<Desc/Clms Page number 1>
Elektrischer Lötkolben mit Widerstandsheizung und eingebauten Thermostaten.
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrischen Lötkolben mit Widerstandsheizung. Die bekannten Ausführungen solcher Lötkolben haben den Nachteil, dass bei längerer Arbeitsdauer oder, ganz allgemein, bei längerer Beheizung durch den elektrischen Strom der Lötkolben sich in unerwünschter Weise erwärmt und Temperaturen annimmt, die erheblich über derjenigen Temperaturgrenze liegen, die für das Arbeiten erforderlich ist. Das hat zur Folge, dass das Kupferstüek des hoehbeheizten Kolbens in erhöhtem Masse oxydiert, d. h. eine erhöhte Zunderbildung eintritt. Dieser Zunder muss, wenn die Arbeit mit dem Lötkolben zeitweilig ohne Abschaltung des Stromes geruht hat, bei Wiederaufnahme der Lötarbeit beseitigt werden. Ausserdem trägt die erhöhte Zunderbildung auch zur Verkürzung der Lebensdauer des Kupferstückes bei.
Ferner leidet auch durch die hohen Temperaturen die elektrische Heizspirale und führt dadurch auch zu vorzeitigem Verbrauch derselben.
EMI1.1
Nichtarbeitens, wenn aber der Lötkolben unter Strom steht, selbsttätig ein zusätzlicher Widerstand vor die Heizspirale geschaltet wird, um auf diese Weise eine unerwünschte Erhöhung der Temperatur auszuschliessen. Dabei ist eine Einrichtung vorgesehen, dass während des Arbeitens durch den Druck der Hand des Arbeiters dieser Vorschaltwiderstand ausgeschaltet wird, so dass dann die Heizspirale den vollen Strom erhält. Diese Einrichtung macht aber den Bau der Lötkolben verwickelt und erhöht die Kosten der Herstellung. Ausserdem bietet aber auch die Einrichtung Anlass zu Betriebsstörungen. Es ist ferner bereits vorgeschlagen worden, einen Thermostaten zur Unterbrechung des Arbeitsstromes in den Kupferkolben einzubauen.
Dieser Vorschlag ist praktisch nicht durchführbar.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, einen Thermostaten in die Stromleitung neben der Widerstandsheizung im Innern des Stielrohres, das zur Aufnahme des Heizkörpers und der Anschlüsse der Stromleitung und zur Verbindung des Handgriffes mit dem Kupferkolben dient, so anzuordnen, dass der Thermostat im unmittelbaren Anschluss an den Heizkörper innerhalb des Stielrohres eingebaut ist, wobei ein gemeinsames Isolierstück sowohl den Thermostaten als auch die stromleitenden Teile um- schliesst. Auf diese Weise wird es möglich, ohne ins Gewicht fallende Verteuerung und sonstige Kom- plikationen der Herstellung einen Lötkolben zu schaffen, bei dem mit Sicherheit die Temperatur so geregelt wird, dass eine bestimmte Temperaturgrenze nicht überschritten werden kann.
Dadurch werden die oben gerügten Nachteile vollkommen vermieden. Es kommt noch hinzu, dass nicht unerheblich an Strom gespart wird. Die vorliegende Lösung der an sieh bekannten Aufgabe stellt eine in ihrer Einfachheit, Billigkeit und Sicherheit kaum zu übertreffende Konstruktion dar. Sie ermöglicht es, ohne irgendwelche sonstigen Änderungen die Erfindung bei bereits auf dem Markt befindlichen Lötkolben nachträglich anzubringen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt : Fig. 1 zeigt einen mit einem Thermostaten gemäss der Erfindung ausgerüsteten elektrischen Lötkolben in Ansicht und teilweise im Schnitt. Fig. 2 zeigt die innere Einrichtung des Thermostaten und gibt ein Beispiel für die Ausführung des in einem Stück hergestellten gemeinsamen Isolierkörpers für den Thermo- staten und für die Stromansehlussteile, sowohl für den Anschluss der Heizpatrone als auch für den Anschluss des strom zuführenden Kabels. Fig". 3 zeigt einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. 1.
<Desc/Clms Page number 2>
1 ist der Handgriff des Lötkolbens, der in üblicher Weise das Stromzufülrungskabel S aufnimmt.
Mit. 3 ist das Metallrohr bezeichnet, welches den Heizkörper 4 und zum Teil auch die Enden des stroni- zuführenden Kabels 2 nebst den Anschlüssen 10 und das zu erhitzende Ansatzstück 5 des Kupferkolbens 6 umschliesst. Ein Pol der Stromzuführung ist von der Anschlussstelle. M bis zum Heizkörper 4 direkt durchgeführt. In den zweiten Pol ist der Thermostat 7 eingefügt. Der Thermostat ist durch entsprechende
EMI2.1
gungen geschützt.
Der Thermostat 7 besteht aus einem federnden stromleitenden Bügel 8, der in bekannter Weise befestigt ist, so zwar, dass bei Erwärmung über eine bestimmte Temperaturgrenze der Kontakt unterbrochen wird, den der Bügel 8 mit der Kontaktsehraube 9 bildet.
EMI2.2
bildet, dass er sich sowohl für die Aufnahme des Thermostaten als auch'für die Aufnahme aller stromzuführenden Teile eignet, welche die Stromfortleitung zwischen den Enden des Anschlusskabels 2 und dem Heizkörper 4 bewerkstelligen. Der Thermostat kann aber auch ein besonderes Konstruktionselement entsprechender Form bilden, um jederzeit aus dem Metallrohr 3 entfernt oder eingesetzt werden zu können, zum Zwecke der Auswechslung, Regulierung auf beliebige Temperaturgrenzen u. dgl.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Elektrischer Lotkolben mit Widerstandsheizung, die in einem den Lötkolben und den Handgriff verbindenden Stielrohr untergebracht ist, und mit eingebautem Thermostat, dadurch gekennzeichnet, dass letzterer im unmittelbaren Anschluss an den Heizkörper innerhalb des Stielrohres eingebaut ist, wobei ein gemeinsames Isolierstück sowohl den Thermostaten als auch die stromleitenden Teile um- schliesst.
EMI2.3