AT142552B - Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Es ist bekannt, dass Elektrolytniekel wegen seiner geringen anodischen Löslichkeit als Anode in der Vernicklungsteehnik wenig geeignet ist. Es ist ferner bekannt (siehe z. B. L. D. Hammond, Trans. EMI1.2 39,483), die Löslichkeit des Nickels durch Ausglühen zu erhöhen, so dass die ausgeglühten, elektrolytisch erzeugten Nickelplatten unmittelbar als Anoden für die Vernicklungstechnik verwendet werden können. Bei den Versuchen, ausgeglühte Elektrolytnickelplatten als Anoden zu verwenden, haben sich jedoch verschiedene Schwierigkeiten geltend gemacht. Ungleichförmige Erwärmung während des Glühens sowie Oxydation an der Oberfläche können örtlich oder im ganzen die mechanische Festigkeit der Platten vermindern. Diese Platten können aber auch eine ungenügende Löslichkeit besitzen und grosse Mengen von Abfall und Schlamm liefern. Dies wird die Eigenschaften der Platten bei ihrem Gebrauch als Anoden nachteilig beeinflussen oder eine besondere Nachbehandlung der Platten erforderlich machen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernicklungstechnik aus kathodisch ausgefälltem Nickelmetall, bei welchem es möglich ist, mit Sicherheit Erzeugnisse von gleichförmiger Güte zu erhalten. Ein wesentliches kennzeichnendes Merkmal des Verfahrens besteht darin, dass das Ausglühen der Kathoden in einer Schmelze stattfindet, welche aus Salzen besteht, die unter den herrschenden Arbeitsbedingungen das metallische Nickel nicht angreifen und gegebenenfalls mit Substanzen versetzt ist, welche imstande sind, an der Oberfläche der Nickelplatten vorhandene Oxyde u. dgl. aufzulösen. Eine solche Salzschmelze kann z. B. aus Kochsalz oder Chlorkalium oder einem Gemisch dieser Salze bestehen, gegebenenfalls mit Zusatz von Borax oder ähnlichen Stoffen, welche Oxyde usw. lösen können. Um die günstigsten Eigenschaften der hergestellten Anoden zu erlangen, ist es von Wichtigkeit, die Platten in ihrer ganzen Ausdehnung während einer im voraus festgelegten Einwirkungszeit auf gleichmässigen und kontrollierbaren Temperaturen zu halten. Dies wird erreicht, wenn das Ausglühen in einer Salzschmelze stattfindet, in der diese Bedingungen leicht hergestellt und aufrechterhalten werden können. Nach dem Ausglühen werden die aus dem Bade genommenen Platten in Wasser gebracht und hiedurch gekühlt. Ein anhaftender Überzug von der Salzschmelze wird die Platten auf dem Wege vom Salzbad in das Wasserbad gegen die oxydierende Wirkung der umgebenden Luft schützen. Der Salz- überzug wird von dem Kühlwasser in genügender Ausdehnung schnell aufgelöst werden. Bei der Durchführung des Ausglühens auf die angegebene Weise erreicht man somit ohne besondere Behandlung eine reine metallische Oberfläche, vermeidet also die Verwendung einer Beizbehandlung oder anderer Nachbehandlungen, die sonst notwendig gewesen wären. Da die Luft keinen Zutritt zu dem heissen Nickel hat, vermeidet man mit Sicherheit, dass das Nickel infolge stattgefundener Oxydation zwischen den Kristallen bröckelig und locker wird. Beispiel : Durch elektrolytisehe Ausfällung von Nickel auf Nickelbleche werden Nickelplatten hergestellt, welche eine Grösse von ungefähr 60 x 90 em und eine Dicke von 8 bis 12 mm besitzen. Nachdem die Platten die gewünschte Dicke erreicht haben, werden sie aus dem Bade genommen und zur Reinigung in einem Bade von Wasser (gewöhnlich einige Stunden lang) stehen gelassen. Die so gereinigten Platten werden dann ohne besondere Trockenbehandlung beiseitegestellt, bis man sie der Wärmebehandlung im Salzbad unterwirft. Als Salzbad wird eine Schmelze von Kochsalz und Chlorkalium verwendet, <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 bleiben dort ungefähr 15 Minuten lang. Die an der Oberfläche und in den Poren der Platten absorbierte Feuchtigkeit wird beim Eintauchen in die Salzschmelze sogleich verdampft, so dass die Salzschmelze in un- mittelbare Berührung mit allen Teilen der Oberfläche des Metalls gelangt. Die Platten werden nun aus der Salzschmelze herausgenommen und durch Eintauchen in Wasser gekühlt. Eine ganz dünne Salzschicht haftet bei der Überführung aus dem Salzbad in das Kühlwasser an der Oberfläche der Platten und schützt das Metall gegen die oxydierende Einwirkung der Luft. Da die Zeit, während welcher die Platten zur Kühlung in Wasser eingetaucht werden, ganz kurz ist und das Kühlwasser ausserdem all- mählich mit Salz angereichert wird, sind die aus dem Kühlbad herausgenommenen Platten mit einer Schicht einer Salzlösung bedeckt, die beim Trocknen eine ganz dünne Salzhaut bildet. Die Platten werden nun durch Scheren oder Messer in die für die Verwendung als Anoden im Vernieklungsbade geeigneten Grössen (z. B. 20x30 cm) aufgeteilt und sind dann unmittelbar zur Verwendung als Anoden im Vernieklungsbade geeignet.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernieklungstechnik und verwandte Zwecke aus kathodisch ausgefälltem und nachher ausgeglühtem Nickelmetall, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausglühen der elektrolytisch erzeugten Nickelplatten durch Erhitzen in einer Salzschmelze stattfindet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| NO142552X | 1932-08-27 |
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| AT142552B true AT142552B (de) | 1935-08-10 |
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| AT142552D AT142552B (de) | 1932-08-27 | 1933-08-11 | Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke. |
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1933
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