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Auseinanderziehbares bzw. zusammenlegbares Staeheldrahthindernis.
Die Erfindung betrifft ein Staeheldrahthindernis, das auseinanderziehbar und gegebenenfalls auch zusammenlegbar ist.
Es besteht aus freistehenden Staeheldrahtschlingen, die so auf einem auseinanderziehbaren und gegebenenfalls auch zusammenlegbaren Rost angeordnet sind, dass sie im auseinandergezogenen Zustand des Hindernisses die Form von Schraubenlinien, im zusammengelegten Zustand die ebener Schleifen haben.
Der Rost, welcher die Stacheldrahtsehlingen trägt, kann verschieden konstruiert sein und aus verschiedenem Material bestehen, z. B. aus Flacheisen, Draht, Drahtgurten usw. Zweckmässig ist es, biegsames Material zu verwenden, damit der Rost sich der Bodenform anpassen kann.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines solchen Rostes in der Draufsicht, u. zw. im auseinander- gezogenen Zustand. Der Rost besteht aus sich kreuzenden Flacheisenstäben 1, die an den Kreuzungs- stellen durch Nieten oder andere Mittel beweglich miteinander verbunden sind, so dass eine Verdrehung der Stäbe gegeneinander beim Zusammenlegen möglich ist. Fig. 2 zeigt den gleichen Rost im zusammengelegten Zustand. Die Bewegungsrichtung beim Zusammenlegen ist durch Pfeile angedeutet.
An Stelle eines Rostes kann auch ein Gitterwerk aus Draht, z. B. nach dem österr. Patent Nr. 87.483, als Träger der Stacheldrahtschlingen benützt werden.
Die Befestigung des Stacheldrahtes an dem Rost erfolgt am besten so, dass die Achse der vom Stacheldraht gebildeten Schraubenlinien in die Bewegungsrichtung des Rostes fällt, d. h. in die Richtung, nach welcher er auseinandergezogen bzw. zusammengelegt wird. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass sich die Stacheldrahtschlingen beim Auseinanderziehen bzw. Zusammenschieben nicht verhängen und dass diese Bewegungen-weil der Stacheldraht dabei nur wenig, u. zw. elastisch deformiert wird-nur geringen Kraftaufwand erfordern und ohne Beschädigung des Staeheldrahtes beliebig oft ausgeführt, werden können.
Fig. 3 zeigt in axonometrischer Darstellung diese bevorzugte Anordnungsweise der Stacheldrahtschlingen auf einem Rost nach Fig. 1 und 2. Zur Vereinfachung sind nur zwei Schlingenreihen eingezeichnet. Jede dieser Schlingenreihen. 3 bildet im auseinandergezogenen Zustand des Hindernisses eine Schraubenlinie. Die Stacheldrahtschlingen sind an den mit 4 bezeichneten Stellen am Rost 2 befestigt.
Wenn die Befestigungsart des Stacheldrahtes am Rost eine Verdrehung desselben gegen die Roststäbe zulässt, dann werden die Drahtschlingen infolge der Federkraft des Drahtes die Form regelmässiger Schraubenlinien annehmen. Bei starrer Befestigung werden sich in der Regel verzerrte Schraubenlinien ausbilden, d. h. Schraubenlinien, deren Steigungswinkel sich periodisch ändert. Wenn die Anordnung der Roststäbe und der Windungssinn der Drahtschlingen entsprechend gewählt werden, kann erreicht werden, dass der Steigungswinkel stellenweise sogar negativ wird, so dass die einzelnen Windungen jeder Schraubenlinie einander übergreifen.
Fig. 4 zeigt eine regelmässige Schraubenlinie, dargestellt durch ihre Projektion auf 2 unter 90 zueinander geneigte, zur Sehraubenlinienaehse parallele Bildebenen. In beiden Projektionen hat die Schraubenlinie Sinuslinien ähnliche Form. Der Steigungswinkel, d. h. der Winkel, den eine Tangente an die Schraubenlinie mit einer zur Schraubenlinienachse normalen Ebene einschliesst, ist für alle Punkte der Schraubenlinie konstant. In der Abbildung sind Tangenten tA, t2 in zwei Punkten Pi, P eingezeichnet,
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Fig. 5 zeigt in der gleichen Darstellungsweise wie Fig. 4 eine verzerrte Schraubenlinie. Die eine Projektion hat die Gestalt einer stark verzerrten Sinuslinie, die andere eine Zykloiden ähnliche Form.
Auch in dieser Abbildung sind in zwei Punkten P/und P2', die eine halbe Windungslänge voneinander entfernt sind, Tangenten < /und t2'eingezeichnet. Die Steigungswinkel in diesen beiden Punkten , sind aber verschieden gross. Ein auf einer verzerrten Schraubenlinie in der Richtung der eingezeichneten Pfeile mit gleichförmiger Geschwindigkeit gleitender Punkt führt nicht wie bei der regelmässigen Schraubenlinie eine konstante fortschreitende Bewegung in der auf der Schraubenlinienachse angedeuteten Pfeilrichtung aus, sondern es unterliegt diese fortschreitende Bewegung periodischen Schwankungen. Sie
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schnitt der Schraubenlinie.
Wenn man den Steigungswinkel bei der regelmässigen Schraubenlinie als positiv bezeichnet, dann kann man auch bei den verzerrten Schraubenlinien periodisch wiederkehrende Abschnitte mit positivem Steigungswinkel unterscheiden, d. s. diejenigen, in welchen ein auf der Schrauben-
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ausfiÛ1rt. Punkt PI'in Fig. 5 befindet sich auf einem solchen Abschnitt. Der Steigungswinkel wird Null, wenn auch die fortschreitende Bewegung Null wird, und er wird negativ, wenn die fortschreitende Bewegung zu einer rückläufigen wird (wie in Punkt P'der Fig. 5).
Durch die Anordnung des Stacheldrahtes in Form von Schraubenlinien mit periodisch wechselndem und gegebenenfalls negativ werdendem Steigungswinkel kann das Hindernis dichter gemacht werden, als bei Verwendung regelmässiger Schraubenlinien. Eine andere Möglichkeit zur Verdichtung der Hindernisse besteht darin, die Zwischenräume zwischen den schraubenlinienförmigen Drahtschlingen durch Spitzen, Staeheldrahtbögen oder ähnliche Mittel auszufüllen, die an den Roststäben so angebracht sind, dass sie die Beweglichkeit des Hindernisses nicht beeinträchtigen.
Fig. 3 gibt ein Beispiel, wie diese Spitzen und Staeheldrahtbogen angeordnet werden können.
Deutlichkeitshalber ist nur eine geringe Zahl dieser Gebilde eingezeichnet, u. zw. in dem von den Stacheldrahtschlingen freigebliebenen Teil des Rostes. Die Stacheldrahtbögen sind mit 5 bezeichnet, ihre Befestigungsstellen am Rost mit 6. Die Spitzen haben die Bezeichnung'1 und werden zweckmässig verschieden lang gemacht.
Um ein Niedertreten der Staeheldrahtsehlingen unmöglich zu machen, empfiehlt sieh die Verwendung von Stacheldraht aus hartem, federndem Material. Am besten geeignet ist Stahl. An Stelle des Stacheldrahtes kann bei Ausführung des Erfindungsgegenstandes auch einfacher, staehelloser Draht verwendet werden, wenn das Hindernis z. B. nur als Stolperhindernis zu wirken braucht.
Das erfindungsgemässe Hindernis braucht nicht am Boden befestigt werden und eignet sich daher gut zum Gebrauch auf hartem Boden. Es kann durch jede ungeschulte Person leicht, schnell und geräuschlos aufgestellt werden. Nach der Verwendung kann es gegebenenfalls ebenso einfach wieder zusammengeschoben und in diesem Zustand wegen seines geringen Raumbedarfes leicht transportiert und ge-
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auseinderziehbares bzw. zusammenlegbares Hindernis, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem auseinanderziehbaren und gegebenenfalls auch zusammenlegbaren Rost oder Gitterwerk freistehende Staeheldrahtsehlingen derart angebracht sind, dass sie im auseinandergezogenen Zustand des Hindernisses die Form von Schraubenlinien, im zusammengelegten Zustand die von ebenen Schleifen haben.