AT145391B - Einrichtung, die als elektrischer Widerstand mit fallender Charakteristik wirkt, unter Verwendung einer Elektronenröhre. - Google Patents

Einrichtung, die als elektrischer Widerstand mit fallender Charakteristik wirkt, unter Verwendung einer Elektronenröhre.

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AT145391B
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  Einrichtung, die als elektrischer Widerstand mit fallender Charakteristik wirkt, unter Verwendung einer Elektronenröhre. 



   Die vorliegende Erfindung geht von folgendem Sachverhalt aus : Es sei eine Röhre vorzugsweise mit symmetrischem, konzentrischem Elektrodensystem gegeben, welches aus einer Glühkathode als' primärer Elektronenquelle, mindestens zwei diese umgebenden   Gitterelektroden   und einer Anode besteht. 



  Die beiden Gitter werden ebenso wie die Anode auf positiven Potentialen gehalten. Das der Kathode zunächst liegende Gitter erhält eine verhältnismässig geringe positive Spannung, deren Höhe die Zahl der durchgelassenen Elektronen, also die Dichte des Elektronenstromes, bestimmt. Die Spannung des zweiten Gitters ist stärker positiv und dient zur Beschleunigung der das erste Gitter verlassenden Elektronen. Ganz unabhängig davon, ob die Spannung der Anode oder des zweiten Gitters die höchste an der Röhre liegende positive Spannung darstellt, zeigt sich, dass der Anodenstrom trotz steigenden Gesamtstromes abnehmen kann. Solange nämlich die Dichte des Elektronenstromes unterhalb eines gewissen mit den Dimensionen des Elektrodensystems zusammenhängenden Grenzwertes liegt, gelangen alle Elektronen an die Anode.

   Wenn die Stromdichte jedoch diesen Grenzwert überschreitet, so bildet sich in dem Raum zwischen dem Beschleunigungsgitter und der Anode eine Elektronenraumladung aus, durch welche ein Teil der Elektronen zum Beschleunigungsgitter zurückgetrieben wird. Je grösser die Emission, beispielsweise durch Erhöhung der Spannung des ersten Gitters, gemacht wird, desto dichter wird die Raumladung vor der Anode und ein desto grösserer Anteil der Elektronen kehrt zum   Beschleunigungsgitter   zurück. 



   Im folgenden soll nunmehr der Verlauf des zum, von der Kathode aus gezählt, zweiten Gitter (Beschleunigungsgitter) übergehenden Stromes zum Gegenstand einer eingehenden Betrachtung gemacht werden. Macht man nun den Versuch, nach Einstellung des Anodenstromes auf den abfallenden Teil mittels geeigneter Wahl der Stromregulierungsspannung (der Kathode zunächst liegendes Gitter), die Spannung am zweiten Gitter zu erhöhen, so wird der Strom zu diesem Gitter zunächst ansteigen. Von dem Moment ab aber, wo bei weiterer Steigerung der Gitterspannung 2 die Elektronengschwindigkeit so gross wird, dass ein Durchbruch durch die zwischen Gitter 2 und Anode liegende Raumladung erfolgt, wird der Strom zum Gitter 2 wegen Zunahme des   Anodenstromes   wieder absinken, wenn dabei der Gesamtstrom nicht wesentlich steigt. 



   Dazu ist nun erforderlich, dass die Funktionen von Gitter 1 und Gitter 2 tatsächlich weitgehend getrennt sind. Eine Vergrösserung des Gesamtstromes bei Vermehrung von Es soll praktisch nicht auftreten, nur eine Geschwindigkeitsvermehrung der das Gitter 2 durchfliegenden Elektronen. Es muss daher eine Röhre gewählt werden, bei der der Durchgriff des zweiten Gitters (Beschleunigungsgitter) durch das erste (Stromregulierungsgitter) so klein wie möglich ist. Unter Umständen ist es zweckmässig, diesen kleinen Durchgriff durch ein dazwischen geschaltetes Schirmgitter zu erzielen. 



   Dann ist die Wirkungsweise einer so betriebenen Röhre sehr ähnlich einer   Raumladungsgitterröhre,   bei der unter Umständen die Erhöhung der   Raumladungsgitterspannung   ebenfalls zu einer Erniedrigung des Raumladegitterstromes zugunsten des Anodenstromes führt, aber nur dann, wenn der Gesamtstrom infolge   Sättigungserscheinungen   nicht mehr zunehmen kann. Eine solche Anordnung hat aber gewisse Nachteile.

   Röhren mit   Hochleistungskathoden   haben keine ausgesprochenen Sättigungserscheinungen des   Emissionsstromes.   Das   Stromregulierungsgitter   1 hat gegenüber   der Emissionsregulierung durch   die 
 EMI1.1 
 

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   h'1mgen   der Kathodeneigenschaften und wirkt schliesslich bei positiver Vorspannung raumladungvermindernd in der Nachbarschaft der Kathode und steigert daher die   Stromdiehte   so erheblich, dass der Effekt viel stärker ausgeprägt sein kann. 



   Es kommen also bei geeigneter Einstellung der   Gitterspannung 1 und   2 sowie der Anodenspannung Charakteristiken des Gitterstromes 2 zustande, die als negative Charakteristiken anzusprechen sind (Fig. 1). Sie sind zur   Sehwingungserzeugung notig,   können aber auch bei geeigneter Auswahl der äusseren Schaltelemente zur Verstärkung mit Entdämpfung oder zur Gleichrichtung besonders im Umkehrpunkte (Maximum) ausgenutzt werden. Fig. 2 zeigt eine prinzipielle Schaltung zur   Schwingungserzeugung.   



   Es kann weiter zweckmässig sein, zur Erhöhung der   Raumlaclewirluilng   zwischen dem   Besehleum-   gungsgitter und der Anode noch ein weiteres Gitter, vorzugsweise auf negativem Potential, anzuordnen, das ausserdem noch Steuerwirkung ausüben kann, z. B. zur Modulation der auf Grund der negativen Charakteristik erzeugten Schwingungen. Fig. 3 zeigt ein Schaltschema zur modulierten Schwingungerzeugung, bei dem sowohl zwischen Gitter 1 (Stromregulierungsgitter) und Gitter 2 (Beschleunigungsgitter) noch ein Schirmgitter angebracht ist als auch zwischen Gitter 2 und Anode ein Gitter mit den eben besprochenen Funktionen. 



   Diese Anordnung ist der eines Gitterdynatrons, das mit Sekundäremission von der Anode aus arbeitet, in mancher Hinsicht äusserlich sehr ähnlich. Dass die Wirkungsweise dieser Anordnung aber auf einem ganz andern Prinzip beruht, geht aus verschiedenen Umständen hervor. Ein Gitterdynatron kann z. B. nicht arbeiten, wenn die   Gitterspannung hoher   als die Anodenspannung ist oder wenn zwischen Gitter (Leistungsgitter) und Anode keine Spannungsdifferenz vorhanden ist, weil dann die von der Anode abgelösten   Sekundärelektronen   nicht zum Gitter   hinübergehen     können. Ebenso wird   es nicht arbeiten können, wenn zwischen Leistungsgitter und der Anode ein weiteres Gitter angeordnet ist, dessen Spannung einen Übergang von   Sekundärelektronen yon   der Anode zum Gitter verhindert.

   Gerade aber ein solches Gitter kann, wie gesagt, für den vorliegenden Zweck ausserordentlich wirkungsvoll sein, da die Stabilität der Raumladung auf diese Weise grösser ist als ohne Gitter. 



   Zusammengefasst lautet die Anweisung des Erfindungsgedankens :
Unter Zugrundelegung der oben mitgeteilte Vorschrift über die getrennte Einstellung von Stromdichte und   Elektronengeschwindigkeit   zum Erhalt kritischer Raumladezustände kann erreicht werden, dass trotz Steigen der Spannung des Beschleunigungsgitters ein Absinken des nach diesem Gitter fliessenden Stromes eintritt, wenn nur dafür gesorgt wird, dass die Änderung der   Beschleunigungsgitter-   spannung trotz genügender Emission der Kathode keine wesentliche Änderung der Summe der zur Anode und diesem Gitter fliessenden Ströme hervorruft. Das ist zu erreichen bei einen hinreichend kleinen Durchgriff der Gitterspannung 2 in bezug auf die Umgebung der Kathode. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung, die als elektrischer Widerstand mit fallender Charakteristik wirkt, unter Verwendung einer Elektronenröhre mit nicht gesättigter Kathode und mindestens zwei Gittern, bei der der Durchgriff des zweiten (der Anode benachbarten) Gitters durch das erste (der Kathode benachbarte) Gitter zweckmässig klein ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gitter als Stromregelungsgitter und das zweite Gitter als   Beschleunigtll1gsgitter   geschaltet ist, derart, dass eine Spannungserhöhung am Beschleunigungsgitter eine Stromabnahme an ihm zur Folge hat, u. zw. selbst dann, wenn an diesem Gitter das höchste Potential der Röhre liegt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Stromregelungsgitter und dem Beschleunigungsgitter ein Schirmgitter zur Verringerung des Durchgriffes angeordnet ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch'1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Beschleunigungsgitter und der Anode ein der Steuerung dienendes Gitter (beispielsweise zu Modulationszweeken) angeordnet ist. EMI2.1 und Anode eingeschaltetes Gitter im Innern der Röhre an die Kathode angeschlossen ist.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzwiderstand im Stromkreis des zweiten Gitters liegt.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Nutzwiderstand ein aus Widerstand, Selbstinduktion und Kapazität bestehender Schwingungskreis ist, der durch die negative Charakteristik des Gitterstromes zu Schwingungen angeregt oder entdämpft wird.
    7. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Gitter negativ vorgespannt ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode das höchste positive Potential der Röhre hat.
    9. Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der negativen Vorspannung des dritten Gitters eine Steuerwechselspannung überlagert wird.
AT145391D 1932-02-19 1933-02-20 Einrichtung, die als elektrischer Widerstand mit fallender Charakteristik wirkt, unter Verwendung einer Elektronenröhre. AT145391B (de)

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