AT146828B - Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels.

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Johann Bertram
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  Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels. 



   Reinigungsmittel für die Haut, welche ohne zusätzliches Wasser verwendet werden können, sind bereits bekannt. Grösstenteils bestehen sie aus gegebenenfalls einen Glyzerinzusatz enthaltenden festen pulverförmigen Substanzen, die der mechanischen Entfernung der Schmutzteilchen dienen und 
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 verarbeitet sind.'Oder es werden verseifte Wachsarten mit Kautschukmilch in Pastenform gebracht. 



   Allen diesen Reinigungspasten haften aber erhebliche Mängel an. Diejenigen Reinigungspasten, welche organische Lösungsmittel enthalten, greifen die Haut an, da die Lösungsmittel der Haut den natürlichen Fettgehalt entziehen und sie dadurch spröde und rissig machen. Abgesehen davon empfiehlt sich auch die Anwendung organischer Lösungsmittel zu Hautreinigungszwecken deshalb nicht, weil der Dampf der Lösungsmittel durchwegs ausserordentlich störend und der Gesundheit abträglich ist. 



  Die nur mechanisch bzw. physikalisch wirkenden Trockenreinigungsmittel hingegen haben neben einer recht geringen reinigenden Wirkung den Nachteil, dass sie auf der Haut ein unangenehmes Gefühl übermässiger Trockenheit und Stumpfheit hinterlassen. Alle sonstigen Reinigungspasten, deren Grundlage aus Seifen besteht, bedürfen selbstverständlich zu ihrer Anwendung des zusätzlichen Wassers und sind nicht benutzbar, wenn solches fehlt. 



   Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, ein Reinigungsmittel in Pastenform zu schaffen, das ohne Anwendung von zusätzlichem Wasser benutzt werden kann und dabei imstande ist, unter grösster Schonung der Haut selbst stark mit Öl, Fett, Russ, Verbrennungsrückständen usw. verschmutzte Haut einwandfrei zu reinigen. 



   Erreicht wird diese Wirkung dadurch, dass Stärke bzw. stärkehaltige Mühlenprodukte in vollkommen aufgeschlossener Form als Träger eines wassergelösten Alkaliphosphates dienen, beispielsweise einer   wässerigen Trinatriumphosphatlösung,   und dass dieser gallertartigen Masse, welcher die adsorbierende Eigenschaft fehlt, als Adsorptionsmittel und zugleich zur mechanischen Reinigung solche Körper zugesetzt sind, die durch ihre grosse Oberfläche bzw. der ihnen eigenen Kapillarwirkung diesem Zwecke besonders angepasst sind, z. B. harzfreie kalibrierte Sägespäne, Bimsstein und ähnliches. Erläuternd wird ausgeführt, dass das Trinatriumphosphat dazu dient, die nicht verseifbaren Fette zu emulgieren. 



  Mit Soda oder Ätzalkalien kann die gleiche Waschwirkung nicht erreicht werden, da, wie bekannt, Soda oder Ätzalkalien nur eine verseifende Wirkung zugeschrieben werden kann, nicht aber eine emulgierende wie dem Trinatriumphosphat. Weder Soda noch Ätzalkalien gelten als Emulgatoren und wirken wie diese. 



   Durch das in wässeriger Lösung in der Paste enthaltene Alkaliphosphat werden alle die Schmutzteilchen festhaltenden Öle und Fette emulgiert und die Verunreinigungen werden dann durch die Adsorptions-und mechanische Einwirkung der der Paste einverleibten festen Körper völlig von der Haut entfernt. 

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   Obgleich schon der durch das völlige   Aufschliessen   der Stärke erzeugte Kleister auf die Haut eine ausserordentlich wohltuende Wirkung ausübt, empfiehlt es sich, zur nachhaltige Konservierung der Haut der Paste noch eine entsprechende Menge Glyzerin zuzusetzen. 



   Das Verfahren zur Herstellung der   Beinigungspaste wird beispielsweise wie   folgt ausgeführt : In einem beheizbaren Rührwerkskessel werden bei Siedetemperatur 65 Teile Trinatriumphosphat und 35 Teile kalzinierte Soda in 210 Teilen Wasser aufgelöst und der Lösung 25 Teile Glyzerin als Weichmachungsmittel zugesetzt. Sodann werden 60 Teile Stärkepulver in 300 Teilen kaltem Wasser aufgeschwemmt ; diese   Stärkeaufschwemmung wird   unter starkem Rühren und weiterem Erhitzen der siedenden Salzlösung zugesetzt. In der heissen, verhältnismässig stark alkalischen Lösung wird die Stärke vollkommen aufgeschlossen, so dass sich eine homogene Gallerte bildet, welche mit dem angewandten Wasser die in diesem vorher gelösten Salze trägt.

   Der abgekühlten Gallerte werden 100 Teile italienischer Bimsstein, 40 Teile kalibrierte, möglichst harzfreie Sägespäne und 5 Teile Zinkoxyd, die in 160 Teilen Wasser aufgeschwemmt waren, zugesetzt und in dieser gleichmässig verrührt. Gleichzeitig erfolgt durch geeigneten Essenzzusatz eine beliebig zu gestaltende Parfümierung der Paste. 



   Diese Paste eignet sich zur Verpackung in Dosen und Tuben und kann auf Grund ihres hohen Eigengehaltes an Wasser, welches für die hydrolytische Aufspaltung der in der Paste gelösten Salze vollauf genügt, ohne Anwendung von zusätzlichem Wasser gebraucht werden, wobei natürlich auch, wenn Wasser vorhanden ist, dieses mit zur Waschung herangezogen werden kann. 



   Die Erfindung ist dadurch vervollkommnet und auf eine breitere wirtschaftliche Basis gestellt, dass an Stelle von Stärke wasserquellfähige bzw.   aufsehliessbare wassertragende   kolloide Stoffe, wie pflanzliche Gelatine, Agar-Agar,. Irischmoos, oder anorganische Produkte wie Kieselsäuregel als Träger des Alkaliphosphates verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines   pastenformigen Hautreinigungsmittels   unter Verwendung von mit Alkalien aufgeschlossener Stärke, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufschliessung der Stärke mit Alkalien in Gegenwart von Trinatriumphosphat vorgenommen wird und der entstehenden Gallerte noch Adsorptionsmittel, wie Sägespäne, Bimsstein od. dgl., zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle von Stärke stärkehaltige Produkte sowie Pflanzenschleime oder andere hydrophile Kolloide verwendet werden.
AT146828D 1935-01-29 Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels. AT146828B (de)

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