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Fernmelde-und Fernsteuerungseinriehtun.
Es ist eine Einrichtung zur Fernmeldung und Fernsteuerung bekannt, bei welcher für jede Übertragung zwei Impulsreihen dienen, die durch eine Pause voneinander getrennt werden. Die eine Impulsreihe dient der Auswahl des fernzubetätigenden Organs, während die andere Impulsreihe eine Ergänzung zu der ersten darstellt, in der Weise, dass sich die Zahl der zweiten Impulsreihe dadurch ergibt, dass die Zahl der ersten Impulsreihe von einer konstanten Zahl abgezogen wird. Der Zweck dieser Anordnung besteht darin, Fehlschaltungen zu vermeiden, die dann auftreten würden, wenn zusätzliche Impulse in der Verbindungsleitung induziert werden würden bzw. auf irgendeine Weise einzelne Impulse unterdrückt werden würden.
Man hat auch bereits vorgeschlagen, ein derartiges fbertragungsverfahren dann vorzunehmen, wenn es sich um die Übertragung sehr vieler einzelner Kommandos und Meldungen handelt, wobei den einzelnen tibertragungsvcigängen mehrstellige Ordnungszahlen zuzuordnen sind. In diesem Fall ist den einzelnen Dezimalstellen der Ordnungszahlen. zumindest aber der Gesamtzahl eine Ergänzungsimpulsreihe zuzuordnen, so dass also entweder die Anzahl der Impulse je Dezimalstelle bzw. die Gesamtzahl der Impulse für alle Pbertragungsvorgänge konstant ist.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Einrichtung dar, die entsprechend den vorerwähnten be- kannten Einrichtungen wirkt. Die. rfindung besteht aber nun darin, dass Mittel geschaffen werden, um überhaupt die Anwendung des schaltungsmässig nur für die Übertragung einstelliger Ordnungszahlen bekannten Übertragungsverfahrens auch bei mehrstellige Ordnungszahlen, d. h. Fernbedienungsanlagen mit einer sehr grossen Anzahl von Gebern und Empfängern, zu ermöglichen.
Nach der Erfindung wird daher die Anordnung so getroffen, dass vor Aussendung der einem Übertragungsvorgang zugeordneten Impulsreihen jede Stelle der mehrste1ligen Ordnungszahlen durch eine entsprechende Stellung von gerade diesen Stellen zugeordneten Sehaltapparaten abgebildet und gespeichert wird und dass die endgültige Stellung des der letzten Stelle zugeordneten Sehaltapparates den Impulssender selbsttätig anreizt, der die Stellung der einzelnen Schaltapparate abfragt und dadurch unterschiedliche Einzelimpulsreihen aussendet.
Im nachstehenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwendung auf eine Fernmeldeund Fernsteuerungseinrichtung, insbesondere zur Meldung und Veranlassung von Zustandsänderungen bzw. von Schaltzuständen in elektrischen Anlagen mit automatischen Impulssendern und Empfängern in der Überwachungsstation und in den überwachten Stationen, beschrieben und in der Zeichnung sehematisch dargestellt.
Beim Ausführungsbeispiel sind in den Zentral-und Aussenstationen eine Vielzahl von Steuerschaltern vorgesehen, deren Betätigung über einen besonders ausgebildeten Sender die Auswahl und Aussendung von Kommandos zur Steuerung des dem Steuerschalter und seiner Bedeutung, beispiels- weise "Ein", "Aus" zugeordneten Schaltvorganges dienen. Analog sind die Unterstationen mit je einem Sender ausgerüstet und mit Kontaktmitteln, die den Sender der Unterstation entsprechend einem aus- geführten Schaltvorgang zur Abgabe einer entsprechenden und eindeutigen Meldung veranlassen.
Die Kommandos und Meldungen bestehen in der Aussendung von verschiedenen Impulsreihen, die in der Zentral-oder Unterstation einer Gruppe von Schaltapparaten, dem Empfänger, zugeführt werden, wobei
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der Zentralstelle nach der Unterstation ging oder umgekehrt, ein Betätigungsrelais für den Schalter der Unterstation oder der Kontrollorgane zum Ansprechen gebracht werden. Ausserdem enthält der Sender der Aufsiehtsstation noch besondere Schalter. deren Betätigung der Sender der Aussenstation veranlasst, nach der Zentrale die Stellung aller Schalter od. dgl. ohne Ausführung einer Schaltänderung zu melden.
Der Sender der Unterstation spricht im übrigen immer dann an, wenn eine Änderung irgendeiner Sehalterstellung stattfindet, gleichgültig, ob die Änderung durch Überlast, manuelle Eingriffe in die Verteilungsanlage oder durch die Ausführung eines Steuerkommandos erfolgt. Die erfolgten Zustandsänderungen werden in der Zentrale durch optische oder akustische Mittel kenntlich gemacht.
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Sehalt-oder Meldevorgang eine mehrstellige Ordnungszahl zugeordnet ist, wobei der Kennziffer jeder Dekade eine ebenso grosse Anzahl von Impulsen entspricht. Ausserdem werden diese einzelnen Impulsreihen durch weitere Impulsreihen, immer für jede Dekade eine besondere. auf eine konstante Summe ergänzt.
Diese konstante Summe ist in dem Ausführungsbeispiel für alle Dekaden die gleiche : es ist aber möglich, auch mit verschiedenen Impulssummen für jede Dekade zu arbeiten, oder aber mit Impulsdifferenzen. Zwischen jeder der Kennziffer einer Dekade entsprechenden und auszusendenden Impulsreihe sowie der Impulsreihe, die diese auf eine konstante Anzahl von Impulsen bringt, wird eine Pause eingeschaltet, wobeidie Pause zwischen diesen und den den einzelnen Dekaden entsprechenden konstanten Impulszahlen stets gleich ist der zwischen den den Kennzahlen der einzelnen Dekaden entsprechenden Impulszahlen und denen, die die Ergänzung auf die konstante Summe bilden. Im Ausführungsbeispiel beträgt die konstante Summe 11 und ist für alle Dekaden gleich.
Die Empfängereinrichtung ist so ausgestaltet, dass sie durch eine besondere Einrichtung diese Impulsreihen den Pausen entsprechend aufnimmt und auf verschiedene Schaltapparate verteilt. Ferner ist dabei, wie später gezeigt wird, die Eimichtung so getroffen, dass stets die richtige Anzahl von Impulsen ausgesendet und empfangen werden muss, wenn eine Schaltbewegung oder eine Meldung wirklich ausgeführt werden soll. Sobald aber die richtige Anzahl von Impulsen und in richtiger Folge vom Empfänger in der Zentralstation oder in der Unterstation ordnungsgemäss empfangen ist, wird von diesem ein Quittungssignal zurückgesandt, welches eine Wiederholung der Aussendung derselben Impulsreihen verhindert und welches bewirkt, dass der entsprechende Sender die eben vollkommen aufgebaute und ausgesandte Ordnungszahl wieder auslöscht.
Gleichzeitig oder kurz darauf wird der Melde-oder Steuer-
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nochmals heraus.
In der Zeichnung bedeutet :
SI den Sender der Zentralstation, EI den Empfänger der Zentralstation, SII den Sender einer Aussenstation, EII den Empfänger der Aussenstation. SD ist ein Drehwähler im Sender, S'D' ist der Magnet des Wählers, ED ist ein Drehwähler im Empfänger. ED'die entsprechenden Drehmagnete, EHD Hebdrehwähler in einem Empfänger, EJ ?'deren Hubmagnete, ED'deren Drehmagnete.
Die einzelnen Wähler unter sieh sowie deren Magnete sind ausserdem noch durch Zahlen und Buchstaben ihrer Reihenfolge nach-unterschieden. Die einzelnen Wähler im Sender sind ausserdem durch die Bezeichnung der Dezimalstellen, der sie zugeordnet sind. unterschieden.
; S'D, ist ein Impulssendewähler.
Die Relais, Schalt-und Signalmittel der Sender weisen als ersten Buchstaben ein S, die der Emp- fänger ein B auf. In den Stationen gleichmatiig vorkommende Sehaltmittel sind mit gleichen Buchstaben bezeichnet. Die Bezeichnungen der Relais und Schaltmittel entsprechen im wesentlichen der Abkürzung ihrer schaltungsmässigen Funktion. So ist z. B. I ein Impulsrelais. P ein Prüfrelais,) S'P ein Prüfrelais des Senders, das der zweiten Dezimalstelle zugeordnet ist. z. B. SP 200, V ein Yerzögerungsrelais. Verzögerungsrelais sind ausser ihrer im Sender und Empfänger unterschiedlichen Bezeichnung auch durch Zahlenbezeichnungen voneinander unterschieden.
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H Halterelais.
Ein Halterelais im Empfänger EH, das durch weitere Zahlenbezeichnungen von andern Halterelais unterschieden ist.
MI sind die ersten Wicklungen. mit II die zweiten Wicklungen aller Relais mit zwei Wicklungen bezeichnet.
Ferner sind die Kontakte der einzelnen Relais mit gleichen Bezeichnungen, aber mit kleinen Buchstaben bezeichnet.
Die einzelnen Kontakte der Relais sind durch hochgesetzte Zahlenbezeiehnungen unterschieden.
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welle mit und ohne eigentliche Fernleitung erfolgen.
Fig. 1 zeigt die Zentralstation mit dem Sender SI und dem Empfänger EI. wobei der erstere im wesentlichen aus der Gruppe von Sehaltapparaten besteht, die bei einem Sendevorgang zunächst die
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zugehörigen Relais. Ferner enthält der Sender einen gemeinsamen Impulsgeber, der im wesentlichen aus dem Drehwähler SD, und den zugehörigen Steuerrelais besteht.
Der Impulsempfänger enthält im wesentlichen eine Gruppe von Verzögerungs- und Auswahl-
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relais und besondere Relais zur Sicherung des Empfangsvorganges vorgesehen. Von dem Sender SI und dem Empfänger EI führt über die entsprechende Anzahl von Kontakten bzw. Relais die Fernleitung FL nach der Aussenstation.
Fig. 2 zeigt die Aussenstation mit dem Sender SII und dem Empfänger Ell. Der Sender SII ist dem Sender SI der Zentralstation ähnlich. Er unterscheidet sich lediglich durch den Kontaktapparat Ski, der mit dem Schaltteil der Verteilungsanlage mechanisch oder elektrisch gekuppelt ist, und durch eine besondere Anordnung von Halterelais. Der Empfänger Ell einer Aussenstation ist ebenfalls dem der Zentralstation ähnlich. Die Betätigungsspulen EBl bzw. EB2 und die Anordnung der Kipp- relais EBKl bzw. EBK. usw. sind von den Betätigungsrelais der Zentralstation verschieden. Von dem Sender der Aussenstation führt über die entsprechende Anzahl von Kontakten und Relais die Fernleitung FL nach der Zentralstation.
Fig. 3 stellt einen der Steuerschalter vor, der von dem Schaltbeamten nach der einen oder andern Richtung gedreht werden muss, um einen Schaltvorgang einzuleiten. Solche Fernsteuerschalter sind in der Zentralstation in ebenso grosser Anzahl vorhanden, wie in der Aussenstation Schaltvorgänge ausgeführt werden sollen. Ausserdem sind noch ein oder mehrere Steuerschalter in der Zentralstation vorgesehen, deren Betätigung keinen Sehaltvorgang auslöst, sondern die den Sender der Aussenstation veranlassen, nach der Zentralstation die sämtlichen #Ein"- und #Aus"-Stellungen der Schalter zu melden.
Fig. 4 zeigt eine Signaleinrichtung, wodurch dem Schaltbeamten die beendigte Ausführung eines Schaltvorganges kenntlich gemacht wird.
Fig. 5 zeigt ebenfalls eine Signaleinrichtung mit den zwei Lampen, die den jeweiligen Ein-und Aus-Stellungen des Schalters entsprechen, und der notwendigen Anzahl von Relais, Kontakten od. dgl.
Fig. 6 zeigt eine Kontrollvorrichtung.
Zur besseren Unterscheidung sind der Sender in der Zentralstation mit SI, der Sender in den Unterstationen mit Sil, der Empfänger in der Zentralstation mit EI und der Empfänger in den Unterstationen mit EIl bezeichnet und alle einem Sender zugeordneten Schaltteile ausser ihrer eigentlichen Bezeichnung mit dem Buchstaben S und alle einem Empfänger zugeordneten Sehaltteile mit dem Buchstaben E versehen. Die einem Sender und Empfänger gemeinsamen Teile sind ohne besondere Unter- scheidungsmerkmale. Die Wirkungsweise der Schaltanordnung ist wie folgt :
Um in der gezeichneten Unterstation den Sender zur Herausgabe eines bestimmten Kommandos zu veranlassen, ist ein dem gewünschten Schaltvorgang entsprechender Fernsehalter zu betätigen.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass der in Fig. 3 dargestellte Steuerfernschalter SS1 nach links
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seinen Anker wieder anzieht. Die Verklinkung kann aber auch durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte mechanische Auslösung wieder aufgehoben werden.
Auswahl des Kommandos.
Durch die Kontakte SS11 bis Sus, wird folgender Stromlauf geschlossen : Von der Sammelschiene plus über den Kontakt Sv35 über Ss13, den Ruhekontakt Sp101. den Ruhekontakt Ndulo, den Drehmagnet SD'10 des Einerdrehwählers Solo nach minus. Hiedurch erhält der Drehmagnet des Wählers SD10 Strom und beginnt zu drehen. Sobald die Bürste des Drehwählers SD10 in seiner Bahn D auf denjenigen Kontakt aufläuft, der der Einerkennziffer der Ordnungszahl des in der einen Richtung zu betätigenden Steuerschalters entspricht und der nun über dessen Kontakt SS11 an plus liegt, spricht das Prüfrelais SPi an.
Hiedurch öffnet sich der diesem Relais zugeordnete Kontakt Spool, wodurch der Wählerstromkreis für SD10 unterbrochen wird. Hiedurch wird der Stromkreis für den Wählermagneten SD10 geöffnet und der Wähler stillgesetzt. Gleichzeitig wird ein Stromkreis geschlosesn von plus wieder über SV35, Kontakt Su", 2, der durch das Ansprechen des Relais SP10 geschlossen ist, Ruhekontakt SP1001, Sdu100 und den Drehmagneten SD'100 nach minus. Hiedurch erhält der Drehmagnet SD'100 Strom und beginnt zu drehen.
Der Drehwähler SD100 dreht nun so lange, bis er den Kontakt seiner Bahn, welcher der Kennziffer der ersten Stelle (Dekade) dieser Ordnungszahl entspricht, erreicht. Sobald die Bürste der Bahn D von SD100 auf diesen Kontakt kommt, der über Bürste und Kontakt der Bahn D des Drehwählers SD10 und über SS11 an plus liegt, spricht das Prüfrelais 9pian und unterbricht durch seinen Kontakt Spi00 den Stromkreis des Drehmagneten SD'100.
Über die bereits bestehende Verbindung sell, Kontakt und Bürste der Bahn D des Drehwählers Solos Kontakt und Bürste der Bahn D des Drehwählers SDioo liegt nun Plusspannung an dem der Kennziffer der zweiten Stelle (Dekade der Ordnungszahl) entsprechenden Kontakt der Bahn D des Drehwählers SD1ooo. Das Relais SP100 schliesst durch seinen Kontakt Spi
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der Bahn D des Wählers SD1000 auf den durch Anschalten der Plusspannung gekennzeichneten Kontakt aufläuft, spricht das Prüfrelais SPiooo. das mit einem Ende dauernd an minus liegt, an
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ist die Auswahl des dem Steuervorgang zugeordneten Kommandos beendet. Es stehen sämtliche Wähler auf den dem Kommando zugeordneten Kontakten.
Bei einem Kommando 3J7 würde z. B. der Einerwähler SD360 auf dem siebenten Kontakt stehen, der Zehnerwähler SD400 auf dem sechsten, da 57 in der sechsten Dekade liegt, und der Wähler SDioo auf dem vierten Kontakt. Eine einem Schaltzustand entsprechende und auszusendende Ordnungszahl baut sich also in der Reihenfolge auf : Einer. Zehner.
Hunderter, wobei immer je zehn Einzelkommandos einem Einerwähler zugeordnet sind und je zehn Einerwähler einem Zehnerwähler und je zehn Zehnerwähler einem Hunderterwähler, so dass insgesamt zum direkten Anschluss an die Kommandos 10x10x10 = 1000 Kontakte zur Verfügung stehen.
Aussendung der Impulsreihen.
Durch das Drehen des Steuerschalters SEk1 nach links wird ausser den Kontakten S'l und. S auch der Kontakt Ss12 geschlossen. Hiedurch erhält das Anlassrelais SAn, welches mit einer Ansprech- verzögerung von etwa drei Sekunden versehen ist, Spannung gemäss folgendem Stromlauf : von minus
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lais SP1000 noch angezogen ist, folgenden Stromkreis : pluskontakt, Sp10002, über den beim Ansprechen des SAn-Relais geschlossenen Kontakt San, den Selbstunterbrecher Sdu ; des Impulsgebewählers SDi, die Arbeitswicklung des Kontaktrelais ST und den Ruhekontakt Sul nach minus, unter der Voraussetzung. dass Sit, geschlossen ist. Alsdann spricht das Relais ST an und legt über seinen Kontakt St und den
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Spannung.
Der Impulsgeber SDi dreht einen Schritt, unterbricht dadurch den Wellenruhekontakt Swri, wodurch SA. n abfällt und seinen Kontakt San wieder öffnet. Im gleichen Augenblick wird aber auch der Wellenarbeitskontakt des Impulsgebers SDi Swai geschlossen, so dass der Stromkreis für das Relais auf den Kontakt Swai umgeschaltet wird. Gleichzeitig unterbricht der Drehmagnet SDi' an seinem Unterbrecherkontakt Sdui den Stromkreis für ST, wodurch St abfällt. Hiedureh wird über den Kontakt St auch der Drehmagnet SDi' des Impulsgebewählers SDi aberregt. Sdui sehliesst wieder für ST, ST spricht wieder an und über St auch SDi' usw.
Hiedurch wird der Drehwähler SD mit der durch die Abfallver-
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kommt, der über eine der Bahnen-l-C des Hunderterwählers SD1000 an plus liegt. spricht das Relais SU, an, das über den Ruhekontakt Sdri des Drehmagneten SDi an minus liegt, unterbricht Su, durch Su11 den Stromkreis für das St-Relais, setzt dadurch den Impulsgeber SDi still, unterbricht durch Su13 den
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Wellenarbeitskontakt Sdai und Wicklung 1 des Relais J nach minus. Das Relais J spricht durch seine Wicklung SJI an und sendet im Drehtakt des Gebewählers über seinen Kontakt i1 minusimpulse auf die Fernleitung.
Gelangt aber die Bürste Subi ! au den ersten oder zwölften Kontakt, so werden keine Impulse hindurchgesandt, da in dieser Stellung der Stromkreis für die Wicklung 1 des Relais J unterbrochen ist. vielmehr kommt hiedurch das Relais @ Suri wieder zum Ansprechen von plus über irgendeinen der entsprechenden ersten oder zwölften Wählerkontakte der Bahn SDiB nebst dazugehöriger Bürste 8Bib usw. je nach der Stellung des Impulsgebers. Auf diese Weise werden die den Einer-, Zehner-und den Hunderterwählern zugeordneten Bahnen abgetastet und die für alle Kommando-und Meldevorgänge konstante Anzahl von Impulsen mit insgesamt fünf durch die Kennziffern und die einzelnen Dekaden bestimmten Pausen auf die Fernleitung ausgesandt.
Quittung des Sendevorgangs.
Die herausgesandten Impulsserien werden von dem Fernschaltempfänger der Aussenstation in später noch zu beschreibender Weise aufgenommen, und das Betätigungsorgan veranlasst die Ausführung der den gesandten Impulsserien zugeordneten Steuerkommandos. Der Rüekmeldesender der Aussen-
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Form einer derselben Ordnungszahl entsprechenden Impulsserie angereizt und sendet diese Impulse auf die Fernleitung, welche nun von dem Empfänger EI der Zentralstation aufgenommen werden. Nach der richtigen Aussendung der Impulsserien der Zentralstation und dem ordnungsgemässen Empfang in der Aussenstation erhält aber die Zentralstation schon ein besonderes Quittungssignal über die richtige Aussendung und Empfang durch die Fernsteuerungs- und Fernschaltvorrichtung.
Das Quittungssignal besteht im Ausführungsbeispiel aus einem längeren Impuls, welcher über die Fernleitung FL und das polarisierteEmpfangsrelais EE ankommt und über die Ruhekontakte i2 des
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schliesst ebenfalls und schaltet bei Ev31 das Verzögerungsrelais EV1 an. In dem Augenblick, da das Relais EZE angesprochen hatte, wurde für den Drehmagneten ED1 ein Stromweg geschlossen von plus über Eue2, den Ruhekontakt Eh21, Eh. EIN nach minus. Der Drehwähler ED1 dreht einen Schritt. Nach Beendigung des Impulses fallen der Reihe nach EE. EZE, EV1 und Er2 ab. In dem Augenblick nun, in dem EV2 abgefallen, EV3 dagegen noch angezogen ist, wird ein Quittungsstromkreis für den Sender SI der Zentralstation geschlossen, der folgenden Verlauf nimmt.
Von plus über Ev12, jE, E. die Bürste und den ersten Kontakt des Drehwählers ED1, Kontakt Sv6, Bürste und dem der Kennziffer entsprechenden belegten Kontakt der Bahn E des Hunderterwählers SD1000. Bürste und belegten Kontakt der Bahn E des Zehnerwählers Bürste und belegten Kontakt der Bahn E des Einerwählers SD10 und Wicklung des Elektromagneten SEk1 nach minus. Hiedurch wird der Elektromagnet SEk1 zum Ansprechen gebracht und der Steuerfernsehalter entklinkt. Dadurch geht der Steuerschalter Si in
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wird. Der Quittungsstromkleis bleibt so lange bestehen. bis das Verzögerungsrelais EV3 abgefallen ist. Durch das Zurückdrehen des Steuerschalters SS1 in seine Ruhelage und das Abfallen der SP-Relais wird der Sender so weit stillgesetzt, als nicht weitere Schalthandlungen noch auszuführen sind.
Speicherung von Kommandos und Meldungen.
Nachdem auf diese Weise ein Steuerkommando ausgesandt, dieses in der Aussenstation richtig durchgeführt und dadurch eine Wiederholung des gleichen Sendevorganges durch das Quittungssignal
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verhindert worden ist, erfolgt die Meldung der Aussenstation über die ausgeführte Schaltänderung als Bestätigung dafür, dass ausser dem Fernsteuervorgang auch der eigentliche Schaltvorgang richtig ausgeführt worden ist. Nun kann aber der Fall eintreten, dass ein Schalter nach einer Sehaltänderung sofort, aber noch ehe die Schaltänderung in der Zentrale angezeigt worden ist, wieder in seine alte Stellung zurückkehrt. Dann meldet die Apparatur, wie aus der Zeichnung des Senders SII der Aussenstation hervorgeht, trotzdem beide Änderungen. So kann z.
B. der Schalter nach einem #Ein"Kommando dieses ausführen, nach erfolgter Ausführung sofort aber wieder in die #Aus"-Stellung zurückkehren, wie es bei einem Schalten auf bestehenden Kurzschluss in elektrischen Kraftverteilungsanlagen der Fall ist. wobei also der Schaltbeamte über beide Schaltänderungen unterrichtet wird. Für den Fall, dass mehrere Steuerschalter gleichzeitig oder kurz nacheinander zu bedienen sind, ist es nur notwendig, die den einzelnen Kommandos entsprechenden Steuerfernschalter zu betätigen, wobei die verschiedenen Kommandos. entsprechend der Einstellung der Steuerschalter, zunächst aufgespeichert und dann zeitlich der Reihenfolge nach richtig ausgesandt werden. Dies wird dadurch ermöglicht, dass die Steuerschalter 881 usw. (s.
Fig. 3) nach der Einstellung in die eine oder andere Arbeitsstellung bis zum Eintreffen des Quittungs- impulses verklinkt werden. Die entsprechenden Kontakte der Steuerschalter 8Ek1 usw. beispielsweise
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Hochlaufen der entsprechenden Einerwähler. Ist der der Kennziffer der Zehnerdekade der Ordnungszahl entsprechende nächstfolgende Zehnerwähler aber bereits besetzt, so bleibt die Anordnung, vorläufig nur bis zum Einerwähler aufgespeichert, so lange bestehen, bis das erste Kommando vollständig ausgeführt ist und der bestehende erste Aufbau der Schaltapparate, entsprechend einer vollkommen aufgebauten Ordnung8zahl, nach dem Sende-und Empfangsvorgang durch den Quittungsimpuls gelöscht ist.
Erst dann beginnt der entsprechende Zehnerwähler SD100, SD200 usw. wieder zu laufen und kommt an dem nächsten Kontakt zum Stillstand. an dem ihn in der oben beschriebenen Weise für sein Prüfrelais plus zugeführt. wird. Er ermöglicht nun die vollkommene Abbildung bzw. den vollkommene1r Aufbau dieser Ordnungszahl und die Aussendung des zweiten Kommandos erst dann, wenn der Hundertwähler 8D1ooo frei ist usw.
Dieser Vorgang kann sich beliebig oft wiederholen.
Störungsfall.
Kommt auf Grund irgendeiner Störung der Sendeapparatur, auf der Leitung oder im Empfänger der Unterstation ein richtiger Empfang nicht zustande, so wird kein Quittungsimpuls zurückgesandt. Es bleibt dann im Sender der Zentralstation der Arbeitszustand aufrechterhalten, da der Entklinkungs-
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erwähnt, bei Ansprechen des Klinh'1mgsmagneten SEk1 selbsttätig in seine Ruhelage zurückkehrt, bleibt dann in der verklinkten Stellung stehen und hält seine Kontakte S8l, ,) S813 noch geschlossen. Ist das Kommando aber einmal herausgesandt worden, so schliesst der Wellenruhekontakt, S'M'r ;, und das
Anlassrelais SAn spricht wieder an, da der Ss12-Kontakt noch geschlossen ist.
Das Kommando wird darauf in der beschriebenen Weise noch einmal herausgesandt. Gleichzeitig wird das Störungsrelais Sx, das mit einer Verzögerung von etwa 20 Sekunden anläuft, hochzulaufen beginnen, und es spricht nach ein- oder zweimaligem vergeblichen Aussenden von Kommandos an. Über den Kontakt Sx fällt die Störung- fallklappe SFk3, über den Kontakt Sfkr leuchtet die Störungslampe Sol ; auf und die Hupe SH"ertönt.
Kommt nun aber trotzdem nach einer dritten Kommandogabe eine Quittung, so wird über den Kontakt Ss12 Lampe und Hupe abgeschaltet, dagegen bleibt die Anzeige auf der Fallklappe SFkF bestehen.
Normalerweise wird das Störungsrelais Sx nach jedem Kommando beim Quittungsimpuls durch den
Kontakt Ev12 des Empfangszwischenrelais zum Abfallen gebracht, so dass es immer wieder bei jedem neuen Kommando anlaufen muss, aber nie zum völligen Ansprechen kommt.
Sicherungen.
Der Kontakt 'e hat den Zweck, zu verhüten, dass ein aufgespeichertes, aber noch nicht vollständig ausgesandtes Kommando durch irgendeinen Störimpuls gelöscht wird. bevor es über die Fern- leitung FL hinausgesandt wurde. Der Kontakt Sv6 ist nur geschlossen, wenn der Impulsgebewähler SD@ in Tätigkeit war.
SV6 spricht, da SV5 infolge der Betätigung des Impulsgebewählers S'D, angesprochen war, über Sv.' an, SVg über den Wellenarbeitskontakt Swa ;. Die Abfallverzögerung der beiden Relais 8Vs und SV6 ist derart bemessen, dass SVs gerade kurz vor Eintreffen des Quittungsimpulses abfällt und damit das Empfangsrelais EE über SVs2 an plus liegt, während SV6 erst nach Ausführung der Quittung abfallen darf.
Um zu verhüten, dass das eigene Impulsempfangsrelais EE beispielsweise in der Zentralstation bei einem Sendevorgang mit anspricht. ist es über den Ruhekontakt i2 des Impulsrelais sowie über den
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laufen des Impulsgebewählers SD, über dessen Wellenarbeitskontakt swap an und fällt wegen seiner Abfallverzögerung erst eine gewisse Zeit nach Öffnung des Kontaktes S'M'a ; ab, so dass das EE-Relais erst dann Impulse empfangen kann, wenn die Aussendung von Impulsen durch den Sender der Zentralstation wirklich beendet ist.
Hiedurch wird es einmal ermöglicht, das Empfangsrelais EE während des
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ganzen Sendevorganges gegen Störimpulse'zu schützen, und anderseits wird hiedurch das Löschen des Kommandos durch fremde Störimpulse oder durch eintreffende Impulse der Unterstation vermieden.
Für den umgekehrten Fall, dass der Empfänger, gerade in Tätigkeit ist. wenn ein Sendevorgang ausgeführt werden soll, ist die Sperrung zwischen Empfänger und Sender so getroffen, dass durch die Kon-
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takt Ev35 die Verbindung nach plus für sämtliche Prüfwähler. Falls also während des im nachstehenden beschriebenen Empfangsvorganges irgendein Fernschalter betätigt wird, vermag erst nach Beendigung der ankommenden Impulsserien nach dem Abfall der Relais EE bis jEFg der Sender aufzuprüfen und Impulse auszusenden.
Empfangsvorgang.
Die vom Sender SI der Zentralstation zur Betätigung von Schaltvorgängen ausgesandte Impulsserie wird entweder über die Fernleitung FL oder vermittels einer Trägerwelle dem Empfänger der Aussenstation zugeführt. Die Fernleitung besteht beim Ausführungsbeispiel aus einer Doppelleitung, von der ein Leiter die Minusimpulse aufnimmt und weiterleitet, während, der zweite Leiter die Pluspole der beiden Batterien verbindet. An Stelle des letzteren Leiters kann in manchen Fällen auch die Erde allein genügen. Die ausgesandten negativen Impulse treffen im Empfänger EII der Unterstation (Fig. 2) auf das empfindliche Empfangsrelais EE, und dieses spricht im Takte der Impulsfolge an und betätigt in
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den Drehmagneten ED'i des Drehmagneten ED1 zugeleitet, und dieser macht bei jedem Impuls einen Schritt.
Tritt nun die oben erwähnte Pause in den Impulsreihen ein, so fällt das Relais EV1 ab, da die Länge der Pause gerade so bemessen ist, dass EV1 abfallen kann. dagegen EV2 nicht mehr. Nachdem das Relais EV4 bereits angesprochen hat, EV1 aber durch die Pause abgefallen ist. wird das Halterelais EH1 zum Ansprechen gebracht von plus über Ev43, Evil3, die Wicklung Eh11 nach minus. Das Relais EH ! spricht an und hält sich selbst, indem es für seine Haltewicklung EHjI einen Stromkreis schliesst von
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Durch die beiden ersten Impulsgruppen sind die beiden Drehwähler ED1 und ED2 auf zwei kor- respondierende Kontakte aufgelaufen.
Die dann von den Armen der Drehwähler bereits überschrittene Anzahl von Kontakten ergeben zusammen die konstante Summe der ersten Dekade, also die der Kennziffer der ersten Dezimalstelle zuzüglich der Ergänzung dieser Kennziffer auf die für alle Übertragungen konstante Anzahl von Impulsen. Bei der nach dieser zweiten Impulsserie wieder eingefügten Pause wird ein Stromkreis geschlossen von plus über Ev43, EV13 über die Bahn Al, den Schaltarm und den entsprechenden Kontakt des Drehwählers EDi, Wicklung I des Prüfrelais Eel, Kontakt der Bahn A2 und Schaltarm
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der Zentralstation ausgesandten Steuerkommandos ist hiedurch bereits erledigt und durch eine ent- sprechende korrespondierende Wählerstellung abgebildet.
Nun sprechen das Halterelais EH2 und das Prüfrelais jEPi an, dessen vier Arbeitskontakte Epl bis Epl4 die Stromkreise für die Heb-und Drehmagneten der beiden Hebdrehwähler END", und EHD1n vorbereiten, die beispielsweise die erste Hundertergruppe bilden. Über den Kontakt Eh21 werden die beiden Magnete ED1' und ED2' der Drehwähler ED1 und ED2 abgeschaltet, während nun über Eze2, Eh22, Eh31, Ep11 ein Stromkreis für den Hebmagneten EH'la hergestellt wird. Dieser Hebmagnet EH'1a nimmt nun die nächste Reihe eintreffender Impulse auf. Das Prüfrelais EP1 hält sich in der Folgezeit über die Kontakte Eu 44, den Kontakt Epl5
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ist Ekia ein Kontakt, der beim Heben des Hebedrehwählers schliesst.
Durch den beschriebenen Stromweg spricht das Relais EH3 mit seiner Wicklung 1 an, öffnet seinen Ruhekontakt Eh31 und schaltet hiedurch den Hebmagneten EH'a,. EH' ab und leitet die nun folgenden Impulse über Eze2, jEi,
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Hundertergruppe. Durch diese Hebeschritte der beiden Hebdrehwähler wird die zweite Dekade der gesandten Ordnungszahl durch eine Wählerstelle im Empfänger EII aufgebaut.
Wird die vierte Pause eingefügt, so spricht über Es43, Ev13 den Hebkontakt Ekh1b, die WicklungEH4I
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Hebdrehwählers EHD1a zugeleitet, und dieser macht nun ebenso viele Schritte, wie bis zur nächsten Pause Impulse eintreffen. Bei der fünften und letzten Pause spricht schliesslich von plus über Ev43, E und
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Haltewicklung EhlI nach minus. Ewa1a ist ein Kontakt des Hebdrehwählers EHDi, der beim ersten Schritt schliesst. Durch das Ansprechen des Halterelais EHs wird durch Ehl der Drehwähler ED'1a abgeschaltet, und die folgenden Impulse gelangen auf den Drehmagneten ED'1b des Ergänzungshebdreh-
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ebenso viele Schritte, als Impulse der letzten Reihe eintreffen.
Die Drehschritte des ersten Hebdreh- wählers und des zweiten Hebdrehwählers ergänzen sich wieder zu der konstanten Summe von ausgeführten Drehsehritten, die gleich ist der konstanten für die letzte Dekade, also für die Kennziffer plus deren Ergänzung, ausgesandten Anzahl von Impulsen. Nach dem Empfang der beiden Impulsserien der Einerreihe stehen die beiden Kontakte der beiden Hebdrehwähler in korrespondierenden Stellungen. die durch Relais EB1, bzw. EB2 usw. verbunden sind, so dass nach dem letzten Schritt, u. zw. nachdem bei Beendigung der Impulse in der Kette der Verzögerungsrelais EVl bis EV4 die beiden Relais EVl und EV2 abgefallen sind.
EV3 und EV4 dagegen noch halten, kurzzeitig folgender Stromkreis entsteht : Von
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des Impulsrelais nach minus.
Ausführung des Kommandos und Quittung.
Durch das Ansprechen des Relais EB1 schliessen diese einen Kontakt Eben der entweder direkt oder indirekt zu den Schaltspulen eines Ölschalters oder eines sonstigen Organs der elektrischen Verteilungsanlage führt. Das Betätigungsrelais EB1 bleibt nur so lange eingeschaltet, bis. wie oben beschrieben. die übrigen Verzögerungsrelais abgefallen sind. Gleichzeitig mit dem Ansprechen des Betätigungsrelais EB1 hat auch das Relais J durch seine zweite Wicklung J11 angesprochen und. wie bereits oben beschrieben, einen Quittungsimpuls nach der Zentralstation zurückgesandt, wodurch der dortige Sender, von dem das Steuerkommando ausging, für dieses Kommando stillgesetzt wird.
Der Fernsteuervorgang, der mit der Betätigung eines Steuersehalters durch den tberwaehungsbeamten beginnt, ist durch Ansprechen der ausgewählten Betätigungsspulen für das Schaltorgan und das Quittungssignal beendet.
Meldung der Änderung einer Schalterstellung.
Die durch den Steuervorgang hervorgerufenen Stellungsänderungen des Schalters in der Unter-
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auf dem Kontakt liegt, auf welchem er von plus über den Kontakt Sht, Bürste und Kontakt der Bahn D des Hunderterwählers SD20 plus erhält, so dass sein Relais SPI00, das mit seinem einen Ende an minus liegt. Strom erhält und ansprechen kann. Hiedurch wird über SP1001 der Wähler SDloo stillgesetzt und
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Schaltänderung hervorgerufenen und dem neuen Schaltzustand zugeordneten Wählerstellung beendet. und die Aussendung der Impulse geschieht nun in der gleichen Weise, wie eben bereits beim Sendevorgang für die Hauptstation beschrieben.
Der Impulsgeber SD ; wird nach vollkommenem Aufbau einer Ordnungzahl automatisch zum Arbeiten gebracht und sendet entsprechend der aufgebauten Wählerstellung Reihen von Impulsen aus, wobei jede Dekade zunächst einer Reihe von Impulsen entspricht, die der Kennziffer dieser Dezimalstelle gleich ist, und dann eine weitere Reihe von Impulsen, die die Ergänzung dieser Zahl auf eine konstante Zahl bilden.
Diese durch Pausen unterteilten Impulsreihen gelangen über den Kontakt il als Minusimpulse auf die Fernleitung und werden von dem Rückmeldeempfangsapparat EI in der Zentralstation (Fig. 1) von dem polarisierten Empfangsrelais EE aufgenommen, wobei über die Fernleitung von minus, den Kontakt il der sendenden Aussenstation, Leitung FL das Relais EB in der Zentralstation und die Ruhekontakte i2, Sv52 nach dem gemeinsamen Pluspol ein Stromweg geschlossen ist. Das Relais EE spricht an, schliesst seinen Kontakt Ee. wodurch das Relais EZE zum Ansprechen kommt. Eze1 schliesst und bringt das Verzögerungsrelais EVI zum Ansprechen.
Durch Ansprechen von
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werden über diese Verzögerungsrelais und die verschiedenen Kontakte der entsprechenden EH-Relais. wie beim Empfang in der Aussenstation bereits dargestellt und beschrieben, auf die einzelnen Wähler geleitet.
Anzeige der Meldung.
Bei ordnungsgemässem Eintreffen der verschiedenen Impulsreihen befinden sich die Wähler EDI und jEDa sowie EHD1a und jERDn usw. wieder in korrespondierenden Stellungen. Nach so erfolgtem Aufbau der korrespondierenden Wählerstellungen werden nach Beendigung der eigentlichen Empfangsvorgänge kurzzeitig folgende Stromkreise geschlossen von plus über EVI2, EV22, Erz Bürste und Kontakt
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des Impulsrelais nach minus.
In diesem Stromkreis sprechen kurzzeitig entsprechend der Abfallzeit des Verzögerungsrelais EV3 die zwei ausgewählten Relais EKa1 und EA1 sowie das J-Relais über seine zweite Wicklung JII an. Das
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seinen Kontakt Ekb, schliesst. Gleichzeitig legt das Relais E über seinen Kontakt Eat die Anzeigelampe AL2 von minus über Ekbi, Ea23 und die Flackervorrichtung, die in der Zeichnung durch einen Unterbrecher EU dargestellt ist, an minus.
Hiedurch wird die Lampe EL : zum Flackern gebracht, während die Lampe ELi, die bisher ruhig brannte, zum Erlöschen kommt, falls der Schalter Es3 eschlossen war.
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Eintreffen des Signales so lange aufrechterhalten wird, bis sie durch den Aufsichtsbeamten durch Betätigung des Schalters Es, zum Auslöschen gebracht wird. Die Anzeige des richtig ausgeführten Schaltvorganges kann ausser durch die beschriebene Anordnung auch durch andere Mittel erfolgen, beispielsweise können hiefür noch andere an sieh bekannte Hell-Dunkel-Schaltungen der Lampen mit und ohne Verbindung mit Flackereinrichtungen oder akustischen Signalen vorgesehen sein.
Ebenso können an Stelle oder in Verbindung mit den beschriebenen Anzeigeanordnungen durch Lampen noch Fallklappen angeordnet werden, die ebenfalls so lange die einmal erfolgte Anzeige aufspeichern, bis sie von dem Kon- trollbeamten wieder aufgehoben wird.
Um den Kontrollbeamten schon bei Beginn des Eintreffens eines Meldevorganges auf diesen aufmerksam zu machen, spricht über den Kontakt EZE (Fig. 4) die AUfmerksamkeitslampe ELa und das Anzeigefallklappenrelais EFka an. Die Anzeigefallklappe EFka ist mit einem Kontat Efka versehen, der den Stromkreis für eine Hupe EHu schliesst. Diese Aufmerksamkeitszeichen dienen einmal dazu, den anwesenden Schaltbeamten auf das Eintreffen einer Meldung aufmerksam zu machen, anderseits dazu, im Falle einer Abwesenheit des Schaltbeamten durch das Fallklappenrelais das Zeichen zu geben, dass in der Abwesenheit des Schaltbeamten eine Meldung eingetroffen ist.
Gleichzeitig ist aus der Einrichtung Fig. 5 für den Schaltbeamten zu entnehmen, welche Schaltänderungen in der Aussenstation
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UnterbrecherEUkurzgeschlossen.
Durch das kurzzeitige Ansprechen des Impulsrelais durch seine zweite Wicklung JI1 in der Zentralstation wird über diese und den Kontakt il ein Minusimpuls auf die Fernleitung gegeben, der den Sender der Aussenstation, wie vorher für die Zentralstation beschrieben, stillsetzt und eine Wiederholung der Meldung verhindert. Aus der Hintereinanderschaltung der Wicklung JII und der Anzeigerelais EA ergibt sich ausserdem die Sicherheit, dass der Quittungsimpuls zur Stillsetzung des Senders der Aussen- station immer nur dann ausgesandt wird, wenn die Anzeigevorrichtung nach richtigem Empfange der Meldung tatsächlich betätigt worden ist.
Auslösung des Empfängers.
Nach dem zuletzt angekommenen Impuls waren nach den eben beschriebenen Vorgängen die beiden Verzögerungsrelais EV1 und EV2 abgefallen. Nach dem Abfallen von JBVs war die Anzeige und
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Selbstunterbrecher und Magneten SD'10'SD'20 der Einerwähler usw.. so dass diese so lange drehen, bis EVk1 abfällt.
Die Abfallverzögerung ist gerade so gewählt, dass der Wähler einmal vollständig durchdreht, anderseits wird durch die Kontakte Sk12 und Sk14 usw. über den Ankerruhekontakt 'Mr der Wähler direkte Minusspannung an die Bürsten der Bahnen E der Einerwähler SD10, SD30 usw. gelegt, wodurch beim Überstreichen der Wählerkontakte sämtliche SQa-Spulen der Kipprelais ansprechen und diese umlegen, falls sie in der andern Stellung waren.
Die Anschlüsse der einzelnen Kommandos sind so gelegt. dass sämtliche SQa-Spulen, die den,. Ein"-Kommandos entsprechen, an die Wähler SDio. n ange- schlossen sind, während alle SQb-Spulen. die den Aus"-Kommandos entsprechen, an die Wähler SI)"" Sd40 angeschlossen sind. Durch das Umlegen eines Kipprelais wird der Sender genau so zur Rückmeldung veranlasst wie durch eine Sehaltänderung, beispielsweise würde dieses bei dem Kontaktapparat Skt1
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beschrieben, den Sender zur Herausgabe des Kommandos.
Auf diese Weise werden zunächst sämtliche auf #Ein" befindliche Schalterstellungen bzw. die zugeordneten Kontaktapparate kontrolliert und die entsprechenden Stellungen durch die Signalmittel der Zentralanlage zur Anzeige gebracht. Mittels eines zweiten Kontrollkommandos lassen sich durch die Relais EBk2. die in ähnlicher Weise wie die SQb-Spulen betätigt werden, auch alle Signalstellen der Aussenstation kontrollieren.
Tritt während des Kontrollvorganges eine Schaltänderung ein, so wird entweder während des Kontrollvorganges die erst noch bestehende, sich dann aber ändernde Schalterstellung nach der Zentralstation gemeldet oder. falls der Ansatz zu Kontrollzwecken erst nach der erfolgten Schaltänderung erfolgt
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änderung gemeldet. Auch hier ist die Anordnung im übrigen so getroffen. dass. wenn Schaltänderungen und Kontrollsignale zeitlich zusammenfallen oder kurz hintereinander erfolgen, diese jeweils nacheinander zu Ende gegeben werden, da. wie bereits erwähnt, immer nur eine einzige Ordnungszahl vollkommen aufgebaut und ausgesendet werden kann.
Das gleiche gilt auch für den Fall, dass der fernsteuernde Beamte einen Schalter auf einen mit einem Kurzschluss behafteten Leitungsteil schaltet. wobei der überwachung- beamte sofort nach dem #Ein"-Signal das #Aus"-Signal über das kurz nachfolgende Ausfallen des Schalters, erhält.
In dem Ausführungsbeispiel wird für jeden Übertragungsvorgang die gleiche Anzahl von Impulsen ausgesandt. Diese ist durch Pausen aufgeteilt in je zwei Reihen für jede Dekade, wobei pro Dekade die Impulsreihen sich zusammensetzen aus der Impulszahl. die der Kennziffer der Dezimalstelle einer Ordnungszahl entspricht, und einer Impulsreihe, die ebenso viele Impulse enthält, als zu einer Ergänzung auf eine konstante Zahl notwendig sind. Diese Impulsreihen werden hiebei nacheinander übertragen.
Nach der Erfindung ist es indessen auch möglich, diese Impulsreihen auf ebenso vielen Kanälen, wie Dezimalstellen vorhanden sind, zu übertragen, so dass die Aussendung der Impulsreihen für jede Dekade gleichzeitig oder fast gleichzeitig erfolgen kann.
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dungen bzw. der Steuerkommandos nur wenig über den durch das Zehnersystem gegebenen Grenzen von Hundert, Tausend usw. liegt. In allen diesen Fällen ist es notwendig. bei Überschreitung dieser Zahlen eine weitere Gruppe von Speicherwählern bzw. Schaltapparaten vorzusehen, beispielsweise ist die Zahl 1005 im Dezimalsystem nur durch Einer-. Hunderter-. Tausender-und Zehntausenderwähler zu übertragen.
Zweckmässig wandelt man dann diese Zahl in ein Elfer-oder Zwölfersystem um und verwendet zwölfteilige Wähler, so dass man mit drei Gruppen entsprechend bekannter Wähler auskommt.
Die Kontrolle der Schaltzustände der Aussenstation kann in beliebigen Gruppen erfolgen, wofür schalt- oder betriebstechnische Gründe massgebend sein können. Das Quittungssignal, welches den richtigen Sende-und Empfangsvorgang einer Ordnungszahl beendet. war beim Ausführungsbeispiel ein längerer Impuls. An dessen Stelle können natürlich ebenfalls Impulskombinationen treten, die ebenfalls durch besondere Massnahmen sichergestellt werden können. Die erfindungsgemässe Anordnung ist vorzugsweise auch für Fernübertragung mittels einer oder mehrerer Trägerwellen beliebiger Frequenz entweder längs Leitungen oder mit den Mitteln der drahtlosen Telegraphie bestimmt.
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