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Turmgloekenläutemasehine.
Es sind Turmgloekeuläutemaschinen mit direktem Antrieb durch Elektromotor und von der
Motorwelle angetriebenem Steuerschalter bekannt, welche Kontakte aus Kupfer, Kohle od. dgl. in Luft oder unter Öl benutzen.
Ein grosser Nachteil all dieser Kontakte ist der verhältnismässig hohe Verschleiss des Kontaktmaterials und der damit verbundenen Unsicherheit in der Stromgebung, die sich in unruhigem und ungleichmässigem Gang der Maschine oder sogar in deren vollständigem Versagen auswirkt. Es ist nämlich allen Turmglockenläutemaschinen mit direktem Antrieb durch Elektromotor und von der
Motorwelle angetriebenem Steuerschalter eigen, dass schädliche Schwingungen im Betrieb, insbesondere aber in der Anlaufperiode auftreten. Diese Schwingungen können erklärt werden mit dem etwas federnden
Antrieb über Kette und Seilscheibe.
Der Motor kann nicht immer starr bzw. ohne toten Gang mit der
Glocke gekuppelt werden, so dass beim Anzug des Motors normale Kontakte, die lediglich mit einer vom Motor getriebenen Rutschkupplung gegeneinander gepresst werden, bei einem, wenn auch geringem Zurückpendeln des Motors, sich voneinander abheben, den hohen Anlaufstrom unter starker Funken- bildung unterbrechen, gleich darauf wieder schliessen und so rhythmische Zuckungen herbeiführen, die unter Umständen, wenn z. B. der Resonanzfall zwischen der Anzugskraft des Motors und der Feder- kraft im Getriebe auftritt, selbst zum Bruch der Kette od. dgl. Defekten führen kann.
Gegenstand der Erfindung ist :
1. Eine Turmglockenläutemasehine mit direktem Antrieb durch einen Elektromotor und von der Motorwelle aus gesteuertem Schalter mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schaltbewegung des beweglichen und federnden Kontaktes parallel zur Kontaktfläche des ortsfesten und starren Kontaktes erfolgt und die Enden des ortsfesten Kontaktes nach aussen zurück- gebogen sind, um einerseits beim Pendeln des Motors ein Abheben der Kontaktflächen zu verhindern und anderseits die Stelle des Abreissfunkens bei Betätigung des Schalters ausserhalb der Kontaktflächen zu verlegen, um einen vorzeitigen Verschleiss des Schaltermaterials zu verhindern.
2. Eine Turmglockenläutemaschine mit direktem Antrieb durch einen Elektromotor und von der Motorwelle aus gesteuertem Schalter mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schaltbewegung am ortsfesten und federnden Kontakt parallel zur Kontaktfläche des beweglichen und starren Kontaktes erfolgt und die Enden des ortsfesten Kontaktes nach aussen zurückgebogen sind, um einerseits beim Pendeln des Motors ein Abheben der Kontaktflächen zu ver- hindern und anderseits die Stelle des Abreissfunkens bei Betätigung des Schalters ausserhalb der Kontakt- flächen zu verlegen, um einen vorzeitigen Verschleiss des Schaltermaterials zu verhindern.
Es wird hiedurch erreicht, dass der Übergangswiderstand für den Arbeitsstrom ständig gleich und sehr klein gehalten wird, was sich auf die Betriebssicherheit der Maschine äusserst günstig auswirkt.
Bei dem erfindungsgemässen Schalter genügen kleinere Rückbewegungen des Motors nicht, um den Strom zu unterbrechen, da der bewegliche Teil des Schalters zuerst einen längeren Weg entlang der Gleitfläche zurücklegen muss, bevor die Kontakte voneinander gelöst werden. Dadurch wird eine vollkommene Dämpfung des Schwingungssystems erreicht, was sich nicht nur in einem ruhigen Gang der Maschine, sondern auch in einem geringeren Verschleiss des Kontaktmaferials auswirkt.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal ist in der Verwendung von Rollkontakten gelegen, um die
Gleitreibung zwischen den Kontakten auszuschalten. Der Antrieb der beweglichen Kontakte im Steuer- schalter erfolgt bei der erfindungsgemässen Maschine mit Hilfe einer Rutschkupplung (z. B. Friktions-
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die Kontakte selbst mit beträchtlicher Gleitreibung behaftet sein, so bestünde unter Umständen die Gefahr, dass die Reibungskraft an der Rutschkupplung, die Reibungskraft zwischen den festen und beweglichen Kontakten nicht mehr überwinden könnte und so ein Versagen der Maschine zu befürchten wäre.
Aus diesem Grunde werden erfindungsgemäss Rollkontakte verwendet und dadurch erreicht, dass die Reibung zwischen den festen und beweglichen Kontakten denkbar klein gehalten wird, so dass die Reibung an den Friktionsscheiben auf ein Mindestmass eingeschränkt werden kann.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Vorderansicht des Steuerschalters mit Schleifkontakten dargestellt. Fig. 2 zeigt die Seitenansicht desselben Steuerschalters. Ein Steuerschalter mit Rollkontakten ist in Fig. 3 in Vorderansicht und in Fig. 4 in Seitenansicht dargestellt.
Im folgenden wird an Hand der Zeichnung die Bauart und Wirkungsweise der erfindungsgemässen Maschine beschrieben : In Fig. 1 und 2 ist die Welle 1 entweder die an der Antriebsseite des Motors oder an der entgegengesetzten Seite etwas verlängerte Motorwelle oder eine Vorgelegewelle und trägt beispielsweise zwischen zwei Friktionsscheiben 2 und 3 den Kontaktträger 4 des automatischen Sehaltapparates.
An dem Isolierstück 5 sind die beiden Kontaktfinger 6 und 7 befestigt. Wenn sich der Schalter in der links strichliert gezeichneten Lage befindet, seien gewisse Stromkreise geschlossen, und der Strom fliesst über breite Berührungsflächen B von den beweglichen Kontaktfingern 6 und 7 auf die fixen Kontakte 8 und 9. Werden beim nächsten Schaltvorgang die Kontaktfinger 6 und 7 nach rechts in Bewegung gesetzt, dann gleiten sie in der Richtung der Kontaktflächen an den fixen Kontakten entlang, und der Stromkreis wird vorerst geschlossen bleiben.
Erst bei weiterer Bewegung wird der Stromkreis unterbrochen, und es tritt an der Stelle A der fixen Kontakte 8 und 9 ein Abreissfunken auf, der aber rasch gelöscht wird, da die Bewegungsgeschwindigkeit der Kontaktfinger in diesem Stadium schon eine sehr betracht- liche ist. Der Abreissfunken wird im Laufe längeren Betriebes immerhin eine gewisse Abnutzung an der Stelle A hervorrufen, die aber auf die Funktion der Maschine keinen schädlichen Einfluss hat, da die eigentlichen Kontaktflächen B links von A, welche den Stromdurchgang vermitteln, elektrisch nicht überbeansprucht werden.
Um die Gleitreibung zwischen den Kontakten auszuschalten, können nach Fig. 3 und 4 die Kontaktfinger 6 und 7 mit Rollen 12 und 13 ausgestattet werden. Die Funktion des Schalters ist ansonsten wie bereits oben beschrieben. Die Stelle des Abreissfunkens A ist wieder vom Platz der dauernden Stromgebung B örtlich getrennt.
Der Umfang der Erfindung bezieht sich naturgemäss auch auf Turmgloekenläutemaschinen, bei denen gewisse Veitauschungen in der Bauart zwischen festen und beweglichen Kontakten erfolgt sind.
Beispielsweise können die ortsfesten Kontakte federnd ausgebildet sein und dafür die beweglichen Kontakt- stücke starr. Oder es können z. B. die ortsfesten Kontakte Rollen tragen und dafür die beweglichen Kontakte mit gebogenem Flachmaterial ausgestattet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Turmglockenläutemaschine mit direktem Antrieb durch einen Elektromotor und von der Motorwelle aus gesteuertem Schalter mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbewegung des beweglichen und federnden Kontaktes parallel zur Kontaktfläche des ortsfesten und starren Kontaktes erfolgt und die Enden des ortsfesten Kontaktes nach aussen zurückgebogen sind, um einerseits beim Pendeln des Motors ein Abheben der Kontaktflächen zu verhindern und anderseits die Stelle des Abreissfunkens bei Betätigung des Schalters ausserhalb der Kontaktflächen zn verlegen, um einen vorzeitigen Verschleiss des Schaltermaterials zu verhindern.
2. Turmglockenläutemaschine mit direktem Antrieb durch einen Elektromotor und von der Motorwelle aus gesteuertem Schalter mit beweglichen und ortsfesten Kontakten, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbewegung am ortsfesten und federnden Kontakt parallel zur Kontaktfläche des beweglichen und starren Kontaktes erfolgt und die Enden des ortsfesten Kontaktes nach aussen zurückgebogen sind, um einerseits beim Pendeln des Motors ein Abheben der Kontaktflächen zu verhindern und anderseits die Stelle des Abreissfunkens bei Betätigung des Schalters ausserhalb der Kontaktflächen zu verlegen, um einen vorzeitigen Verschleiss des Schaltermaterials zu verhindern.
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