CH181384A - Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels.

Info

Publication number
CH181384A
CH181384A CH181384DA CH181384A CH 181384 A CH181384 A CH 181384A CH 181384D A CH181384D A CH 181384DA CH 181384 A CH181384 A CH 181384A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
alkalis
swellable substance
skin cleansing
cleansing agent
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Dr Bertram
Schieweck Erich
Original Assignee
Johann Dr Bertram
Schieweck Erich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johann Dr Bertram, Schieweck Erich filed Critical Johann Dr Bertram
Publication of CH181384A publication Critical patent/CH181384A/de

Links

Landscapes

  • Cosmetics (AREA)

Description


      Verfahren    zur     Herstellung    eines     pastenförmigen    Hautreinigungsmittels.    Reinigungsmittel für die Haut, welche  ohne zusätzliches Wasser verwendet werden  können, sind bereits     bekannt.    Grösstenteils       bestehen    sie aus gegebenenfalls einen     Glyze-          rinzusatz    enthaltenden festen, pulverförmi  gen Substanzen, die der mechanischen Ent  fernung der Schmutzteilchen dienen und die  für die schmutzlösende Einwirkung mit or  ganischen Lösungsmitteln, wie     Tetrachlor-          kohlenstoff,        Trichloräthylen    und andere ge  tränkt sind.

   Aus Zweckmässigkeitsgründen  werden diese Bestandteile zu einer mehr oder       weniger        konsistenten    Paste angerührt. Da  neben gibt es auch Pasten, welche ohne     An-          ,vendung    organischer Lösungsmittel nur me  chanisch oder physikalisch wirken. Man  verwendet zu ihrer Herstellung Casein mit  Sägespänen, Papierfasern und dergleichen,  die durch Zusatz von Alkohol zu einer knet  baren Masse verarbeitet sind. Oder es wer  den verseifte Wachsarten mit     Iiautschuk-          mileh    in     Pastenform    gebracht.    Allen diesen     Reinigungspasten    haften  aber. erhebliche Mängel an.

   Diejenigen Rei  nigungspasten, welche organische Lösungs  mittel enthalten, greifen die Haut an, da die       Lösungsmittel    der Haut den natürlichen  Fettgehalt entziehen und sie dadurch spröde  und rissig machen. Abgesehen davon emp  fiehlt sich auch die Anwendung organischer  Lösungsmittel zu     Hautreinigungszwecken     deshalb nicht, weil der Dampf der Lösungs  mittel durchweg ausserordentlich störend und  der Gesundheit abträglich ist.

   Die nur me  chanisch     bezw.    physikalisch     RTirkenden        Trok-          kenreinigungsmittel    hingegen haben neben  einer recht geringen reinigenden Wirkung  den Nachteil, dass sie auf der Haut ein un  angenehmes Gefühl übermässiger Trockenheit  und Stumpfheit hinterlassen. Alle sonstigen  Reinigungspasten, deren Grundlage aus  Seife besteht, bedürfen selbstverständlich zu  ihrer Anwendung des zusätzlichen Wassers  und sind nicht benutzbar, wenn solches fehlt.

        Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe  gestellt, ein     Reinigungsmittel    in     Pastenf        orm     zu schaffen, das ohne Anwendung von zu  sätzlichem Wasser benutzt werden kann und  dabei     imstande    ist, unter grösster Schonung  der Haut selbst stark mit 01, Fett, Russ, Ver  brennungsrückständen usw. verschmutzte  Haut einwandfrei zu reinigen.  



  Das vorliegende Verfahren ist dadurch  gekennzeichnet,     dass    durch vollständiges  Aufschliessen eines     wasserquellfähigen,    durch  Alkalien     aufschliessbaren    Stoffes in der  Hitze unter Zusatz     einer    Lösung von Soda  und     @Trinatriumphosphat    eine wässerige  Gallerte hergestellt wird, in der das gelöste       Trinatriumphosphat    als     Emulgator    einver  leibt ist,

   worauf in die Masse ein     Adsorp-          tionsmittel        eingerührt        wird.    Als     Adsorp-          tionsmittel    verwendet man zweckmässig sol  che Stoffe, die gleichzeitig zur mechanischen  Reinigung beim Gebrauch des Mittels dienen  können und die durch ihre grosse Oberfläche       bezw.    die ihnen eigene     Kapillarwirkung    die  sem Zweck besonders     ängepasst    sind, zum  Beispiel harzfreie     kalibrierte    Sägespäne,       Bimsstein,    usw.

   Als     wasserquellfähige,    durch  Alkalien     aufschliessbare    Stoffe kann man       zum    Beispiel Stärke oder stärkehaltige Müh  lenprodukte, aber auch pflanzliche     Gelatine,          Agar-Agar,        Irisehmoos    usw., sowie auch  anorganische Stoffe wie     Kieselsäuregel    ver  wenden.  



       Durch    das in wässeriger Lösung     in    der  Paste enthaltene     Alkaliphosphat    werden alle  die Schmutzteilchen festhaltenden     01e    und  Fette     emulgiert    und beim Gebrauch des Mit  tels werden die Verunreinigungen dann  durch die     Adsorptions-    und mechanische       Einwirkung    des der Paste einverleibten Ad  sorptionsmittels völlig von der Haut ent  fernt.  



  Obgleich zum Beispiel bei Verwendung  von Stärke schon der durch das völlige Auf  schliessen der Stärke erzeugte Kleister auf  die Haut eine ausserordentlich wohltuende       Wirkung    ausübt, empfiehlt es sich zur nach  haltigen Konservierung der Haut, der Paste    noch eine entsprechende. Menge Glyzerin zu  zusetzen.  



  Das Verfahren zur Herstellung des Rei  nigungsmittels wird beispielsweise wie folgt  ausgeführt:  In einem beheizbaren     Rührwerkskessel     werden bei Siedetemperatur 65 Teile     Trina-          triumphosphat    und 35 Teile     cale.    Soda in       210-Teilen    Wasser aufgelöst und der Lösung  25 Teile Glyzerin als     Weichmachungsmittel     zugesetzt. Sodann werden 60 Teile Stärke  pulver in 300 Teilen kaltem Wasser aufge  schwemmt; diese     Stärkeaufschwemmung    wird  unter starkem Rühren und weiterem Erhit  zen der siedenden Salzlösung zugesetzt.

   In  der heissen, verhältnismässig stark alkalischen  Lösung wird die Stärke vollkommen aufge  schlossen, so dass sich eine homogene Gallerte  bildet, welche mit dem angewandten Wasser  die in diesem vorher gelösten Salze trägt.  Der abgekühlten Gallerte werden 100 Teile  italienischer Bimsstein, 40 Teile     kalibrierte,     möglichst harzfreie Sägespäne und 5 Teile  Zinkoxyd, die in<B>160</B> Teilen Wasser aufge  schwemmt waren, zugesetzt und in dieser  gleichmässig verrührt. Gleichzeitig erfolgt  durch geeigneten     Essenzzusatz    eine beliebig  zu gestaltende     Parfümierung    der Paste.  



  Diese Paste eignet sich zur Verpackung  in Dosen wie in Tuben und kann auf Grund  ihres hohen Eigengehaltes an Wasser, wel  ches für die hydrolytische Aufspaltung der  in der Paste gelösten Salze vollauf genügt,  ohne     Anwendung    von zusätzlichem Wasser  gebraucht werden, wobei natürlich auch,       wenn    Wasser vorhanden ist, dieses mit zur  Waschung herangezogen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung eines pasten- förmigen Hautreinigungsmittels, dadurch ge kennzeichnet, dass durch vollständiges Auf schliessen eines wasserquellfähigen, durch Alkalien aufschliessbaren Stoffes in der Hitze unter Zusatz einer Lösung von Soda und Trinatriumphosphat eine wässerige Gallerte hergestellt wird, in welcher das ge löste Trinatriumphosphat als Emulgator ein- verleibt ist,
    worauf in die Masse ein Adsorp- tionsmittel eingerührt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf schliessbaren Stoff Stärke verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf- schliessbaren Stoff pflanzliche Gelatine verwendet. :3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf - sehliessbaren Stoff Agar-Agar verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf schliessbaren Stoff Irischmoos verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf sehliessbaren Stoff ein Gel verwendet.
    G. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mann als was- serquellfähigen, durch Alkalien auf schliessbaren Stoff ein stärkehaltiges Müh lenprodukt verwendet. PATENTANSPRUCH II: Pastenförmiges Hautreinigungsmittel, er halten gemäss dem Verfahren nach Patentan spruch I.
CH181384D 1934-02-01 1935-01-29 Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels. CH181384A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE181384X 1934-02-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH181384A true CH181384A (de) 1935-12-15

Family

ID=5715823

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH181384D CH181384A (de) 1934-02-01 1935-01-29 Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH181384A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CN104263566A (zh) 一种去污杀菌多功能清洁膏及其制备方法
DE2719297A1 (de) Emulsionen sowie verfahren zu deren herstellung
DE2922880C2 (de)
DE2851542C2 (de) Mit Seife gefülltes Scheuerkissen
CH181384A (de) Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels.
DE616443C (de) Verfahren zur Herstellung eines pastenfoermigen Hautreinigungsmittels
DE2457132A1 (de) Ofenreinigungsmittel, verfahren zu ihrer herstellung und anwendungsverfahren
AT146828B (de) Verfahren zur Herstellung eines pastenförmigen Hautreinigungsmittels.
DE475114C (de) Verfahren zur Herstellung eines Zahnputzmittels
DE952210C (de) Mundpflegemittel
DE516361C (de) Verfahren zur Verbesserung der Loeslichkeit von Staerke
DE339047C (de) Verfahren zur Herstellung fester Toilette- und Haushaltungsseifen in Stuecken oder Pulverform
DE719308C (de) Hautreinigungsmittel
DE968469C (de) Verfahren zur Herstellung von Koerperreinigungs- und Koerperpflegemitteln
DE934494C (de) Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE102012019981A1 (de) Detergentienzusammensetzung
AT202245B (de) Reinigungsmittel
DE837917C (de) Wasch-, Reinigungs- oder Einweichmittel
DE2337342C2 (de) Seifenriegel
DE581763C (de) Verfahren zur Herstellung von haltbaren wasserhaltigen Emulsionen von Pflanzenlecithin
AT202705B (de) Kosmetische Hautreinigungsmittel
DE355492C (de) Verfahren zur vollkommenen Entseifung von kohlensaurem Kalkschlamm
DE761664C (de) Verfahren zur Herstellung von Rasierseifen und anderen Haarerweichungs- und -entfernungsmitteln
DE753105C (de) Einweichmittel
DE739694C (de) Fettfreie Wasch- und Reinigungsmittel