AT14626U1 - Schallschutzwandelement für gleisnahen Verbau - Google Patents
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Abstract
Schallschutzwandelement (1) für gleisnahen Verbau, bestehend aus einem an seiner Oberseite mit einer Trittfläche versehenen Tragelement (2) mit einer einseitig angeordneten, schallabsorbierenden Auflage (5). Zur Erzielung eines möglichst geringen Materialaufwandes sowie eines guten Witterungsschutzes für die schallabsorbierende Auflage ist das Tragelement (2) im Wesentlichen als Platte (3) ausgestaltet und die Trittfläche von einem einstückigen, um 90° abgewinkelten, die schallabsorbierende Auflage (5) überragenden Steg (4) gebildet. An der Unterseite des Stegs (4) kann in seinem die schallabsorbierende Auflage (5) überragenden Abschnitt eine längs des Tragelementes (2) erstreckte Tropfnase (7) ausgebildet sein. An den Stirnseiten des Schallschutzwandelementes (1) kann eine über dessen Gesamthöhe erstreckte Nut (8) zur Aufnahme eines Halterungsprofilabschnittes ausgebildet sein.
Description
Beschreibung
SCHALLSCHUTZWANDELEMENT FÜR GLEISNAHEN VERBAU
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schallschutzwandelement für gleisnahen Verbau,bestehend aus einem an seiner Oberseite mit einer Trittfläche versehenen Tragelement miteiner einseitig angeordneten, schallabsorbierenden Auflage.
[0002] Ein derartiges Schallschutzwandelement ist kürzlich durch die deutsche Gebrauchsmus¬terschrift DE 20 2012 008 924 U1 bekannt geworden. Gemäß dieser hat das Tragelement einim Wesentlichen C-förmiges Profil, wobei der untere C-Schenkel, auf dem das Schallschutz¬wandelement aufsitzt, länger als der obere ist, der als Trittfläche dient. Die beim Verbauen demGleis zugewandte Innenseite des C-förmigen Profils ist mit einer schallabsorbierenden Auflageversehen, die bei manchen Ausführungsformen auch einen Teil der Trittfläche bildet. BeimErrichten einer Schallschutzwand aus derartigen Elementen werden die einzelnen Elemente mitihren Stirnseiten, die Nut- und Federprofile aufweisen, Mann an Mann auf den Schotterbodendes Gleises gesetzt. Damit ein derartiges Schallschutzwandelement überstiegen werden kann,sind an der im verbauten Zustand dem Gleis zugekehrten Seite vorragende Auftritte und an derAußenseite eingesenkte Stufen vorgesehen.
[0003] Das bekannte Schallschutzwandelement hat zwar den Vorteil, dass die Wanderrichtungdurch bloßes Aufsetzen und Aneinanderreihen einfach ist. Ein Nachteil liegt jedoch darin, dasstrotz des relativ hohen Eigengewichts, das großen Materialverbrauch bedingt, keine ausrei¬chende seitliche Lagestabilität gegeben ist. Überdies ist die schallabsorbierende Auflage vorWitterungseinflüssen von oben (Regen etc.) kaum geschützt, sodass sie sich infolge Ihrer noto¬rischen Porosität meist vollsaugt und daher Schalldämpfungseigenschaften einbüßt.
[0004] Ziel der Erfindung ist daher ein Schallschutzwandelement mit einfacherer Konfiguration,das bei Inkaufnahme von separaten Halterungsmaßnahmen mit geringerem Materialaufwandhergestellt werden kann und einen besseren Witterungsschutz für die schallabsorbierendeAuflage bietet.
[0005] Dieses Ziel wird mit einem Schallschutzwandelement der eingangsgenannten Art erfin-dungsgemäß dadurch erreicht, dass das Tragelement im Wesentlichen als Platte ausgestaltetund die Trittfläche von einem einstückigen, um 90° abgewinkelten, die schallabsorbierendeAuflage überragenden Steg gebildet ist.
[0006] Zum Unterschied zum Stand der Technik weist das erfindungsgemäße Schallschutz¬wandelement im Wesentlichen ein Winkelprofil mit einem relativ langen Schenkel, der die Ele¬menthöhe bedingt, und einem relativ kurzen Schenkel, den Steg, auf. Der Materialaufwand istdaher geringer. Der die schallabsorbierende Auflage überragende Steg schützt diese vor direk¬tem Einfall von Regen, Schnee etc..
[0007] Bei Errichtung einer Schallschutzwand aus derartigen Elementen ist allerdings dasVorsehen von in Elementlänge distanzierten Halterungen wie Pfosten, Pfähle etc. in Kauf zunehmen. Dieser Mehraufwand wird aber durch den geringeren Materialaufwand kompensiertund hat den Vorteil, dass die Schallschutzwandelemente seitlich unverrückbar sind, obwohl sieauf dem Untergrund bloß aufsitzen. Der die schallabsorbierende Auflage überragende Stegminimiert überdies die Schallreflexion der Pfosten etc..
[0008] Um den Schutz der schallabsorbierenden Auflage vor von oben einfallendem Regennoch zu verbessern, ist es empfehlenswert, an der Unterseite des Stegs in dem die schallab¬sorbierende Auflage überragenden Abschnitt eine längs des Tragelementes erstreckte Tropfna¬se auszubilden. Auftreffendes Regenwasser tropft somit spätestens an dieser Nase ab, tritt alsonicht von oben in die schallabsorbierende Auflage ein.
[0009] Da für eine aus erfindungsgemäßen Schallschutzwandelementen herzustellende Schall¬schutzwand Halterungen (Pfosten, Pfähle, Steher usw.) erforderlich sind, ist es günstig, wennjedes Schallschutzwandelement an seinen beiden im verbauten Zustand aneinandergrenzen¬ den Stirnseiten eine über die Gesamthöhe erstreckte Nut zur Aufnahme eines Halterungsprofil¬abschnittes aufweist. Dadurch kann die Halterung bei lückenlos durchgehenden schallabsorbie¬renden Auflagen in die Stirnseiten benachbarter Elemente eindringen. Es tritt demnach keineUnterbrechung der Schallschutzeigenschaften durch die Halterungen ein.
[0010] In Analogie zu den bekannten Maßnahmen zum Übersteigen von gleisnahen Schall¬schutzwänden können in der im verbauten Zustand dem Gleis zugewandten schallabsorbieren¬den Auflage an wenigstens einer Stelle von der Bodenaufstandsfläche zur Oberseite des Tra¬gelementes führende Trittausnehmungen ausgebildet sein. Solche Trittausnehmungen habengegenüber den herkömmlichen Auftritten den Vorteil, dass sie nicht vorspringen und daher dieVerletzungsgefahr geringer ist.
[0011] Ferner kann an der im verbauten Zustand dem Gleis abgewandten Seite des Tragele¬mentes jedes Schallschutzwandelementes, vorzugsweise gegenüber den Trittausnehmungen,eine gegebenenfalls mit einer Haltestange versehene Leiter befestigbar sein. Auf diese Weisekann die Außenkontur des erfindungsgemäßen Schallschutzwandelementes im Zuge der Her¬stellung glatt und damit einfacher gehalten werden, da die Leitern erst hinterher daran zu befes¬tigen sind.
[0012] Schließlich ist es empfehlenswert, in jedem Schallschutzwandelement einen integrierten,längserstreckten Kabelkanal vorzusehen. Alternativ kann aber auch ein an der dem Gleis ab¬gewandten Seite des Tragelementes befestigbarer Kabeltrog vorgesehen sein, der vorzugswei¬se eine begehbare Abdeckung aufweist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass beimAussteigen aus einem Wagon odgl. (bzw. beim Übersteigen der Schallschutzwand von derGleisseite her) der mit der Leiter zu überwindende Höhenunterschied geringer ist als bei nichtvorhandenem Kabeltrog. Die mögliche Absturzhöhe ist somit reduziert.
[0013] Die Erfindung wird im Folgenden an Hand eines in der Zeichnung veranschaulichtenAusführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine Frontansicht von der Beschal¬lungsseite eines erfindungsgemäßen Schallschutzwandelementes für gleisnahen Verbau, Fig. 2eine Seitenansicht, Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie lll-lll der Fig. 1 und Fig. 4 eineSchrägansicht von der Beschallungsseite.
[0014] Das Schallschutzwandelement 1 für gleisnahen Verbau weist ein Tragelement 2 auf, dasim Wesentlichen als Platte 3 ausgeführt ist, die an ihrer Oberseite mit einem einstückigem, um90° abgewinkelten Steg 4 versehen ist. Auf der Seite des Stegs 4, und von diesem überragend,ist eine schallabsorbierende Auflage 5 angeordnet. Diese kann beispielsweise gemeinsam mitdem Tragelement 2 formschlüssig verbetoniert werden, sodass eine Ablösung der Auflage 5von der Platte 3 verhindert wird. Für das Tragelement 2 und die schallabsorbierende Auflage 5kommen herkömmliche Materialen, z.B. einerseits Beton, anderseits Porenbeton, Holzbetonusw., in Frage. Auch die Oberflächenstruktur der Auflage 5 kann in bekannter Weise gewähltwerden. Die Höhe des Schallschutzwandelementes 1 ist so bemessen, dass sich die Oberseitedes Stegs 4, also die Trittfläche, etwa in Ausstiegshöhe eines Eisenbahnwagons befindet, wenndas Schallschutzwandelement 1 in Gleisnähe auf dem Untergrund aufsitzt.
[0015] In der schallabsorbierenden Auflage 5 sind von der Bodenaufstandsfläche zur Oberseitedes Tragelementes 2 führende Trittausnehmungen 6 ausgebildet. Alternativ können dieseTrittausnehmungen 6 in einem separaten Teil, der ebenfalls schallabsorbierend ist, vorgesehensein. An der Außenseite des Tragelementes 2 können Leitern 9, gegebenenfalls mit Haltestan¬gen 10, befestigt sein, vorzugsweise vis ä vis der Trittausnehmungen 6 (Fig. 4). Auf diese Wei¬se kann das Schallschutzwandelement 1 von beiden Seiten überstiegen werden.
[0016] An der Unterseite des Stegs 4 ist in dem die schallabsorbierende Auflage 5 überragen¬den Abschnitt eine längs des Tragelementes 2 erstreckte Tropfnase 7 ausgebildet. Von obenauftreffendes Regenwasser wird somit vom Steg 4 abgeleitet, ohne dass es in die in der Regelporöse, schallabsorbierende Auflage 5 eintritt.
[0017] Für die Errichtung einer Schallschutzwand aus Schallschutzwandelementen 1 bedarf esim Boden verankerter Halterungen (nicht dargestellt) wie Pfosten, Pfähle, Steher, z.B. mit I-
Profil, zwischen denen die Schallschutzwandelemente 1 anzubringen sind. Damit die schallab¬sorbierenden Auflagen 5 lückenlos aneinandergrenzen können, weist jedes Schallschutzwan¬delement 1 an seinen beiden Stirnseiten eine über die Gesamthöhe erstreckte Nut 8 auf, in derein Profilabschnitt der Halterung aufgenommen werden kann.
[0018] Schließlich kann im erfindungsgemäßen Schallschutzwandelement für gleisnahen Ver¬bau auch an beliebiger Stelle, z.B. entweder in Bodennähe oder knapp unterhalb des Stegs 4,ein längserstreckter, integrierter Kabelkanal (nicht dargestellt) vorgesehen sein. Alternativ kannaber, wie aus Fig. 4 ersichtlich, an der der schallabsorbierenden Auflage 5 gegenüberliegendenSeite der Platte 3 ein Kabeltrog 11 vorgesehen sein, der zweckmäßigerweise eine begehbareAbdeckung 12 aufweist. Der mit der Leiter 9 zu überwindende Höhenunterschied wird dadurchverringert.
[0019] Bei Errichtung einer gleisnahen Schallschutzwand aus erfindungsgemäßen Schall¬schutzwandelementen 1 sind zunächst die erforderlichen Halterungen in der Länge der Schall¬schutzwandelemente 1 entsprechenden Abständen zu verankern, worauf die Schallschutzwan¬delemente 1 zwischen diese, meist mittels eines fahrbaren Gleiskranes von oben, eingescho¬ben werden können. Je nach Bedarf werden erfindungsgemäße Schallschutzwandelemente 1entweder auf einer Seite eines Gleises, auf beiden Seiten eines Gleises oder - bei einem mehr¬gleisigen Schienenstrang - zwischen den Gleisen angebracht.
Claims (6)
- Ansprüche 1. Schallschutzwandelement für gleisnahen Verbau, bestehend aus einem an seiner Obersei¬te mit einer Trittfläche versehenen Tragelement (2) mit einer einseitig angeordneten,schallabsorbierenden Auflage (5), wobei das Tragelement (2) im Wesentlichen als Platte (3) ausgestaltet und die Trittfläche von einem einstückigen, um 90° abgewinkelten, dieschallabsorbierende Auflage (5) überragenden Steg (4) gebildet ist, dadurch gekenn¬zeichnet, dass an der Unterseite des Stegs (4) in dem die schallabsorbierende Auflage (5)überragenden Abschnitt eine längs des Tragelementes (2) erstreckte Tropfnase (7) ausge¬bildet ist.
- 2. Schallschutzwandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an seinenbeiden im verbauten Zustand aneinandergrenzenden Stirnseiten eine über die Gesamthö¬he erstreckte Nut (8) zur Aufnahme eines Halterungsprofilabschnittes ausgebildet ist.
- 3. Schallschutzwandelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in derim verbauten Zustand dem Gleis zugewandten schallabsorbierenden Auflage (5) an we¬nigstens einer Stelle zur Oberseite des Tragelementes (2) führende Trittausnehmungen (6)ausgebildet sind.
- 4. Schallschutzwandelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der imverbauten Zustand dem Gleis abgewandten Seite des Tragelementes (2), vorzugsweisegegenüber den Trittausnehmungen (6), eine gegebenenfalls mit einer Haltestange (10)versehene Leiter (9) befestigbar ist.
- 5. Schallschutzwandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,dass ein integrierter, längserstreckter Kabelkanal vorgesehen ist.
- 6. Schallschutzwandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,dass an der der schallabsorbierenden Auflage (5) gegenüberliegenden Seite des Tragele¬mentes (2) ein Kabeltrog (11), vorzugsweise mit begehbarer Abdeckung (12), befestigbarist. Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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Inventor name: PETER KERSCHBAUMER, AT Effective date: 20160715 |
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| PC | Change of the owner |
Owner name: RIEDER BETONWERK GMBH, AT Effective date: 20190611 |
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