AT144267B - Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren. - Google Patents

Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren.

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AT144267B
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   Gegenstand der Erfindung ist ein   Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren   mit zwei Fernsehsendeapparaturen zur pausenlosen Übertragung längerer Vorgänge. Bei längeren Übertragungen müssen zwecks Vermeidung von Sendepausen entsprechend grosse Filmvorratstrommeln verwendet werden ; so würden z. B. für eine Übertragung mit der Zeitdauer von einer halben Stunde etwa 900   m   Film in Frage kommen. Wenn dies auch in einem gewissen Rahmen zur Übertragung aktueller Ereignisse ausreicht, kann doch der Fall eintreten, dass auch Übertragungen von längerer Zeitdauer erwünscht sind. Für diesen Fall müssten nun für das Auswechseln der Filmvorratsrollen und das Einlegen des Films in die Sendeapparatur Sendepausen längerer Zeitdauer vorgesehen werden. 



   Dieser Nachteil soll erfindungsgemäss dadurch vermieden werden, dass zwei abwechselnd arbeitende Sendeapparaturen Verwendung finden. Beim Übergang von der einen auf die andere Apparatur ist vor allem darauf zu achten, dass das Bild in der gleichen Phase weitergesendet wird wie auf der abgeschalteten Apparatur, da sonst bei allen Empfängern ein neues Einstellen der Phase notwendig wäre. 



  Diese Aufgabe kann auf verschiedene Weise gelöst werden. Zweckmässig wird man so verfahren, dass eine gewisse Zeitspanne vor Ausserbetriebsetzung der Sendeapparatur 1 die Sendeapparatur 2 in Gang gesetzt wird und zunächst auf einen Kontrollempfänger arbeitet, welcher mit dem zur Sendeapparatur 1 gehörigen Kontrollempfänger absolut synchron und phasengleich läuft. Unter der Annahme, dass z. B. als Kontrollempfänger ein Nipkowscheibenempfänger verwendet wird, kann zu diesem Zwecke so vorgegangen werden, dass der Antriebsmotor des zur Apparatur 1 gehörigen Kontrollempfängers mittels einer biegsamen Welle mit dem Antriebsmotor des zur Sendeapparatur 2 gehörigen Kontrollempfängers gekuppelt ist. In diesem Falle laufen die Scheiben absolut synchron und phasengleich. 



   Ein einfacherer Weg besteht darin, dass man die zwei Nipkowscheiben, welche zur Zusammensetzung der beiden Empfangsbilder dienen, auf eine gemeinsame Welle setzt und solcherart den Kontrollempfänger der Apparatur 1 mit dem Kontrollempfänger der Apparatur 2 kombiniert. Man kann aber auch mit einer einzigen Nipkowscheibe auskommen, wenn diese z. B. zwei Spiralen besitzt und gleichzeitig zwei Kontrollbilder liefert, wovon freilieh das eine etwas grösser als das andere ist ; völlige Gleichheit der Bildgrösse lässt sich durch entsprechende Einstellung der optischen Vergrösserung erzielen. Ganz entsprechend lässt sich auch bei Kontrollempfängern nach andern Systemen, z. B. mit Braunschen Röhren, arbeiten. 



   Das Umschalten von der Sendeapparatur 1 auf die Apparatur 2 spielt sich nun so ab, dass wie schon erwähnt, eine gewisse Zeitspanne vor Stillsetzung der Apparatur 1 bereits die Apparatur 2 in Betrieb genommen wird und auf dem Kontrollempfänger ein Bild liefert, dessen Phase, bezogen auf das von der Apparatur 1 gelieferte Bild, zunächst noch nicht richtig ist. Um die beiden Bilder phasengleich zu machen, muss die Phase des Filmvorschubmotors bzw. des Filmvorschubs der Apparatur 2 so lange geändert werden, bis die beiden Kontrollbilder absolut phasengleich sind. Sobald dieser Zustand erreicht ist, kann die Apparatur 1 abgeschaltet und die Apparatur 2 zur Modulation des drahtlosen Senders verwendet werden. 



  Der Empfänger wird von dem Vorgang kaum etwas bemerken. 



   Um die abgeschaltet Apparatur 1 möglichst schnell wieder betriebsbereit machen zu können, ist es zweckmässig, diese Apparatur in dem Zeitmoment abzuschalten, in dem das ablaufende Filmende die Vorratstrommel verlässt. Es befindet sich nämlich immer eine gewisse Filmlänge innerhalb der gesamten Sendeapparatur, d. h. also in der Aufnahmekamera, dem lichtdichten Gerät für Entwicklung 

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 EMI2.1 
 bei Abschalten der Apparatur 1 das Filmende noch in die den photochemischen Prozessen dienende Apparatur oder in die Bildzerlegerapparatur hineinläuft.

   Dies wäre ausserordentlich unerwünscht, da das Einlegen einer neuen Filmrolle in die Vorratstrommel mit einem "Einlegen" des anfangs der neuen Filmlänge in die gesamte Apparatur verbunden ist, was sehr zeitraubend ist, da sowohl die Filmaufnahmekamera als auch das Entwickler-und Fixiergerät geöffnet werden müssen und der Film durch die ver-   schiedenen Führungsorgane,   die zum Teil auch in der Flüssigkeit liegen,   hindurchgeführt,   also eingefädelt"werden muss. Ebenso muss er auch in die   Antriebs-und Führungsorgane   der Bildzerlegereinrichtung eingelegt und auf dem Kern der Aufwickelvorrichtung befestigt werden. Da dieser Arbeitsvorgang ausserdem mit einem neuerlichen Einstellen aller Abstreifeinrichtungen verbunden ist, vergeht eine geraume Zeit, bis die Apparatur wieder betriebsbereit ist. 



   Um alle diese Schwierigkeiten, zu umgehen, wird die Apparatur 1   erfindl1ngsgemäss   kurz vor Ablaufen des letzten Endes aus der Filmvorratstrommel angehalten und der Anfang der neuen Filmrolle mit dem ablaufenden Ende der verbrauchten Filmrolle verbunden, was auf einfachste Weise durch das übliche Zusammenkleben geschieht. Dadurch wird ein Einlegen des neuen Films vermieden, da das   ablaufende Ende automatisch den Anfang der neuen Filmrolle"einfädelt".

   Eine einwandfreie Anwendung   dieses Verfahrens setzt allerdings grosse Aufmerksamkeit des Vorführers voraus, da einmal rechtzeitig vor Ablauf der zur Apparatur 1 gehörigen Filmrolle die Apparatur 2 in Gang gesetzt werden muss und anderseits die Apparatur 1 in dem Moment abgeschaltet werden muss, in welchem sich die letzte Windung des ablaufenden Films auf dem Kern der Filmvorratstrommel befindet. Gleichzeitig mit dem Abschalten muss das Umschalten der Apparatur 2 auf den Verstärker erfolgen. Selbst für den Fall, dass das ablaufende Filmende der Apparatur 1 mit Hilfe eines z. B. nach Metern geeichten Tourenzählers beobachtet wird, können beim Absehalten der Apparatur 1 und beim Umschalten auf die Apparatur 2 leicht Fehler unterlaufen. 



   Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, erfolgen erfindungsgemäss die   einzelnen Schaltvorgänge   automatisch. Eine ganz nach Wahl festgelegte Zeitspanne vor dem endgültigen Ablauf des Filmendes der Apparatur 1 wird mittels eines elektrischen Kontaktes, der in   Abhängigkeit   von der Höhe der auf dem Kern der Vorratstrommel befindlichen Filmrolle, z. B. über einen federnden Druckknopf, befestigt wird, ein optisches oder akustisches Signal ausgelöst, welches den Vorführer veranlasst, die Apparatur 2 in Gang zu setzen und phasenrichtig einzustellen. In dem Zeitmoment, in dem sich die letzte Film. windung von dem Kern der Filmvorratstrommel der Apparatur 1 abwickelt, wird die Apparatur 1 automatisch abgeschaltet und durch das gleiche Schaltorgan die Apparatur 2 auf den Sendeverstärker umgeschaltet.

   Auf diese Weise werden sämtliche Schwierigkeiten beim Übergang von Apparatur 1 auf Apparatur 2 vermieden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.   Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren   mit zwei Fernsehsendeapparaturen zur pausenlosen Über-   tragring   längerer Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der in Betrieb befindlichen Apparatur sowie die Umschaltung der zweiten Apparatur auf den Sendeverstärker selbsttätig erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Zwisehenfilm-Fernsehsendeverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschalten der ersten Apparatur und das Umschalten der zweiten Apparatur auf den Verstärker in dem Zeitmoment erfolgt, in welchem gerade das Ende des zur Sendung dienenden Films von der Filmvorratstrommel der ersten Apparatur abläuft.
    3. Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die vor dem Abschalten der ersten Apparatur zwecks richtiger Phaseneinstellung notwendige frühere Inbetriebsetzung der zweiten Apparatur auf Grund eines selbsttätig ausgelösten optischen oder akustischen Signals erfolgt.
AT144267D 1932-06-30 1933-06-21 Zwischenfilm-Fernsehsendeverfahren. AT144267B (de)

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