AT144370B - Verfahren zur Darstellung höhermolekularer Äther. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung höhermolekularer Äther.

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  Verfahren zur Darstellung   höhermolekularer Äther.   



   Es wurde gefunden, dass man höhermolekulare Äther in sehr einfacher und glatter Weise herstellen kann, wenn man Alkalisalze saurer   Schwefelsäure-oder Phosphorsäuremonocycloalkyl-bzw.   - monoalkylester, deren Alkylrest mindestens 8 C-Atome enthält, oder Gemische   solcher mitAlkalialkoholaten     bzw.-phenolaten   umsetzt. Die Reaktion verläuft mit technisch sehr befriedigenden Ausbeuten. 



   Als Ausgangsstoffe können beispielsweise die Alkalisalze der sauren   Schwefelsäure-oder   Phosphorsäureester von   prim.-n-Dodecylalkohol, prim.-n-Tetradecylalkohol,   Cetylalkohol, Oleinalkohol, Cyclohexanol, ferner von Harzalkoholen, Naphthenalkoholen oder deren Gemische verwendet werden. 



   Mit diesen Estern können die Alkaliverbindungen von Alkoholen, wie Methylalkohol, Äthylalkohol, Propylalkohol, Isopropylalkohol, Isobutylalkohol, Butylalkohol, prim.-n-Dodeeylalkohol sowie von Phenolen, wie Phenol, Naphthole, umgesetzt werden. 



   Die Reaktionskomponenten können ihrerseits durch beliebige Gruppen substituiert sein, soweit diese die Reaktion nicht ungünstig zu beeinflussen vermögen ; solche Gruppen sind beispielsweise : Äthergruppen, Sulfogruppen, Alkyl-, Arylreste u. dgl. 



   Zu besonders wertvollen Produkten führt die Umsetzung von Alkalisalzen der genannten Ester mit den Alkalialkoholaten mehrwertiger aliphatischer Alkohole, wie   z.   B. Glykol, Glycerin. Man kann dabei je nach den Reaktionsbedingungen entweder mehrfache Äther oder aber durch Oxygruppen sub-   stituierte   Äther erhalten. 



   Die erhaltenen Produkte können als solche z. B. als Weichmachungsmittel für Kunstmassen, in der kosmetischen Industrie zur Herstellung von Salben, Cremes u. dgl. Verwendung finden ; sie können zum Teil auch als Emulgiermittel angewandt werden. Ferner dienen sie als Ausgangsstoffe zur Darstellung weiterer wertvoller Verbindungen ; so lassen sich z. B. die Hydroxylgruppen oder Doppelbindungen enthaltenden Äther durch Sulfonierung und anschliessende Neutralisation in wertvolle Seifenersatzstoffe überführen. 



   Beispiel   l :   8 Gewichtsteile Natriummetall werden in feinverteilter Form in 100 Gewichtsteilen wasserfreiem Glykol gelöst. Die so erhaltene Lösung des Mononatriumglykolats in Glykol wird mit einer warmen Lösung von 10 Gewichtsteilen Natriumsalz des   Schwefelsäureesters   des   prim.-n-Dodecyl-   alkohols in 200 Gewichtsteilen wasserfreiem Glykol versetzt. Das erhaltene Gemisch wird fünf Stunden zum Sieden erhitzt, wobei sich schon nach kurzer Zeit Natriumsulfat aus der Lösung ausscheidet. Nach dem Erkalten wird mit der doppelten Menge heissen Wassers verdünnt, mit wenig Salzsäure angesäuert und 10 Minuten gekocht.

   Das oben abgeschiedene Öl wird abgehoben und im Vakuum destilliert, wobei man   den ss-Oxyäthyl-[n-dodecyl]-äther   in ausgezeichneter Ausbeute erhält ;   Kp15   =   170-174 .   



   Beispiel 2 : 37-7 Gewichtsteile der mit Natronlauge erhältlichen Mononatriumverbindung des Glycerins werden in 200 Gewichtsteilen reinem Glycerin durch längeres Erwärmen auf etwa   2000 gelöst.   



  Diese Lösung wird bei derselben Temperatur mit einer Lösung von 109 Gewichtsteilen technischem Natriumsalz des Schwefelsäureesters des   prim. -n-Dodecylalkohols (87'7%ig)   in 300 Gewichtsteilen reinem Glyeerin gemischt und unter kräftigem Rühren 5 Stunden auf etwa   190-2000 erhitzt, Nach   dem Erkalten wird mit der doppelten Menge heissen Wassers verdünnt, mit wenig Salzsäure angesäuert und 10 Minuten zum Sieden erhitzt. Die oben abgeschiedene Ölschicht wird abgehoben und nach dem Trocknen bei etwa 120  im Vakuum destilliert, wobei man den   Glyeerin-q-mono- [n-dodeeyl]-äther   in sehr guter 

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 Ausbeute als ölige Flüssigkeit erhält, die beim Erkalten zu einer   talgähnlichen   Masse erstarrt   kip"=   =   210-215 .   



   In entsprechender Weise kann man die Umsetzung auch mit den Natriumsalzen der Schwefelsäureester des prim.-n-Octyl-, -Decyl-, -Tetradecyl-, -Hexadecyl-, -Octadecylalkohols oder von Gemischen höherer aliphatischer Alkohole   durchführen.   



   Beispiel 3 :   57#6 GewichtsteileMononatriumsalz   des   Schwefelsäure-bzw. Phosphorsäureesters   des prim.-n-Dodeeylalkohols und   23'2   Gewichtsteile   Phenolnatrium   werden mit 150 Gewichtsteilen Phenol während einiger Stunden auf   1600 erhitzt.   Das Reaktionsprodukt wird in Wasser eingetragen, die ölige Schicht im Scheidetrichter von der wässrigen Lösung getrennt und mehrmals mit heissem Wasser ausgewaschen. Das so gereinigte Reaktionsprodukt wird unter 2 mm Druck destilliert, wobei die Hauptmenge zwischen 162-1650 übergeht. Der als wasserklares Destillat erhaltene n-Dodeeylphenyläther erstarrt beim Abkühlen zu einer farblosen, kristallinen Masse vom F   =25 .   



   Beispiel 4 : Ein Gemisch von 350 Gewichtsteilen Diglycerin und. 40 Gewichtsteilen Natronlauge   (50% ig)   wird durch Erwärmen auf 150-1700 unter 15 mm Druck entwässert. Die so erhaltene Lösung 
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 teilen Natriumsalz des   Schwefelsäureesters   des   prim.-n-Dodecylalkohols (95'5% ig) versetzt   und unter Rühren bei Luftabschluss 8 Stunden auf 190-2050 erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch in etwa 1000 Gewichtsteile gesättigte   Kochsalzlösung   eingetragen und kurze Zeit zum Sieden erhitzt. Nach kurzem Stehen scheidet sich der entstandene   Mono- [n-dodecyl]-äther   des Diglycerins als seifige Masse über der wässrigen Lösung ab.

   Er wird nach Aufarbeitung und Reinigung als gelbliches, sehr viskoses Öl gewonnen, das sich mit Wasser äusserst leicht emulgieren lässt. 



   In ähnlicher Weise kann man auch Mono-[n-decyl-, n-dodecyl-, n-tetradecyl-, n-hexadecyl]-äther von   Triglycerin   und andern Polyglycerinen darstellen. 



   Auch die entsprechenden Äther des Diglykols bzw. der entsprechenden Polyglykole sowie von   Di-und Polysaeehariden,   wie   Zuckern, Stärkearten,   Cellulose u. dgl., sind in gleicher Weise mit Leichtigkeit erhältlich. 



   Beispiel 5 : Ein Gemisch von 100 Gewichtsteilen Glycerin   (98'5% ig)   mit einer Lösung von 4 Gewichtsteilen Ätznatron in 5 Gewichtsteilen Wasser wird durch Erhitzen auf 2150 entwässert. In die so bereitete Lösung der Mononatriumverbindung des Glycerins in Glycerin werden bei 210-2150 unter Rühren 40 Gewichtsteile eines Gemisches von Natriumsalzen der   Schwefelsäureester   von Naphthenalkoholen (Acetylzahl des Naphthenalkoholgemisches 161) eingetragen. Dieses Gemisch wird sodann 4 Stunden auf   2150 erwärmt, nach   dem Abkühlen mit Wasser verdünnt und das abgeschiedene Öl abgetrennt. Das Gemisch der so erhältlichen   Glycerinäther   stellt ein braunes, klares Öl dar. 



   Beispiel 6 : 14 Gewichtsteile Dekamethylenglykolmonomethyläther werden in 55 Gewichtsteilen absolutem Äther gelöst und 8'7 Gewichtsteile Chlorsulfonsäure bei 5-100 vorsichtig in kleinen Anteilen eingetragen. Dann wird noch kurze Zeit gut gerührt, die Salzsäure unter Durchleiten von Luft entfernt und der Äther im Vakuum vorsichtig eingedampft. Der so erhaltene saure   Schwefelsäureester   des   Dekamethylenglykolmonomethyläthers   wird nach Überführung in das Natriumsalz unter gutem Rühren bei   110  in   eine Lösung der Mononatriumverbindung des Glycerins in Glycerin (hergestellt durch längeres Erhitzen eines Gemisches von 200 Gewichtsteilen Glycerin, 8 Gewichtsteilen Ätznatron und 10 Gewichtsteilen Wasser bei 13 mm Druck auf 170 ) eingetragen und 2 Stunden auf 2150 erhitzt.

   Das Reaktionsprodukt wird darauf mit Wasser verdünnt und gegebenenfalls zur besseren Trennung der sich bildenden Schichten erwärmt. Der   Glycerin- < x- [n- (l-methoxy)-decyl]-äther wird   nach der Aufarbeitung als schwach hellbraun gefärbtes Öl erhalten. 



   In entsprechender Weise kann auch das Natriumsalz des Dischwefelsäureesters des Decandiols- (1'10) mit der Mononatriumverbindung des Glycerins umgesetzt werden ; man erhält hiebei das 1.10-Bis-   [ss. Y-dioxypropyloxy]-deean   als nahezu farblose, salbenartige Masse. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung höhermolekularer Äther, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkalisalze saurer Schwefelsäure- oder Phosphorsäuremonocycloalkyl- bzw.- monoalkylester, deren Alkylrest mindestens 8 C-Atome enthält, oder Gemische solcher mit Alkalialkoholaten bzw.-phenolaten umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Alkalialkoholate mehrwertiger aliphatischer Alkohole zur Umsetzung verwendet.
AT144370D 1932-03-26 1933-01-24 Verfahren zur Darstellung höhermolekularer Äther. AT144370B (de)

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