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Anordnung für gas-oder dampfgefiIte Entladungsgefsse aus Glas.
Es ist bekanntlich notwendig, bei gas- oder dampfgefüllten Entlandungsgefässen aus Glas die metallischen Zuführungen zu den Anoden abzuschirmen, damit diese nicht vom Lichtbogen berührt werden und nicht anodisch wirken. Bei der einfachen Stabdurchführung wird die Abschirmung des Anodenstabes durch Glasumschmelzung erreicht, siehe Fig. 1. Eine Anodenbauart, die unter der Bezeichnung ,,Hütchendurchführung" geläufig ist, zeigt Fig. 2, wobei die Innenseite des Gefässes aus- schliesslich aus Glas und lediglich der aktive Teil aus Graphit bzw. Quecksilber besteht.
Eine dritte bekannte Anodeneinführung, die als Einschmelzungsglied eine Scheibe verwendet, zeigt Fig. 3, wobd als Schutz der Metallteile teils Glas, teils keramisches Material verwendet wird. Bei andern Metallschciben- einschmelzungen ist die Scheibe an der dem Entladungsraum zugekehrten Seite zur Gänze mit einer Glasschicht überzogen, welche den Übergang der Glaswand des Gefässes zu rohrförmigen Glasteilen bildet,
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ein elastisches Glimmerseheibchen beigelegt. Es sind auch schon Anordnungen bekannt, bei denen die der Stromzuführung bzw.
Halterung der Anoden dienenden Teile dadurch geschützt sind, dass sie vom eigentlichen Entladungsraum nur über einen Weg von sehr engem Querschnitt zugänglich sind, wobei insbesondere die Berührungsstellen der Anode mit diesen Teilen mit dem Entladungsraum nur durch labyrinthartige, schmale Wege in Verbindung stehen.
Alle diese Bauarten haben sich für Gas-'oder Dampfentladungsgefässe für Spannungen bis zur Grössenordnung von 1000 Volt bewährt. Ein Übergang auf Spannungen höherer Grössenordnung liess
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führen, da solche Gefässe nach kurzer Betriebszeit zugrunde gingen. Eine eingehende Untersuchung der Rückwirkung von Hochspannung auf die beschriebenen Anodenanordnungen zeigte innerhalb des Glases der Begrenzung des Anodenhinterraumes in dem früher fast vollkommen fehlerlosen Glas zahlreiche, ganz kleinen Luftblasen ähnliche Inhomogenitäten, die mit längerer zeitlicher Einwirkung der Spannung an Umfang und Intensität zunehmen. Unter Anodenhinterraum soll dabei ganz allgemcin jener Teil des Entladungsgefässes verstanden werden, welcher hinter der Anode liegt.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 handelt es sich somit um die Begrenzungsfläche eines ringförmigen Körpers, etwa mit dem Querschnitt a-b-c-a. Diese Veränderungen des Glases erstreckten sich je nach den Betriebs- verhältnissen, unter denen das Entladungsgefäss arbeitete, bald weiter, bald weniger weit von der in Fig. 1 mit c bezeichneten Stelle aus über b gegen a.
Erfindungsgemäss können nun diese Erscheinungen durch keramische Schutzkörper, welche der Glasbegrenzting des Anodenhinterraumes in geringem Abstand folgen, wirksam hintangehalten werden.
Diese zusätzlichen Konstruktionselemente brauchen nun, wie die Untersuchungen gezeigt haben, nicht dicht an den zu schützenden Glasteilen anzuliegen, so dass der praktischen Ausführung keinerlei Schwierigkeiten zufolge etwaiger verschiedener Ausdehnungskoeffizienten im Wege stehen ; es können aber auch die Abstände bei aufrechterhaltener Schutzwirkung mehrere Millimeter betragen.
Als geeignetes Material für diese zusätzlichen Konstruktionselemente haben sich nun einige keramische Massen herausgestellt und unter diesen zeichnen sich vorwiegend Steatit und Sinterkorund
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durch besondere Widerstandskraft aus. Je nach den vorgeschriebenen Betriebsbedingungen werden somit nach dem Vorstehenden verschiedene Teile des Anodenhinterraumes durch die zusätzlichen Kon-
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ausgehend von den einfachsten Anordnungen, wie sie bei relativ geringen Spannungen genügen, und fortse, hreitend zu immer weitergehenden Schutzeinrichtungen für hohe Spannungen dargestellt werden. Fig. 4 zeigt als einfachste Form die glasbewickelte Stabdurchführung nach Fig. l, wobei die Glasbewieklung noch durch ein übergeschobenes keramisches Rohr elektrisch entlastet wird.
Eine Erhöhung der Festigkeit lässt sich weiters dadurch erzielen, dass Mittel zur Verringerung der Ionisation im Anodenhinterraum vorgesehen werden. Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der das Schutzrohr mit einer oder mehreren Scheiben versehen ist, welche ein Durchgreifen der Ionisierung in den Anodenhinterraum zufolge der zwischen Scheibe und Glasraum gebildeten Labyrinthspalte erschweren.
Den beiden Ausführungen nach Fig. 4 und 5 ist gemeinsam, dass gegen das Ende des Anodenraumes auf die Länge der mit R bezeichneten Stelle noch ein Reststück vorhanden bleibt, längs dessen der Anodenstab lediglich eine Glasumhüllung trägt, das zufolge Unregelmässigkeit in der Konstruktion und
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Anlass geben kann. Eine Weiterentwicklung in dieser Richtung zeigt Fig. 6, wobei der keramische Schutzkörper an seinem oberen Ende eine der Glaswand äquidistante Umstülpung aufweist.
In noch weitergehender Weise wird die Forderung, die Glaswände des Anodenhinterraumes und den verglasten Stab in seiner ganzen Länge durch einen Schutzkörper abzublenden, durch die in Fig. 7 dargestellte Konstruktion erfüllt. Selbstverständlich kann auch bei dieser Bauart der Schutzkörper noch mit labyrinthbildenden Querscheiben ausgerüstet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anodenanordnung für gas-oder dampfgefüllte Entladungsgefässe aus Glas, dadurch gekenn- zeichnet, dass zum Schutz zumindest von Teilen des den Anodenhinterraum begrenzenden Glases (a, b, c, Fig. 1) lose eingesetzte keramische Schutzkörper vorgesehen sind, die den abzuschirmenden Glasteilen in geringem Abstand folgen.