Vorrichtung zur Lockerung der den Iffaarboden bildenden Kopfhaut. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lockerung der den Haarboden bilden den Kopfhaut und bezweckt die für den Haarwuchs erforderliche Lockerung der Kopfhaut auf einfache Weise durchgreifend und nachhaltig zu erreichen.
Bekanntlich ist der frühzeitige Haaraus fall darauf zurückzuführen, da.ss die den Haarboden bildende Kopfhaut durch das Tragen von Hüten oder durch ein schnelleres Wachsen der Schädeldecke zu stramm ge spannt wird und damit die Lebensbedin gungen des Haares vernichtet werden. Eine Beseitigung dieses Übelstandes ist nur auf dem Wege möglich, dass die zu stramm ge spannte obere Kopfhaut wieder gelockert wird. Eine Lockerung der obern Kopfhaut kann aber nur dadurch geschehen, dass durch Hinzuziehung bezw. Dehnung der seitlich benachbarten Kopfhaut eine Entlastung, Entspannung und Lockerung der obern Kopfhaut herbeigeführt wird.
Gemäss der Erfindung erfolgt die Locke rung der Kopfhaut durch eine Vorrichtung, die die seitliche Schädelhaut nur in der einen Richtung, nämlich nach oben intermittierend hochstossen und dann passiv zurückgleiten lässt. Ausgeführt wird diese nur in einer Richtung wirkende Massage durch eine in der Höhe der Stirn um den Kopf zu legende Haltevorrichtung, die vermittelst einer Be tätigungsvorrichtung, zum Beispiel vermit telst einer von Hand oder maschinell zu be dienenden Zug- oder Schiebevorrichtung, intermittierend nach oben bewegt werden kann, zum Zwecke, dass die Haltevorrich tung die von ihr gefasste Kopfhaut, so oft die Betätigungsvorrichtung benutzt wird, ein Stück nach oben stösst.
Hierdurch wird die obere Kopfhaut unter gleichzeitiger Dehnung der seitlichen Schädelhaut ge lockert, wonach die Haltevorrichtung mit der von ihr festgehaltenen Haut nach dem ruckartigen Hochgehen sofort, zum Beispiel durch die Elastizität der Haut oder eine zu sätzliche Federung in ihre Anfangslage zu rückgleitet. Für die Bewegung der Haltevor richtung nach oben kann eine von oben wir kende Zugvorrichtung oder eine von unten wirkende Schiebevorrichtung vorgesehen sein, die zum Beispiel von Hand oder ma schinell antreibbar ist, wobei die maschinelle Arbeit vorzuziehen ist, wenn ein Freihalten der Hände erwünscht ist.
Um ein besonders intensives Hochschieben der seitlichen Schä delhaut zu erzielen, können in der Haltevor richtung Pelotten angeordnet werden, die die Haut fest erfassen und mitnehmen.
In den Zeichnungen sind zwei Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes für Handbetrieb mit Zugvozxichtung von oben und Schiebevorrichtung von unten dar gestellt; es zeigen: Fig. 1 die Vorrichtung mit oben angeord neter Zugvorrichtung im Aufriss, teilweise im Schnitt, Fig. 2 dieselbe ebenfalls im Aufriss beim Gebrauch, Fig. 3 die Vorrichtung mit unten befind licher Schiebevorrichtung im Aufriss beim Gebrauch, Fig. 4 dieselbe im Grundriss, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt nach der Linie A -B der Fig. 4.
Die Vorrichtung besitzt bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Beispiel ein in der Höhe der Stirn um den Kopf zu legendes Band a. Dieses Band a kann aus elastischem oder nicht elastischem Material bestehen, muss aber, falls es aus nicht elastischem Material besteht, ver stellbar sein, um es der Kopfgrösse anpas sen zu können. An dem Band a sind zwei Zugbänder b angeordnet, die über dem Kopf laufen und mit ihrem zweiten Ende an Hebeln d befestigt sind. Die Zugbänder b sind nebeneinander durch Laschen c geführt und werden durch die Hebel d nach ent gegengesetzten Seiten gezogen. Die Hebel d sind an einem Handteller e angelenkt und durch eine Zugfeder f miteinander verbun den.
Die Enden<I>g</I> der Hebel<I>d,</I> an denen die Zugbänder b angreifen, sind nach -aussen hochgebogen, um ein Abheben der Enden der Zugbänder vom Kopfe zu erreichen. An dem Bande<I>a</I> sind innen Pelotten h an geordnet.
Die Benutzung der Vorrichtung gestaltet sich folgendermassen: Das Band a wird, wie aus Fig. 2 ersicht lich ist, in der Höhe der Stirn um den Kopf gelegt. Wird nun mit den Händen auf den Teller e gedrückt, so bewegen sich die Hebel d nach unten und ziehen, da sie infolge der Verbindung mit den Zugbändern b durch die auf dem Kopf aufliegenden Laschen c nicht seitlich ausweichen können, die Zug bänder b nach den entgegengesetzten Seiten ihrer Befestigung an dem Bande a. Das Band a wird dadurch hochgezogen und stösst die von ihm erfasste Haut ruckartig nach oben, wodurch die Dehnung dieser Hautteile und die Lockerung der obern Kopfhaut er folgt.
Die Bewegung des Bandes a wird vor teilhaft durch einen an dem Band a angeord neten, um das Kinn zu legenden Kinnriemen i aus nicht oder wenig elastischem Material begrenzt, um ein völliges Abrutschen des Bandes a sicher zu vermeiden. Wird der Handteller wieder losgelassen, so gleitet das Band a mit der Haut infolge der Elastizität der Haut wieder in seine Anfangslage zu rück, wobei durch die Zugbänder die Hebel wieder zusammengezogen werden und der Handteller sich wieder hebt. Das Zurückglei ten wird noch durch die Zugfeder f unter stützt.
Die dargestellte Ausführungsform zeigt die Anordnung von zwei Zugbändern und Hebeln. Die Vorrichtung kann selbstver ständlich auch so benutzt werden, dass die Zugbänder an der Stirn und am Hinterkopf oder in jeder andern Lage an dem Bande a angreifen. Ebenso können an Stelle der zwei Hebel und Zugbänder auch drei, vier oder mehr angeordnet werden, wobei vorteilhaft immer eine gerade Zahl in Anwendung kommt, um je zwei Bänder gleichzeitig auf einander führen zu können.
Die in Fig. 3 bis 5 dargestellte Ausfüh rungsform zeigt die einfache Anordnung, bei der ein Hochschieben von unten erfolgt. Die Vorrichtung besitzt ein in der Höhe der Stirn um den Kopf zu legendes, mittels einer Schnalle in der Weite verstellbares Band n. In das Band n sind zwei Blatt federn o eingelegt, die beim Gebrauch der Vorrichtung an den Seiten des Kopfes an liegen und ein festes Anliegen des Bandes um den ganzen Kopf herum gewährleisten, sowie ein gleichmässiges Hochstossen des gan zen Bandes bewirken. Die Bewegung des Bandes n geschieht durch Handgriffe<I>p,</I> die mittels Stangen r an den Federn o angreifen und im Winkel zu dem Band n nach unten zeigen.
Im dargestellten Beispiel sind die Stangen<I>r</I> mit den Handgriffen<I>p</I> auswech selbar an den Federn o angeordnet. Diese Auswechselbarkeit ist durch an den Federn o angeordnete Hülsen s erreicht, in die die Stangen r mittels Gewinde t eingeschraubt werden können. Durch die Auswechselbar keit der Handgriffe ist es möglich, die Vor richtung bei Nichtgebrauch bequem zu ver packen.
Bei Gebrauch wird das Band n, nachdem es auf die richtige Kopfweite eingestellt ist, um den Kopf gelegt. Dann wird das Band mit Hilfe der Handgriffe p kurz nach oben gestossen und nimmt hierbei die von ihm festgehaltene Haut mit nach oben, so dass die darüber liegende Kopfhaut gelockert wird. Durch die Elastizität der Haut kehrt das Band n von selbst in seine Anfangslage zurück, sobald der Druck auf die Handgriffe p aufhört.
Wird die Benutzung der Vorrichtung so durchgeführt, dass öfters eine zeitlang die Massage durch abwechselndes Herunter drücken bezw. Hochschieben und Loslassen des Handtellers bezw. der Handgriffe vor genommen wird, so entsteht bald eine dau ernde Dehnung der seitlichen Schädelhaut und eine Lockerung der Kopfhaut.