CH170777A - Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Nickelanoden für die Ternickelnngstechnik und verwandte Zwecke. Es ist bekannt, dass das Nickelmetall, welches bei den allgemein bekannten und ge- bräuchliehen elektrolytischen Verfahren er halten wird, als Anode so wenig löslich ist, dass es für den Gebrauch als Anode in der Verniekelungstechnik wenig geeignet ist. Es ist ferner bekannt (siehe zum Beispiel L. D.
Harnmond, Trans. Amer. Electrochem. Soc. 1916, 30, 103 und Chas. P. Madsen, Trans. Amer. Electrochem. Soc. 1921, 39, 483), dass es möglich ist, durch Ausglühen die Löslich keit des Nickels zu erhöh9n, so dass die aus geglühten, elektrolytisch erzeugten Nickel platten unmittelbar als Anoden für die Ver nickelunstechnik verwendet werden können.
Bei den' gemachten Versuchen durch Aus glühen von elektrolytisch ausgefälltem Nile kel lösliche Nickelanoden herzustellen, haben sich verschiedene Schwierigkeiten geltend gemacht. Faktoren, wie ungleichförmige und unkontrollierbare Erwärmung, sowie Bildung von Oxyden und dergleichen an der Ober fläche durch die Einwirkung von Luft, kön nen örtlich oder im Ganzen die mechanische Stärke der Platten vermindern, und die Platten können auch in anderer Beziehung als Anoden weniger verwendbar werden, z. B. infolge ungenügender Löslichkeit und ver grösserter Mengen von Abfall und Schlamm.
Dies wird die Eigenschaften der Platten bei ihrem Gebrauch als Anoden nachteilig beein flussen oder eine besondere Nachbehandlung der Platten erforderlich machen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Nickel anoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke aus kathodisch ausgefäll tem und nachher ausgeglühtem Nickelmetall, bei welchem es möglich ist, mit Sicherheit Erzeugnisse von gleichförmiger Güte zu er halten.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass das Ausglühen der elektrolytisch erzeugten Nickelplatten durch Erhitzen in einer Salzschmelze stattfindet. Diese Salz schmelze besteht vorteilhaft aus Salzen, die das metallische Nickel nicht angreifen und ist gegebenenfalls mit Substanzen versetzt, welche imstande sind, an der Oberfläche der Nickelplatten vorhandene Oxyde und ba sische Metallsalze aufzulösen.
Eine solche Salzschmelze kann zum Bei spiel aus Kochsalz oder Chlorkalium oder einem Gemisch dieser .Salze bestehen, ge gebenenfalls mit Zusatz von Borax oder ähn lichen Stoffen, welche Oxyde usw. lösen können.
Um besonders günstige Eigenschaften der hergestellten Anoden zu erlangen, ist es zweckmässig, wenn die Platten in ihrer gan zen Ausdehnung während einer im voraus festgelegten Einwirkungszeit auf gleichmässi gen und kontrollierbaren Temperaturen ge halten werden. Dies kann erreicht werden, wenn das Ausglühen in einer Salzschmelze stattfindet, in der diese Bedingungen leicht hergestellt und aufrechterhalten werden können.
Nach dem Ausglühen können die aus dem Bade genommenen Platten in Wasser ge bracht und hierdurch gekühlt werden. Hier bei wird ein anhaftender Überzug von der Salzschmelze die Platten auf dem Wege vom Salzbad in das Wasserbad gegen die oxy dierende Wirkung der umgebenden Luft schützen. Der Salzüberzug kann von dem Kühlwasser in genügender Ausdehnung schnell aufgelöst werden.
Bei der Durchführung des Ausglühens auf die angegebene Weise kann man somit ohne besondere Behandlung eine reine metal lische Oberfläche erreichen, also die Verwen dung einer Beizbehandlung oder anderer Nachbehandlungen vermeiden, die sonst not wendig gewesen wären. Da die Luft keinen Zutritt zu dem heissen Nickel hat, vermeidet man mit Sicherheit, dass das Nickel infolge staugefundener Oxydation zwischen den Kri stallen bröcklig und locker wird.
Beispiel: Durch elektrolytische Ausfällung von Nickel auf Nickelbleche werden Nickelplat ten hergestellt, welche eine Grösse von unge fähr GO X 90 cm und eine Dicke von 8 bis 12 mm haben. Nachdem die Platten die ge wünschte Dicke erreicht haben, werden sie aus dem Bade genommen und zur Reinigung in einem Bade von Wasser (gewöhnlich einige Stunden lang) stehen gelassen. Die so gereinigten Platten werden dann ohne be sondere Trockenbehandlung beiseite gestellt, bis sie der Wärmebehandlung im Salzbad unterworfen werden sollen. Als Salzbad wird eine Schmelze von Kochsalz und Chlorkalium verwendet, welche auf etwa 800 C gehalten wird.
In diese Schmelze werden nun die Platten eingebracht und verbleiben dort un gefähr 15 Minuten lang. Die an der Ober fläche und in den Poren der Platten absor bierte Feuchtigkeit wird beim Eintauchen in die Salzschmelze sogleich verdampft, so dass die Salzschmelze in unmittelbare Berührung mit allen Teilen der Oberfläche des Metalles gelangt. Die Platten werden nun aus der Salzschmelze herausgenommen und durch Eintauchen in Wasser gekühlt. Eine ganz dünne Salzschicht haftet bei der Überfüh rung aus dem Salzbad in das Kühlwasser an der Oberfläche der Platten und schützt das Metall gegen die oxydierende Einwirkung der Luft.
Da die Zeit, während welcher die Platten zur Kühlung in Wasser eingetaucht werden, ganz kurz ist, und das Kühlwasser ausserdem allmählich mit Salz angereichert wird, sind die aus dem Kühlbad heraus genommenen Platten mit einer Schicht einer Salzlösung bedeckt, die beim Trocknen eine ganz dünne Salzhaut bildet. Die Platten werden nun durch Scheren oder Messer in die für die Verwendung als Anoden im Ver nickelungsbade geeigneten Grössen (z. B. 20 X 80 cm) aufgeteilt und sind dann un mittelbar zur Anwendung als Anoden im Vernickelungsbade geeignet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCH Verfahren zur Herstellung von Nickel anoden für die Vernickelungstechnik und verwandte Zwecke aus kathodisch ausgefäll tem und nachher ausgeglühtem Nickelmetall, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausglühen der elektrolytisch erzeugten Nickelplatten durch Erhitzen in einer Salzschmelze statt findet. ÜNTRRANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Salzschmelze mit Stoffen versetzt wird, welche imstande sind, an der Oberfläche haftende Oxyde und ba sische Metallsalze aufzulösen.
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