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Selbstwäliiapparat mr Personal-Durehsuehung.
Die Erfindung hat den Zweck, bei der zur Feststellung und Hintanhaltung von Geschäfts-oder
Werksdiebstählen erforderlichen Durchsuchung des Arbeitspersonals das persönliche Moment dadurch vollkommen auszuschalten, dass die Auswahl der zu durchsuchenden Personen einem unbeeinflussbaren
Apparat übertragen wird, welchen die in Frage kommenden Personen selbst bedienen.
Ein Betrug ist dadurch ausgeschlossen, dass die betreffende Person nur einen Handgriff zu betätigen hat, durch welchen aus dem Inneren des verschlossenen Apparates heraus, das für die Durchsuchung entscheidende Signal wahrnehmbar gemacht wird. Dieses Signal kann z. B. optisch oder akustisch oder eine Verbindung der Beiden sein. Der Apparat kann auch mit einer Zeit-Kontrolluhr in Verbindung gebracht bzw. so kombiniert werden, dass Kontrolluhr und Durehsuehungs-Apparat durch eine einzige
Betätigung gleichzeitig in Funktion kommen.
Der Apparat besteht aus einem Behälter mit einer Anzahl von rollfähigen Körpern von verschiedener Beschaffenheit, z. B. in Farbe, Grösse, elektrischem Leitungsvermögen ; von diesen Körpern wird bei Betätigung einer Handhabe jeweils nur ein Körper abgesondert, welcher entweder durch seine Farbe,
Grösse oder sein elektrisches Leitungsvermögen die Durchsuchung der betreffenden Person entscheidet.
Die perzentuelle Anzahl der zu durchsuchenden Personen kann durch die Herbeiführung eines gewünschten Mischungsverhältnisses zwischen normalen und den die Durchsuchung bestimmenden Körpern geregelt und nach Bedarf geändert werden. Die im Apparat liegenden Körper werden, bevor sie zum Auslauf gelangen, durch jede vorhergegangene Betätigung durcheinandergerüttelt und vermischt.
Die Abbildungen zeigen je eine der beispielsweisen Ausführungsarten, u. zw. stellt Fig. 1 vorwiegend eine beispielsweise Ausführung eines Selbstwählapparates für die Verwendung zum Einbau in Kontrolluhren dar.
Der Schnitt durch den Apparat (Fig. l) zeigt die im Sammelraum 1 desselben befindlichen Kugeln, deren Anzahl zweckmässig im Verhältnis zur Anzahl der zu kontrollierenden Arbeiter steht. Entsprechend dem Prozentsatz an Personen, deren Durchsuchung beabsichtigt wird, wird die Gesamtanzahl der Kugeln aus elektrisch leitenden und solchen aus elektrisch nicht leitenden Materialien zusammengesetzt. Vom Sammelraum 1 fallen die Kugeln 2 durch einen Trichter 3 vor den Schiebemechanismus 4, der z. B. durch einen Hebel 5 von der Kontrolluhr aus betätigt wird. Bei jeder Betätigung des Hebels 5 wird durch den Schiebemechanismus 4 je eine Kugel vom Einlauftriehter 3 zum Steigrohr 6 befördert. Im Steigrohr 6 sitzt isoliert ein elektrischer Kontakt 7, der beim Vorübergehen einer stromleitenden Kugel einen Stromkreis schliesst und eine Signalvorrichtung auslöst.
Der Durchmesser des Steigrohrs 6, in welchem die Kugeln durch jede neue Betätigung des Apparates weitergeführt werden, ist nach dem Kontakt 7 so gross, dass die Kugeln mit ihren Längsachsen nicht genau übereinanderliegen. Die so zum Ablauf in den Sammelraum auf die Verteilungsfläche 8 kommenden Kugeln rollen infolgedessen nach verschiedenen Richtungen ab und kommen daher vermischt im Sammelraum zu liegen. Der Boden des Sammelraumes 1 besitzt eine Klappe 9, die bei jeder Betätigung des Schiebenwehanismus 4 vermittels einer geeigneten Vorrichtung, z. B. Hebestiften 4 a gehoben wird und dadurch die Kugeln im Sammelbehälter noch weiter durcheinandermischt. Die im Steigrohr befindlichen Kugeln sind durch eine bewegliche Klinke 70 gegen Rücklauf gesichert.
Die elektrischen Signalvorrichtungen können selbstverständlich auch statt durch Stromschluss durch Stromunterbrechung betätigt werden.
Die Fig. 2 zeigt den beispielsweisen Einbau des vorerwähnten Apparates in eine Kontrolluhr.
Die Fig. 3 zeigt einen Apparat im Querschnitt, bei welchem die Anzeige der zu durchsuchenden Personen optisch durch die Verwendung verschiedener farbiger Kugeln, die in einem Schaubehälter
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erscheinen und von welchen eine bestimmte Farbe die Anzeige zur Durchsuchung gibt und zusätzlich noch optisch durch ein elektrisches Licht-, akustisch durch ein elektrisches Lautsignal oder eine Verbindung beider gegeben wird, wenn der Apparat an einen elektrischen Stromkreis angeschlossen wird.
Die Fig. 4 und 5 zeigen den Apparat in andern Phasen seiner Tätigkeit. Bei diesem Apparat liegen die Kugeln 12 in einem Sammelbehälter 11 und werden durch einen Zulaufstutzen 1. 3 dem Schaubehälter 14 zugeführt. Dieser Schaubehälter 14 besteht aus einem Rohrstutzen, der im Apparat festsitzt
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dieselbe um den Schaubehälter 14 so hin-und herbewegt. dass die Einlauf-und Ablauföffnungen in dem Letzteren der Funktion des Apparates entsprechend verschlossen bzw. geöffnet werden.
Die Fig. 3 zeigt den Apparat in Ruhestellung mit einer im Schauraum 14 liegenden (zuletzt ge-
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Stempels 16 dreht die Hülse 15 so (Fig. 5), dass bei gleichzeitigem Verschluss des Ablaufrohres 13 und der Ablauföffnung 14 b die Einlauföffnungen M a und 15 b übereinstimmen und die Kugel in den Schaubehälter 14 einläuft. sichtbar bleibt, und z. B. entsprechend ihrer Farbe die Durchsuchung entscheidet.
Gleichzeitig wird ein Kugel-Rückwerforgan 19 betätigt (Fig. 4), das unter dem Stempel 16 angeordnet ist und die abgelaufenen Kugeln in den Sammelbehälter zurüekbefördert. Dieses Rüekwerforgan besteht aus einem Schleuderhebel19 a, der eine kippbare Klinke & trägt, die von einer Nocke 16 a samt dem Hebel abwärts gedrückt und bis zum Ausklinken unter Federspannung gesetzt wird. Nach dem Ausklinken wird durch die Federwirkung ein sehr rascher Hoir. gang des Schleuderhebels 19 rr, bewirkt, welcher die im Steigrohr am Scrleuderkopf 19 c liegende Kugel in die Höhe und über ein Verteilungsblech 20 wieder in den Sammelbehälter 11 wirft.
Der Sammelbehälter besitzt eine Bodenklappe n a, die durch einen
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werden kann, wodurch ein Durcheinanderwerfen und Durchmischen der Kugeln erzielt wird. Wird nunmehr der Stempel 16 wieder freigegeben, so wird er durch den auf ihn wirkenden Federdruck wieder in seine Ursprungslage (Ruherstellung) zurückgedrückt, wobei die unter Federwirkung stehende Klinke 19 b von der Nocke 16 a während des Zurückgleitens des Stempels 16 vorübergehend umgekippt wird.
Wenn bei diesem Apparat zur Anzeige der zu durchsuchenden Person ausser der Sichtbarmachung einer z. B. färbigen Kugel auch Laut- oder Lichtsignale gewünscht werden. ist der Schauraum 14 und die Schiebehülse 15 voneinander isoliert zu montieren und die signalgebenden Kugeln so auszustatten. dass sie einen die Signalvorriehtung betätigenden Stromkreis entweder schliessen oder unterbrechen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbstwählapparate für Personal-Durchsuchung zur Hintanhaltung und Feststellung von Diebstählen, wobei die Auswahl der zu Durchsuchenden durch einen von jeder Person selbst bedienten unbeeinflussbaren Apparat erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Apparat bei jeder Betätigung aus einer Anzahl von in seinem Inneren befindlichen rollfähigen Körpern verschiedener Beschaffenheit je ein Stück absondert, von welchen Körpern einzelne durch eine vorbetimmten Beschaffenheit (abweichende Grösse, Form, Farbe oder elektrische Leitfähigkeit) ein die Durchsuchung bestimmendes Zeichen optischer oder akustischer Art an einem beliebigen Ort geben, z.
B. durch Sichtbarwerden der gewählten Körper im Inneren des Apparates oder durch ein Licht- oder akustisches Signal oder durch eine Kombination solcher Signale.