AT143964B - Elektrischer Schalter. - Google Patents

Elektrischer Schalter.

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AT143964B
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Siemens Ag
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/80Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid flow of arc-extinguishing fluid from a pressure source being controlled by a valve
    • H01H33/84Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid flow of arc-extinguishing fluid from a pressure source being controlled by a valve the fluid being liquid, e.g. oil

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrischer Schalter. 



   Bei den bekannten Hochleistungsschaltern mit Lichtbogenlöschung durch strömendes   Druckgas   muss das Löschmittel durch besondere Druckgaserzeugungsanlagen erzeugt werden. Demgegenüber ist es vorteilhaft, wenn sich der Schalter das für die Löschung des Unterbrechungslichtbogens benötigte Löschmittel selbst durch den   xu   unterbrechenden Strom erzeugt. wie dies bei gewissen Flüssigkeitssehaltern der Fall ist, die nicht die   Flüssigkeit   als solche, sondern die Flüssigkeitsgase und -dämpfe zur   Lichtbogenlöschung   benutzen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf derartige Schalter mit Erzeugung des Löschmittels durch den zu unterbrechenden Strom, insbesondere aus einer Flüssigkeit. Eine Schwierigkeit bei diesen Schaltern 
 EMI1.1 
 Stromstärke gegenüber der   Löschmittelerzeugung   bei niedrigeren Strömen dadurch zu verringern, dass die Lichtbogenleistung verringert wird. 



   Durch diese   Massnahme   ist jedoch noch keine Gewähr dafür gegeben. dass in dem für die   Löschung   
 EMI1.2 
 



   Es ist ein Schalter bekannt, bei dem die Länge   eines zur Löschmittelerzeugung dienenden   Verdampferlichtbogens durch Verschieben eines Mitnehmeranschlages reguliert wird. indem der Lichtbogen je nach Stellung des Anschlages im Verlauf des Abschaltvorganges bis zu einem grösseren oder kleineren Wert verlängert wird. Hiedurch wird nicht die Verdampferleistung von vornherein erhöht, sondern die Verdampfungszeit und damit die   Verdamplungsarbeit.   Eine derartige Regelung der Dampferzeugung ist jedoch sehr nachteilig mit   Rücksicht   darauf, dass die Dampfdrücke in   unerwünschter   und unkontrollierbarer Weise anwachsen, wenn stärkere   Ströme.   insbesondere der Kurzschlussstrom der Anlage, abgeschaltet werden. 



   Nach der Erfindung erfolgt die Erzeugung des gas- oder dampfförmigen Löschmittels dadurch. dass sich die Verdampferleistung selbsttätig in.   Abhängigkeit vou   der Grösse des zu unterbrechenden Stromes auf den für die Lichtbogenlöschung   günstigsten Wert   einstellt. Durch diese Regelung der Verdampfungsleistung ist man unabhängig von der   Verdampfungszeit.   und somit kann man von vornherein die mit Rücksicht auf die Lichtbogenlöschung günstigste Verdampfung erreichen. 



   Die für die Löschmittelerzeugung benutzte Leistung des Verdampfers kann dann mit Rücksicht auf den vorhandenen Löschmittelerzeuger und den Stoff, aus dem das   Löschmittel   durch den Strom erzeugt wird, stets so geregelt werden. dass auch in dem kritischen Bereich des Schalters. d. h. bei mittleren und kleinen Abschaltstromstärken. die   Löschung   des Lichtbogens einwandfrei sichergestellt ist, anderseits bei hohen Stromstärken eine   unerwünscht   grosse Menge von Gasen und Dämpfen nicht entsteht. 



   Man kann z. B. eine selbsttätige Einstellung der Verdampferstromstärke vorsehen und zu diesem 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der   Lösehmittelerzeuger   kann dabei ein Lichtbogen sein, welcher in einer Flüssigkeit enthaltenden Kammer gezündet wird, beispielsweise durch einen voreilend öffnenden Kontakt. 



   Die selbsttätige Veränderung der Verdampfungsleistung an der Dampferzeugungsstelle kann auch durch eine veränderliche Trennungsgesehwindigkeit der Verdampferelektroden erzeugt werden, 
 EMI2.1 
 selbsttätige schnelle Einstellung des Elektrodenabstandes hervorzubringen. 



   Da die Einstellung des Verdampfers auf die für die   Löschung   günstigste Leistung   unter Umständen   eine gewisse Zeit beansprucht. kann es zweckmässig sein. einen   Kurzschluss   der Verdampferelektroden so lange aufrecht zu erhalten. bis sich die   selbsttätige     Einstellung     der Verdampferleistung vollzogen hat.   



   In der Zeichnung ist die Eriindung beispielsweise dargestellt. 



   In Fig. 1 ist 1 die   Löscheinrichtung   für den Unterbrechungsliehtbogen des Schalters, 2 ist der   Löschmittelerzeuger, 3 ist   das feststehende Schaltstück des Schalters, 4 ein begrenzt bewegliches Mittelkontaktstück, 5 der bewegliche Schaltstift, dem die nach oben geriehtete Aussehaltbewegung durch eine geeignete Schalteinrichtung erteilt wird. 6 ist die   Zuleitung   und 7 die Ableitung des Hauptstromes, 8 ist eine   Parallelleitung zu dem löschmittelerzeugenden Stromzweig 3#18#4.   9 ist eine bis nahe an das Sättigungsknie gesättigte Eisendrosselspule. 
 EMI2.2 
 Düsen 10, 11 in den Loschkanal ein. Der Löschmittelerzeuger 2 besteht aus einer mit einer Flüssigkeit gefüllten Kammer, in welcher sich das feststehende   Schaltstück 3   und der Mittelkontakt 4 befinden. 



  Der   Mittelkontakt   4 hat einen Bund 13 und einen Bund 14. Eine Druckfeder 15 befindet sich zwischen dem Bund 14 und dem Deckel der Kammer. 16 ist eine Rohrleitung, welche aus dem   Löschmittel-   erzeuger 2 in den Speicherraum 12 führt. In die Rohrleitung 16 ist eine Kühleinrichtung 17 eingeschaltet, die beispielsweise aus aufeinandergeschichteten Kugeln besteht, zwischen denen die Gase leicht hindurehstreichen   können.   wobei sie an den   Kühlkörpern   die Hitze abgeben. 



   Bei geschlossenem Schalter befindet sich der Mittelkontakt 4 in dem   Schaltstück   3. und der Strom 
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 Die Zeichnung stellt den Schalter während des ersten Teiles eines Abschaltvorganges dar. Der Schaltstift 5 wurde durch den Schalterantrieb nach oben bewegt, wobei sich in dem schon abgelaufene Teil der Schaltbewegung der Mittelkontakt 4 unter dem Druck der Feder   15   nach oben mitbewegte und den Kontakt zwischen 4 und 3 trennte. Es bildete sich infolgedessen ein Lichtbogen 18, welcher die Flüssigkeit in der Kammer 2 verdampft und vergast. Die   Stromstärke   dieses Lichtbogens ist durch den Neben-   schluss.   welcher durch die Leitung 8 mit der Drossel 9 gebildet wird, begrenzt.

   Wird ein sehr starker Strom,   z.   B. der Kurzschlussstrom, abgeschaltet. dann ist die Drossel 9 bis weit über das   Sättigungsknie   hinaus gesättigt, wodurch   der Widerstand des Nebenschlusszweiges im Verhältnis zu   dem Gesamtwiderstand klein ist und der grösste Teil des Stromes durch die Leitung 8 fliesst. Infolgedessen bleibt die   Stromstärke   im Lichtbogen 18 verhältnismässig niedrig. Ist dagegen der abzuschaltende Strom klein, 
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 Teil des Stromes durch den   Lichtbogen M. Hiedurch   ist erreicht, dass bei jeder abzuschaltenden Stromstärke in dem   Löschmittelerzeuger   2 ein Lichtbogen brennt, der die erforderliche Menge von   Löschgas   und   Löschdampf   liefert.

   Dieser   Löschdampf strömt durch   die Leitung 16 und den Kühler 17 und gelangt 
 EMI2.5 
 beginnt. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung des   Schaltstiftes-5   trennt sich der Stift vom Mittelkontakt 4, und der entstehende Unterbrechungslichtbogen wird durch   die Löschvorrichtung 1 hindurchgezogen.   



  Er wird in dieser in   bekannter Weise dadurch gelöscht, dass   die Druckgase aus dem Ringraum 12 den   Lichtbogenpfad   heftig   durchströmen und   die darin   vorhandenen elektrischen Ladungsträger   und Metall- 
 EMI2.6 
 festigkeit, wodurch der Lichtbogen erlischt. 



   Als Flüssigkeit für den   Löschmittelerzeuger   2 kann mit Vorteil eine solche benutzt werden, aus welcher der Lichtbogen grosse Gasmengen bildet, z. B. Glykol, Öl od. dgl. Um der Kühleinrichtung 17 
 EMI2.7 
 benetzen. Man kann z. B. zerstäubte Flüssigkeit einspritzen. 



   Als   Löschmittelerzeuger   kann auch ein Elektrolyseapparat anstatt eines Lichtbogens benutzt werden. 



   In Fig. 2 ist 21 die Blaskammer eines Schalters, die zwei   Lochdüsen   22 und 23 besitzt, durch 
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 ein von der   Löscheinrichtung   getrennter   Löschmittelerzeuger,   in dem der feststehende Kontakt 27 und die bewegliche Elektrode 28 angeordnet sind. Die Elektrode 28 ist um die Achse   2. 9 drehbar,   und ihre Kante, auf der der Lichtbogen ansetzt, besitzt Kurvenform, um den Elektrodenabstand bei der Drehung 

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   der Elektrode 28 im Linksdrehsinne zu vergrössern. Die beiden Elektroden   27 und 28 sind in einem Gefäss 30 eingebaut, das z. B. mit einer Flüssigkeit gefüllt ist. In der Zeichnung ist der Spiegel der Flüssigkeit mit der Marke 31 bezeichnet. Ein Rohr 32 verbindet den   Löschmittelerzeuger   mit der Blaskammer 31. 



  In diesem Rohr kann sich das erzeugte gas- oder dampfförmige Löschmittel entsprechend abkühlen. 



  Durch das Gefäss 30 ist ein Stab 33 hindurchgeführt, der an der Elektrode 25 befestigt ist und dazu dient, die Elektrode 28 bei eingeschaltetem Schalter in der Stromschlussstellung festzuhalten.. An dem Stab 33 sind zwei Bünde 34 und 35 angebracht. Gegen den oberen Bund stützt sich die Druckfeder 36 ab. Der 
 EMI3.1 
 anderseits der Magnet 39 an. Die Wicklung 40 des Magneten 39 ist von dem abzuschaltenden Strom erregt.

   Der Strom des Schalters wird durch die Zuleitung   47 dem Schaltstück   27 zugeführt, fliesst von hier in der geschlossenen Stellung des Schalters, wobei die Elektrode 28 in der gestrichelt eingetragenen Stellung steht, durch die Elektrode 28, wird von der Achse 29   abgenommen,   durch die Wicklung 40 des Magneten geführt, dann durch   das Sehaltstück 2'3   und den Schaltstift 24 nach dem Gleitkontakt 42. 



   Von diesem wird der Strom durch die Leitung 43 abgeführt. 



   Die Zeichnung zeigt den Schalter beim Unterbrechen eines verhältnismässig kleinen Stromes. 



  Zu Beginn des Unterbrechungsvorganges wurde der Kontakt 25 durch den nach aufwärts gehenden Schaltstift 24 zu einer Aufwärtsbewegung freigegeben. Er bewegte sich daher unter dem Druck der Feder 36 bis in die gezeichnete Stellung, wo der Bund 35 an der Wand   des Gefässes 80 anliegt.   Diese Bewegung erfolgte sehr rasch, so dass sich die bewegliche Elektrode 28 unter der Wirkung der Feder   88   und des Magneten 39 augenblicklich in die gezeichnete Lage einstellen konnte, in der ein verhältnismässig langer Lichtbogen zwischen den Elektroden 27 und 28 gezogen wurde. Die Länge des Lichtbogens entspricht der
Kleinheitdes zu unterbrechenden Stromes. Dieser   Stromfliesst nämlich durch die Wicklung 4ss und   hat daher den Magnet 39 nur wenig erregt, so dass die Feder 38 die Elektrode 28 in die gezeichnete Stellung gebracht hat.

   Der Lichtbogen im Verdampfer 26 erzeugt daher von vornherein vermöge seiner   grossen   Länge und daher grossen Verdampferleistung eine grosse   selmndliche Gas- und Dampfmenge   aus der im Verdampfer enthaltenen Flüssigkeit. Diese Gase oder Dämpfe   strömen   durch das Rohr 32 in die Blaskammer   21.   Der Schaltstift 24 hat sich   unterdessen   gerade vom Schaltstück 25 getrennt. Beim Weiteraufwärtsgang des Sehaltstiftes wird der Lichtbogen durch die beiden Düsen 22 und 23 der Blaskammer 21 hindurchgezogen, wobei die in der Blaskammer   21   gesammelten und durch das Rohr 32   nachströmenden   Gase und Dämpfe heftig durch den Lichtbogenpfad nach beiden Seiten ausströmen und expandieren und dabei den Lichtbogen löschen. 



   Wenn die zu unterbrechende Stromstärke grösser ist, wird der Magnet 39 stärker angezogen. 



  Infolgedessen wird zwischen den Elektroden 27 und 28 im Vordampfer 26 nur ein kurzer Lichtbogen gezogen, dessen Leistung in diesem Falle, da die Stromstärke grösser ist, ausreicht, um die für die   Löschung   erforderliche sekundliche Gas-oder Dampfmenge zu erzeugen. 



   Als Flüssigkeit kann man in dem Verdampfer reines Wasser oder Wasser mit geeigneten Zusätzen, z. B. mit Glykolzusatz, verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schalter, der sich das   Löschmittel   für den Unterbrechungsliehtbogen durch einen Teil des zu unterbrechenden Hauptstromes insbesondere aus einer Flüssigkeit erzeugt, mit einer in Reihe mit dem Unterbrechungslichtbogen liegenden   Dampferzeugungsstelle,   dadurch gekennzeichnet, dass sieh die Verdampfungsleistung der Dampferzeugungsstelle selbsttätig in Abhängigkeit von der Grösse des zu unterbrechenden Stromes auf den für die   Liehtbogenlösehung   günstigsten Wert einstellt.

Claims (1)

  1. 2. Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die selbsttätige Einstellung der Stärke des Verdampferstromes durch einen Nebensehlusskreis.
    3. Schalter nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine nahe dem Sättigungsknie arbeitende elektrische Drossel, welche in eine zum Verdampfer parallele Leitung eingeschaltet ist.
    4. Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine veränderliche Kontakttrennungsgeschwill- digkeit des Verdampfers, die bei kleinen Strömen grösser ist als bei grossen.
    5. Schalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch selbsttätige Einstellung des Elektrodenabstandes.
    6. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kurzschluss der Verdampfer- EMI3.2
AT143964D 1934-01-30 1935-01-30 Elektrischer Schalter. AT143964B (de)

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