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Die Erfindung betrifft eine Waage zum Abfüllen verschiedener Stoffe in einem beliebigen Verhältnis in einen gemeinsamen Behälter. Gemäss der Erfindung wirkt eine von einem Teil der Wiegeeinrichtung gesteuerte lichtempfindliche Zelle auf beide Zufuhrleitungen der einzelnen Stoffe ein. Die erfindungsgemässe Waage hat einen wesentlichen Vorteil bei der Zusammensetzung von Mischungen nach einem bestimmten Verhältnis. Anstatt die verschiedenen Stoffe in verschiedenen Behältern auszuwiegen und diese dann in einen Mischbehälter zu schütten, wird der Mischbehälter auf die Plattform der Waage gestellt, und dem Behälter werden die verschiedenen Stoffe zugeführt. Es wird dann jeweils der ganze Strom der Stoffe wahlweise durch an der Waage vorgesehene Abschlussvorrichtungen gesteuert.
Nach einer bevorzugten Ausführung veranlasst die lichtempfindliche Zelle über einen Umschalter die Betätigung jeweils eines der die Zufuhrleitungen abschliessenden Elektromagneten.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Waage ist auf den Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 ist die vordere Ansicht der Waage, Fig. 2 ein vergrösserter Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1, der das photoelektrische Steuerelement im einzelnen zeigt, und Fig. 3 zeigt das elektrische Schaltungsschema.
Bei Waagen mit pendelnden Lastausgleichgewichten 14, 15 ist es üblich, das Gewicht der Lasttraghebel und der auf ihnen ruhenden Lastschale, das einen Zug auf das Lastausgleichpendelsystem ausübt, so weit auszugleichen, dass der Zeiger 19 in Übereinstimmung mit der Nullanzeige der Skala 18 gelangt. Dieser Ausgleich erfolgt durch ein Gewicht 21, das am äusseren Ende des Tarierbalkens 5 angeordnet ist und dem Gewicht der Lasthebel und der Lastschale sowie den Gewichten 27, 28 und dem Gewicht der Teile der Balken 24 und 25 entgegenwirkt, die sich auf der dem Gewicht 21 entgegengesetzten Seite des Balkenstützpunktes befinden.
Bei der erfindungsgemässen Wiegevorrichtung wird dagegen nur ein Teil der vorgenannten Gewichte durch das Gegengewicht 21 ausgeglichen, u. zw. soviel, dass bei unbelasteter Lastschale der auf die Ausgleichpendel ausgeübte Zug dem vollen Skalenbereich entspricht, der Zeiger 19 mithin auf den dem vollen Skalenbereich entsprechenden Teilstrich zeigt.
Die photoelektrische Steuervorrichtung, die vollkommen unabhängig von dem Wiegemechanismus ist (Fig. 2), umfasst ein photoelektrisches Element 29 in dem Gehäuse 29', eine in einem rohrförmigen Gehäuse 32 befindliche elektrische Lampe 33 und Linsen 34, die das Licht der Lampe durch eine schmale Öffnung 35 der Anzeigescheibe 18 werfen. Da das photoelektrische Element 29 durch das Gehäuse 29' gegen alle Lichtstrahlen abgeschirmt ist, muss es das gesamte, zu seiner Betätigung erforderliche Licht durch die Öffnung 35 erhalten. Zuleitungen 36 speisen die Lichtquelle 31 vom Netz 37 der Stromquelle 38.
Wenn die Waage nicht in Betrieb ist oder die gewünschte Menge sich auf der Waage befindet, steht der Zeiger 19 vor der Öffnung 35 und hindert die Lichtstrahlen, auf das lichtempfindliche Element 29 zu fallen. Das in den Behälter 39 abzufüllende Material befindet sich in den Behältern 40 und 41. Rohrleitungen 42 und 43, die von diesen Behältern führen, sind mit durch je ein Solenoid gesteuerten Ventilen 44 und 45 ausgerüstet. Diese Ventile sind so angeordnet, dass der Inhalt der Behälter 40, 41 in den auf der Waage stehenden Behälter 39 fliessen kann.
Das zur Steuerung der Solenoidventil dienende photoelektrische Element 29 ist durch Leiter 46 an ein bekanntes Verstärker-und Relaissystem 47 angeschlossen, das den Schalthebel 49 über die Leitung 48 unter Spannung setzt, wenn das lichtempfindliche Element 29 von der Lichtquelle 33 bestrahlt wird. Bei nicht bestrahltem Element 29 ist der Hebel 49 spannungslos. Der zu dem Ventil 44 gehörende Stromkreis umfasst eine Solenoidspule 50,
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einen Schalter 53, der mit dem Anker 54 der Spule 50 zusammenarbeitet, einen Druckknopfschalter 55 und Leitungen 52 und 56.
Die Leitung 52 verbindet das eine Ende der Spule 50 mit dem Netz 37, und die Leitung 56, die mit einem ihrer Enden an eine Klemme des Schalters 53 angeschlossen ist, ist mit einem Kontaktglied 57 versehen, das wahlweise mit dem Schalter 49 in Eingriff gebracht werden kann.
Der Stromkreis des Ventils 45 stimmt in allen Teilen mit dem vorbesehriebenen Stromkreis überein.
Sollen beispielsweise 20 kg des einen und 80 kg des zweiten Bestandteiles in den Behälter 39 gefüllt werden, so wird das Gewicht des leeren Behälters 39 bestimmt und dieses Gewicht dadurch tariert, dass, die Lage des Gewichtes 27 auf dem Balken 24 in üblicher Weise geändert wird. Das Gewicht 28 wjrd hierauf auf dem Balken 25 bewegt, bis sein Merkstrich dem 20-kg-Teilstrich entspricht.
Die Folge hievon ist, dass die durch das Gewicht 28 auf die Ausgleichpendel ausgeübte Zugkraft und damit auch der. durch die 1asthebel,. die Lastschale, die Gewichte 27 und 28 sowie das anteilmässige Gewicht der Balken JM und-25 bewirkte Gesamtzug auf die Lastausgleichpendel geringer wird. Dementsprechend werden sich die Gewichtspendel, denen nun eine kleinere Zugkraft als in der Endstellung des Gewichtes 28 entgegenwirkt, nach abwärts bewegen, bis ihr Gewichtsmoment den Zug wieder ausgleicht. Der Zeiger 19, der durch die Lastausgleichsvorrichtung betätigt wird, bewegt sich entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn, bis seine Spitze mit der 20-kg-Anzeige übereinstimmt.
Um das Ventil 44 zu-öffnen, das den Materialfluss aus-dem entsprechenden Behälter durch die entsprechende Rohrleitung freigibt, schliesst der Bedienende zunächst den Schalter 49,57 und dann den Schalter-55, der den Erregungsstromkreis der. Solenoidspule 50 schliesst. Dadurch wird der Anker 54 gehoben und der Schalter'53 durch das Kontaktglied 53'eschlossen,-wodurch der Erregerstrom in der Spule 50 aufrechterhalten bleibt, wenn sich auch der Druekknopfschalter 55 öffnet. Das obere Ende des Ankers 54 ist drehbar in dem. einen Ende des Hebels 59 gelagert, der bei 60 im Innern des Ventilkörpers drehbar ist. Das andere Ende des Hebels ist drehbar mit einer Stange 61 verbunden, die am unteren Ende einen Ventilkörper 62 trägt, der den Auslass regelt.
Wenn die Spule 50 erregt wird, bewirkt die Aufwärtsbewegung des Ankers über den Hebel 59 ein Öffnen des Ventils 62, so dass das Gut in den Behälter 39 fliessen kann. Das Gewicht des Gutes gleicht nach und nach das Gewicht 28 aus, so dass die Pendel sich wieder nach aufwärts bewegen, bis der Zeiger 19 die Öffnung 35 in der Scheibe 18 bedeckt.
Wenn diese Öffnung durch den Zeiger abgeschirmt ist, nimmt der Widerstand des photoelektrischen Elementes zu, so dass der Strom, der ein Relais in dem System 47 geschlossen hatte, als die Öffnung durch eine Verschiebung des Gewichtes 28 unbedeckt war, auf einen Wert heruntergedrückt wird, der nicht genügt, um das Relais geschlossen zu halten. Dadurch wird der Erregerstromkreis der Solenoidspule 50 geöffnet und das Ventil durch eine Feder 63 geschlossen, so dass der Materialfluss unterbrochen wird.
Um die gewünschte Materialmenge aus dem Behälter 41 zu erhalten, wird der Schalter 49 mit der Leitung 64 in Verbindung gebracht, die in ihrer Wirkungsweise der Leitung 56 des Stromkreises
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strom wird unterbrochen, wenn die gewünschte Materialmenge in den Behälter gelangt ist. Diese aus dem Behälter zu entnehmende Materialmenge kann wahlweise mit einem der Gewichte 27 oder 28 oder mit einem weiteren Gewicht 26 auf einem mit Balken 24,25 verbundenen Balken eingestellt werden, die nach der Erfindung das gleiche Lastmoment besitzen, so dass sie nach Wahl gleichwertig als Gegengewichte für den Behälter verwendet weren können. Wird z. B. das Gewicht 26 als Lastausgleich für den Behälter benutzt, so kann eine Materialmenge mit dem Gewicht 27, die andere mit dem Gewicht 28 eingestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Waage zum Abfüllen verschiedener Stoffe in einem beliebigen Verhältnis in einen gemeinsamen Behälter, gekennzeichnet durch eine von einem Teil (19) der Wiegeeinrichtung gesteuerte lichtempfindliche Zelle (29), die auf beide Zufuhrleitungen (42, 43) der einzelnen Stoffe einwirkt.