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Vorrichtung zur regelbaren Betätigung von Injektionsspritzen od. dgl.
Die Behandlung gewisser Krankheiten, z. B. der inneren Hämorrhoiden, macht die Einspritzung besonders kleiner, exakt bemessener Flüssigkeitsmengen erforderlich. Da eine genaue Dosierung mittels einer gewöhnlichen Injektionsspritze unmöglich ist, wurden Spritzen konstruiert, bei denen der Antrieb des Kolbens durch eine mit der Kolbenstange verbundene Zahnstange erfolgt. Letztere erhält von einer Klinke Vorschübe gleichbleibender Grösse, etwa vermittels eines Hebels, der abwechselnd vom Bedienenden bis zu einem Anschlag gedrückt und von einer Feder wieder in seine Ausgangsstellung zurückgedreht wird.
Diese bekannten Spritzen haben aber immer noch den Nachteil zu geringer Regelbarkeit, sie können zwar kleine, aber nicht bis in den Tropfenbereich verlässlich dosierbare Flüssigkeitsmengen ausstossen. Die Erfindung behebt diesen Mangel in der Weise, dass mittels einer eigenen einstellbaren Reguliervorrichtung bei jeder Betätigung der Klinke der Vorschub der Zahnstange und des mit ihr in Verbindung gebrachten Kolbens wahlweise um eine, zwei oder drei Zahnteilungen erfolgen kann, dementsprechend lässt sich die zum Ausfluss gelangende Flüssigkeitsmenge auf einen, zwei oder drei Tropfen einstellen.
Dieser Vorteil wird durch eine zweite Einrichtung zur Erzielung weitgehender Regelbarkeit ergänzt. Die Verbindung zwischen der eigentlichen Spritze und dem Antriebsmechanismus wird nämlich
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spindel und Mutter gebildete, in radialem Sinn beträchtlich verstellbare und somit verschiedenen Zylinder- durchmessern anpassbare Schliesse besitzt. Es kann daher durch Einsetzen von Spritzen verschiedenen Zylinderquersc1ìnitts die beim Vorschub des Kolbens um eine gewisse Zähnezahl sich ergebende Ausflussmenge in weiterer Weise abgeändert werden. Diese Einrichtung ergibt noch den Vorteil, dass der Käufer des Erfindungsgegenstandes etwa vorhandene gewöhnliche Injektionsspritzen ohne weiteres mit dem regelbaren Antrieb verbinden und dadurch an Anschaffungskosten sparen kann.
Demzufolge ist auch der Erfindungsgegenstand in erster Linie als zusätzliche Vorrichtung zur regelbaren Betätigung gewöhnlicher Injektionsspritzen gedacht.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dar. Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Ansicht von vorne, Fig. 3 eine solche von oben und Fig. 4 ein Querschnitt.
1 ist der Zylinder, 2 der Zylinderdeckel und. 3 der Betätigungsknopf einer gewöhnlichen Injektionsspritze. Das Halteorgan für den Betätigungsknopf, da3 die Verbindung zwischem dem Kolben und seinem Antrieb herstellt, besteht aus der Platte 4 und der geschlitzten Plattenfeder 5. Die Befestigung der Vorrichtung am Zylinder der Spritze erfolgt vorzugsweise derart, dass man (Fig. 4) die beiden um Gelenke 6 und 7 schwenkbaren Bügel 8 und 9 um den Wulst des Zylinderdeckels legt, die um den Bolzen 10 drehbare kleine Schraubenspindel 11 in einen Schlitz des Bügels 9 schiebt und so lange die Schraubenmutter 12 (Kordel) anzieht, bis ein Festklemmen des Zylinderdeckels erfolgt ist. Sodann kann mit der Betätigung der Spritze begonnen werden.
Der um den Stützpunkt l') drehbare einarmige Hebel 14 wird niedergedrückt und dadurch der bei 15 angelenkten Klinke 16 ein Vorschub erteilt, der sich mittels der im Eingriff stehenden Zahnstange 17 bzw. der Platte 4 auf den Betätigungsknopf J der Spritze überträgt. Gibt man den Hebel 14 wieder frei, so wird er durch die Druekfeder 18 in seine ursprüngliche Lage gehoben, worauf ein neues Niederdrücken erfolgen kann. Die Drehbewegung des Hebels 14 nach aufwärts wird dadurch begrenzt, dass ein zackenförmiger Vorsprung 19 der Klinke 16 an einem Sperrstift 20 anstösst. Dieser ist in einen einarmigen, um den Zapfen 21 drehbaren Hebel 22 eingesetzt.
Durch Verstellen des Hebels 22, also durch Heben oder Senken des Sperrstiftes 20 kann der Vorschub des beschriebenen Antriebsmechanismus ver-
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grössert bzw. verkleinert und so die Menge der jeweils ausfliessenden Flüssigkeit geregelt werden. Ein weiteres Reguliermittel ist die bereits angeführte Möglichkeit der Verbindung der Vorrichtung mit
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den Stützpunkt für die Bügel und 9 bzw. die Hebel 14 und 22 sowie eine Führung für die Klinke 16 und die Zahnstange 17 abgibt. Diese Betätigung des Antriebsmechanismus durch Fingerdruck in axialer Richtung hat den Vorteil, dass sie mit der geläufigen Bewegung bei der Bedienung gewöhnlicher Injektionsspritzen übereinstimmt.
An Stelle der Platten 23 können auch ringförmig den Finger umfassende Halteorgane treten.-Um die Spritze mit Injektionsflüssigkeit füllen zu können, wird die Klinke 16 aus dem
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tätigt werden.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zur regelbaren Betätigung von Injektionsspritzen od. dgl. mit einem am Spritzen-
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zur Bewegung des Spritzenkolbens, dadurch gekennzeichnet, dass das Mass des Kolbenvorschubs durch veränderliche Begrenzung des Vorschubs der Klinke (16) mittels einer verstellbaren Sperrvorrichtung (19 bis 22) geregelt werden kann.