CH172387A - Papier, insbesondere für Druckzwecke, und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Papier, insbesondere für Druckzwecke, und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH172387A
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  Papier, insbesondere für     Druckzwecke,    und Verfahren zu seiner Herstellung.    Um die Leistung der Druckmaschinen.  insbesondere der Rotationsdruckmaschinen,  zu erhöhen und die Qualität des Druckes zu       verbessern,    wird ein Papier benötigt, das das  Durchdringen (Durchschlagen) der Druck  farbe verhindert, ohne die Druckaufnahme  fähigkeit der Druckflächen zu beeinträch  tigen, hohe Reissfestigkeit besitzt und in sich  stark elastisch ist. Diese Eigenschaften be  sitzt das bis heute bekannte Druckpapier,  namentlich das Zeitungspapier, nicht.  



  Es hat sich nämlich gezeigt, dass beim  Bedrucken von nicht oder schwach geleim  ten Papieren die Druckfarbe zu tief in das  Papier eindringt, oft sogar durchschlägt, und  dass dadurch die Druckaufnahmefähigkeit  der Papierrückseite geringer wird. Dies hat  dann zur Folge, dass die Vorderseite auf die  Rückseite durchschlägt und dass .die Druck  farbe der Rückseite teilweise nicht gut trock  net. Zur Bekämpfung dieses     Übelstandes     wurde bereits versucht, die Qualität der       Druckfarbe    zu verbessern, ohne jedoch da-    durch die Leistung der Druckmaschine er  höhen. und die Qualität     des        Druckes    ver  bessern zu können.  



  Es ist auch versucht worden, das Druck  papier stärker zu leimen, um es für Druck  farbe undurchlässiger zu machen und seine  Reissfestigkeit zu erhöhen. Dadurch wird  jedoch die Druckempfindlichkeit der Papier  oberflächen vermindert, die geleimte Papier  faser     nimmt    die Farbe schwerer an als die       ungeleimte.    Die     Leimung    setzt     ausserdem."    die  Elastizität des Papierstoffes herab, und die  Druckformen bedürfen besserer Zurichtung.  



  Versuche mit     Anilinfarben    haben gezeigt,  dass das heutige Druckpapier für diese Farb  stoffe gänzlich unanwendbar ist, weil diese  Farben dünnflüssig sind, von der geleimten  Papierfaser nicht genügend aufgesaugt wer  den können und daher völlig ,durchschlagen.  Die Wahl eines dickeren     Papieres    bringt wie  derum Nachteile in bezug auf das Gewicht  (zum Beispiel beim Zeitungsversand) und  den     Verbrauch    mit sich. Die gleichen Nach-      teile zeigen sich bei der Anwendung des  Tiefdruckverfahrens mit     dünnflüssigen,    in       Xylol    oder     Toluol    gelösten Farben.  



  Bei dem Papier gemäss der vorliegenden       Erfindung,    welches insbesondere für Druck  zwecke,     zum    Beispiel-für     Zeittangen,    Bücher  und andere Drucksachen bestimmt ist, wird  das Durchschlagen der Farbe ohne Beein  trächtigung der Druckempfindlichkeit der  Papieroberflächen dadurch vermieden, dass es  aus mindestens drei Schichten besteht und  eine farbundurchlässige Zwischenschicht ent  hält, so dass der Einschlag der Farbe beid  seitig auf gleicher Tiefe begrenzt wird.  



  Die     farbundurchlässige    Zwischenschicht  kann aus Faserstoffen und Leim, stark ge  leimtem Papierstoff, Leimschichten mit oder  ohne Fasern (Folien) oder     Zellulosederivaten     (zum Beispiel den unter der Marke     "Cello-          phane"    bekannten durchscheinenden     Zellu-          losefolien)    bestehen und zur Erhöhung ihrer  Elastizität mit elastischen Stoffen, zum Bei  spiel Korkmehl, versetzt sein.  



  Es entsteht durch Zusammenbringen von  mindestens drei Schichten in Mehrfach-,  Lang- oder     Rundsiebpapiermaschinen    ein  mehrschichtiges Papier, zum Beispiel ein       Dreischichtenpapier,    welches aus einer Träger  schicht     (Mittelschicht)    von hoher Reissfestig  keit besteht und zwei Oberschichten, die     wie          bis    anhin möglichst druckempfindlich her  gestellt sein können.

   Die     .Schichten    können  auch jede für sich hergestellt und ausserhalb  der Papiermaschine     zusammengegautscht    oder  zusammengeleimt werden, wobei die     Lei-          mung    der Mittelschicht zugleich das An  haften der     Oberschichten    bewirken kann.  



  Da die     Mittelschicht    farbundurchlässig  ist, so kann die Druckfarbe     beidseitig    nur  bis an die undurchlässige     Mittelschicht    ein  dringen, das heisst die Länge der Farbsäule  ist nach innen begrenzt und diese reisst ab,  sobald die Berührung mit dem Druckelement  (Hoch-, Flach- oder Tiefdruckform) aufhört.  Ein Durchschlagen der Farben ist verhin  dert, ebenso ein Einsinken und Wegschlagen  der     Farbe    bei grossen zusammenhängenden    Farbflecken.

   Diese werden daher die gleiche  Färbung     (Schwärzung)    zeigen, wie die fein  sten     Rasterpunkte.    Auch ist der     Farbein-          schlag    auf beiden Seiten des     Papieres    der  selbe, ob     einseitig    oder beidseitig gedruckt  wird. Es wird demnach auch kein Unter  schied in bezug auf die Färbung (Schwär  zung) bei Schön- und     Widerdruck    zu sehen  sein.  



  Ausserdem können beim Bedrucken eines  solchen mehrschichtigen     Druckpapieres    neu  artige Druckfarben verwendet werden, die  dünnflüssig     sind,    schnell     trocknen    und daher  eine erhöhte Laufgeschwindigkeit der Druck  maschine zulassen, ohne feuergefährlich und       gesundheitsschädigend    zu sein.  



  Die Mittelschicht kann sehr dünn ge  wählt werden, da Stoffe wie     Pergamin    oder       Zellulosehydrate        etc.    sehr zäh sind. Die  Aussenschichten können ebenfalls sehr .dünn  genommen werden und mit die Druckqualität  verbessernden Mitteln (Kaolin,     Baryt    oder  dergleichen) beschwert werden. Man erhält  auf diese     V1Teise    eine     feste    Mittelschicht, die  beidseitig mit einem durch das Gitter der  Papierfaser armierten Strich überzogen er  scheint. Damit erübrigen sieh zugleich die  seither vergeblich     gebliebenen    Versuche,  Folien durch Aufbringen eines     Striches     druckfähiger zu machen.  



  Da die erwähnten zähen     Mittelschichten     nur wenig elastisch sind und zur Vermei  dUng einer Schattierung auf der Rückseite  des     Papieres    auch zäh sein sollen, während  .die Oberschichten sehr dünn und infolge  dessen     such    nicht genügend elastisch sind;  so kann man der Masse der     Mittelschicht     elastische Stoffe zusetzen oder solche Stoffe  auf die Mittelschicht aufbringen, ehe sie mit  den Oberschichten versehen wird. Es wurde  gefunden, dass sich hierzu Korkmehl vor  züglich eignet, weil dessen feinste Staub  teilchen stets noch feinere     Luftbläschen    um  schliessen und daher in sich elastisch sind.

    Die natürliche .dunkle Färbung der Kork  mehlteilchen verhütet zugleich ein Durch  scheinen des Druckes durch das Papier nach  einem an sich     bekannten        Prinzip.    Das Kork-           mehl    kann auch dem zur     Verbindung    der  Schichten dienenden Leime zugesetzt werden.  



  Das Papier der vorliegenden Erfindung  eignet sich nicht nur als Druckpapier, son  dern auch als Schreibpapier, Löschpapier  oder Sicherheitspapier und kann in Rollen  oder Bogen gefertigt werden oder geliefert  werden. Bei Verwendung von Korkmehl  kommt bei Verletzung der dünnen Ober  schicht die durch     das    Korkmehl bräunlich  gefärbte, von den Oberschichten eingeschlos  sene Mittelschicht sofort zum Vorschein.  Letztere kann zudem noch mit Chemikalien  präpariert sein, die auf tintenzerstörende  Mittel reagieren. Sind die Oberschichten     un-          geleimt    oder nur schwach geleimt, so wer  den sie so stark saugend sein, dass Tinten  schrift sofort trocknet und die Verwendung  von Löschpapier entbehrlich     wird.     



  Die Mittelschicht kann nach Art von  Pergament oder     Pergamin    mit Harzen, Latex,       Leim,    Paraffin. oder andern Stoffen behan  delt sein,     -welche    die Papierfaser so stark  binden, dass sie farbabstossend     wird.    Es  wurde gefunden, dass eine mehlige Zwischen  Schicht,     -wie    Korkstaub, ebenfalls     farb-          abweisend    wirkt. An Stelle von Zellulose  derivaten können als Mittelschicht auch an  dere Folien von gleichmässiger Struktur, wie       Leim    oder Gelatine, zur Anwendung kom  men. die zu ihrer Verstärkung noch mit  einem als Armierung dienenden Gitter aus  langen Fasern versetzt sein können.  



  Die Oberschichten können je nach Bedarf  aus gewöhnlichem, beschwertem oder ge  strichenem Papier bestehen, dünne beschwerte  Papiere auf einer Folie stellen gewissermassen  einen armierten druckempfänglichen Strich  auf der Folie dar.  



  Zur Verarbeitung von Folien mit Papier  durch     Gautsehen    oder Leimen können eine  Giess- und zwei Papiermaschinen mitein  ander gekuppelt     werden,    oder es muss eine  kombinierte Maschine verwendet     -werden,    in       -welcher    nacheinander eine Papierschicht;  eine Folie und eine     -weitere    Papierschicht  zusammengebracht werden.    Ist die     Mittelschicht    oder eine     Zwischen-          schicht.    mit Korkmehl im Stoff - oder im  Leim versetzt, so wird das Papier so ela  stisch, dass an Zurichtung der Druckformen  erheblich gespart werden kann.  



  Das neue Papier eignet sich auch für den .  Farbendruck. Da die Farbe durch die Dicke  der Oberschichten dosiert ist, so lässt sich  der Farbenverbrauch genau berechnen.     Ande-          rungen    an eingestellten Farbkästen von lau  fenden Druckmaschinen sind nicht mehr er  forderlich, und Makulatur infolge falscher  Farbgebung kann verhindert werden. Da das  Papier von der     Mittelschicht    betragen wird,  so neigt es auch weniger zum Schrumpfen  oder Strecken unter dem Einfluss der Atmo  sphäre, der Druckzylinder oder der Feucht  werke.

   Die Festigkeit der     Mittelschicht    ver  hütet zudem ein Reissen der Papierbahn  in schnellaufenden     Rotationsdruckmaschinen.     Das Papier lässt sich gut falzen und bricht  nicht und eignet sich auch zur Herstellung  von Briefumschlägen. Unbefugtes Aufreissen  solcher Umschläge würde an den     einreissen-          den    Rändern bei Vorhandensein von Kork  mehl die bräunliche Mittelschicht sichtbar  machen. Zum     weiteren;    Schutze des     Papieres     kann die Mittelschicht auch noch mit Wasser  zeichen versehen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Papier, insbesondere für Druckzwecke, aus mindestens drei Schichten bestehend, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe eine für Farbe undurchlässige Zwischenschicht ent hält. UNTERANSPRttCHE: 1. Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der farbundurch- lässigen Zwischenschicht Stoffe von grosser Festigkeit zugesetzt sind. 2.
    Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass- die farbundurch- lässige Zwischenschicht aus einem zähen Stoff besteht. ä. Papier nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die farbundurchlässige Zwischen- schiebt ausserdem Stoffe von grosser Ela- stizität enthält. 4.
    Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf die farbundurch- lässige Zwischenschicht Schichten aus elastischem Stoff aufgebracht sind. 5. Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine farbundurch- lässige Mittelschicht beidseitig mit Ober schichten von hoher Druckempfindlich keit versehen ist. 6.
    Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die farbundurch- lässige Zwischenschicht mit Chemikalien behandelt ist, welche auf tintenzerstö rende Mittel reagieren. 7. Papier nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die farbundurch- lässige Zwischenschicht mit Wasserzei. chen versehen ist. $.
    Papier .nach Patentanspruch I und Un teranspruch 1, .dadurch gekennzeichnet, dass die farbundurchlässige Zwischen schicht durch ein Gitter aus langen Fa sern verstärkt ist. 9. Papier nach Patentanspruch I und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberschichten beschwert und auf ihren Aussenseiten gestrichen sind. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines Papieres nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Trägerschicht von grosser Reissfestigkeit, welche farbundurchlässig ist, beidseitig mit druckempfindlichen Ober schichten versehen wird.
    UNTERANSPRüCHE: 10. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass in einer Mehr fach-Langsiebpapiermaschine eine stark geleimte Mittelschicht, welcher Kork mehl zugesetzt ist, mit ungeleimten Ober schichten versehen wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass in einer Mehr fach-Rundsiebpapiermaschine eine stark geleimte Mittelschicht, welcher Kork mehl zugesetzt ist, mit ungeleimten Oberschichten versehen wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass eine Folie aus Zellulosederivaten beidseitig mit druck empfindlichen Papierschichten vereinigt wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 12, dadurch gekennzeich- net, dass die Papierschichten mittelst eines mit Korkmehl versetzten Leimes auf den Träger geklebt werden.
CH172387D 1932-08-24 1933-08-22 Papier, insbesondere für Druckzwecke, und Verfahren zu seiner Herstellung. CH172387A (de)

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