AT142760B - Druckpapier. - Google Patents

Druckpapier.

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AT142760B
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Carl Winkler
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Carl Winkler
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  Druckpapier. 



   Um die Leistung der Druckmaschinen, insbesondere der Rotationsdruckmaschinen, zu erhöhen und die Qualität des Druckes zu verbessern, wird ein Papier benötigt, dass das durchdringen (Durchschlagen) der Druckfarbe verhindert, ohne die   Druckaufnahmefähigkeit   der Druckflächen zu beeinträchtigen, hohe Reissfestigkeit besitzt und in sich stark elastisch ist. Diese Eigenschaften besitzt das bis heute bekannte Druckpapier, namentlich das Zeitungspapierdruck nicht. 



   Es hat sich nämlich gezeigt, dass beim Bedrucken von nicht oder schwach geleimten Papieren die Druckfarbe zu tief in das Papier eindringt, oft sogar   durchschlägt,   und dass dadurch die Druckaufnahmefähigkeit der   Papierrückseite   geringer wird. Dies hat dann zur Folge, dass die Vorderseite auf die Rückseite   durchschlägt   und dass die Druckfarbe der Rückseite teilweise nicht gut trocknet. Zur Bekämpfung dieses Übelstandes wurde bereits versucht, die Qualität der Druckfarbe zu verbessern, ohne jedoch dadurch die Leistung der Druckmaschine erhöhen und die Qualität des Druckes verbessern zu können. 



   Es ist auch versucht worden, das Druckpapier stärker zu leimen, um es für Druckfarbe undurchlässiger zu machen und seine Reissfestigkeit zu erhöhen. Dadurch wird jedoch die Druckempfindlichkeit der Papieroberfläche vermindert, die geleimt Papierfaser nimmt die Farbe schwerer an als die ungeleimte. 



  Die Leimung setzt ausserdem die Elastizität des Papierstoffes herab, und die Druckformen bedürfen besserer Zurichtung. 



   Versuche mit Anilinfarben haben gezeigt, dass das heutige Druckpapier für diese Farbstoffe gänzlich unanwendbar ist, wie diese Farben dünnflüssig sind, von der geleimten Papierfaser nicht genügend aufgesaugt werden können und daher völlig durchschlagen. Die Wahl eines dickeren Papiers bringt wiederum Nachteile in bezug auf das Gewicht (z. B. beim Zeitungsversand) und den Verbrauch mit sich. Die gleichen Nachteile zeigen sich bei der Anwendung des Tiefdruckverfahrens mit dünnflüssigen in Xylol oder Toluol gelösten Farben. 



   Es ist bekannt, verschiedenartig geleimte Papiere zusammenzubringen, um ein fettdichtes Packpapier zu erzeugen, es ist aber noch unbekannt, ein dünnes Druckpapier in seiner inneren Struktur so aufzubauen, dass die Eindringungstiefe der Farbe von beiden Seiten her begrenzt wird, um den Druckvorgang zu verbessern, ohne das äussere Ansehen des Papiers zu ändern. 



   Eine Kombination von Papier und Zellulosehydraten ist an sich auch bekannt, wurde seither aber nur in der Weise angewendet, dass eine Cellophanschicht als glänzende Deckschicht auf ein unbedrucktes oder bedrucktes Papier gebracht wurde. 



   Korkpapier als solches ist ebenfalls bekannt. Dieses ist aber von einheitlicher Struktur und daher nicht geeignet, das Eindringen von Druckfarbe zu begrenzen. Korkmehl wurde lediglich wie Sägemehl zum Füllen minderwertiger Papiere verwendet. 



   Schliesslich sind auch mehrschichtige Papiere bekanntgeworden, bei denen die Aussenschichten an die Bedürfnisse der Druckverfahren angepasst werden können. Unbekannt geblieben ist jedoch, die inneren Schichten so stark zu verändern oder zu leimen, dass diese inneren Schichten ein Durchdringen der   l) ruckiarbe vermndern. Insbesondere wurde nocll mcnt vorgeschlagen, starK geleimte Innensciiellten   elastisch zu machen durch Einlagern elastischer Teilchen (Korkmehl) in einen elastischen Binder (Latex). 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung wird das Durchschlagen der Farbe ohne Beeinträchtigung der Druckempfindlichkeit der   Papieroberflächen   dadurch vermieden, dass als Druckpapier ein verhältnis- 

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 mässig dünnes   mehrschichtiges   Papier verwendet wird, welches mindestens eine   farbundurchlässige Innen-   schicht enthält, so dass der Einschlag der Farbe beiderseitig auf gleicher Tiefe begrenzt wird. 



   Die   farbundurchlässige   Mittelschicht kann aus Faserstoffen und Leim, stark geleimtem Papier- stoff, Leimschichten mit oder ohne Fasern (Folien) oder Zellulosederivaten (z. B. Cellophan) bestehen und zur Erhöhung ihrer Elastizität mit elastischen Stoffen, z. B. Korkmehl, versetzt sein. 



   Es entsteht durch Zusammenbringen von mindestens drei dünnen Schichten in   Mehrfach-Lang-   oder Rundsiebpapiermaschinen ein mehrschichtiges Papier   (Dreischichtenpapier),   welches von maximal   "/iM" Dicke aus   einer   Trägerschicht   (Mittelschicht) von hoher Reissfestigkeit besteht und zwei Ober- schichten, die wie bis anhin saugfähig, wenig geleimt und überhaupt möglichst druckempfindlich her- gestellt sein sollen. Die Schichten können auch jede für sich hergestellt und ausserhalb der Papiermaschine zusammengegautseht oder zusammengeleimt werden, wobei die Leimung der Mittelschicht zugleich das Anhaften der Oberschichten bewirken kann. 



   Da die   Mittelschicht farbundurchlässig   ist, so kann die Druckfarbe beidseitig nur bis an die un- durchlässige Mittelschicht eindringen, d. h. die Länge der Farbsäule ist nach innen begrenzt, und diese reisst ab, sobald die Berührung mit dem Druckelement   (Hoch-,     Flach- oder Tiefdruckform) aufhört.   



   Ein Durchschlagen der Farben ist verhindert, ebenso ein Einsinken und Wegschlagen der Farbe bei grossen zusammenhängenden   Farbfleeken.   Diese werden daher die gleiche   Färbung     (Schwärzung)   zeigen wie die feinsten Rasterpunkte. Auch ist der   Farbeinschlag   auf beiden Seiten des Papieres derselbe, ob einseitig oder beiderseitig gedruckt wird. Es wird demnach auch kein Unterschied in bezug auf die
Färbung   (Schwärzung)   bei   Schön- und Widerdruck   zu sehen sein. 



   Ausserdem können beim Bedrucken eines solchen mehrschichtigen Druckpapiers neuartige Druck- farben verwendet werden, die   dünnflüssig   sind, schnell trocknen und daher eine erhöhte   Laufgesehwindig-   keit der Druckmaschine zulassen, ohne feuergefährlich und gesundheitsschädigend zu sein. 



   Die Mittelschicht kann sehr dünn gewählt werden, da Stoffe, wie Cellophan, Cellophanersatz,   Zellon,   Pergamin usw. sehr zäh sind. Die   Aussenschichten   können ebenfalls sehr dünn genommen werden und mit die   Druckqualität   verbessernden Mitteln (Kaolin, Baryt od. dgl.) beschwert werden. Man erhält auf diese Weise eine feste Mittelschicht, die beiderseitig mit einem durch das Gitter der Papierfaser armierten Strich überzogen erscheint. Damit erübrigen sieh zugleich die seither vergeblich gebliebenen
Versuche, Folien durch Aufbringen eines Striches   druckfähiger   zu machen. 



   Da die erwähnten zähen   1'. Iittelschichten   nur wenig elastisch sind und zur Vermeidung einer
Schattierung auf der Rückseite des Papiers auch zäh sein sollen, während die Oberschichten sehr dünn und infolgedessen auch nicht genügend elastisch sind, so kann man der Masse der Mittelschicht elastische
Stoffe zusetzen oder solche Stoffe auf die Mittelschicht aufbringen, ehe sie mit den Oberschichten versehen wird. Es wurde gefunden, dass sich hiezu Korkmehl vorzüglich eignet, weil dessen feinste Staubteilchen stets noch feinere   Luftbläschen   umschliessen und daher in sich elastisch sind. Die natürliche dunkle Färbung der Korkmehlteilchen verhütet zugleich ein Durchscheinen des Druckes durch das Papier nach einem an sich bekannten Prinzip. Das Korkmehl kann auch dem zur Verbindung der Schichten dienenden Leim zugesetzt werden. 



   Das Papier der vorliegenden Erfindung eignet sieh nicht nur als Druckpapier, sondern auch als Schreibpapier, Löschpapier oder Sieherheitspapier und kann in Rollen oder Bogen gefertigt oder geliefert werden. Bei Verletzung der dünnen Oberschicht kommt die durch das Korkmehl   bräunlich gefärbte   von den Oberschichten eingeschlossene Mittelschicht sofort zum Vorschein. Letztere kann zudem noch mit Chemikalien präpariert sein, die auf tintenzerstörende Mittel reagieren. Sind die Oberschichten   ungeleimt oder nur schwach geleimt, so werden sie so stark saugend sein, dass Tintenschrift sofort trocknet,   und die Verwendung von Löschpapier entbehrlich wird. 



   Die Mittelschicht kann nach Art von Pergament oder Pergamin mit Harzen, Latex, Leim, Paraffin oder andern Stoffen behandelt sein, welche die Papierfaser stark binden, und wird mittels dieser Stoffe so stark übergeleimt, dass sie   farbundurchlässig   wird. Es wurde gefunden, dass eine mehlige Zwischenschicht, wie Korkstaub, ziemlich farbabweisend wirkt. An Stelle von Zellulosederivaten können als Mittelschicht auch andere Folien von   gleichmässiger   Struktur, wie Leim oder Gelatine, zur Anwendung   kommen,   die zu ihrer   Verstärkung   noch mit einem als Armierung dienenden Gitter aus langen Fasern versetzt sein können. 



   Die Oberschichten können je nach Bedarf aus gewöhnlichem, beschwertem oder gestrichenem Papier bestehen. Dünne beschwert Papiere auf einer Folie stellen gewissermassen einen armierten, druckempfänglichen Strich auf der Folie dar. 



   Zur Verarbeitung von Folien mit Papier durch Gautschen oder Leimen können eine   Giess-und   zwei Papiermaschinen miteinander gekuppelt werden, oder es muss eine kombinierte Maschine verwendet werden, in welcher nacheinander eine Papierschicht, eine Folie und eine weitere Papiersellieht zusammengebracht werden. 



   Ist die Mittelschicht oder eine   Zwischenschicht mit Korkmehl im   Stoff oder im Leim versetzt, so verliert das Papier die durch das übermässige Leimen entstandene Härte und wird in sich so elastisch, dass zum Bedrucken an Zurrichtung der Druckformen erheblich gespart werden kann. 

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   Das neue Papier eignet sich auch für den Farbendruck. Da die Farbe durch die Dicke der Ober- schichten dosiert ist, so lässt sich der Farbenverbrauch genau berechnen. Änderungen an eingestellten Farbkasten von laufenden Druckmaschinen sind nicht mehr erforderlich, und Makulatur infolge falscher
Farbgebung kann verhindert werden. Da das Papier von der Mittelschicht getragen wird, so neigt es auch weniger zum Schrumpfen oder Strecken unter dem Einfluss der Atmosphäre, der Druckzylinder oder der Feuchtwerk. Die Festigkeit der Mittelschicht verhütet zudem ein Reissen der Papierbahn in schnell laufenden Rotationsdruckmaschinen. Das Papier lässt sich gut falzen und bricht nicht und eignet sich auch zur Herstellung von Briefumschlägen.

   Unbefugtes Aufreissen solcher   Umschläge   würde an den einreissenden Rändern die   bräunliche   Mittelschicht sichtbar machen. Zum weiteren   Sehutze   des
Papiers kann die Mittelschicht auch noch mit Wasserzeichen versehen werden. 



   Im folgenden sind einige Beispiele zur Herstellung eines Druckpapieres gemäss der Erfindung angeführt. 



   1. Eine Träger-oder Mittelschicht aus Papierstoff, die mit Leim und Harz stark übergeleimt ist (mindestens die doppelte Leimmenge als sonst üblich), wird mit zwei wenig geleimten Deckschichten aus dünnem gewöhnlichem Papier in der   Masehine gegautscht.   



   2. Der für eine   Träger-oder Mittelschicht   bestimmte Stoff wird mit einem Gemisch von Latex und Korkmehl versetzt, um eine Schicht zu erzielen, bei welcher die vornehmlich langen Fasern mit dem elastischen Bindemittel (Latex) umgeben sind und an oder in dem Binder   Korkmehlteilchen   so haften, dass sie ihre Elastizität nicht verlieren. Auf diese Mittelschicht wird eine Ober-oder Unterschicht aus gewöhnlichem Papier aufgepresst. 



   3. Auf eine stark überleimte Mittelschicht wird Korkmehl aufgestreut und alsdann gewöhnliche Papierschichten als Aussenschichten aufgegautscht, wobei das Ganze nicht dicker als   15/100 mm   sein soll. 



   4. Eine stark übergeleimte Mittelschicht wird auf beiden Seiten mit einem Gemisch von Korkmehl und Leim gestrichen und alsdann dünne Papicrschichten auf beide Seiten der Mittelschicht aufgeklebt. 



   5. Eine Zellulosehydratsehicht (z. B.) Cellophan wird mit einem Gemisch aus Leim, Harz und Korkmehl bestrichen und zu beiden Seiten mit je einer Lage   Dünndruckpapier   belegt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Druckpapier für Zeitungen, Bücher und andre   Drucksachen   aus mindestens drei Schichten, von denen die   Aussenschichten   saugfähig und wenig geleimt sind, dadurch gekennzeichnet, dass dasselbe mindestens eine für Druckfarben undurchlässige   Mittelschicht   enthält, welche durch in Farblösungsmitteln unlösliche Stoffe von grosser Festigkeit (z. B. Leim, Harz oder Latex) stark übergeleimt ist und welcher ausserdem Stoffe von grosser Elastizität (z. B. Korkmehl) zugesetzt sind.

Claims (1)

  1. 2. Druckpapier nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Papierschichten Schichten aus elastischen Stoffen, z. B. Korkmehl oder Korkmehl mit Leim, eingebracht sind.
    3. Druckpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelschicht ein Gitter aus langen Fasern innerhalb des Leims oder eines Leimkorkgemisches enthält.
    4. Druckpapier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelschicht aus einem vollständig aufgeschlossenem Stoff (z. B. Zellulosehydrat) besteht.
AT142760D 1932-08-24 1933-08-22 Druckpapier. AT142760B (de)

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AT142760D AT142760B (de) 1932-08-24 1933-08-22 Druckpapier.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202015104892U1 (de) * 2015-09-15 2016-12-16 Graf Verpackungen GmbH Einwickelpapier für Frischwaren, insbesondere für Milch-, Fleisch- und Fischprodukte

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202015104892U1 (de) * 2015-09-15 2016-12-16 Graf Verpackungen GmbH Einwickelpapier für Frischwaren, insbesondere für Milch-, Fleisch- und Fischprodukte

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