindung her. 



   Im Betriebe wirkt das Getriebe gemäss der Erfindung in der folgenden Weise :
Es sei angenommen, dass das Kraftfahrzeug sieh vom Stillstand aus in Bewegung setzen soll. 



  Es muss also zu Beginn der Fahrt der sehr hohe Anfahrwiderstand überwunden werden. Da der Motor erst bei verhältnismässig hoher Drehzahl genügend Kraft abgeben kann, wird vorerst die Eingangswelle 1 mittels der bei Kraftfahrzeugen allgemein üblichen Hauptkupplung auf die Drehzahl des Motors gebracht. 



   Es sei weiters angenommen, dass sich die Eingangswelle im Uhrzeigersinn dreht. Dann wird auch das Sonnenrad 81 in gleichem Sinn in Drehung versetzt. Die Planetenräder P1 und   P2   drehen sieh um 
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 wenn das Sonnenrad   82   unter dem Einfluss des Arbeitswiderstandes stillsteht. Der Antrieb bewirkt in diesem Fall nichts anderes als eine Drehung des Planetenradträgers 2. Wird der Planetenradträger nun aber durch das Gesperre   n an   dieser Drehung gehindert, so wirken die Planetenräder in diesem unteren
Grenzfall einfach als Vorgelege, und das Antriebsdrehmoment wird vom Sonnenrad 81 über die Planetenräder P1, P2 auf das Sonnenrad   82   übertragen, das   im Übersetzungsverhältnis jSi   : P1 x   P2 : 82 in Um-   drehung versetzt wird.

   Je mehr sich nun die Ausgangswelle beschleunigt, je mehr sich also der Drehmomentbedarf auf der Ausgangsseite vermindert,. desto mehr nähert sieh beispielsweise der Fahrbetriebszustand eines Kraftwagens jenem Werte, in welchem der Reibungsdruck, der zwischen den Reibungbacken 8 und der   Schwungmasse auftritt,   das Gegendrehmoment anfangs sehlüpfend und dann ganz geschlossen derart überwindet, dass der Planetenradträger 2 von der Verriegelung G abgehoben und gleitend oder vollkommen   kraftschlüssig   in Mitumdrehung versetzt wird.

   Diese Mitnahme des Planeten-   radträgers,   in diesem Falle beispielsweise im Uhrzeigersinn, bewirkt nun eine Änderung des Übersetzungverhältnisses zwischen den Planetenrädern   Pb P2   und einerseits dem Sonnenrad   81   und anderseits dem Sonnenrad   jS.   Diese   selbsttätige Übersetzungsänderung   bewirkt eine Anpassung des am Sonnenrad 81 eingeleiteten an das am Sonnenrad   82   erforderliche Drehmoment und gleichzeitig   natürlich   auch der Drehzahl.

   Da der vom Fahrwiderstand herrührende Drehmomentbedarf unter der Annahme der Fahrt in der Ebene mit der Beschleunigung des Wagens jedoch abnimmt, so ergibt sich eine dauernde Beschleunigung (Vergrösserung der Wagengesehwindigkeit) bis zu jenem jeweiligen Mass, das dem Verhältnis der verfügbaren Motorleistung zu dem Fahrwiderstand entspricht. Im obersten Grenzfall dieses Betriebszustandes herrscht dann Gleichlauf zwischen dem Eingangssonnenrad   8"dem   Planetenrad- 
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 gleichen Winkelgeschwindigkeit wie die Eingangs-und Ausgangswelle und steht daher dann relativ zu diesen beiden Wellen ebenso wie diese beiden Wellen zueinander still. Es ist dann, wenn man nur das durch die Reibungsbacken ohne   Schlüpfung   ganz geschlossene Planetenradgetriebe betrachtet, der sogenannte direkte Gang eingeschaltet.

   Steigert sieh nun von neuem der Fahrwiderstand bzw. der Drehmomentbedarf am   Sonnenrad 82,   so wird dadurch unter   Überwindung   des   Reibungsdruckes   zwischen den Backen 8 und der   Schwungmasse   3 der Planetenradträger 2 verzögert, bis er im Falle der völligen Überwindung des   Reibungsdruckes   der Backen 8 durch den grössten Fahrwiderstand bzw. das von diesem herrührende Gegendrehmoment (grösste Steigung) wieder an das Gesperre G anliegt. Das Getriebe arbeitet dann wieder im sogenannten ersten Gang, d. h. auf der höchsten Übersetzungsstufe. 



   Während in der untersten Stufe (in der höchsten Untersetzungsstufe) das Gesperre die Aufgabe des Widerlagers für das Gegendrehmoment der Sekundärseite übernimmt, bilden in den stufenlos unterschiedlichen Mittellage bis zum Gleichlauf 1 : 1 jene Kräfte das gleiche, wenn auch schlüpfende Wider- 
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 Arbeitsoperationen des Bedienungsmannes erforderlich wären. In Anwendung auf Kraftfahrzeuge ist also mit zunehmendem oder abnehmendem Fahrwiderstand eine selbsttätige, entsprechende Übersetzungsänderung mit dem Getriebe gemäss der vorliegenden Erfindung erzielbar. 



   Falls wünschenswert, kann zur Herstellung eines fliessenden Überganges der Übersetzungs- änderungen der   Planetenradträger   2 als Schwungmasse ausgebildet werden. Der   Rücklauf   der Ausgangswelle wird am besten durch Beiordnung der   üblichen   Zahnradumkehrsehaltung erzielt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei welchem eine-gegebenenfalls auslösbare-Sperre vorgesehen ist, die den Mittelteil des Getriebes gegen Umdrehung in jener Drehrichtung sperrt, in der sich dieser bei feststehender Ausgangswelle drehen würde, gekennzeichnet durch eine Kraft- übertragung von der Ausgangswelle auf den Mittelteil bewirkende Mitnahmeeinrichtungen für den Mittelteil, die nach Abnahme des Arbeitswiderstandes unter einen bestimmten Wert den Mittelteil in der der <Desc/Clms Page number 3> gesperrten Richtung entgegengesetzten Richtung in Drehung versetzen und bei weiterer Abnahme des Arbeitswiderstandes beschleunigen.
    2. Umlaufgetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelteil und die Ausgangswelle je mit einem der beiden zusammenwirkenden Teile einer einen Schlupf erlaubenden Kupplung verbunden sind.
    3. Umlaufgetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es mit Sehwungmassen versehen ist. EMI3.1
AT141935D 1933-10-23 1933-10-23 Umlaufgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. AT141935B (de)

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