<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Lockerung der den Haarboden bildenden Kopfhaut.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche die für den Haarwuchs erforderliche Entspannung der Kopfhaut in einfacher Weise durchgreifend, nachhaltig und dauerhaft herbeiführt.
Wie die wissenschaftliche Forschung ergeben hat, ist frühzeitigen Haarausfall vielfach auf eine abnorme Spannung der Kopfsehwarte infolge zu starken Wachstums der knöchernen Schädelkapsel zurückzuführen, wodurch es zu einer zu starken Spannung der über die lmöcherne Schädelkapsel gespannten Kopfschwarte und damit zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen der Haarwurzeln kommt. Eine Beseitigung dieses Übelstandes ist nur durch Entspannung der zu straff gespannten Kopfhaut möglich. Die dauerhafte Entspannung der Kopfhaut kann dadurch erfolgen, dass gewissermassen von den angrenzenden Teilen der Kopfsehwarte ein Stück entlehnt wird, was durch Dehnung der angrenzenden Teile geschehen kann.
Da wegen der grossen Festigkeit des mit dem Haarboden die Kopfschwarte bildenden Sehnenbandes dessen Dehnung nicht möglich ist, kann Abhilfe gegen die abnorme Spannung der Sehne nur im Gebiet der seitlichen Ansatzmuskelteile in der Stirn-und Hinterhauptgegend von den seitlichen Schläfenteilen aus erfolgen. Der Muskel kann infolge seiner weichen Beschaffenheit im Gegensatz zur derben Sehne gedehnt werden. Die Dehnung erfolgt in der Weise, dass ein starkes Band über die Muskeln unter der Stirn-und Hinterhauptgegend gelegt und so fest angezogen wird, dass es sieh nicht verschieben kann. Hierauf wird durch intermittierende kräftige Stoss- oder Zugwirkung nach oben der Muskel gedehnt und so die zwischen beiden Muskeln über die knöcherne Schädelwölbung verlaufende Sehne entspannt.
Durch fortgesetzte Stossanwendung nach oben kommt es zu einer Dauerdehnung der Muskeln, damit zu einer Dauerentspannung der Sehnenhaube und zu einer Dauerentlastung des Haarbodens von der abnormen Zugspannung, wodurch sich die Haarwuchswirkung erneut einstellt.
Es sind nun Vorrichtungen bekannt, durch deren Anwendung der Haarwuchs gefördert werden soll. So hat man z. B. versucht, durch Hin-und Herbewegen von Rollen auf dem Kopfe die Kopfhaut zu lockern. Bei diesen Vorrichtungen werden die Rollen mit Hilfe federnder von einem um den Kopf gelegten Band gehaltener Haltebügel über die Kopfhaut bewegt. Hiebei wird aber nur ein Massieren in wechselnder Richtung vorgenommen, das mindestens in einer Richtung die Spannung der Kopfhaut vermehrt, weil die Einwirkung in der Hauptsache nach der Stirn und dem Nacken zu geschieht, also nicht in der Richtung, von wo allein eine Entspannung erfolgen kann.
Weiter sind Vorrichtungen zur Bearbeitung der Kopfhaut mit Massierwerkzeugen bekannt, wodurch aber nur eine grössere Blutmenge im Haarbodengewebe erhalten wird. Eine Beseitigung der Spannung der Kopfhaut erfolgt hiebei nicht.
EMI1.1
passiv zurückgleiten lässt. Ausgeführt wird diese nur in einer Richtung wirkende Massage durch eine in der Stirnhöhe um den Kopf gelegte Binde, die mittels von Hand oder mechanisch bedienten Zugoder Schiebegliedern so intermittierend nach oben bewegt werden kann, dass die Haltevorrichtung, so oft die Zug-oder Schiebevorrichtung betätigt wird, die erfasste Kopfhaut ein Stück aufwärts stösst und dadurch die obere Kopfhaut bei gleichzeitiger Dehnung der seitlichen Schädelhaut entspannt,
wobei die Haltevorrichtung mit der von ihr festgehaltenen Haut nach dem ruckartigen Hochgehen sofort infolge
<Desc/Clms Page number 2>
der Elastizität der Haut oder infolge Wirkung einer zusätzlichen Federung in ihre Normallage zurück- gleitet. Die Bewegung der Haltevorrichtung nach oben kann durch von oben wirkende Zugglieder oder durch von unten wirkende Schiebeglieder erfolgen. Die Bewegung kann mit der Hand oder mechanisch bewirkt werden, wobei mechanische Bötätigung vorzuziehen ist, wenn die Hände frei gehalten werden sollen. Um ein besonderes wirksames Hochschieben der seitlichen Schädelhaut zu erreichen, können in der Haltevorrichtung Pelotten vorgesehen. werden, welche die Haut erfassen und mitnehmen.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes für Handbetrieb mit Zuggliedern von oben und Schiebegliedern von unten dar.
Fig. 1 zeigt die Vorrichtung mit Zugvorrichtung von oben im Aufriss, teilweise im Schnitt, und Fig. 2 auch im Aufriss beim Gebrauch. Fig. 3 veranschaulicht die Vorrichtung mit Schiebevorrichtung von unten im Aufriss bei Gebrauch und Fig. 4 im Grundriss. Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie A-B der Fig. 4.
Die Vorrichtung besteht nach dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Beispiel aus einem in der Höhe der Stirn um den Kopf zu legenden Band a. Das Band kann aus elastischem oder unelastischem Material bestehen, muss aber, falls es unelastisch ist, verstellbar sein, um es der Kopfgrösse anpassen zu können.
An dem Band a sind zwei Zugbänder b angeschlossen, die über dem Kopf laufen und mit ihren freien Enden an Hebeln d befestigt sind. Die Zugbänder b sind nach Art der Kinnriemen durch Laschen c aufeinander geführt. Die Hebel d sind an einem Handteller e angelenkt und durch eine Zugfeder miteinander verbunden. Die Enden g der Hebel d, an welchen die Zugbänder b angreifen, sind nach aussen hochgebogen, um ein Abheben der Enden der Zugbänder vom Kopfe zu erreichen. An der Innenseite des Bandes a sind Pelotten h angeordnet.
Zur Benutzung der Vorrichtung wird das Band a in der Höhe der Stirn um den Kopf gelegt (Fig. 2).
Durch Druck mit den Händen auf den Teller e bewegen sich die Hebel d abwärts. Da die Hebel infolge ihrer Verbindung mit den Zugbändern b mittels der Laschen c nicht seitlich ausweichen können, ziehen sie die Zugbänder b nach den entgegengesetzten Seiten ihrer Befestigungsstelle am Band a. Das Band a wird somit hochgezogen und stösst die von ihm erfasste Kopfhaut ruckartig nach oben, wodurch die Dehnung dieser Hautteile und die Lockerung der Kopfhaut erfolgt. Die Bewegung des Bandes a wird vorteilhaft durch einen am Band a angeordneten, um das Kinn zu legenden Kinnriemen i aus unelastischem oder wenig elastischem Material begrenzt, um ein völliges Abrutschen des Bandes a sicher zu vermeiden.
Wird der Handteller losgelassen, gleitet das Band a mit der Haut infolge der Elastizität der Haut wieder in die Normallage zurück, wobei durch die Zugbänder die Hebel wieder zusammengezogen werden und der Handteller sieh wieder hebt. Um das Rüekgleiten zu unterstützen, kann zwischen den Hebeln die Zugfeder f angeordnet werden.
Die dargestellte Ausführungsform zeigt die Anordnung von zwei Zugbändern und Hebeln. Die Vorrichtung kann aber auch so benutzt werden, dass die Zugbänder an der Stirn und am Hinterkopf oder in jeder andern Lage am Bande a angreifen. Ebenso können an Stelle von zwei Hebeln und Zugbändern auch drei, vier oder mehr verwendet werden, wobei vorteilhaft immer eine gerade Zahl zur Verwendung gelangt, um je zwei Bänder gleichzeitig aufeinander führen zu können.
Die in Fig. 3-5 dargestellte Ausführungsform zeigt die einfache Anordnung, bei der ein Hochschieben von unten erfolgt. Die Vorrichtung besteht wieder aus einem in der Höhe der Stirn um den Kopf zu legenden, aber mittels einer Schnalle in der Weite verstellbarem Band n. In das Band n sind zwei Blattfedern o eingelegt, die bei Gebrauch der Vorrichtung an den Kopfseiten anliegen und ein festes Anliegen des Bandes um den ganzen Kopf gewährleisten. Die Bewegung des Bandes n erfolgt durch Handgriffe p, die mittels Stangen r an den Federn o angreifen und einen Winkel mit der Längsrichtung des Bandes einschliessen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Stangen r mit den Handgriffen p auswechselbar an den Federn o angeschlossen, was durch an den Federn o sitzende Hülsen s erreicht ist, in welche die
Stangen r mittels Gewinden t an den Enden eingeschraubt werden. Durch Auswechselbarkeit der Handgriffe ist es möglich, die Vorrichtung bei Nichtgebrauch bequem zu verpacken.
Bei Gebrauch wird das Band n nach Einstellung auf die Kopfweite um den Kopf gelegt und dann mittels der Handgriffe p kurz nach oben gestossen. Hiebei wird die vom Band festgehaltene Haut nach oben mitgenommen, so dass die darüber liegende Kopfhaut gelockert wird. Infolge der Elastizität der Haut kehrt das Band n selbsttätig in seine Normallage zurück, sobald der Druck auf die Handgriffe p aufhört.
Wird die Vorrichtung so benutzt, dass öfters eine Zeitlang die Massage durch abwechselndes Herunterdrücken bzw. Hochschieben und Loslassen des Handtellers bzw. der Handgriffe vorgenommen wird, dann erfolgt bald eine dauernde Dehnung der seitlichen Sehädelhautund eine Lockerung der Kopfhaut.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.